Spielemesse 2016 – Mein Spiel des Jahrs: T.I.M.E. Stories

Am Wochenende war wieder Spielemesse in Essen. Für mich seit Jahren immer wieder ein wichtiger Termin im Kalender. Durchaus mal schwankend, wie lange und oft ich da bin, aber ich mag es dort im Gedrängel, Spiele auszuprobieren und über interessante Spiele zu stolpern, an Verkaufsständen Preise zu vergleichen und einzukaufen und in den letzten Jahren kam zudem das Treffen von Menschen aus der Rollenspielszene dazu. Weiter lesen „Spielemesse 2016 – Mein Spiel des Jahrs: T.I.M.E. Stories“

Spielemesse 2013

Am Wochenende war wieder die Spielemesse in Essen. An 2 Tagen war auch ich auch vor Ort. Bei den Einkäufen von mir zeigt sich vor allem ein Übergewicht im Bereich der Rollenspiele:

Spielemesse 2013 EinkäufeAber natürlich habe ich nicht nur eingekauft, sondern auch das ein oder andere Brettspiel getestet. Zum Thema Rollenspiel kommen mit Sicherheit die ein oder andere Rezension im System Matters Rollenspielpodcast oder ich verweise auf unsere neuen Gespräche bei der Spielemesse zu Iron Kingdoms, Shadowrun und einem neuen Rollenspiel vom 13 Mann Verlag.  Weiter lesen „Spielemesse 2013“

Vier Tage Spieleerklärer

Ich hatte ja schon geschrieben, dass ich während der Spielemesse bei Goliath als Spiele-Erklärer gearbeitet habe. Hier ein kleiner Bericht von meinen Eindrücken der letzten Tage, weil ich immer wieder gefragt wurde, wie es denn so sei.

Beim Erklären von Tayu

Um diese Frage ganz einfach zu beantworten: Anstrengend :)

Von 10 bis 19 Uhr läuft man herum, und erklärt immer die gleichen 4-6 Spiele. Jeden Abend qualmten die Füße und man wollte nur noch eins: Duschen und die Beine hochlegen.

Dazu kommt, dass die Spiele bei Goliath oft eine taktische Tiefe erreichen, aber sehr schnell erklärt sind. In einer Minute bekommt man die Spiele erklärt. Ich versuche das vielleicht später mal im Twitterstil mit 160 Zeichen pro Spiel :) Allerdings spult man die Erklärungen dann einfach nur noch ab und gegen Abend fällt das zunehmend schwerer – insbesondere wenn kurz vor Schluss das ganze dann noch auf Englisch laufen muss.

Aber: Es hat mir Spaß gemacht Leuten die Spiele zu erklären. Gerade wenn dann später nochmal Nachfragen kamen und man im laufenden Spiel helfen konnte waren das dann interessante Momente. Etwas mehr sitzend bei einem Spiel dabei sein, wäre sicherlich noch interessanter gewesen :)

Und: Man erlebt die Spielemesse doch etwas anders als bisher, wenn man so mit anderen Spielern und den verschiedenen Besuchern mehr in Kontakt kommt.

Kurz gesagt würde ich immer wieder als Spieleerklärer arbeiten, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Vielleicht nicht alle vier Tage, sondern einen für das eigene Erkunden der Spielewelt zu haben, aber es hat Spaß gemacht und ich hoffe meine Arbeit hat den Besuchern unseres Standes ebenso geholfen :)

Foto: Beim Erklären von Tayu (Jens Matheuszik / pottblog.de)

Spielemesse 2012

Am Wochenende steht die Spielemesse an. Anders als in den Jahren davor (2011, 2010, 2009, 2008) werde ich aber zum ersten Mal nicht wirklich herumstöbern können, denn ich helfe bei Goliath als Spiele-Erklärer aus. Fällt etwas schwer, aber mit „neuer“ Wohnung ist das Geld ist knapp und dann kommt es doppelt gut: Man nimmt was ein und gibt gleichzeitig nicht soviel aus :)

Dennoch gibt es einige Überlegungen für Anschaffungen jetzt oder eher später irgendwann, aber vielleicht hat jemand von euch ja noch Tipps und Ratschläge?

Brettspiele

Die erste wirkliche Erweiterung für Villen des Wahnsinns ist bereits seit einiger Zeit erschienen und da wir das Spiel doch schon öfter spielen, vielleicht eine Anschaffung wert. Ob dies auch für die einzelnen Szenarien gilt, weiß ich noch nicht wirklich, immerhin kosten diese für das eine Spiel schon 15 Euro.

Zum Dungeon-Crawl Spiel Descent (oder wie immer man es nennen will) ist nun die zweite Edition erschienen. Da wir auch ab und an mal eine Runde wagen sicherlich nicht uninteressant, aber momentan wohl zu teuer zum Aufrüsten. Müsste auch erst mal gucken, was sich wirklich geändert hat. Lieber mal gucken, ob man die ein oder andere Erweiterung für die alte erste Edition nicht noch günstiger bekommt :)

Village von Pegasus hat den Kennerspiel-Preis des Jahres bekommen und erinnerte mich von seiner Grundbeschreibung ein wenig an Spiele wie Fugger oder “Die Gilde” auf dem PC, bei dem man seine Familie nach oben bringt. Aber das wird wahrscheinlich eine ganz spontane Sache, ein Erklärvideo hat es doch komplexer und doch etwas anders dargestellt, als ich es gedacht hatte :)

Auch das Spiel des Jahres: Kingdom Builder sieht auf den ersten Blick sehr nett und interessant aus, aber auch hier wage ich die These, dass es einem etwas geringerem Budget zum Opfer fallen und auf später verschoben wird.

Rollenspiele

Bei Rollenspielen sieht es soweit ich es gesehen habe auch nicht so aus, dass ich mich wirklich ärgern müsste. Für Cthulhu erscheint der sicher gut aussehende Ägyptenband, der aber mit 70 Euro weit über dem Rahmen liegt, den ich für Rollenspielbücher ausgeben will. Ein normales Design unlimitiert hätte mir da gereicht. Aber Ägypten reizt mich da eh weniger und nur 2 Abenteuer im Buch lassen mich weiter davon Abstand nehmen. Definitiv gesetzt ist aber die zweite Ausgabe von Cthulhus Ruf. Bei 6 Euro keine schwere Entscheidung für sehr gute Qualität :)

Bei DSA erschien bereits Dämmerstunden vor Kurzem mit Horrorabenteuern, aber das ist schon in meinem Besitz und rezensiert worden, die Fortsetzung der Wildermarkkampagne scheint mir nach ersten Berichten zu sehr mit den Erlebnissen von “Von eigenen Gnaden” zu brechen, also auch nicht sehr prioritär. Schicksalspfade, das Tabletop finde ich schon etwas interessanter, zumindest wenn man es auch gut für Kämpfe im Rollenspiel nutzen kann. Das Testheft wird definitiv mitgenommen.

Interessant fände ich auch mal Contact auszuprobieren, aber bei einem Budget von ca. 50-70 Euro wird auch das wohl nichts werden, denn das würde komplett nur dafür rausgehen.

Vielleicht wird noch mein Savage Worlds Regelwerk einem Update unterzogen mit dem neuen Taschenbuch des neuen Regelwerkes für nur 10 Euro.

Für Traveller erscheint ja auch einiges, da muss ich nur nochmal prüfen, ob das mit meinen Kampagnenplanungen sinnvoll erscheint :)

Fazit

Wenn man will kann man auf der Spielemesse also noch immer viel Geld lassen. Aber ich muss sagen, dass ich dieses Jahr zumindest noch kein wirklich ärgerliches Gefühl habe, was einen etwas sparsameren Einkauf angeht. Das ein oder andere wäre sicherlich Interessant, aber die Messlatte wo ich wirklich denke, dass ich es bräuchte, ist dieses mal doch deutlich geringer, als noch im letzten Jahr.

Aber vielleicht habe ich ja auch noch was übersehen? Gibt es Empfehlungen eurerseits, die ich mir angucken sollte. Wobei angucken relativ ist: Ich habe an den vier Tagen nur jeweils 30 Minuten Zeit, um irgendwo hin zu kommen und einzukaufen ;)

Nachspiel 2011

Es ist schon über eine Woche her, dass ich auf der Spielemesse in Essen war, aber zuerst die Diplomarbeit und die danach einbrechende Faulheit hat den Bericht etwas verzögert, aber da damit jetzt Schluss ist nun ein kleiner Überblick über bereits gespieltes und einiges gekaufte. Wir haben von unserem Rollenspielpodcast System Matters heute auch den Rückblick veröffentlicht, der aber seinen Schwerpunkt aber bei Defenders of the Realm hat, dem erstem Spiel auch meiner Rückschau – nicht aus qualitativen, sondern aus Überleitungsgründen :D

Weiter lesen „Nachspiel 2011“

Spielemesse 2011

Ab morgen ist die Spielemesse in Essen. Seit Jahren gehe ich dort immer hin und dies wird auch in diesem Jahr so sein – trotz Diplomarbeit. Aber da steht morgen der Entwurf, der dann Gegengelesen wird und so kann man Samstag ruhigen Gewissens zur Spielemesse gehen. Eigentlich berichte ich ja immer im System Matters Rollenspielpodcast davon, was so neues für die Spielemesse ansteht. Dieses Jahr ist das leider echt nicht drin gewesen. Dafür war der Stress mit der Diplomarbeit irgendwann dochzu groß geworden. Nichts desto trotz soll es hier kurz auf die Dinge eingegangen werden, die bei mir ganz sicher, vielleicht und unter Umständen im Rucksack oder in Einkaufstüten landen. Als Grundlage dient in erster Linie dieser Artikel von Ron, in dem alle Rollenspielneuheiten dargestellt werden.

Der eine Ring

Ganz oben auf der Einkaufsliste steht „Der eine Ring“, das neue Herr der Ringe Rollenspiel, welches vom Uhrwerkverlag übersetzt wurde. Das Besondere daran ist, dass es eine Kampagne über 80 Jahre zwischen den Geschehnissen von „Der Hobbit“ (was ich noch zuende lesen muss) und dem „Herrn der Ringe“ darstellt. Wenn man Zwerge oder Elfen oder so spielt ist das kein Problem, bei Menschen gibt es die Möglichkeit Wissen und Gegenstände an den Nachfolger weiter zu geben. Hinzu sol die Möglichkeit eines Gruppenpools geben, der die Stärke der Gemeinschaft darstellt. Wenn jemand aus der Gemeinschaft gegen diese Arbeitet schadet das der Gemeinschaft ebenso, wie der Verlust eines wichtigen Freundes. Hinzu soll soetwas wie Hoffnung kommen, ein Wert, der die Motivation des einzelnen Charakters darstellt. Wie das genau ist, weiß ich noch nicht, aber diese lange Spielzeit, diese neuen Meschaniken und mehr klingt schonmal wirklich sehr interessant, darum wird es gekauft. Kostenpunkt: 50 Euro, denn die Limitierte für 100 Euro wird es wohl doch nicht werden, wenn man nichtmal sicher sein kann, ob mal es überhaupt wirklich in einer Kampagnenform spielt.

Das schwarze Auge

Regelmäßig spielen wir ja noch die Sieben Gezeichneten Kampagne in DSA. Für das System erscheint nun ein Aventurischer Atlas mit detailierteren Karten und Darstellungen. Der wird zumindest genauer angeguckt und kostet 30 Euro. Das Soloabenteuer „Im Griff der Schwarzen Eiche“ muss wohl noch etwas warten, ebenso die Anthologie zum Horasreich. Eine Kampagne zu Al’Anfa kommt erst nach der Messe raus, die wäre wohl noch eher dran gekommen. In Überlegung war auch die Überarbeitung der Kampagne „Bis zum Horizont“, bei der es nach Myranor geht. Aber irgendwie sind 40Euro doch ein stolzer Preis dafür, dass man diese Kampagne womöglich nie spielen wird. Interessant fände ich es dennoch mal Myranor zu erkunden aber eben ohne gleich alles neu kennen zu lernen, sondern als aventurischer Charakter und Spieler den Kontinent zu erkunden. Und auch als Spielleiter wäre es etwas einfacher, wenn man nicht gleich alles wissen muss.

Ullises generell

Ebenfalls übelegt war das Battletech Starterset und vielleicht auch neuer Kram fürs John Sinclair Abenteuerspiel. Das hatte ich auf der Ratcon kennengelernt und fand diese abgespeckte Version des Rollenspiels garnicht mal so verkehrt. Das Grundregelwerk habe ich mir im PDF Shop schonmal gekauft, hatte darum überlegt, ob was physisches für das Regel nicht auch nett wäre. Aber ich denke das wäre eher etwas falls am Ende noch Geld übrig bleibt – und das ist bei der Spielemesse ja selten der Fall :D

 

Malmsturm

Ich glaube bei der RPC hatte ich mir das Malmsturm Regelwerk gekauft und auch signiert bekommen. Damals war es gedacht als Alternative zu D&D in einer freien Spielwelt, die ich mir selber ausdenken wollte. Nun habe ich aber gesehen, wie dick dieses Buch zur Welt ist und überlege es mir vielleicht doch nochmal anders. Und man muss sich klar machen: Das „dünne“ Regelbuch ist nicht wirklich dünn, sondern dicker als manches DSA Buch. Kostenpunkt: 50 Euro.

 

Cthulhu

Für das Horrorrollenspiel Cthulhu sind zwei neue Bände für mich besonders interessant. Zum einen mit Kingsport ein weiterer Ort aus Lovecraft Country, der vorgestellt wird. Steht aber auch nicht ganz oben auf der Liste, ist eher für die Sammlung, hoffe dass jemand aus meiner Spielrunde da vielleicht zugreift und leitet :) Ansonsten ist ein Artikel zu den Kreuzzügen erschienen, der wird genauer angeguckt und vielleicht gibt das eine nette kleine Kampagne. Fänd ich zumindest bis zu Freigabe von den Bergen des Wahnsinns irgendwann nochmal interessant.

Auch wenn es nicht von Pegasus ist, steht auch „Trail of Cthulhu“ noch irgendwie auf der Kaufen-Liste. Ich habe ja mit den Armitage-Files eine Kampagne dazu und das andere System würde mich auch schon interessieren.

Englischer Kram

Es sind noch zwei englische Bücher in der Überlegung: Der Kampagnenband zu A Song of Ice and Fire ist so nicht mehr mal eben zu bekommen. Das System hatte ich noch günstig bekommen, beim Hintergrundband fehlte aber noch das Glück, mal sehen was die Messe bietet. Dann ist auch das Mouse Guard Rollenspiel mir sehr empfohlen worden. Werde mal den Comic lesen ob mir der zusagt und dann überlegen, ob ich das Risiko 55 Euro auszugeben, wo die Chancen noch geringer sind das zu Spielen als bei „Der eine Ring“.

Shadowrun

Bei der Ratcon habe ich mir Shadowrun gekauft und will das gerne mal ausprobieren – was schon ein großer Schritt für mich ist. Werde auf der Spielemesse wohl auch das ein oder andere Buch dazu kaufen. Relativ sicher ist die neue Box „Schattenrüstzeug“ dazu, die mir als Einsteiger in das System bestimmt helfen wird. (Inhalte hier) Aber was sonst? Der Band zum Rhein-Ruhr-Komplex soll erst in einem Monat in der normalen Version entscheiden und 50 Euro dafür ist dann für einen Einsteiger doch etwas viel. Aber ich brauche da auch noch eure Hilfe: Was ist noch hilfreich für einen Einsteiger? Ist eine der 4er Kampagnen gut genug, um eine Einsteigerrunde zu überzeugen ohne zu überfordern? Irgendwelche Quellen- und Regelbände die besonders gut sind? Helft mir und antwortet fleißig :D

Brettspiele

Bei Brettspielen gehe ich immer sehr spontan an die Spielemesse heran. Das Civilization Brettspiel ist ein Kaufkandidat, aber sonst lasse ich mich gerne überraschen – oder auch hier von euch überraschen :D

 

Das ist bestimmt nur ein kurzer Überblick. Bei der Spielemesse wird auch  immer eingekauft, was gerade so in den Sinn kommt, aber ich bin auch immer für eure Ratschläge offen. Insbesondere zu Shadowrun würde ich mich über jeden Ratschlag freuen – auch vor Warnungen. Aber bestimmt habe ich auch echt tolle Sachem übersehen und bei Brettspielen freue ich mich auch Vorschläge von neuen (am liebsten kooperativen) Spielen. Also legt los :)

Meine Einkäufe bei der Spielemesse

Einige andere hatten ihre Einkäufe der Spielemesse ja schon abgelichtet und irgendwie war mir jetzt auch danach. Also hier eine Übersicht:

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Ganz am Rande ist noch Heroes of the World, das hat es leider nicht ganz drauf geschafft. Ansonsten sieht man Schatten über Camelot, mein Highlight der Messe. Auch wenn das Spiel schon etwas älter ist, finde ich den kooperativen Modus wirklich genial und freue mich schon darauf, wenn wir es das zweite mal mit mehr Regelkenntnis spielen Smiley 

Die Verbotene Insel ist ebenfalls kooperativ, ähnelt Pandemie sehr stark, macht aber dennoch viel Spaß und geht meiner Einschätzung nach etwas leichter von der Hand.

Ansonsten kenne ich von den Spielen dann nur noch Der Eiserne Thron, welches wir schon testspielen konnten. Schöne Strategie, aber eben darum auch nicht ganz so einfach.

Target Earth zu guter letzt war ein kurzentschlossener Kauf, weil es an die alten X-Com Computerspiele erinnerte. Die Regeln wurden schon gelesen und wirken wirklich recht einfach. Auch hier hoffe ich auf einen Test.

Der Rollenspielbereich vorne ist ja so etwas schwer zu erkennen. Alleine fotografiert sieht so aus:

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Man sieht einen deutlichen Überhang bei Cthulhu, auch wenn ich die Berge des Wahnsinns Kampagne wohl erst in einem Jahr selber leiten kann. Aber bis dahin ist entweder mit Innsmouth, oder eben mit Traveller, unserer laufenden DSA Kampagne oder Dungeon Slayers genug Material vorhanden, um die Zeit gut zu füllen.

Bei Dungeon Slayers hat es mich sehr gefreut am Samstag den Autor Christian Kennig kennen zu lernen, der mir zum einen mein Buch signierte, zum anderen aber auch sehr sympathisch war und mit dem wir ein längeres Gespräch geführt hatten.

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Alles in allem eine gute, aber wie immer teure Messe. Mehr dazu findet ihr auch in Audioform bei unserem System Matters Special dazu und einem Crossover Podcasts. Ich habe jedenfalls überlegt, meinen Spielepodcast wieder aufleben zu lassen. Im November wird es da wieder losgehen…

Nachtrag zur Spielemesse

Ein wenig zur Spielemesse hatte ich ja schon im Rahmen unseres “System Matters” Special zur Messe geplaudert. Aber danach war immer noch einiges zu tun, also gibt es hier eine kleine Ergänzung dazu mit gespielten Brettspielen:

IMG_0375Fangen wir mal mit Small Worlds von Days of Wonder an, welches wir am Freitag spielen konnten. Dabei geht es darum sein Volk zu Glanz und Gloria zu führen. Dabei erobert man Regionen ganz einfach per Plättchen, die man auslegt. Interessant macht das Spiel aber auch die unvorhersehbare Kombination von Rassen und Spezialfertigkeiten: Also der Beserker-Elf ist da genauso möglich, wie die Seefahrer-Rattenmenschen mit jeweils besonderen Fertigkeiten, wie weniger Plättchen für die Eroberung von bestimmten Gebieten, zusätzliche Punkte für bestimmte Regionen, zusätzliche Einheiten für Eroberungen und ähnliches. Alles in allem ein tolles Spiel, welches trotz der strategischen Ausrichtung nicht überfrachtet ist. [Bei Amazon kaufen]

IMG_0376Genauso wenig überfrachtet ist Frag von Pegasus. Es ist ein reines Ballerspiel auf dem Brett – natürlich rein virtuell, denn man spielt nicht selber, sondern seinen virtuellen Avatar in einem Computerspiel.  Ob man dies nun wegen dem Jugendschutz so handhabt oder warum auch immer – es hat eben seine positiven Auswirkungen: Wenn man stirbt hat es keine weiteren Auswirkungen, außer dass man seine Waffen verliert. Schwupps, ist man wieder da! Und vor allem: Immer nachdem man jemanden abgeschossen hat, bekommt man einen Hack für das Spiel – besonders beliebt: Man wird noch virtueller und kann durch Wände gehen und nicht abgeschossen werden. Also alles in allem ein schnelles Spielchen, welches sich besonders durch die einfachen Regeln auszeichnet. Je nach Situation wirft man einfach eine verschiedene Anzahl sechsseitiger Würfel und bestimmt den Erfolg. Und erweiterbar ist es auch. Offiziell zwar erst mit einer Erweiterung, die eingeplant ist und schon auftaucht, aber dessen Veröffentlichungstermin man nicht kennt. Inoffiziell kann man sich aber natürlich auch Dinge wie Capture the Flag oder Teamspiele ausdenken. Tolles und schnelles Spiel. [Bei Amazon kaufen]

image Nicht auf der Spielemesse, aber später zuhause getestet hab ich Dominion und Space Alert. Erstes ist Spiel des Jahres geworden und ist bereits mit einer Erweiterung und einem eigenen Spin-off Spiel versehen worden. Das Spiel ist ein reines Kartenspiel, bei dem es darum geht Siegpunkte zu sammeln. Jede Runde kann man dabei eine Aktion und einen Kauf durchführen. Durch bestimmte Karten, die man sich kauft, können daraus aber dann mehr Aktionen werden. So kann sich ein Zug dann durchaus etwas länger hinziehen, wenn man mit einem “Marktplatz” beispielsweise eine Karte mehr ziehen, eine weitere Aktion (der Marktplatz ist schon eine) durchführen und einen weiteren Kauf tätigen kann, für den man dann auch noch ein Gold zusätzlich bekommt. Alle Karten – also die ausgespielten und neu gekauften kommen dann wieder auf den Stapel und werden später dann neu gezogen. So macht es Sinn, auch 6 Gold dafür zu zahlen 3 Gold zu erhalten – auf Dauer rentiert es sich. [Bei Amazon kaufen]

imageSpace Alert war ebenfalls ein Spiel des Jahres – mit dem Sonderpreis “Neue Spielwelten”. Es handelt sich um ein kooperatives Spiel, welches sehr hektisch ist. Man spielt die Besatzung des Raumschiffs, welches das Schiff gegen Angriffe verteidigen muss und dabei Schüsse, Schilde und Energieverwaltung koordinieren muss. Dabei legt man pro Phase eine Reihenfolge von Aktionen fest. Zum Schießen und beim Aufladen der Schilder wird Energie aus dem unteren Teil des Schiffes abgezogen, die dort natürlich vorhanden sein muss. Und zusätzlich macht es vielleicht auch Sinn mit mehreren Waffen gleichzeitig zu feuern, um den Schaden zu vergrößern. Also muss jeder Schritt gut überlegt sein. Das Problem: Per CD oder jemanden der dies per Stopuhr nachverfolgt, werden in den ersten 10 Minuten des Spiels die Situationen beschrieben – während man gleichzeitig die Karten auslegt und sich koordiniert werden Kartenaustausche angesagt (10 Sekunden), neue Bedrohungen angesagt und verschiedene Phasen zur Kartenauslegung definiert – ziemlich stressiges, kooperatives Spiel. Macht aber Spaß ;) [Bei Amazon kaufen]

Spielemesse 2008

Nur eine Gruppenarbeit für die Uni am Sonntag konnte mich davon abhalten den schon seit Jahren geplanten Doppelbesuch der Spielemesse in Essen durchzuführen. Also blieben wieder nur die 9 Stunden am Samstag für Spielen, Stöbern, Schauen und Shoppen. Ein volles Programm also und wir brauchten die Zeit auch bis zur letzten Minute.

Die erste Zeit begann mit Testspielen. Am Pegasus Stand hatten wir erst Mystery Rummy: Jack the Ripper getestet, bis der nette Supporter doch meinte, wir sollten doch mal das neue Pandemie ausprobieren. Ich hatte das Spiel bereits vorher in einem Ausstellungskasten gesehen und etwas skeptisch betrachtet. Aber nach wenigen Minuten hat mich das Spiel gefangen und es ist für mich definitiv das „Spielemessespiel des Jahres 2008“.1 Später habe ich es mir auch gekauft und werde es in einem weiteren Beitrag noch umfassend darstellen.

Im Laufe des Vormittags hatten wir dann auch das Glück doch noch einen Platz bei Zoch zu bekommen. Dort wollten wie Professor Plunschge testen, welches ein wenig als verrückt dargestellt wurde. Im Prinzip geht es bei dem Spiel darum den Professor über einen Weg nach Hause zu lotsen. Dabei dürfen aber nur bestimmte Felder benutzt werden, die einer Logik entsprechen, also im einfachsten Fall war dies beispielsweise nur jedes gelbe oder so. Ingesamt ein nettes Spiel, aber am Ende wollte ich keine 22 Euro dafür ausgeben.

Ausgegeben habe ich diese für ein Länderquiz Globalisismo, bei dem man ein Ranking von Ländern bei verschiedenen Statistiken aufstellen muss oder Hauptstädte oder Positionen benennen muss. Genauerer Bericht folgt, denn auch dieses Spiel wurde bei dem folgendem Spieleabend getestet.

Ungetestet blieb das Miniaturenspiel Descent, welches günstig zu bekommen war und die Spiele Skaal und „Die Borga“. Beide letztere klare Spielemesse-Käufe, also etwas unsicher, ungespielt und womöglich bleibt das auch so :)

Ansonsten wurde noch viel neues für Cthulhu gekauft, damit die Spieler sich nicht irgendwann langweilen und ihnen die Angst nicht vergeht.

  1. Ich hab den Titel jetzt einfach mal eingeführt, mal gucken, was draus wird :D []