Tag - USA

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Barack Obama Rede: “Stand for change”
2
Annapolis – Frieden für Nahost?
3
Fragen nach Vorlage im amerikanischen Vorwahlkampf
4
Der Tod wird euch finden
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Bush der Wohltäter?
6
Weisheiten zum Irak
7
Clinton vs. Obama: Der Streit um die Außenpolitik
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Zeitungstest Tag 3: Mal einzeln…
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Bomben auf Mekka und Medina
10
Zeitungstest Tag 2: Kommentare und Spezielles

Barack Obama Rede: “Stand for change”

In 24 Stunden wird die Wahl in Iowa gelaufen sein. Ich hoffe, dass ich es morgen vor meiner “Cthulhu NOW” Runde noch schaffe, auch einen Artikel zum sehr interessanten Wahlsystem in Iowa zu schreiben, wo morgen die ersten Vorwahlen zur US Präsidentschaftswahl 2008 stattfinden werden. Und die Umfragen lassen auf ein spannendes Kopf an Kopf Rennen erwarten, denn sowohl Hillary Clinton, wie Barack Obama oder der John Edwards liegen in den Umfragen gleich auf. Bekanntlich unterstütze ich Obama’s Kandidatur von daher würde ich ihn gerne als Sieger des morgigen ersten Wahltages sehen. Wenn die Wahl dann mein Wunschkonzert wäre an zweiter Stelle John Edwards, aber die Wahl liegt bei den Demokraten in dem drei Millionen Bundesland. Die endgültige Entscheidung wird wohl am 5. Februar dem “Super-Thuesday” fallen, bei dem 24 Bundesstaaten gleichzeitig ihre Kandidaten bestimmen. Am Rande sei erwähnt, dass dies wohl meine amerikanische Woche wird, wenn am Sonntag noch der Superbowl stattfindet 😀

So, zum Abschluss noch ein wenig Barack-Werbung. Zuerst ein patriotisches Wahlvideo. In diesem greift er seine Rede beim Nominierungsparteitag 2004 auf, die ihn bekannt machte und in dem er angesichts der Spaltungen in der Bevölkerung darauf hinwies, dass man eben eine USA sei – bei allen verschiedenen Hintergründen. Die letzten Worte des Videos: “Your vote can change the world”… Wie recht er damit hat 🙂

Und wer noch viel Zeit hat, kann sich folgende 22minütige Rede von ihm angucken, in der er seine Wahlthemen natürlich nochmal darlegt, aber eben auch, wieso man ihn wählen soll. Es geht eben um einen wirklichen Wandel in den USA…

Annapolis – Frieden für Nahost?

Über 40 Staatsgäste werden bei den Nahost-Friedensgesprächen in Annapolis dabei sein. Das Ergebnis ist entweder schon gefeiert worden (weil auch viele arabische Staaten anwesend sind) oder ein absehbares Scheitern. Oder vielleicht sollte man es so interpretieren, dass niemand von einem großen Wurf dieser Konferenz ausgeht und deshalb alleine die Tatsache, dass auch Syrien an den Verhandlungen teilnimmt, ausreicht um die Veranstaltung zu einem Erfolg zu deklarieren. Der eigentliche Erfolg – eine Lösung des Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern – wird es aber wahrscheinlich nicht geben. Weiterlesen

Fragen nach Vorlage im amerikanischen Vorwahlkampf

Ein wenig politisches Marketing findet man wohl in den meisten Wahlkämpfen, aber Hillary Clintons Wahlkampfteam hat nun aus öffentlichen Veranstaltungen durch gezielt gesteuerte Nachfragen fast Wahlveranstaltungen gemacht. Dabei wurden Zuschauern gezielte Fragen gegeben, die sie an Hillary Clinton richten sollten. Ganz neu ist das sicher nicht, aber für die Medien , denen Clinton in der bisherigen Wahlkampfzeit kaum Angriffsfläche bot, ist dies ein gefundendes Fressen. (Quelle)

Der Tod wird euch finden

der_tod_wird_euch_findenGestern habe ich wieder ein ganzes Buch geschafft – mag seltsam klingen, aber angesichts des riiieesigen Stapels ungelesenener Bücher ist das schon ein kleiner Schritt vorwärts: Okay, er wäre es, wenn man sich nicht zwischendurch neue kaufen würde und so war auch dieses ein Kauf im Bewusstsein, dass viele weitere eigentlich vor ihm dran sind. Aber das Thema interessiert eben und so habe ich die letzte Zeit meine Sachbuch-Aufmerksamkeit dem Buch “Der Tod wird euch finden” von Lawrence Wright gewidtmet. Für dieses Buch hatte der amerikanische Schriftsteller, Journalist und Drehbuchautor in diesem Jahr auch den renomierten Pulizer Preis gewonnen. Und das völlig zu Recht.

In dem Buch geht es darum, die Vorgeschichte des 11. September zu erzählen, aber insbesondere einen Schwerpunkt dabei auf die Entstehungsgeschichte von al Qaida zu setzen. Demnach beginnt das Buch auch schon Ende der 40er Jahre, als sich ein ägyptischer Autor und Lehrer auf dem Weg in die Vereinigten Staaten befand, um dort nochmal die Schulbank zu drücken. Sajid Qutb, der später mit seinen “Wegzeichen” ein Buch schuf, welches als Grundlage für den Islamismus anzusehen ist und damit eine Bedeutung habe wie Rousseaus Gesellschaftsvertrag, war damals noch nicht religiös oder gar von einem Hass auf die USA oder den Westen erfüllt, sondern baute diesen erst dort aufgrund der Lebensweise in den USA auf. Deshalb müsse der Islam die Führungsrolle übernehmen und entsprechend wurde die Welt aufgeteilt. Weiterlesen

Bush der Wohltäter?

George Bush junior hat international den Ruf der Vereinigten Staaten ruiniert und steht selbst in den USA kurz davor den Titel des unbeliebtesten Präsidenten noch zu erreichen. Dennoch muss man auch feststellen, dass er nicht nur außenpolitischen Unsinn in seiner Legislaturperiode gemacht hat, sondern im Bereich der Entwicklungspolitik durchaus einen Wandel der US-Politik herbeigeführt hat. Wurde in den jahren vor seiner Amtszeit konsequent an der Entwicklungshilfe eingespart, hat Bush diesen Etatposten nun aufgestockt und die Vereinigten Staaten damit in absoluten Zahlen zum Hauptgeldgeber gemacht: 20 Milliarden Dollar gibt der Staat jährlich dafür aus (im Vergleich: Deutschland 10 Milliarden). Zugegeben, wenn man es mit dem Bruttonationaleinkommen vergleicht oder gar die Militärausgaben heranzieht, relativiert sich die Zahl ein wenig, dennoch wird die Veränderung der Entwicklungspolitik der USA als “vielversprechendste Umgestaltung der US-Entwicklungshilfe seit John F. Kennedy” bezeichnet. Weiterlesen

Weisheiten zum Irak

Folgende Ansichten über einen Krieg gegen den Irak habe ich heute im Politblog gefunden:

Wenn man in den Irak geht und Saddam stürzt, mit was ersetzt man ihn dann? Das ist ein sehr (instabiler) Teil der Welt, und wenn man die Zentralregierung des Irak stürzt, dann kann es passieren dass der Irak in verschiedene Teile zerbricht. Syrien hätte gern einen Teil, die Iraner, die den Irak vier Jahre lang bekämpft haben, im Norden haben wir die Kurden. (…) Damit gefährdet man die territoriale Integrität der Türkei. Es ist also ein wahres Schlamassel (’quagmire’) wenn man da rein geht.

Natürlich ist das keine große Neuigkeit. Diese Aussage stammt natürlich vor dem Krieg im Irak 2003, um genauer zu sein, ist er sogar einen Rückschau auf den Einsatz 1991. Interessanter ist jedoch, wer dies gesagt hat… Weiterlesen

Clinton vs. Obama: Der Streit um die Außenpolitik

Über die CNN Debatte hatte ich ja schon berichtet, ebenso wie die die darin etwas ungünstige Aussage von Barack Obama, dass er gleich im ersten Jahr mit Ahmadineschad oder Chavez zusammentreffen will und auch die neuste Äußerung von ihm, im Fall der Fälle auch in Pakistan militärisch aktiv zu werden ist bereits erwähnt worden. Seitdem versucht seine ärgste Konkurrentin ihm natürlich außenpolitische Naivität vorzuwerfen und ihn als Leichtgewicht darzustellen, während Obama mit der flammenden Zustimmung von Clinton zum Irakkrieg und deren Unterstützung durch Lobbyisten spielt. Inzwischen hat der innerparteiliche Wahlkampf das Stadium erreicht, bei dem man sich bewusst aus dem Weg geht. Weiterlesen

Zeitungstest Tag 3: Mal einzeln…

Ich hatte den Artikel schon weit angefangen und es mir am Ende beim X-ten Lesen des gleichen Inhalts anders überlegt: Der Zeitungstest, wie ich ihn zu beginn angekündigt hatte, bringt es nicht wirklich, sondern ist zu aufwändig und vielleicht auch zu uninteressant? Naja, jedenfalls werde ich mit täglichen Berichten aufhören, lieber entspannt lesen und das machen, was ich zuvor auch getan habe: Das Interessante kommentieren und nicht wie in den letzten Tagen Inhaltswiedergaben schreiben. Am Samstag werde ich dennoch ein Fazit dieser Zeitungswoche ziehen. Nun das, was ich bisher zu FAZ und Süddeutscher geschrieben hatte 😉 Weiterlesen

Bomben auf Mekka und Medina

Tancredo Townhall Diesen Vorschlag machte zumindest der republikanische Präsidentschaftskandidat Tom Tancredo als Reaktion auf einen Terroranschlag gegen die USA. Allerdings ist dies eindeutig nicht die Position der anderen republikanischen Kanddiaten und auch die Regierung distanzierte sich eingehend von diesem unsinnigen Vorschlag.

Wenn man über den Präsidentschaftswahlkampf berichtet und über unsinnige Vorschläge, muss man wohl leider auch Barack Obama kritisieren, der eine ziemliche Kriegsrethorik an den Tag gelegt hatte: Weiterlesen