Tag - Thalia

1
Nachtrag zu Thalia
2
Will Thalia einen kleinen Verlag ausschalten?
3
Buchhandel ala Thalia

Nachtrag zu Thalia

Im Bezug auf den Streit zwischen Thalia und Ennsthaler gibt es eine Entspannung. Helge Fahrnberger – der Autor des ursprünglichen Artikels – hatte eine Email erhalten, nach der die Geschäftsbeziehungen zwischen Thalia und Ennsthaler wieder aufgebaut wurden. Die Facebook Seite von Thalia ist allerdings verschwunden, aber nach eigenen Informationen nicht geplant.

Will Thalia einen kleinen Verlag ausschalten?

Vor einiger Zeit hatte ich bereits anlässlich eines Artikels in der Süddeutschen über Vorgänge beim Buchhandel Thalia berichtet. Nun taucht der Name wieder in einer zweifelhaften Angelegenheit auf: In der österreichischen Stadt Steyr soll die örtliche Filiale ein Übernahmeangebot an einen kleinen Verlag und Buchhandel Ennsthaler gerichtet haben. Als diese ablehnten sei es dann – so ein hier nachzulesender Bericht der Geschäftsführung – der Verkauf von Büchern des Verlages in Thalia Buchhandeln eingestellt worden. Zu dem Hintergrund mehr in dem verlinkten Artikel.

Thalia hat bei facebook reagiert und festgestellt:

Herr Ennsthaler hat im Mai die Lieferantenbeziehung zu Thalia abgebrochen, sucht nun mit äußerst fragwürdigen, kreditschädigenden Mitteln den Weg in die Öffentlichkeit. Wir können diesen Schritt nicht nachvollziehen und bedauern diese Entwicklung sehr. Thalia hat sich seit längerem bemüht, eine für beide Seiten positive Lösung zu finden, sowohl was die Lieferantenbeziehung, als auch, was den Standort in Steyr angeht. Im Zuge dessen wurden auch gemeinsame Überlegungen über eine Buchhandlung am Ennsthaler-Standort in Steyr angestellt, die jedoch über die Planungsphase nicht hinausgegangen sind. Es gab zu keinem Zeitpunkt ein Kaufangebot.

Welche Ansicht nun stimmt, kann man nicht genau sagen. Der Autor des Artikels Helge Fahrnberger hat bei Facebook noch einige Fragen gestellt und für einen Zeitpunkt nach dem Wochenende ist eine Antwort auf diese Frage angekündigt worden.

Mal unabhängig von der Frage, was nun dran ist an diesem nun ins Netz getragenen Konflikts zwischen die beiden Händlern – ein schlechtes Image bedeutet ja nicht zwingend, dass man wirklich immer “böse” ist – finde ich auch interessant, dass Thalia offensichtlich auch direkt den Weg ins Netz gesucht hat. Zum einen über eine dubiose – und bald zurückgezogene – Aktion von Restposten24 bei der Blogger mit rechtlichen Schritten gedroht wurde. Thalia Steyr bestreitet hier eine Initialzündung gesetzt zu haben und hat den Weg nach facebook angetreten, um sich dort der Diskussion zu stellen.

Ich werde jedenfalls weiter gucken, was sich in diesem inhaltlichen Streit ergibt – wobei endgültig wird man dies wohl nur schwer klären können, wenn Aussage gegen Aussage steht.

(Thema gefunden über PoliticYear, Foto in der Hauptansicht von Helge Fahrnberger unter CC Lizenz)

Buchhandel ala Thalia

Heute fand sich in der Süddeutschen Zeitung ein sehr interessanter Artikel zum Büchermarkt: Es ist nämlich zu einfach zu sagen, dass man als Käufer entscheidet, welches Buch gut ist und welches nicht. Nein, davor ist meist noch der Buchhandel und am Beispiel von Thalia wird gezeigt, dass es bei der Auswahl welches Buch wie präsentiert wird nicht unbedingt auf die Qualität desselben ankommt, sondern in erster Linie was der Verlag zahlt. Unter Umständen fliegt ein ganzer Verlag aus den Regalen. Interessant wäre nur, ob Thalia nur das schwarze Scharf unter den Filialbuchhandlungen ist, oder ob auch beispielsweise die Mayersche dieses Konzept fährt oder Amazon. Letzterem geht es zwar auch um die Vielfalt und alles anbieten zu können, aber wie kommt was in deren Großlager und wie entscheiden sich Buchempfehlungen dort?