Alles steht Kopf

Nur als Kurzmeldung mein Eindruck nach dem Kinobesuch von „Alles steht Kopf“:

Gerade noch etwas „geflasht“ von „Alles steht Kopf“. Zeichentrick der so deutlich zum Nachdenken anregt, einem über weite Szenen doch eher nahe geht und Psychologie beeindruckend verpackt. Toller Film und sehr zu empfehlen!

Im Internet war ich noch auf diesen netten Zusatzfilm gestoßen, den es im Film nicht gab – falls ihr noch etwas von der lustigen Seite mögt:

Wolf of Wall Street

Am Freitag Abend wollte ich eigentlich den Jahresabschluss der GRÜNEN hinter mich bringen. Stattdessen ging es sehr spontan noch ins Kino. Ganz ohne Zahlen allerdings auch nicht: Wolf of Wall Street wurde kurzfristig ausgesucht.

In diesem Film geht es um Jordan Belford, der als Broker an der Wall Street anfängt und schließlich viel Geld verdient, um dann immer mehr den Legalen Weg zu verlassen, Geld ins Ausland zu schaffen oder Aktien von Unternehmen zu halten, die man selber an die Börse brachte.

Okay, die Zusammenfassung ist sehr kurz, aber ich glaube das passt auch schon so. Wer will, kann ja bei Wikipedia mehr lesen. Ich hatte mich nicht wirklich vorbereitet auf den Film und gedacht, er wäre mehr auf die aktuelle Finanzkrise bezogen. Es werden zwar Andeutungen gemacht, z.B. als erklärt wird, dass Kunden ihren Gewinn nie auszahlen dürfen, weil er dann „real“ werde und stattdessen lieber in neue Aktien investieren sollten. Eine Blase irrealen Vermögens also.

Dennoch: Der Film ist das Portrait eines Mannes, der oft dem (amerikanischen) Ideal entspricht: Wohlhabend, galant und selbstbewusst lebt Belford den amerikanischen Traum, aber er geht eben dabei über Leichen – Leute, die in völlig wertlose Aktien investieren – und bricht irgendwann das Gesetz, als Macht und Geld ihn korrumpieren. Am Ende steht der hart arbeitende und bahnfahrende Polizist besser da, als der reiche Broker.

Leonardo Di Caprio, aber auch die anderen Darsteller spielen ihre Rollen perfekt. Der Film bietet damit charakterliche Sprünge und  Sex, Drugs und Money bestimmen ihn eigentlich dauerhaft.

Ich würde ihm 4/5 Sternen geben, wie auch immer. Gute Unterhaltung, manchmal mit Längen (3 Stunden Film), manchmal überspitzt.

Catching Fire – Hunger Games 2

Die-Tribute-von-Panem-Catching-Fire-DE-PosterGestern Abend ging es in die Vorpremiere von Catching Fire, dem zweiten Teil der „Hunger Games“-Reihe. Worum es geht ist schnell erzählt: Katniss Everdeen, Gewinnerin der letzten Hunger Spiele muss damit kämpfen, was ihr Clou am Ende dieses unmenschlichen Wettkampfes mit Panem angerichtet hat. Revolution schwebt in der Luft und ihre Rolle als Hoffnungsträger ist dem Präsidenten Snow natürlich ein Dorn im Auge. Und so kommt er auf eine fiese Idee, um sie nochmal in die Arena zu schicken.

Der Film hat mir gut gefallen. Er ist sicher kein Highlight der Filmgeschichte, aber eben eine gut gemachte Umsetzung des Buches. Meine Kritik am letzten Fall wurde auch etwas stärker aufgegriffen, denn die nur für die Kamera dargestellte Liebe zu Peeta, ist nun auch als solche deutlicher gemacht worden. Wie es einem Menschen geht, der vielleicht diese Liebesgeschichte ins Zentrum gestellt hatte und damit nur den ersten Film kennt, mag das vielleicht seltsam vorkommen, aber näher am Buch und eben medienkritischer.

Ich bin nun gespannt auf den dritten Teil der Trilogie, der bei den Büchern m.E. eher enttäuschend war. Das lag aber auch daran, dass die Erzählung den Eindruck erzeugte, Katniss wäre nur Beiwerk und bekommt die geschehenen Ereignisse nur geschildert. Ob man dies im Film aufbrechen kann, weiß ich nicht. Aber wenn man dort Medienkritik und Propaganda voran bringt, kann der Film sicherlich einiges bieten. Etwas problematisch sehe ich, dass man diesen Abschluss wieder in zwei Teile aufteilt, wie man es in letzer Zeit immer öfter erlebt. Ich befürchte, dass man damit etwas künstlich streckt, um mehr aus dieser Trilogie heraus zu ziehen. Aber gut, beim Hobbit wurde ich auch eines besseren Belehrt. Der erste Teil des letzten Films kommt in einem Jahr am 21. November in die Kinos.

Die Tribute von Panem – The Hunger Games

Plakat von Hunger GamesWie gestern noch geschrieben, war zu Ostern spontan ein großer Kinobesuch geplant mit zwei Filmen. Neben Iron Sky guckten wir vorher „Die Trubute von Panem – The Hunger Games“. Die Geschichte ist kurz erzählt: In einer zukünftigen Welt sind die USA in Distrikte eingeteilt. Als Erinnerung an einen Bürgerkrieg und als Zeichen der Macht werden aus jedem Distrikt einmal pro Jahr jeweils ein Mädchen und ein Junge ausgewählt, um bei den sogenannten „Hunger Games“ anzutreten. Dies sind Kämpfe auf Leben und Tod in einer wie auch immer geahnten Arena. Und für die Geschichte wird dies eben in erster Linie aus dem Blick von Katniss Everdeen erzählt, die sich freiwillig meldet, um ihre Schwester vor den Spielen zu bewahren.

Soweit zum Inhalt, aber angesichts des Hypes, der um den Film gemacht wurde, war das ja vielleicht schon bekannt. Ich hatte selber ja schon gehört, es sei eine Mischung aus Twilight und Harry Potter und am Ende war es wohl nur der Harry Potter Teil und die Dystopsie, die mich dann doch gelockt hatte. Zuerst wollte ich aber das Buch lesen, denn Hollywood kann aus einer guten Geschichte ohne „Teams“ oder aufgebauschter Liebe immer ein Twilight machen. Und beim Lesen war ich schon positiv überrascht: Die Geschichte ist gut, wenn auch sicherlich nicht sehr tiefgründig oder mit massiven Überraschungen, aber sie liest sich gut und bietet erfrischende Unterhaltung. Und das kann man auch vom Film sagen. Er ist gut dargestellt und hält sich recht eng am Buch.

Aber ich finde er hat eine Schwäche (Achtung kleiner Spoiler!): Er setzt eben doch auf „Team Peeta“ gegen „Team Gale“. Beispielsweise indem im Film nicht deutlicher gemacht wird, dass Katniss ihre Liebe in erster Linie als Strategie für eine Fernsehshow sieht. Im Buch sagt sie dies am Ende recht offen. Was sich in Folgebänden tut, weiß ich nicht, aber so macht man aus einer vermeindlichen Fernsehshow eine wahre Liebesgeschichte.

Aber sei es drum. Die Dystopsie im Hintergrund ist wirklich gut und wird durch neue Szenen in dem Film deutlich aufgewertet. Und dann – und das ist ein wesentlicher Unterschied zu Twighlight – geht es nicht um die Beziehung als solches, die sich über den ganzen Film herzieht und die Geschichte ansich darstellt. Die Liebe in Tribute von Panem ist nur ein Beiwerk zu einer größeren Geschichte. Wer will, kann dann natürlich schmachtend für sein „Team“ dort sitzen und sich darauf fokussieren oder – so wie ich – eher die auf Geschichte eines abscheulichen Unterhaltungsevents.

Wer im übrigen auch lieber die Bücher lesen will und dem Englischen nicht ganz unmächtig ist, sollte vielleicht zum englischen Buch greifen. Das kostet im Schuber mit allen drei Bänden nämlich weniger (als Taschenbuch) als die deutsche Ausgabe des ersten Bandes. Und wirklich schwer ist es nicht zu lesen.

Iron Sky

Der heutige Ostertag war echt gelassen im Kino, wo neben den Tributen von Panem auch Iron Sky geguckt wurde. Von dem Film hatte ich ja schon mal berichtet – als Erinnerung nochmal der Trailer:

Und der Film ist wirklich gut geworden. Die negative Kritik der letzten Tage kann ich so nicht wirklichteilen. Klar, die Story ist hanebüchen und wer mit Logik an den Weltraumkampf im Jahr 2018 herangeht, kann den Film nur schlecht finden. Aber man kann den Film nicht wirklich ernst nehmen, das will er auch garnicht. Es ist ein Klischee-überfüllter Film, der sich selber auf die Schippe nimmt. Ganz und garnicht kann ich aber die Kritik aus der Zeit teilen, in der es heißt:

So wirkt der Film bisweilen wie der Traum eines jeden startrekbegeisterten Neonazis und strickt, sicher ungewollt, an kryptofaschistischen Legenden. Und dass diese Weltraumnazis von vorvorgestern den Amerikanern aus dem Jahr 2018 das Wasser reichen können, ist selbst im Rahmen der hanebüchenen Story von Iron Sky ärgerlicher Unfug.

Hergeleitet wird diese Aussage daraus, dass Nazis nicht gleich als völlige Idioten dargestellt werden, die Kommandostrukturen da noch existieren und der antiquierte Bau noch läuft. Also müssen Nazifilme entweder toternst oder noch offensichtlicher Klamauk sein, wie „Mein Führer“? Bei dem gab es auch Kritik, aber mit einem Iron Sky ist das definitiv nicht zu vergleichen. In Iron Sky sind Nazis Gegner, die genauso unter Spott leiden müssen wie amerikanische Republikaner, Nordkoreaner und viele andere. Und ja, man weißt nicht gleich direkt und immer wieder auf das menschenverachtende System der Nazis hin. Das bedeutet aber nicht gleich, dass alles egal ist. Und es wird angedeutet. Brauchen aufgeklärte Filmfans immer die Keule, um bei einem solchen Film nicht als „startrekbegeisterter Neonazi“ zu gelten? Und ohne zuviel zu verraten, natürlich gibt es auch einen moralischen Teil.

Der Film hat mir Spaß gemacht. Er ist witzig, wenn man sich auf eine vollkommen abgedrehte Geschichte einlassen kann, die auch technisch ganz gut umgesetzt ist. Er ist eine Satire auf amerikanische und internationale Politik, ein etwas abgedrehterer Invasionsfilm mit einem Hauch von Steampunk – auch wenn die Nazibauten jetzt natürlich nicht soo alt sind :)

Mein Tipp: Guckt ihn euch mal an, wenn es für euch kein Problem ist, Nazis zu sehen ohne gleich  blind mit dem Kopf darauf gestoßen zu werden, dass sie für ein unmenschliches System stehen, wenn ihr bewusst auch etwas abstrusere Handlungsabläufe akzeptiert und Lust auf etwas abgedrehtere Science Fiction habt. Zu Panem morgen mehr… :)

Harry Potter 7.2

Gestern war ich im Double Feature zum letzten Harry Potter Teil. Die Verfilmung des siebten Buches war ja in zwei Teile geteilt worden und so konnte man gestern eben in einigen Kinos die beiden Verfilmungen nochmal zusammen erleben. Wichtiger als die erste Hälfte des siebten Teils war aber natürlich das Finale dieser Reihe und die endgültige Begegnung von Harry Potter und Voldemort.

Ich habe das Buch nicht mehr genau im Kopf, aber fand die Umsetzung in jedem Fall dem Finale eines solchen Epos angemessen. Etwas mehr epische Schlachtszenen wären schön gewesen, aber ich kann nur sagen, dass auch der neue Film eine gute Unterhaltung bietet. Natürlich macht er aber nur dann Sinn, wenn man die letzten Filme auch gesehen hat. Mindestens Teil 6 und eben 7.1 sollte man vor einem Kinobesuch dann vielleicht doch gesehen haben. Aber ganz ehrlich: Jetzt erst mit der Harry Potter Saga anzufangen ist schon etwas verspätet und wer den Rest gesehen hat, wird sich diesen letzten Film auch nicht entgehen lassen :)

Hangover II

Nach dem PolitCamp am Samstag ging es noch ins Kino: Hangover 2 läuft seit Donnerstag im Kino und wurde natürlich sofort gesehen. Grund dafür war der geniale erste Teil und auch der zweite konnte durchaus anschließen.

Der zweite Teil ist ziemlich identisch mit dem ersten vom Grundablauf, was natürlich ein wenig an Originalität nimmt. Nichts desto trotz kann der Film absolut überzeugen, was auch an der schauspielerischen Leistung von Zach Galifianakis liegt, der es schafft seine Rolle Alan skurril, komisch und trotzdem liebevoll rüberbringt. Für mich ist er eh einer der Aufsteiger der letzten Jahre und reicht schon aus um ins Kino zu gehen.

Naja, nochmal kurz, worum es bei Hangover 2 geht: Stu hat die Partnerin fürs Leben gefunden und feiert seine Hochzeit in Thailand. Mit dabei natürlich auch seine Freunde – und Alan :) Und auch wenn natürlich alle (?) vorhaben die Ereignisse in Las Vegas sich nicht wiederholen zu lassen kommt es genau so. Eine durchgezechte Nacht später wacht man in Bangkok auf – und eine Person fehlt. Und was letzte Nacht geschehen ist, weiß auch niemand mehr. Und wie auch im ersten Teil beginnt dann eine Schnitzeljagd anhand von einzelnen Fundstücken und erst nach und nach offenbart sich die Geschichte der letzten Stunden.

Ich hab mich im Kino sehr gut amüsiert und der Film ist wirklich sehr gut, kommt aber eben nicht ganz an den ersten dran, weil das neue irgendwo fehlt. Damit etwas “schlechter” als der Vorgänger ohne wirklich schlecht zu sein. Ein klarer Kino-Tipp, vor allem solange man das Kino noch als Gemeinschaftsgefühl hat und nicht am Ende alleine dort sitzt. Ein gemeinsam lachendes Kino hat schon was für sich, ebenso wie gemeinsamer Applaus am Ende.

Rango

Gestern Abend ging es wieder ins Kino. Bei dem Stress aktuell eine willkommene Abwechslung. Und dann auch eine sehr gute. Es ging in den Zeichentrickfilm Rango, bei dem eine Echse den „Wilden Westen“ aufmischt, aber seht vielleicht selber den Trailer:

Okay, man sieht schon, es gibt moderne Elemente, aber offensichtlich ist die Tierwelt eben noch in der Zeit des Wilden Westens – und das ist auch gut so. Denn es gelingt dem Film sehr gut den Flair von Westernfilmen aufzugreifen ohne dabei den Humor und die Lockerheit aufzugeben, die ein solcher Zeichentrickfilm braucht. Wenn Rango in seiner unbedarften und oft aufschneiderischen Art in dieser Welt auftritt, macht es wirklich Spaß, dies anzusehen. Aber auch die Charaktere in „Dreck“ sind mehr als einfache Zeichentrickfiguren. Viele von ihnen entwickeln in den paar Minuten des Films einen wirklichen Charakter.

Die Geschichte selber ist nicht die große Überraschung oder wahnsinnig neuartig. Zusammenfassen lässt sie sich mit „Fremder rettet Dorf“ mit den üblichen Wendungen. Aber diese Geschichte braucht auch nicht eine wandelnde Geschichte, sondern spielt manchmal mit der Vorhersehbarkeit und lebt eben von den Charakteren und insbesondere Rango.

Technisch ist der Film sehr gut umgesetzt. Manchmal vergisst man glatt, dass es sich um einen Zeichentrickfilm handelt und es wurde auf Details und Mimik sehr geachtet.

Alles im Allem ein mehr als gelungener Film, den ich nur empfehlen kann.

Bei Kino und TV-Serien etwas sparen

Noch für einige Stunden könnt ihr bei DailyDeal für den nächsten Kinobesuch im Cinemaxx gutes Geld sparen. Für 29,50 Euro kann man sich 5 Karten auf einmal kaufen und diese in den nächsten zwei Jahren in den entsprechenden Kinos einlösen – inklusive aller Zuschläge, nur 3D ist nicht im Preis inbegriffen. Hier könnt ihr zuschlagen, finde das Angebot persönlich sehr gut, habe aber noch 2 Gutscheine, bei dem man für 7,50 Euro den Eintritt und ein 0,5l Getränk bekommt. (Diesen gibt es übrigens auch noch für 16 Stunden.)

Wer etwas für den heimischen Fernseher sucht, findet bei Amazon nun 3 TV Serien für insgesamt 30 Euro. Darunter auch wirkliche Schnäppchen, wie How I met your Mother Session 2, die ich letztens noch für 27 Euro gekauft hatte. Neben How I met your mother gibt es aber auch die Simpsons, 24 und andere Serien – ich werd jetzt mal mit Akte X anfangen. Der Weg ist einfach: Auf der Übersicht die Filme auswählen, in den Warenkorb und bei der Rechnung am Ende werden 30 Euro draus. Je nachdem was man auswählt, kann man einiges sparen.

Kinokleinigkeiten: Devil und “Halbe Energie”

Noch zwei Kleinigkeiten muss ich loswerden zum Kinobesuch heute abend. Ok, eigentlich drei, aber zu einer Begebenheit kann ich nicht mehr sagen, als ich es schon getwittert habe ;)

Im Kino haben sie auch einen mit Handy aufgegriffen, der gefilmt hat teilweise. Gut so, das Licht hat auch genervt! ;)

Ansonsten habe ich einen Trailer gesehen, bei dem ich noch nicht weiß, ob der Film das hält, was der Trailer verspricht, aber er sieht ziemlich gut aus und im ersten Moment dachte ich: “Hat da jemand das Cthulhu Szenario ‘Abwärts!’ verfilmt?”:

Wie gesagt, bin unsicher, ob er das hält, aber dem Film wird wahrscheinlich im Kino ne Chance gegeben. Das andere was ich noch loswerden muss und gesehen habe, war auch irgendwie gruselig, aber seht selbst:

Ist doch wirklich zum Fremdschämen, oder? :D