TagGelsenkirchen

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WoW Addon Verkauf in Gelsenkirchen
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Politikum um Evonik
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Umfrage zum Bürgerticket
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“Scheiße, ne?”
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Ein fröhliches Miteinander
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Freude nach Sieg über Portugal
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Wo ist der Fehler?
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Glückwunsch, Türkei!
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Public Viewing in Gelsenkirchen und Deutschland – Polen bei der EM
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Veranstaltungshinweis: Die neue Rechte

WoW Addon Verkauf in Gelsenkirchen

Heute Nacht erschien das neue Addon zum größten Online Rollenspiel World of Warcraft. Wieviele Spiele Blizzard in der ersten Nacht unters Volk bringen wird, konnte ich jetzt so schnell nicht ergooglen, aber in Gelsenkirchen boten sowohl Saturn, wie auch Gamestop den Verkauf nach Mitternacht an, um den lokalen Anteil an den international 11 Millionen Spielern zu beglücken. Und dem Aufruf sind viele gefolgt:

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Und so sah es um halb zwölf vor der Filiale am Ende der Bahnhofsstraße aus. Zugegeben, es ist schon etwas sehr … sagen wir mal seltsam Nachts wegen einem Computerspiel raus zu gehen, aber mein Bruder und ich, sowie Gildenmitglied, GJ-Kollege und Freund Simon wollten das Spektakel miterleben. Und so reihten wir uns auch ein, in der Hoffnung noch eins der Spiele zu erhalten oder – in meinem Fall – eben eine seltenere Collectors Edition. Tata… und um zwölf öffnete sich die Tür und man reihte sich dort schön ein in der Erwartung des Spiels. Nebenan gleich noch einige Spieler vom gleichen Server, die man ja gleich womöglich auch online sehen wird. An der Verkaufstheke dann den Verkäufer erstmal mit “Rockstar bitte” kurz geschockt und dann aber die Collectors Edition in Größe eines Brettspiels eingepackt und ab nach Hause. Draußen noch immer eine lange Schlange, so dass ich schätze, dass alleine bei Gamestop ca. 100 Leute waren, die das Spiel um 0 Uhr haben wollten.

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Das Update ist fertig und schon kann es nach Nordend gehen. In der Gilde hat man sich bereits für Menethil verabredet und dahin werde ich mich jetzt verabschieden 😉

Politikum um Evonik

Am letzten Wochenende spielte bekanntlich Schalke gegen Dortmund und dieses Fußballspiel ist immer schon etwas besonderes, immerhin ist es ein Revierderby und hier besonders aufgeladen. Ich erinnere mich daran, wie meine Großeltern aus dem ländlichen Norden an einem solchen Wochenende hier in Gelsenkirchen waren und es ewig dauerte, bis sie aus der Stadt zurückkehrten. Man machte sich schon fast Sorgen, um dann später zu erfahren, dass sie sich nur begeistert angeguckt hatten, wie Schalke und Dortmund-Fans sich voller Inbrunst gegenseitig beleidigt hätten. Sei es drum, ich schweife ab. Jedenfalls ist ein solches Spiel in beiden Städten immer irgendwo etwas besonderes.

Am Samstag hatte der Hauptsponsor des BVB deshalb folgende Anzeige geschaltet:

Ich hatte es am Samstag bereits im pottblog gesehen ((daher auch das Bild, vielen Dank für die Genehmigung das Bild auch hier zu nutzen:) )) und für lustig empfunden. Jetzt vielleicht nicht zum auf dem Boden rumkugeln, aber für einen Schmunzler über diese kleine Stichelei an einem Tag, bei dem eben die Rivalität dieser beiden Städte auf dem Spielfeld symbolisiert wird (eigentlich gibt es sie auch nur da) hat es doch gereicht. Wie dem auch sei, dachte ich damit wäre es nun gegessen und gut.

Aber nein: Die Gelsenkirchener Lokalpolitik fühlt sich von dieser Anzeige enorm beleigt und reagiert entsprechend mit der Forderung einer Entschuldigung, etc. pp. Liebe Leute. Diese Stadt hat wahrlich größere Probleme, als diesen Scherz. Meines Erachtens wurde hier etwas aufgebauscht, was gang und gebe ist. Einige Personen in unserer Stadt nehmen das Wort Dortmund nichtmal in den Mund, sondern weichen aus Abneigung wegen dem Fußballverein auf Dinge wie “Vorort von Lüdenscheid” aus und auch die Stadtmarketing spielt doch – wie Jens in einem anderen Beitrag zeigt – ganz offen mit dieser Rivalität.

In den Kommentaren zu einem weiteren evonik Bericht bei ihm bin ich auch auf folgendes Bild aus Schalker Kreisen gestoßen:

Ich weiss nicht, ob es für soetwas eine Entschuldigung gab oder ähnliches, aber auch das würde ich peinlich finden. Hier wurde einfach mit etwas gespielt, was denn Menschen in Gelsenkirchen und Dortmund bekannt ist und wo es irgendwo dazu gehört, den anderen ein wenig zu pisaken. Aber wer mehr in soetwas reininterpretiert, sollte sich doch mal Gedanken darüber machen, ob Fussball und diese Rivalität nicht etwas übersteigert sind…

Umfrage zum Bürgerticket

Die Studenten der Universität Duisburg-Essen hatten vor wenigen Wochen beschlossen, auch an unserer Uni das NRW Ticket einzuführen. Ab Oktober werde ich demnach mit meinem Semesterticket in ganz NRW den ÖPNV nutzen zu können. Köln, Münster, Bielefeld oder auch Aachen wären damit kostenlos zu erreichen. Okay, ganz kostenlos nicht, denn pro Semester sind schon Semesterbeiträge zu zahlen, aber das ist weit weniger als ein normales VRR-Ticket kostet.

Die Grünen planen nun die Einführung eines solchen Tickets für alle Bürger in NRW, welches über eine monatliche Umlage von 10-15 Euro finanziert werden würde. Um die öffentliche Meinung festzustellen, haben die Grünen in Gelsenkirchen eine kleine Umfrage gestartet:

Abstimmen kann man unter www.gruene-ge.de und zu Gewinnen gibt es auch etwas: Ein SchönerTagTicket, mit dem bis zu fünf Personen an einem Tag den ÖPNV in NRW nutzen können.

“Scheiße, ne?”

Diese Worte sagte am heutigen Abend ein kleiner türkischer Junge zu meiner Mutter, nachdem die deutsche Nationalmannschaft – verdient – gegen Spanien im Finale der Europameisterschaft verloren hat. Und er hatte recht: Es war “scheiße”, dass Deutschland nicht gewonnen hat, was aber auch daran liegen könnte, dass die Mannschaft sche…äh…sehr bescheiden gespielt hatte. Bis auf jeweils 10 Minuten in der ersten und zweiten Halbzeit waren die Spanier am Drücker. Von daher war es auch fair, dass Spanien am Ende gewonnen hat. Immerhin hatten die Spanier während der ganzen EM nicht verloren und konstant gute Leistung gebracht, was man von “unseren” Jungs nicht wirklich sagen kann. Naja, sei es drum, über die sportliche Bewertung kann man in den kommenden Tagen überall genug lesen und mehr als ein bescheidendes Nichtmal-Amateur-Wissen könnte ich dazu auch nicht anbieten, auch wenn man solches ja viel zu oft hört.

Spanier feiern ihre Mannschaft

Aber wo nun alles vorbei ist, kann man dann auch mal einen Blick zurück werfen auf drei Wochen Fußball-Europameisterschaft und allgemein einiges loswerden 😉

Fan Fest

Zunächst zum Fanfest in Gelsenkirchen, welches im Sportparadies angesiedelt war. Also grundsätzlich ist dies sicher zu begrüßen, dass es soetwas gab. Ich fand es von der Aufstellung und dem Platz nicht ganz so gut, wie 2006 die Glückaufkampfbahn bei der Weltmeisterschaft, aber man konnte damit leben. Über die Tatsache, dass man nichts eigenes zu trinken mitbringen darf und teuer bezahlen muss für Getränke hatte ich mich ja schon aufgeregt, heute mussten aber auch noch Fahnenstangen abgegeben werden. Das Schwenken der Fahnen zur Anfeuerung, bei der Hymne oder Toren entfiel damit heute plötzlich vollkommen. Bisher war dies problemlos möglich, auch 2006 bei der WM. Naja, dann musste man ggf. eben zu Notlösungen greifen:

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(Geschwenkt wurde die Fahne aber kaum noch, die Mannschaft bot in der zweiten Halbzeit eben nicht mehr so viel Anlass dazu 🙁 )

Aber bedroht habe ich mich von Fahnen kaum, auch von den langen Stangen nicht. Bedrohlicher fand ich eher den Rauch von Zigaretten, der durch den Wind oft von einem vorstehenden ins Gesicht geblasen wird. Ich könnte jetzt irgendwelche Statistiken raussuchen, wieviele Minuten ich meines Lebens durch das Mitrauchen einer Zigarette verliere oder wie gefährlich das ist, aber es hat mich ganz einfach genervt und man bekommt Halsschmerzen und muss ständig Husten. Naja, ich habe es überlebt, aber es ist nochmal ein Hinweis darauf, dass Nichtraucher sehr viel toleranter sind, als in der Debatte über Rauchverbote oft getan wird. Ein entsprechendes Verbot für Public Viewing wäre schließlich auch kaum durchzusetzen, denn “Fußball ohne Zigarette” geht ja nicht – Pech für Nichtraucher.

Genauso nervig sind im übrigen Zylinder, in den Nationalfarben auf den Kopf, weil die das über- die-Menschen-hinweg-gucken sehr erschwert. Ich habe aber durchaus erlebt, dass ein freundlicher Hinweis hier Abhilfe schaffen kann.

Was auch nervig sein kann, sind die schlauen Kommentare von Mitbetrachtern. Also “Blutgrätsche” oder “Umhauen” fordern und sich dann über einen Freistoß oder die Karte aufregen. Oder über die Heulsuse aufregen, die gefälligst wieder aufstehen soll, bei der Wiederholung dann aber wegen des brutalen Fouls die rote Karte fordern. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen, aber vielleicht zeigt sich darin meine geringe Stadion Erfahrung und soetwas ist ganz normal 😉

Achja, zum Abschluss gab es heute noch ein großes Feuerwerk. Hier ein Ausschnitt:

Und wenn ich schon dabei bin, noch schnell einmal das Singen der Hymne:

 

und die Stimmung vorher:

 

EM allgemein

Zur EM allgemein gibt es neben der sportlichen Bewertung, wohl nur zu sagen, dass die Stimmung kaum mit der WM zu vergleichen ist. Also die gleiche Aufregung konnte ich bei mir nicht festmachen. Dies lag aber vielleicht auch am Wetter, welches dazu führte, dass man nicht so oft zum Public Viewing ging. Und ganz sicher lag es daran, dass die EM eben in nicht in Deutschland, nicht in Gelsenkirchen stattfand. Soetwas kann man wohl nur einmal erleben 😉

Was positiv hängen geblieben ist, sind die beiden Tippspiele, bei denen ich mitgemacht habe. Einmal bei erlassjahr.de und zum anderen bei einem Twitter Tippspiel. Mit Spanien als Europameister hatte ich aber nicht gerechnet und auch wenn alle Punkte noch berechnet werden, kann ich wohl davon ausgehen, dass ich bei keinem gewonnen haben werde. Dennoch war ich gut dabei und so machte die EM dann auch doppelt soviel Spaß, weil man sich mehr damit beschäftigt.

Was mir jedoch sehr positiv in Erinnerung bleiben wird, ist das gemeinsame Feiern in Deutschland von Deutschen und Türken, welches zeigt, dass man eben nicht nur so ganz nebeneinander her lebt, sondern es eben auch gemeinsame Identitäten und Verbindungen gibt. Siehe hierzu auch meinen letzten Artikel. Dementsprechend kann auch auch den oft befürchteten Schwenk zu mehr Nationalismus noch immer nicht erkennen.

Fotos zum EM-Erleben in Gelsenkirchen finden sich bei flickr und stehen unter CC-Lizenz, können also unter Namensnennung und Verlinkung für nichtkommerzielle Zwecke frei genutzt werden.

Ein fröhliches Miteinander

Also dann war es schließlich soweit: Nach 90 Minuten stand es 3:2 für Deutschland und die Türkei aus dem Turnier ausgeschieden. In letzter Minute dieses spannenden aber nicht hochgradigen Spiels schoss Phillipp Lahm die Deutschen in den Fußballhimmel – naja, zumindest eben ins Finale der Europameisterschaft, wo sich die Mannschaft von Joachim Löw allerdings gegen Russland oder Spanien ((die Entscheidung fällt morgen/heute [Donnerstag])) mehr einfallen lassen sollte. Da es allerdings weniger um das Spiel, als das danach gehen soll, hier nur der Verweis auf spreeblick, wo der Spielverlauf nochmal kurz und amüsant zusammengestellt wird.

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Viel mehr geht es um die ungeheuren Emotionen nach dem Spiel, bei dem man sich schon fast fragen kann, was denn Sonntag nach dem Sieg über Spanien (oder Russland) noch kommen soll. Und noch eins schwebte über der Veranstaltung: Wird es friedlich bleiben? Um es kurz zu machen: Es blieb friedlich. Lediglich 15 Festnahmen und 12 Strafanzeigen konnte die Polizei in Gelsenkirchen bis ein Uhr vermelden, darunter sechs Körperverletzungen. Vorher gab es bereits im Rahmen des Public Viewing einige Festnahmen – im übrigen in diesem Fall komplett deutsche Staatsbürger ((bei den 15 Festnahmen gibt es keine Angaben)). Also schon rein statistisch dürften die rechten Gruppierungen, die noch vor den Türken mit Messern “warnten” damit widerlegt sein. Im Gegenteil: Die einzigen überregional gemeldeten größeren Vorfälle finden sich in Dresden, wo Dönerbuden angegriffen wurden. Ein Schelm wer böses dabei denkt…

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Hier in Gelsenkirchen konnte man dagegen erleben, dass friedlich miteinander gefeiert wurde. Ob nun Menschen in Türkei-Trikots, die mit Deutschlandfahne auftauchten oder solche, die mit dem weißen Halbmond und Stern auf roten Grund an der Ringstraße/Hauptstraße feierten. Und dies bunt gemischt und eben gemeinsam. Autos wurden aufgehalten nicht nur mit einem kollektiven “Hinsetzen, Hinsetzen…”, sondern auch dem rhythmischen Rufen von “Deutschland – Türkiye – Deutschland – Türkiye”. Und auch wenn mehrheitlich die Farben schwarz-rot-gold den Platz beherrschte, wehte dazwischen völlig ungezwungen oft eine türkische Fahne im Wind.

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Ich würde sogar sagen, dass dieses Gemeinsame den Abend bedeutender gemacht hat, als das doch durchwachsene Spiel vorher. Zum einen zeigte es (wieder), dass das Schwenken der deutschen Fahne oder gar das Bemalen des Gesichtes in den Nationalfarben keineswegs mit einem Nationalismus gleichzusetzen ist oder den Rechten in die Arme spielt. Zum anderen zeigte der Abend aber eben auch, dass die türkischen Mitbürger sich – bei allen Problemen in der Integrationspolitik – integriert haben ohne eigene Identitäten aufzugeben und damit auch mitfeiern können, wenn die eigene Mannschaft gegen die deutsche verliert. Hätten wir dies andersherum auch gekonnt? Wieviele Deutsche wären wohl bei einem türkischen Sieg auf der Straße gewesen?

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Wenn es diese gegenseitige Toleranz und Anerkennung, die man heute sehen konnte, häufiger geben würde, wäre mancher Konflikt der letzten Zeit, mancher Streit über Moscheen und ähnlichem, überflüssig.

Zusammenfassend freue ich mich demnach gemeinsam mit unseren ausländischen Mitbürgern am kommenden Sonntag der deutschen Nationalmannschaft die Daumen zu drücken ((Spanier oder Russen mal ausgenommen :D)) und anschließend gemeinsam auf der Straße zu jubeln.

Fotos: Eigene unter CC Lizenzsiehe Flickr

Freude nach Sieg über Portugal

Meine Güte, was war das gestern Abend für ein Spiel bei der EM 2008. Nachdem ich die deutsche Mannschaft nach der Vorrunde eher aufgegeben hatte, zeigte sie im Spiel gegen Portugal, dass doch noch guter Fußball möglich ist. 3:2 musste sich Portugal geschlagen geben, welches allerdings in den letzten Minuten noch versuchte das Spiel zu drehen. Anschließend wurde dann wieder richtig auf den Straßen Gelsenkirchens gefeiert. Und da anders als bei den bisherigen Spielen wirklich eine große Leistung und ein ernsthafter Gegner auf dem Platz stand und anders als in der Vorrunde für mich kein Pflichtsieg darstellte, ging man dann auch mal gucken, was so an der Ringstraße Ecke Hauptstraße für ein Fest gefeiert wurde.

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Und auch wenn einem auf dem Weg dorthin das schwenken der Fahne in Autos durchaus ein wenig Bilder aus dem Kosovo nach dessen Unabhängigkeit oder anderen nationalen Ereignissen durch den Kopf schossen, wurde doch wieder schnell deutlich, dass dieser “Patriotismus” eben nicht politisch, sondern sportlich ist.

Das Bild an der Haltestelle Grillogymnasium war dementsprechend von dem Leben in einer Stadt wie Gelsenkirchen geprägt und viele ausländische – auch türkische – Mitbürger ((zumindest mit entsprechendem Hintergrund)) standen am Straßenrand, schwenkten die schwarz-rot-goldene Flagge und freuten sich genauso über den Sieg, wie deutschstämmige ((so man dies einfach zuordnen kann)). Natürlich wurde schon über die Möglichkeit gesprochen, dass Deutschland und Türkei beim Halbfinale am kommenden Mittwoch aufeinander treffen könnten und man da womöglich andere Präferenzen hat, aber heute feierte man zusammen den Sieg der deutschen Nationalmannschaft und morgen hoffentlich den der türkischen.

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Ich finde dieses Bild zeigt das, was unter Multikulturalismus oft falsch beschrieben wurde, denn es geht bei diesem Begriff ja nicht um ein Nebeneinander her leben, sondern darum, dass verschiedene Kulturen sich gegenseitig ergänzen. Also ganz praktisch: Während viele ausländische Mitbürger sich mit der deutschen Nationalmannschaft freuen, tun dies viele deutsche beispielsweise mit der türkischen. Man kann nur hoffen, dass dies beim direkten aufeinandertreffen im Halbfinale ((ich nehme das jetzt einfach mal an :D)) auch so bleibt und – selbst wenn einem nicht nach einem gemeinsamen Feiern sein sollte – man zumindest die Freude des anderen respektiert und beim Finale dann am Besten noch gemeinsam die Daumen drückt.

Weitere Fotos

Wo ist der Fehler?

Hier einfach mal kopiert aus einer Pressemitteilung von Pro NRW Gelsenkirchen:

Hauer bekam kein Rederecht, obwohl er dies schriftlich per Fax beim Bezirksbürgermeister beantragte. Um auch die Anwohner zu Wort kommen zu lassen, verzichtete Hauer auf Rederecht.

Also: Wo ist der Fehler? 😀 Vielen Dank an Dennis, der im Bundestag regelmäßig auf sein Rederecht verzichtet, damit die CDU auch mal was sagen darf 😉

Achja und wo ich schon dabei bin der Hinweis auf zwei Blogs zu Pro Gelsenkirchen, hier und hier.

Glückwunsch, Türkei!

Meine Güte, was muss das für ein Spiel gewesen sein. Türkei gegen Tschechien endete mit 3:2 und mitbekommen habe ich es nur Dank der neuen Medien. Ich saß währenddessen nämlich im Zug von Berlin nach Essen / Gelsenkirchen und konnte weder auf Radio zurückgreifen, noch Spiegel Liveticker und immer neuladen ist dann doch etwas blöd. So vertraute ich auf Twittermeldungen, um den Zwischenstand zu bekommen. Und das ging ja wohl Schlag-auf-Schlag. Bis zu 75 Minute führte Tschechien, und dann konnte ich kaum Umsteigen, da lag die Türkei dann in Führung. In der Bahn dann bei zwei Handytelefonaten dazu dann noch gehört, dass es auch so ausging (und von der roten Karte) und so ging es zufrieden nach Gelsenkirchen, wo bereits die Party tobte 😉

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Und ich freue mich mit unseren türkischen Mitbürgern. Ich glaube ein wenig ist das das was Multikulti eigentlich bedeutet, nämlich nicht ein stupides Nebeneinander her leben, sondern ein gegenseitiges Näherkommen, was sich bei mir dann eben in einem Mitfreuen und Mitzittern zeigte. Allerdings, liebe türkischen Freunde: Feiert schön und last euch von 254 Anrufen beim letzten Mal nicht beeindrucken, das ist eher traurig – es sei denn es wären bei Deutschlandspielen genauso viele, obwohl… nein auch dann wäre es traurig 😉 Aber eins sei dann doch bei aller Mitfreude gesagt: Spätestens im Halbfinale ist leider Schluss für die Türkei – ihr dürft dann aber natürlich gerne mit den Deutschen den Einzug ins Finale feiern 😀

Public Viewing in Gelsenkirchen und Deutschland – Polen bei der EM

Heute stand ja die deutsche Elf zum ersten Mal auf den Platz in Klagenfurt, um im ersten Spiel mit 2:0 gegen Polen zu gewinnen und damit die Führung in der Gruppe zu übernehmen. Nach der tollen Erfahrung bei der WM vor zwei Jahren gingen wir auch diesesmal zum Public Viewing. Angeboten wird dies in diesem Mal unter anderem auch beim Sport Paradies. Also eine halbe Stunde vorher waren noch genügend Parkplätze da, die Stimmung auf dem Weg war gut, aber an der Sicherheitskontrolle dann die Ernüchterung. Nicht nur Glasflaschen waren verboten, sondern alle Getränke und Speisen, auch die Chipstüte stellte offensichtlich ein Sicherheitsrisiko dar. Denn nur dies stellt nach Hausordnung des Fan Fests ein verbotenes Mitbringsel dar – und alkoholische Getränke. Da wird man mal nach einer Erklärung nachforschen, auch wenn die Begründung sicher offensichtlich ist: Es geht darum, dass die Menschen sich nicht ihr Wasser mitbringen, sondern für 3 Euro je Papp- oder Plastikbecher ((Von der Umweltverschmutzung ganz zu schweigen)) ein Getränk ((Bier 3,50 Euro)) kaufen und sich den Schlangen an den Gastronomieständen anzuschließen – kurz: Kommerz zu machen. Dann sollte man dies aber auch entsprechend so deutlich sagen. Wie gesagt: In der Hausordnung steht nichts.

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Veranstaltungshinweis: Die neue Rechte

Hier ein wichtiger Terminhinweis für nächsten Mittwoch:

Nie wieder Faschismus! “Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg” oder “Guck mal, wir haben nur noch Kopftücher hier in Gelsenkirchen” sind keine harmlosen Sprüche und weit verbreitet. Ist rechtes Denken in der Mitte der Gesellschaft angekommen?

Im Osten ist die NPD auf dem Vormarsch und im Westen etabliert sich die rechte Organisation Pro NRW. “Nicht nur Skinheads in Springerstiefeln prägen heute das Erscheinungsbild”, so Sandra Stoffers von der Initiative-Links. “Gerne wird das Palästinensertuch getragen, antifaschistische Logos leicht verändert wiedergegeben oder Parolen gerufen, die zunächst als links gewertet werden können”. Rechtes Denken schleicht sich allmählich durch alle Schichten. Ein Vortrag über das Erscheinungsbild der neuen Rechten und eine Bilanz über rechte Aktivitäten, die 2007 in Gelsenkirchen stattfanden, wollen zu einer lebhaften Diskussion anregen.

Die Veranstaltung findet am 04. Juni 2007 um 19 Uhr in der Flora an der Florastraße 26 in Gelsenkirchen statt. Die Vorträge werden von den Referenten Paul M. Erzkamp (Falken) und Dennis Seigerschmidt (VVN BdA e.V.) gehalten. Veranstalter sind das Bündnis gegen Rechts, Initiative-Links, Schalker Fan-Initiative und VVN BdA e.V.

Weitere Infos bei der Initiative Links