Was für ein Super Bowl LI

Seit etwas mehr als einer Stunde ist der 51. Super Bowl im American Football entschieden. Die New England Patriots gewinnen gegen die Atlanta Falcons. Und auch dieses Spiel zeigte wiedermal, was diesen Sport für mich so spannend macht: In der ersten Halbzeit lag das Spiel eindeutig bei Atlanta. Zur Halbzeit stand es 21:3 für die Falcons und das Spiel lag eindeutig in deren Hand. Aber wie es so ist, darf man im Football nie aufgeben. Schon manche Spiele sind in den letzten Sekunden gedreht worden. Und auch heute war das so. Im letzten Viertel, in den letzten Minuten hat New England mit zwei Touchdowns und der schwereren 2-Pt.-Conversion (einem weiteren Touchdown direkt im Anschluss) das Spiel gedreht. Oder einfacher: 14 Punkte in wenigen Minuten.

Mit 28:28 ging es dann in die Verlängerung, die nach einer Golden Goal Regel arbeitet und das nach einer nach meiner Meinung etwas problematischen Regelung. Die erste Mannschaft, die mehr Punkte hat gewinnt, aber wenn die erste Mannschaft einen Touchdown erreicht, bekommt die andere schon nicht mal mehr das Recht dagegen zu halten. Ein schon starker Vorteil, den New England dann auch umgehend nutzte.

Aber mir ist nochmal deutlich geworden, wieso ich es spannend finde: Es ist berechenbar spannend. Man weiß, wann eine Mannschaft dran ist, wie sie sich über das Feld arbeiten muss und vor allem, wann dieses Angriffsrecht wechselt. Nach dem ersten der beiden entscheidenden Touchdowns war die Spannung, ob man schnell genug wieder in das Angriffsrecht kommt. Stimmt die Zeit und kann die Gegenseite in der verbleibenden Minute vielleicht doch noch kontern?

All das bestimmt das Spiel. Beim Fußball mag es auch so sein, dass ein 3:0 zur Halbzeit nichts entscheidet, aber meine Laien-Ansicht zeigt mir eher, dass drei Tore nicht leicht zu erreichen sind. Man kann es eigentlich nicht abschätzen. Von einer Sekunde zur anderen kann man im Strafraum stehen oder ewig im Mittelfeld herumspielen, weil man nicht nach vorne kommt. Berechenbar ist da nichts.

Jetzt jedenfalls ist erstmal ein halbes Jahr Pause. Im September geht es wieder los.

Kommt die NFL nach Europa?

Ich bin erst nach der NFL Europe zum Football gekommen, aber seit einigen Jahren gehört der Super Bowl zur Jahresplanung. So auch am Sonntag, wenn die Carolina Panthers gegen die Denver Broncos in dem größten Sportevent der Welt gegeneinander antreten.

In einem generellen Artikel der Süddeutschen1 dieser Milliarden-Liga wird auch über die europäische Perspektive geschrieben. Seit einiger Zeit finden einige Spiele der Liga bereits in London statt. Aber es könnte noch europäischer oder gar globaler werden:

„Die Nachfrage nach Football ist enorm – übrigens nicht nur in England, sondern in ganz Europa“, behauptet NFL-Chef Roger Goodell: „Ein Team dort ist keine zwanzig Jahre mehr weg, sondern vielleicht nur fünf.“ So etwas sorgt auch in Deutschland für Interesse, weil nun auch vom europäischen Festland und einer möglichen Europa-Division gesprochen wird. Keine eigenständige Liga zweiter Klasse, wie es die World League (1991 bis 1997) und die NFL Europe (1998 bis2007) waren, weshalb diese Projekte gescheitert sind. Sondern eine Division mit vier Vereinen, die tatsächlich die Vince-Lombardi-Trophäe gewinnen können. Frankfurt Galaxy, Rhein Fire oder Berlin Thunder als vollwertige NFL-Vereine? Vorstellbar ist inzwischen viel.

Das wäre natürlich ziemlich genial. Zugegeben noch Zukunftsmusik, aber wer weiß… vielleicht kann man in einigen Jahren nicht nur über den ersten Deutschen Superbowlsieger als Person, sondern auch als Verein feiern? Unrealistisch sicherlich, aber trotzdem eine spannende Vorstellung :D

  1. u.U. nur als Abonnement zu lesen []

Superbowl XLV

In etwas mehr als 2 Stunden ist der Kickoff zum 45. Superbowl, dem Finale der amerikanischen Football Saison. In diesem Jahr treffen die Pittsburgh Steelers gegen die Green Bay Packers an. Und da ich diese Sportart leider nur einmal im Jahr gucken kann, fällt es schwer ein wirkliches Fan-sein aufzubauen – auch wenn ich die Sportart an sich spannender finde, als unsere Art des Fußballs :) So muss die Entscheidung für wen man die Daumen drückt (und ohne das macht so was dann nicht soviel Spaß) meist anhand des Logos oder ähnlich unsinniger Kriterien fallen. Außer vielleicht wenn New York dabei ist, dann unterstütze ich diese, weil ich schonmal in New York war. Okay, irgendwie auch nicht besser :D

GreenBayPackersIn diesem Jahr werde ich auf einen Sieg der Green Bay Packers hoffen. Wie man rechts sehen kann nicht wegen dem Logo, denn ein G ist jetzt nicht so der Knaller, aber bei den Steelers sieht es auch nicht besser aus und so liegt der Grund in der Struktur der Packers:

Eine Besonderheit der Green Bay Packers ist, dass sie nicht das Eigentum eines einzelnen Besitzers sind, sondern sich in öffentlichem Besitz befinden und mehreren tausend Anteilseignern gehören.

Naja, bevor ich jetzt weiteren Blödsinn darüber schreibe, wieso ich nun zu dieser Entscheidung gekommen bin, vielleicht noch etwas von allgemeinem Interesse. Auf diesen zwei Grafiken findet man nämlich einige interessante Infos zum Superbowl generell. Einige Beispiele:

  • Von den zehn erfolgreichsten Fernsehprogrammen waren neun Super Bowl Übertragungen.
  • Nach Thanksgiving ist dies der Tag an dem am meisten verzehrt wird.
  • 30 Sekunden Werbezeit kosten rund 3 Millionen Dollar
  • 8 Millionen Pfund Popcorn, 28 Millionen Pfund Chips und 53,5 Millionen Pfund Avocados (für Guacomole) werden für das Football-Fest verbraucht – hierfür braucht man 222.792 Football-Felder um die entsprechenden Rohstoffe anzubauen.
  • 20% mehr Kopfschmerztabletten werden am nächsten Tag verkauft und 7 Millionen Menschen verzichten auf die Arbeit.

Ich hab morgen im übrigen Haushaltsberatungen – immerhin erst um 14 Uhr, genug Zeit um vorher auch noch was konstruktives hinzubekommen :D

Super Bowl XLIII

imageHeute Nacht ist es wieder so weit: Zum 43. mal treffen die besten Football-Mannschaften der NFL aufeinander, um dabei die Meisterschaft zu entscheiden. Seitdem ich vor einigen Jahren zufällig nachts hineinzappte und mir die recht einfachen Regeln nach und nach verstand, fasziniert mich dieses Spiel und so freue ich mich jedes Jahr darauf. So eben auch heute. Es ist nicht so, dass ich mich wirklich mit den Mannschaften auskenne, sondern ich wähle eben eher spontan meine „Wunschmannschaft“ für diesen Abend aus. Letztes Jahr waren es die New York Gigants, die ich unterstütze, weil ich ja schonmal in New York war. Und dieses Jahr ist es genauso skurril. Es image treten die Pittsburgh Steelers gegen die Arizona Cardinals an. Und meine Entscheidung fällt auf die Arizona Cardinals. Zwar gelten die Gegner aus Pittsburgh als Favorit, aber das Logo der Cardinals gefällt mir einfach besser. Und damit steht schon fest, wem ich heute abend die Daumen drücke. Aber vor allem hoffe ich auf ein spannendes Spiel, denn ich mag Football, weil es immer Action hat und ein ständiger Druck existiert auch weiter zu kommen. Ein Spiel im Mittelfeld über Ewigkeiten, wie man es beim Fußball ja gerne mal sehen kann, gibt es da kaum – schaffst du es bei drei Versuchen nicht 10 Yards weiter zu kommen, ist der Gegner dran. so grob die Regel. Ob es dieses Jahr auch so gut aus geht, wie im letzten Jahr, als die New York Gigants am Ende knapp gewannen ist dabei fast nebensächlich.