Obama siegt bei Präsidentschaftswahlen! 1

Obama siegt bei Präsidentschaftswahlen!

Um 3:26 stand das Ergebnis der Wahlen faktisch fest. Der wichtige “swing state” Ohio ging an den demokratischen Kandidaten Barack Obama. Nicht nur wegen der “Regel”, dass noch nie ein Republikaner ins Weiße Haus einziehen durfte, der nicht diesen Bundesstaat gewonnen hatte, denn diese könnte sich ändern. Nein, die Zahlen waren zu erdrückend. Bereits im Vorfeld waren die Prognosen erdrückend für die Republikaner:

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Bereits in den Umfragen lag Obama damit über den geforderten 270 Stimmen. Selbst bei pessimistischeren Rechnungen lag er bei 276 Stimmen knapp drüber. Und die ersten Wahlergebnisse zeigten keine großen Abweichungen von diesem Ergebnis: Rote Staaten gingen an McCain, Blaue an Obama und die gelben waren eben kritisch. Dann ging Georgia an McCain und dies war dann die erste “Überrachung” des Abends. Als dann um 3:26 die Nachrichten durchsickerten, dass verschiedene Sender den Sieg in Ohio an Barack Obama gaben. CNN zog wenige Minuten nach und es stand zu dem Zeitpunkt damit 194 zu 69 Wahlmänner.

Wer da noch zweifelte, für den machte John King von CNN das beliebte Spielchen auf der Karte und vergab alle Staaten an John McCain, bei denen dies wahrscheinlich war und sogar die, bei denen er zwar nicht damit rechnete, aber auch nicht völlig unmöglich ist, dass McCain dort gewinnen sollte. Die Aussage “I can’t see that he will get it… ok, give it to him”1 macht deutlich, dass er wirklich alles realistische versucht hatte, um McCain zu geben, was möglich ist. Trotzdem kam er nur auf 266 Stimmen – um 3:42 war dann entgültig klar, dass McCain diese Wahl verloren hatte. Die Frage ist nur, wie lange würden die Swing States im Westen (Indiana, Virginia, North Carolina und Florida) brauchen, um zu einem Ergebnis zu kommen.

Um kurz vor 5 kam dann das Ergebnis aus Virginia: 13 Stimmen für Obama. Und als dann kurz danach die Wahlen in Kalifornien zuende gingen, wurden erst keine Projections für gewonnene Staaten2 mehr gegeben, sondern sofort das Ergebnis. Barack Obama wurde um 5:01 zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt.

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Hier kann man die Verteilung zu dem Zeitpunkt sehen. Wie stark der Sieg wird, muss sich erst noch ein wenig zeigen. Florida wird inzwischen leicht blau gezeichnet, Oregon, Nevada und Colorado ebenso. Aber diese Karte werde ich mit einer genaueren Betrachtung sicher noch nachreichen.

In diesem Moment (5:25) redet John McCain und gesteht in einer guten patriotische Rede die Niederlage ein und Obama – bei einigen Buh-Rufen – zu seiner Siege gratulierte und ihm Respekt zollte.

[Eigentlich sollte hier ein Abschnitt zu Obamas Rede rein, aber das packe ich nach 20 Minuten Warten doch in einen eigenen Beitrag. ;)]

Zum Abschluss noch vielen Dank an die Mitdiskutanten beim Liveblog. Bei Pillenknick findet man das Liveblog von dogma_p eine gute Zusammenfassung der Ergebnisse, vor allem auch zur Senatswahl, die ebenfalls stattfand.

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  1. Ich kann nicht sehen, dass er dieses bekommen wird … okay, geben wir ihm es” []
  2. Washington und Karlifornien []

US-Wahl begonnen 1

Seit 10 Minuten wird in den USA der nächste US Präsident gewählt, denn seit 12 Uhr MEZ sind die Wahllokale an der Ostküste geöffnet. Den ersten Sieg hat Barack Obama aber bereits eingefahren: Bei den traditionell bereits um Mitternacht startenden Wahlen in kleineren Ortschaften in New Hampshire hatte er seinen Konkurrenten recht eindeutig hinter sich gelassen:

15 Wähler stimmten in Dixville Notch für den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama, 47. Auf seinen 72-jährigen Rivalen John McCain entfielen nur sechs Stimmen. Auch in Hart’s Location gewann Obama: 17 Wähler stimmten für ihn, zehn für McCain.

Das Besondere an diesem Wahlausgang ist weniger das diese Örtchen nun wahlentscheident wären, vielmehr handelt es sich um klassisch republikanische Ortschaften. Sollte Obama auch in anderen “roten”-Staaten eine Wende herbeiführen dürfte die Wahl nach nicht allzulange dauern. Nichts desto trotz werde ich die Nacht über die Wahl beobachten und hier auch live bloggen. Ab ca. 23:30 Uhr wird es losgehen.

Der Präsidentschafts-Wahl-o-mat 2

Der Präsidentschafts-Wahl-o-mat

Über refu bin ich auf eine Seite gestoßen, bei der man anhand von einigen Fragen bestimmen kann, mit welchem US Präsidentschaftskandidaten der Demokraten man am ehesten übereinstimmt. Bei mir ist das Ergebnis mehr als eindeutig:

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Und wie sieht es bei dir aus? :)

George Washington (1789-1797)


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George Washington (1789-1797)

Mein Ziel in den letzten Tagen alle US Präsidenten vorzustellen ist nicht erreichbar. Ich hätte bei der Aufstellung des Zieles wohl auf den Klausurkalender gucken sollen. Stattdessen gibt es nun eine neue Serie über die Präsidenten, bei denen ich diese einzeln vorstellen werde – vielleicht in wöchentlichen Abständen bis zur Wahl des nächsten im November. Und deshalb geht es jetzt auch los mit George Washington, dem ersten Präsidenten der USA:

George Washingon (1789 – 1797)

* 1732 | † 1799 | Partei: keine1| Herkunft: Virginia

image George Washington wurde als Sohn eines Tabakfarmers in Virginia geboren. Er arbeitete zunächst als Geometer, bis sein Bruder 1752 starb und er damit – sein Vater war bereits früher gestorben – die Plantage Mount Vernon übernahm. Im kurz darauf beginnenden Frensh and Indian War wurde er ab 1753 mehrmals vom Gouverneur über die Appalachen geschickt um dort die Franzosen zu vertreiben. Auch wenn die militärischen Erfolge sicherlich nicht entscheidend waren, wurde er 1758 Oberst der Kolonialmiliz. Er spielte sogar mit dem Gedanken an eine militärische Karriere, bis die Briten ihm ein Offizierspatent verweigerten. Nach dieser Demütigung zog er sich auf seine Plantage zurück. Dort heiratete er 1759 die ein Jahr ältere Martha Dandridge Curtis, die ein beachtliches Vermögen mit in die Ehe brachte. Damit stieg sein Einfluss und Ansehen und kurz nach der Hochzeit war er so Abgeordneter im Parlament der Kolonie. (mehr …)

  1. Man muss ihn den Föderalisten nahestehend ansehen, aber da er nicht viel von Parteien hielt, wäre es wohl etwas vermessen ihnen diese zuzurechnen []

Merkel vs. Bush: Wer ist mächtiger? 4

Merkel vs. Bush: Wer ist mächtiger?

Im Rahmen der amerikanischen Woche hier im Blog und als Einstimmung für die Wahlen am heutigen “Super-Tuesday” soll es nun um die Frage gehen, wer mächtiger ist: US-Präsident bzw. Bundeslanzler. Es geht dabei nicht darum festzustellen, dass die USA fast 3,5mal so viele Einwohner haben, wie die Bundesrepublik oder eine größere Armee besitzt, sondern es geht in erster Linie um eine Betrachtung des Präsidenten im jeweiligen politischen System. Meine erste Arbeit an der Uni hatte ich zu dem Thema geschrieben und dementsprechend gibt es nun diesen Essay nochmal :) (mehr …)