Tag - Justiz

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Das Versagen der Nachkriegsjustiz
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Ein Tag Freiheit: 11 Euro

Das Versagen der Nachkriegsjustiz

Gestern Abend lief in der ARD zu später Stunde noch eine Dokumentation zum Umgang der Nachkriegsjustiz mit den Verbrechern des Nationalsozialismus. Das Ergebnis ist mehr als ernüchternd: Bewusst und gezielt wurden Täter geschützt und diesen ermöglicht in der Bundesrepublik Karriere zu machen. Hier könnt ihr euch diesen Bericht noch in der Mediathek angucken – Dauer rund 45 Minuten.

Ein Tag Freiheit: 11 Euro

Ein belegtes Frühstücksbrötchen: 1,60 Euro, eine Wochenzeitschrift: 3,50 Euro, Utensilien für ein erholsames Bad: 7,86 Euro – ein Tag in Freiheit: Unbez… äh… 11 Euro. Tja, die Werbung eines bekannten Kreditkartenherstellers lässt sich eben nicht auf alles anwenden. Zum Beispiel nicht auf das grundlegende Gut der Freiheit. Zumindest nicht für den Staat. 11 Euro ist es diesem nämlich als Entschädigung wert, wenn jemand unschuldig hinter Gitter muss. Klar, einen wirklichen Wert für einen Tag in Freiheit kann wohl niemand nennen und die sozialen Folgen sind auch kaum zu ersetzen, aber 11 Euro sind nun wirklich lächerlich. Seit 1987 ist dieser Wert unverändert und immerhin wird über Inflationsausgleich nachgedacht. Dann wäre ein Tag Freiheit immerhin schon 17 Euro wert. Ein Anwaltsverein fordert nun mindestens 100 Euro, wie es in anderen Ländern üblich ist. Das klingt schon eher angemessen. Und das sollten uns die paar Einzelfälle auch wert sein, denn Freiheit ist doch kein Ramschgut. (Mehr)