TagGelsenkirchen

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Ein kleines Weihnachtsgeschenk: Der Consol Kalender 2008
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[Update] Täter des Angriffes auf US Bürger stellt sich
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Angriff auf US Bürger in Gelsenkirchen
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Fotosafari in Gelsenkirchen
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Umgang mit der NPD: Über Hochachtung und Gesetzesbindung
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Linktipps 11/01/2007
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Norderweiterung von BP – Nein, danke!
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Rechte Schmierereien in Gelsenkirchen
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Von der Kirmes ab zur Demo
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Gelsenkirchen – Stadt mit leeren Taschen

Ein kleines Weihnachtsgeschenk: Der Consol Kalender 2008

Als kleines Weihnachtsgeschenk für meine Blogleser gibt es einen selbstgestalteten Wandkalender. Er hat zwar einen regionalen Bezug zu Gelsenkirchen, aber vielleicht zumindest hier ja für den ein oder anderen interessant 😉 Die Grüne Jugend hatte um ein Kreativ-Wichteln gebeten und so habe ich die Bilder des Ausflugs vor wenigen Wochen genutzt um einen Kalender daraus zu machen. Angereichert wurde dieser mit Fakten zur Geschichte der Zeche Consolidation in Gelsenkirchen, die monatlich fortgeschrieben wird. Auch wenn es eine Menge Arbeit war, bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden und überlege jetzt jährlich einen eigenen Kalender zu basteln… mal sehen, ob sich diese Idee auch im nächsten Jahr hält 🙂

ConsolKalender.jpg

Anleitung: Ausdrucken, oben Löcher hinein stanzen (ich würd vorschlagen bei 1/4, 1/2, 3/4) und bei den beiden äußeren Möglichkeiten schaffen, damit man den Kalender umblättern kann. Ich hatte hierzu einen alten Collegeblock und Teile dessen Spirale benutzt. Wenn man es hat, sieht natürlich eine stabile Folie vorne und eine Pappe am Ende noch schicker aus, ebenso wie ein Ausdruck auf Fotopapier. Aber ich denke man kann da einiges anders machen 😀

So, nun noch der Download (2,6 MB, PDF):

[download#6#image]

 

[Update] Täter des Angriffes auf US Bürger stellt sich

Wenige Stunden nach dem WAZ Bericht über den Angriff auf den US Bürger bei McDonalds in Buer hat sich der Täter der Polizei gestellt. Bei der Vernehmung bedauerte der 31 jährige Mann, der noch nicht wegen rechtsradikalen Straftaten aufgefallen war, laut Polizeibericht die Tat und sagte, dass er betrunken war und “ausgetickt” sei. Grade diese Formulierung hatte die WAZ heute schon in ihrer Zeitung und hat mich schließlich auch bewogen, dazu einen Leserbrief zu schreiben: Weiterlesen

Angriff auf US Bürger in Gelsenkirchen

Man mag es als Ironie des Schicksals betrachten, dass grade in der amerikanischen Fast-Food Kette in Buer ein Amerikaner Opfer eines rechtsradikalen((Ich weiss, dass die WAZ noch die Frage offenlässt, ob die Person “nur austickte” oder einen rechtsradikalen Hintergrund hat, aber für mich ist das angesichts von “Heil Hitler” und der Aufforderung “In Deutschland deutsch zu reden” schon sehr rechtsradikal.)) Angriffes wurde, aber bei einem solchen Vorfall und den Folgen für den 52-jährigen Amerikaner sollte man das ernster betrachten.

Offensichtlich hatte der US-Bürger sich letzten Samstag mit seiner Lebensgefährtin eben in englisch gesprochen und wurde dabei von dem 30-jährigen Schläger aufgefordert “in Deutschland doch deutsch zu reden”. Schließlich rief er noch “Heil Hitler”, samt ausgestrecktem Arm und als der Amerikaner schließlich die Polizei rufen wollte, wurde dann aus dem verbalen Angriff ein tätlicher: Eine Kopfnuss, sowie mehrere Fußtritte auf den am Boden liegenden Mann – hier insbesondere dem Knöchel folgten. Der Täter floh schließlich und das Opfer musste im Krankenhaus bereits zweimal aufgrund der komplizierten Brüche operiert werden. (Quelle: WAZ)

Fotosafari in Gelsenkirchen

P1020316 Am letzten Samstag ging es für mich zusammen mit anderen Teilnehmern eines VHS Fotokurses auf eine Rundtour in Gelsenkirchen. Aufgrund des Wetters ging es dann aber in den Untergrund – genauer die U-Bahn Station Consol. Später führte der Weg dann aber noch aufs Gelände der Zeche Consol in der Nähe. Hier nun einige Fotos des Tages…

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Umgang mit der NPD: Über Hochachtung und Gesetzesbindung

Heute fand ich in der WAZ einen Leserbrief von Brigitte Wiesemann, der mich ein wenig aufgeregt hatte. Zunächst lobte Sie die Zivilcourage des Hoteldirektors aus Dresden, der die NPD aufgerufen hatte sein Haus nicht zu besuchen. Das habe ich auch getan und bis dahin war der Brief noch in Ordnung. Dann aber wurde – in AUF oder MLPD typischer Art – gleich wieder gegen “die da oben” gewettert. Wie so oft bei den letzten Nazi-Aktionen in Gelsenkirchen auf Oberbürgermeister Baranowski – als ob dieser ein Schild “Nazis willkommen” aufgestellt hätte. Weiterlesen

Linktipps 11/01/2007

Dennis’ Blog » Blog Archiv » Und sie zerlegt sich schon wieder… Die LINKE GE  Annotated

So ist das eben. Wenn einem einfach nix einfällt was man tun könnte, dann zerlegt man einfach wieder den Vorstand. Jetzt ist es der PWG-Flügel der sich ungerecht behandelt fühlt.

    Wie die Hisbollah Propaganda macht – Nachrichten Politik – WELT ONLINE  Annotated

    Die libanesischen Extremisten haben einen eigenen Fernsehkanal, al-Manar. Der ist in Deutschland frei empfangbar und verkündet krude Verschwörungstheorien und vor allem Hass gegen die USA und Israel. Die Bundesregierung gibt zu, dass al-Manar problematisch ist, unternimmt aber nichts.

      Norderweiterung von BP – Nein, danke!

      Besichtigung des Geländes für eine Norderweiterung von BP in GE - ScholvenWer Gelsenkirchen schonmal gen Norden verlassen hat, wird die weiträumige Landschaft auf dem Weg nach Marl oder Dorsten bereits gesehen haben – kaum ein Haus störrt den Blick. Naja, kurz vorher sieht es womöglich noch anders aus oder spätestens beim Rückweg auf der A52 begegnen einem die Schornsteine des örtlichen Ruhr Öl / BP Werkes in Scholven. Auf den rund 250 ha des Standorts Scholven (und einem weiteren mit 160 ha in Horst) werden pro Jahr ca. 12 Millionen Tonnen Rohöl zu Mineralöl oder anderen petrochemischen Produkten verarbeitet. Auch wenn Gelsenkirchen damit das zweitgrößte Raffineriesystem Deutschlands hat, fürchtet das Unternehmen im internen Standortwettbewerb gegen Standorte in den Beneluxstaaten zu verlieren. Aus diesem Grunde läuft nun ein Verfahren um die Flächennutzung in Scholven zu ändern und Freiraum für 70ha Gewerbeansiedlung zu schaffen. Dabei gibt es viele, viele Argumente dagegen… Weiterlesen

      Rechte Schmierereien in Gelsenkirchen

      Dennis hatte bereits in einem Blogeintrag auf die zunehmenden Schmierereien hingewiesen und ich möchte es heute um einige Bilder erweitern, denn zunehmend werden neben – entfern- bzw. überklebbaren – Aufklebern auch wirkliche Schmierereien vorgenommen. Die ersten beiden Bilder sind vomFritz-Rahkob Platz in der Grünanlage zwischen Bildungszentrum und der Vattmannstraße google_maps_logo.jpg bei der die Gedenktafel übermalt und darunter ein “Rotfront verrecke” an die Wand geschmirrt ist. (Klick vergrößert) Weiterlesen

      Von der Kirmes ab zur Demo

      Demo Cranger Kirmes Heute war es laut auf der Ringstraße und wie es sich für jemanden gehört, der gerne fotografiert bin ich dann auch gleich los. Auf dem Weg (also genauer von meiner Mutter) habe ich dann den Grund erfahren: Die Schausteller der Cranger Kirmes protestierten vor dem Verwaltungsgericht gegen eine Entscheidung, die am Mittwoch vom Oberverwaltungsgericht Münster gefällt wurde. Dabei wurde einem sechsten Autoscooter entgegen der Entscheidung der städtischen Entscheidungskommission zugesprochen auf der Kirmes präsent zu sein. Weiterlesen

      Gelsenkirchen – Stadt mit leeren Taschen

      Bei einer Mitgliederversammlung der Grünen hat Peter Tertocha, Fraktionsvorsitzender und Mitglied u.A. des Finanzausschusses, gestern ausführlich über die Lage der Stadt referiert, die mir durchaus als ziemlich ausweglos, aber nicht als so ausweglos bewusst war.

      Hierzu muss man sich zunächst vor Augen führen, dass Gelsenkirchen, was Altschulden angeht im Jahr 2005 aufgeräumt hatte und alles Tafelsilber verkauft hatte, um den Schuldenstand auf Null zu senken. Dies half aber nicht lange, so dass man nun gut anderthalb Jahre später wieder einen Schuldenstand von ca. 140 Mio. Euro hat. Für 2007 wird davon ausgegangen, dass sich dieser – trotz Einsparungen und günstigen Entwicklungen in der Wirtschaft oder bei Kommunalen Zuschüssen – um rund 100 Mio. erhöhen wird. Und dies bei Einnahmen von ca. 650 Mio. Euro!

      Problematisch kommt hinzu, dass im Jahr 2004 bei einem Defizit von 130 Millionen Haushaltssanierungspläne vorgegeben wurden, die dazu führen, dass die Stadt in den kommenden Jahren jeweils 13 Millionen mehr einsparen muss, als im Vorjahr. (Also 2006 waren es 13 Millionen, 2007 werden es 26 sein, etc.) Dieses Jahr wird sich diese Vorgabe wohl noch erfüllen lassen, aber 2008 dürfte nicht mehr viel zu kürzen und sparen sein – zumindest nicht, wenn man in dieser Stadt noch irgendwie leben soll. Eine Modellrechnung von vor 15 Jahren sagte damals bereits schon, dass ein Verkauf oder Aufgeben aller kommunalen “freiwilligen” Einrichtungen nicht ausreichen würde, eine solche Summe aufzubringen.

      Und Auswege aus dieser Krise? Schwer zu finden: Im Rat wird bei den aktuellen Planungen um einen Betrag von 1 Mio. gestritten, sonst ist bereits viel vorgegeben. Die Einnahmen auf kommunaler Steuerseite sind kaum zu erhöhen, da die Sätze hier entweder bereits Spitzenwerte in Deutschland haben oder kaum ausreichen um einen Wandel herbeizuführen: Selbst die Gewerbesteuer (auch mit einem Hebesatz von 480% bei maximal 520% sehr hoch) würde maximal 8-10 Millionen einbringen. Da braucht man über Hundesteuer oder gar die Jagdsteuer kaum nachdenken.

      Hinzu kommt die strenge Kontrolle durch die Kommunalaufsicht in Münster. Heute war so der OB Baranowski beispielsweise in Münster weil von dort auferlegt wurde die Kürzungen im Landeshaushalt bei Kindergärten durch Erhöhungen des Kindergartenbeitrages zu kompensieren. Der Rat hatte dies im Dezember abgeleht. Und nun, da diese Angelegenheit durch eine Teilerhöhung gelöst werden könnte*, muss ich in der WAZ lesen, dass selbst die Zuschüsse, die die Stadt zur Stadterneuerung geben muss, um Mittel vom Land zu bekommen, freiwillige Leistungen seien. Zur Verdeutlichung: Ein Projekt muss finanziert werden und das Land übernimmt dabei 90%, wenn die Stadt 10% übernimmt. Ohne diese 10% keine 90% und ohne die keine Stadterneuerung. So kann man Gelsenkirchen dann in allen Bereichen kaputtsparen. Hmm…aber vielleicht will die Landesregierung über diesen Umweg ja auch seinen Landeshaushalt kleiner halten?
      Wenn fiskalisch nicht mehr viel zu machen ist, muss eine politische Lösung her, die sich überlegt, wie man die Stadt Gelsenkirchen lebenswerter und attraktiver macht, um mehr wohlhabende Bürger und Unternehmen anzulocken – eine Aufgabe, die wir in Zukunft angehen werden und die dabei sicherlich einige Zeit dauern und auch bei uns Grünen dazu führen wird, über die ein oder andere Position neu nachzudenken.

      Anmerkung: Ich habe den Artikel noch einigen Personen zum Lesen zugeschickt, damit diese mal drübergucken, ob meine Zusammenfassung so stimmig ist. Von daher könnten sich noch einige Änderungen in den nächsten 1-2 Tagen ergeben, die ich als Kommentar dann aber deutlich machen werde. Zur nun Teilerhöhung der Kindergartenbeiträge (*) habe ich jetzt noch keine dezidierte Meinung, da ich es auf der einen Seite eigentlich grundsätzlich falsch finde dort zu erhöhen, auf der anderen Seite aber natürlich die Frage im Raum steht, wie die Erhöhung aussehen wird und vor allem: Was wäre wenn man sich weiter dagegen stellt? Ein Sparkommissar aus Münster, der dann per Dekret einfach anfängt zusammenzustreichen und den Satz doch hochsetzt fände ich da doch etwas schlechter.