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	<title>PatJe.de &#187; Geschichte</title>
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	<description>(Politisches) Blog von Patrick Jedamzik</description>
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		<title>Remember, Remember the 9th of November</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 07:49:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PatJe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunales]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
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		<description><![CDATA[Okay, das Originalzitat bezieht sich auf den “Gunpowder Plot” in England und den 5. November, aber irgendwie schwirrte mir dieser Spruch im Kopf rum und er passt auch auf jeden neunten November für mich. Denn wie jedes Jahr fand auch gestern die Demonstration der Demokratischen Initiative zum Erinnern an die Pogromnacht 1938 statt, in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Okay, das Originalzitat bezieht sich auf den “<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gunpowder_Plot" target="_blank">Gunpowder Plot</a>” in England und den 5. November, aber irgendwie schwirrte mir dieser Spruch im Kopf rum und er passt auch auf jeden neunten November für mich. </p>
<p>Denn wie jedes Jahr fand auch gestern die Demonstration der Demokratischen Initiative zum Erinnern an die Pogromnacht 1938 statt, in der jüdische Geschäfte und Synagogen geplündert und abgebrannt wurden. In der Nacht wurden in Deutschland mindestens 91 Menschen ermordet, im Rahmen der Novemberpogrome wird aber inzwischen von mehr als 400 Toten ausgegangen. <a href="http://oberbuergermeister.gelsenkirchen.de/aktuelles/reden/Gedenken_an_Progromnacht_09112006.asp" target="_blank">Oberbürgermeister Frank Baranowski hatte im Jahr 2006 den gelsenkirchener Ehrenbürger Kurt Neuwald zitiert</a>, der seine Erfahrungen in dieser Nacht wie folgt beschrieb:</p>
<blockquote><p>„In der Reichskristallnacht wurde ich nicht sofort verhaftet. Unsere Familie hatte am ganzen Abend Radio gehört, und so wussten wir, was sich anbahnte. Dann hörten wir in der Arminstraße, dort wohnten auch andere Juden, Scheibengeklirr und sahen, dass die SA Leute abholte. Wir, mein Vater und meine Brüder, flohen durch den Hintereingang unseres Hauses nach auswärts. Wir konnten uns bei einer nichtjüdischen Familie in Köln verstecken, acht Tage lang, bis die Verhaftungswelle zu Ende war. Dann konnten wir nach Hause zurückfahren und die Schäden, die angerichtet wurden, mit unseren eigenen Mitteln bezahlen.     <br />Ich kann nur sagen, dass von unserem Geschäft, dem Bettengeschäft, das wir damals hatten, die Federn durch die ganze Straße flogen. Die Daunenbetten wurden zerschnitten. Alles wurde kaputt geschlagen. Viel blieb da wirklich nicht über. Anderen ging es ähnlich. In den Wohnungen wurde das Porzellan und auch die Möbel zertrümmert. Die Bilder an den Wänden wurden zerschnitten.      <br />Unsere Wohnung in der Arminstraße lag in der zweiten Etage. Nebenan hat ein SA-Sturmführer gewohnt. Der kam in der Reichskristallnacht zu uns in die Wohnung, während seine Truppe damit beschäftigt war, unser Geschäft zu zerstören. Er erklärte meiner Mutter, es täte ihm sehr leid, aber er müsse nun seine Pflicht erfüllen. Aber er wollte die Wohnung verschonen. Wenn meine Mutter ihm Geld gäbe, könne er seine Leute ablenken. Meine Mutter gab ihm 100 Mark. Der Mann ist mit seinen Leuten nach der Zerstörung des Geschäfts in eine Wirtschaft gegangen &#8211; und unsere Wohnung ist verschont geblieben.“</p>
</blockquote>
<p>Gelsenkirchener Zahlen für diese Nacht habe ich nicht gefunden, aber insgesamt wurden von den etwas mehr als 500 in Gelsenkirchen lebenden Juden 492 Opfer des nationalsozialistischen Massenmordes. </p>
<p>Nun ist das alles mehr als 70 Jahre her, aber es ist kein Grund Geschichte einfach zu vergessen und Geschichte sein zu lassen. Noch immer gibt es Ewiggestrige, die rassistischen Ideologien anhängen und meinen Deutschland würde es auch nur einen tacken besser gehen, wenn man sich in dieser globalisierten Welt wieder abschottet. Erst vor wenigen Wochen <a href="http://cafeliberte.blogsport.de/2011/10/18/faschistischer-angriff-auf-ein-falkenhaus-in-gelsenkirchen/" target="_blank">war das Falkenheim in Hassel von Nazis beschmirrt worden</a>.</p>
<p>Freilich gegen Juden richtet man sich nicht mehr so öffentlich – auch wenn die abstruse Theorie einer jüdischen Weltverschwörung in entsprechenden Kreisen noch immer zelebriert wird. Nein, Opfer der aktuellen Angriffe sind Muslime in Deutschland und dies ein weiterer Grund zu solchen Demos zu gehen. Es geht nicht um irgendwelche Schuldgefühle – die habe ich als Mensch der 1980 geboren ist für diese Ereignisse nicht mehr. Es geht nicht darum, dass man zu Kreuze kriecht wegen der Ereignisse und sich schlecht fühlen muss. Aber es geht darum sich diesem schrecklichen Ereignis zu erinnern, um daraus Schlussfolgerungen zu ziehen. Die Novemberpogrome dienen dabei als Sinnbild für die rassistische Verfolgung von Menschen in den Jahren 1933 bis 1945, die&#160; zu Diskriminierung und am Ende zu millionenfachem Mord führte. “Wehret den Anfängen” ist die Schlussfolgerung daraus, an die man sich jährlich erinnert. Wenn Moscheen brennen wäre man schon einen Schritt zu weit. Diskriminierung fängt mit Worten an und nicht erst, wenn Menschen körperlich angegriffen und Häuser angezündet werden. </p>
<p>Am Anfang sagte Dr. Stefan Goch vom Stadtinstitut für Stadtgeschichte, dass diese Erinnerung immer schwerer fällt, wenn Zeitzeugen immer stärker wegfallen und das Ereignis damit mehr und mehr aus dem Bewusstsein verschwindet. Ich finde man muss daran arbeiten, dass dies nicht geschieht. Das Dritte Reich ist nicht einfach nur ein dunkler Schatten der Vergangenheit, es ist ein warnendes Beispiel dafür, wozu Intoleranz, Rassismus und Unmenschlichkeit führen kann. Und ein Tag im Jahr ist sicher nicht zu viel, um sich daran zu erinnern.</p>
<p><a href="http://www.patje.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_0921.jpg" rel="fancybox-2897"><img style="background-image: none; border-bottom: 0px; border-left: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; border-top: 0px; border-right: 0px; padding-top: 0px" title="Auftaktkundgebung am Hauptbahnhof" border="0" alt="Auftaktkundgebung am Hauptbahnhof" src="http://www.patje.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_0921_thumb.jpg" width="520" height="393" /></a></p>
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		<title>In drei Teufels Namen</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Jan 2011 14:47:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PatJe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Hexen]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
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		<description><![CDATA[Wieder ein Buch durch. Dieses mal “In drei Teufels Namen. Die etwas andere Geschichte der Hexen und ihrer Verfolgung”. Ich hatte es mir vor kurzem gekauft um ein wenig mehr über die Hintergründe und Geschichte der Hexenverfolgungen im Mittelalter zu erfahren und ich glaube das ist wirklich gelungen. Und das auch sehr unterhaltsam. Dieter Breuers [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.patje.de/wp-content/uploads/IMG_02941.jpg" rel="fancybox-2620" rel="lightbox"><img style="background-image: none; border-right-width: 0px; margin: 2px 0px 5px 10px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; float: right; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; padding-top: 0px" title="IMG_0294[1]" border="0" alt="IMG_0294[1]" align="right" src="http://www.patje.de/wp-content/uploads/IMG_02941_thumb.jpg" width="220" height="288" /></a>Wieder ein Buch durch. Dieses mal <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3404642406?ie=UTF8&amp;tag=patricks&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3404642406" target="_blank">“In drei Teufels Namen. Die etwas andere Geschichte der Hexen und ihrer Verfolgung”</a>. Ich hatte es mir vor kurzem gekauft um ein wenig mehr über die Hintergründe und Geschichte der Hexenverfolgungen im Mittelalter zu erfahren und ich glaube das ist wirklich gelungen. Und das auch sehr unterhaltsam. </p>
<p>Dieter Breuers berichtet diese Geschichte nämlich anhand von Geschichten und Berichten der damaligen Zeit. Anstatt also reine Fakten zu präsentieren werden diese mit Einzelbeispielen verknüpft. Das Buch ist damit sicherlich keine wissenschaftliche Abhandlung, denn Fußnoten fehlen ebenso wie andere Quellenangaben, aber ich denke dennoch, dass meinen einen guten Überblick über die Geschichte erhält. Also für Interessierte eine <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3404642406?ie=UTF8&amp;tag=patricks&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3404642406" target="_blank">klare Kaufempfehlung</a>. Dennoch noch einige Beispiele und auch generell etwas dazu, was ich aus dem Buch gelernt habe.</p>
<p>  <span id="more-2620"></span><br />
<h3>Hexenhammer</h3>
<p>Den etwas lockeren Stil in der Darstellung kann man vielleicht an seinem Urteil über den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hexenhammer" target="_blank">Hexenhammer</a> darstellen. Dieses Buch aus dem Jahr 1486 sollte einen Leitfaden bieten für die Verfolgung von Hexen. Es steht nicht am Anfang der Hexenverfolgung, aber bot eine Grundlage für sadistisches Vorgehen – auch wenn es gegen die offizielle Linie der Kirche verstieß. Sein Urteil gerade im Hinblick auf Interessierte an dem Thema ist aber eindeutig:</p>
<blockquote><p>Sollte sich dieser oder jener Zeitgenosse heute aus Neugier veranlasst sehen, den <em>Hexenhammer</em> auf der Suche nach sadistischen oder schlüpfrigen Details zu durchstöbern, wird er bald aufgeben. Das übliche Machtwerk ist ebenso verwirrend wie langatmig, und unser Mitgefühl gilt zwar hauptsächlich den Opfern des Hexenwahns, mit gebührendem Abstand aber auch den Historikern von heute, die gezwungen sind, sich durch das fast achthundert Seiten umfassende Werk eines in jeder Hinsicht verwirrten Geistes hindurchzukämpfen. <em>(Seite 100)</em></p>
</blockquote>
<p>Wer es doch will, wird sicherlich in Bibliotheken fündig oder findet es in <a href="http://books.google.de/books?id=TTg8AAAAcAAJ&amp;dq=Malleus+maleficarum&amp;source=gbs_navlinks_s" target="_blank">Latein</a> oder <a href="http://www.forgottenbooks.org/info/9781605069418" target="_blank">Englisch</a> auch im Netz. </p>
<h3>Folter</h3>
<p>Wer nur Foltergeschichten sucht, wird auch bei Breuers fündig. Am Beispiel der Wirtin Maria Holl wird die Festnahme einer eigentlich angesehenen Person dargestellt und schließlich schreckliche Foltern über sich entgehen lassen muss, um sie zu einem Geständnis zu zwingen. Dies beginnt mit der beschämenden kompletten Entkleidung und der Suche nach angeblichen “Hexenmalen” am ganzen Körper, führt über Daumen- und Beinschrauben oder Dornenwalzen hin zum “Aufziehen”. Dabei werden einem die Hände auf dem Rücken zusammengebunden und man wird dann an diesen in die Höhe gezogen – gerne auch mal ruckhaft. Man kann sich denken, das die Schultern dies nicht lange mitmachen und wie schmerzhaft dies gewesen sein muss. </p>
<p>Ziel war dabei immer ein Geständnis, denn ohne Geständnis konnte man nicht überführt werden. Und entsprechend der Logik würde man auch in einer solchen Situation nicht lügen, da dies ja eine Todsünde sei. Aber Logik war nie die Stärke dieser Prozesse. </p>
<h3>Kirche</h3>
<p>Wenn man von der Sünde redet, muss man auch über die Kirche oder eher die Kirchen reden, denn immerhin wird die Hexenverfolgung oft mit der Inquisition gleichgesetzt. Breuer widmet diesem Thema ein Kapitel und greift es mehrmals auf, denn so einfach ist dies nicht. Der Hexenhammer enthielt bereits Aussagen, die mit der Kirchenlehre nicht übereinstimmten und generell stand der Papst den Auswüchsen der Hexenverfolgung skeptisch gegenüber, hatte aber – und dies muss man dann als Kritik loswerden – auch nicht energisch genug eingegriffen, um dieses in Deutschland zumindest zu unterbinden. </p>
<p>Die Regeln der Inquisition selber – die sich in erster Linie um Ketzer kümmerte – waren sehr viel strenger, als die der weltlichen Gerichte bei Hexenprozessen. Auch gab es ein wesentliches Element bei der Verfolgung, nämlich Vergebung und das Ziel diese verwirrten “Schäfchen” zurück in den Schoß der Kirche zu überführen. Ein Vorgehen, dass auch bei den ersten Hexenprozessen angewandt wurde – denn an die Existenz von Kirchen glaubten zu der Zeit alle. Gnade in den Hexenprozessen gab es aber bei den Hexenprozessen in erster Linie aber in Form des Erdrosselns vor dem Verbrennen – der Tod stand eigentlich schon bei Beginn der Festnahme fest. </p>
<p>Dies ist kein Freispruch der Kirche, aber der Ursprung der Hexenverfolgung liegt eher in einer verängstigten Bevölkerung, die für die Unglücke der damaligen Zeit einen Sündenbock brauchte und Druck auf die Herrschenden ausübte. Es gab natürlich – insbesondere in Trier, Köln, Würzburg und Bamberg – Bischöfe oder Inquisitoren, die radikal vorgingen. Es gab aber auch Inquisitoren, die sich gegen den Auswuchs stellten und vermeintliche Hexen gerettet hatten. Die einzige Schuld, die Breuer beim Vatikan sieht, ist mangelnder Druck auf diejenigen, die diesen Massenmord durchführen oder schürten mit der damaligen Höchststrafe bedrohten, um einzugreifen: Die Exkommunikation. </p>
<h3>Opferzahlen</h3>
<p>Wenn man von Massenmord redet, muss man über Zahlen reden. Es kursierten Zahlen von mehreren Millionen. Dabei muss man sich dann aber auch angucken, wie diese Zahl zustande kam: Ein Mann hatte dazu die Zahlen seiner Stadt aus den letzten 30 Jahren genommen, diese dann für die letzten sechseinhalb Jahrhunderte hochgerechnet und auf die Bevölkerung Europas hochgerechnet. Dann kommt natürlich einiges zusammen, dies berücksichtigt aber natürlich keine Wellen in der Hexenverfolgung und auch keine regionalen Unterschiede. Im Deutsche Reich kamen damals am meisten “Hexen” ums Leben, in anderen Ländern sah das weitaus besser aus, <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Europa-Hexenverfolgung-Intensit%C3%A4t-2007_farbe-1.png" rel="fancybox-2620" target="_blank">wie man auf dieser Grafik beispielsweise sehen kann</a>. Insgesamt geht man von 50.000 bis 60.000 Toten aus, sowie hunderttausenden überlebenden Opfern – darunter übrigens 20 – 25% Männer. </p>
<h3>Abschluss</h3>
<p>Ich könnte wahrscheinlich noch viel mehr über das Buch und Hexenverfolgung schreiben, über die Möglichkeiten damit Geld zu verdienen, über die verschiedenen Rollen von Kindern über die Kritik an den Verfahren, die vielleicht gar eine Vorstufe zur Unschuldsvermutung boten und weiteres. Aber ihr sollt das Buch ja noch lesen und irgendwann muss ich ja mal zu einem Ende kommen <img style="border-bottom-style: none; border-right-style: none; border-top-style: none; border-left-style: none" class="wlEmoticon wlEmoticon-smile" alt="Smiley" src="http://www.patje.de/wp-content/uploads/wlEmoticon-smile2.png" /> Also wie gesagt – ein tolles Buch, es macht Spaß zu lesen, was vielleicht auch an den übersichtlichen Kapiteln liegt. Also wenn ihr euch für diese Zeit interessiert, <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3404642406?ie=UTF8&amp;tag=patricks&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3404642406" target="_blank">kann ich es nur empfehlen</a>. </p>
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		<title>Challanger Katastrophe vor 25 Jahren</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Jan 2011 15:34:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PatJe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Challanger]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute vor 25 Jahren explodierte die Raumfähre Challanger kurz nach dem Start. Wer das nicht mehr in Erinnerung hat, hier eine 10 Minuten Doku zu dem Unglück aus der Serie 100 Jahre &#8211; Der Countdown: Die Süddeutsche hat hierzu heute einen sehr interessanten Artikel zur Geschichte des Space Shuttles generell. Lesenswert!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute vor 25 Jahren explodierte die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Challenger_%28Raumf%C3%A4hre%29">Raumfähre Challanger</a> kurz nach dem Start. Wer das nicht mehr in Erinnerung hat, hier eine 10 Minuten Doku zu dem Unglück aus der Serie <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3831294054?ie=UTF8&#038;tag=patricks&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3831294054">100 Jahre &#8211; Der Countdown</a>: </p>
<p><iframe title="YouTube video player" class="youtube-player" type="text/html" width="480" height="390" src="http://www.youtube.com/embed/VnPJBYAhBU0" frameborder="0" allowFullScreen></iframe></p>
<p><a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/jahre-challenger-katastrophe-zerplatzter-traum-1.1052310">Die Süddeutsche hat hierzu heute einen sehr interessanten Artikel zur Geschichte des Space Shuttles generell</a>. Lesenswert!</p>
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		<title>Die Landkarte der Zeit</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Jan 2011 16:32:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PatJe</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zeitreisen im viktorianischen London, eine Prise Jack the Ripper, Joseph Merrick und H.G. Wells und man hat das Buch &#8220;Die Landkarte der Zeit&#8221; von Felix Palma schon ganz gut beschrieben. In drei Teilen entführt er uns dabei wirklich in diese Zeit und lässt die Begeisterung der damaligen für neue Techologien und Wissenschaften sowohl an dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.patje.de/wp-content/uploads/landkartederzeit.jpg" rel="fancybox-2594"><img src="http://www.patje.de/wp-content/uploads/landkartederzeit-195x300.jpg" alt="" title="landkartederzeit" width="195" height="300" class="alignright size-medium wp-image-2595" /></a>Zeitreisen im viktorianischen London, eine Prise Jack the Ripper, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Merrick">Joseph Merrick</a> und H.G. Wells und man hat das Buch &#8220;Die Landkarte der Zeit&#8221; von Felix Palma schon ganz gut beschrieben. </p>
<p>In drei Teilen entführt er uns dabei wirklich in diese Zeit und lässt die Begeisterung der damaligen für neue Techologien und Wissenschaften sowohl an dem Erfolg von &#8220;Die Zeitmaschine&#8221;, aber auch an einer Firma &#8220;Murray Zeitreisen&#8221; miterleben. Zweitere bietet den Menschen eine Reise ins Jahr 2000 an und verlangt ein &#8220;angemessenes&#8221; Honorar dafür. </p>
<p>Die Geschichte wird anhand von mehr oder weniger drei Protagonisten dargestellt, dessen Verbindung (und damit vielleicht die wirkliche Hauptperson) der Schriftsteller H.G. Wells ist. Der Erzähler selber versteckt sich in dem Buch nicht als Beobachter, sondern er erzählt wirklich und nutzt mit einem Augenzwinkern die Kutschfahrt von zwei Personen, um die Geschichte deren Väter zu erzählen, anstatt sich über Polster und Landschaft auszulassen. Ab und an wird so also quasi von außerhalb kommentiert oder eingeordnet, was den Leser aber nicht komplett aus dem Lesefluss herausreißt, sondern eher eine amüsante Ergänzung bietet. </p>
<p>Die Geschichte wiederzugeben, würde doch viel spoilern, nutzen wir mal den Klappentext: </p>
<blockquote><p>
Eine Reise durch Jahrhunderte. Eine Liebe ohne Grenzen. Eine Geschichte voller Phantasie. London, 1896: Andrew, ein wohlhabender Fabrikanten­sohn, reist in die Vergangenheit, um seine große Liebe wieder­zugewinnen. Die junge Claire macht eine Zeitreise aus dem viktorianischen London ins Jahr 2000 und trifft den Mann, den sie in der Zukunft lieben lernte, in ihrer Zeit wieder. Inspektor Garrett jagt einen Mörder, der seine Opfer mit ­Waffen tötet, die noch gar nicht erfunden wurden. Alle Fäden laufen bei einem dämonischen Bibliothekar ­zusammen. Nur er kennt das Geheimnis der Landkarte der Zeit. Ein Fest der Phantasie, in dem der Leser Jack the Ripper ­begegnet und H.G. Wells, den Erfinder der Zeitmaschine, in einer völlig überraschenden Rolle kennenlernt.</p></blockquote>
<p>Mir hat das Buch jedenfalls sehr viel Spaß gemacht. Es liest sich sehr gut und spielt auf interessante Art und Weise mit dem Phänomen der Zeitreise. <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3463405776?ie=UTF8&#038;tag=patricks&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3463405776">Also für Phantastikinteressierte definitiv ein Kauftipp!</a></p>
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		<title>Computerfieber &#8211; Die neue Lust im Familienalltag</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Nov 2010 17:42:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PatJe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Computer und Web]]></category>
		<category><![CDATA[Film & Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[1984]]></category>
		<category><![CDATA[Computerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Dokumentation]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute redet man wahrscheinlich eher von Computersucht, als von Computerfieber, denn der normale gebrauch des Computers ist eben wirklich schon Alltag. Aber interessant ist die gleichnamige Dokumentation dennoch und zwar aus dem ganz einfachen Grund, dass sie aus dem Jahr 1984 stammt, als Computer eben noch nicht Alltag waren und Computerspiele noch durch den Titel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute redet man wahrscheinlich eher von Computersucht, als von Computerfieber, denn der normale gebrauch des Computers ist eben wirklich schon Alltag. Aber interessant ist die gleichnamige Dokumentation dennoch und zwar aus dem ganz einfachen Grund, dass sie aus dem Jahr 1984 stammt, als Computer eben noch nicht Alltag waren und Computerspiele noch durch den Titel identifiziert wurden und nicht durch die Grafik selber. Aber seht selbst. Der erste Teil ist eingebunden, die weiteren kann man dann mit &#8220;Ähnliche Videos&#8221; direkt auswählen:</p>
<p><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/uP3acXTmcLI?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;hd=1&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/uP3acXTmcLI?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;hd=1&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Erster Weltkrieg wird am Sonntag beendet</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Sep 2010 13:19:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PatJe</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Erster Weltkrieg]]></category>
		<category><![CDATA[Schulden]]></category>

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		<description><![CDATA[Na gut, der Krieg ist seit 1918 beendet und die Welt hatte schon das Übel eines Zweiten. Dennoch wirkt der Erste Weltkrieg bis heute – oder eher Sonntag – nach: In dem Versailler Vertrag von 1919 wurde der deutschen Regierung damals sowohl die Kriegsschuld auferlegt und eine nicht genauer bezifferte Reparationsverpflichtung. Im Laufe der 20er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Na gut, der Krieg ist seit 1918 beendet und die Welt hatte schon das Übel eines Zweiten. Dennoch wirkt der Erste Weltkrieg bis heute – oder eher Sonntag – nach: In dem Versailler Vertrag von 1919 wurde der deutschen Regierung damals sowohl die Kriegsschuld auferlegt und eine nicht genauer bezifferte Reparationsverpflichtung. Im Laufe der 20er Jahre wurden dann Zahlen genannt, aber Deutschland war immer weniger in der Lage diese zu finanzieren, so dass es zum Dawes-Plan und dem Young-Plan kam.</p>
<blockquote><p>Dawes und Young wussten, dass nur eine funktionierende Ökonomie in der Lage sein würde, Wiedergutmachungsleistungen in nennenswertem Umfang zu leisten. Daher sahen beide Pläne vor, dass die deutsche Regierung einerseits jährlich eine bis 2,5 Milliarden Reichsmark aus dem Steueraufkommen an die Siegermächte des Weltkrieges überweisen sollte. Hinzukommen sollten aber internationale Anleihen zugunsten der deutschen Wirtschaft, um deren Wachstum zu finanzieren und so letztlich zu einer sicheren, regelmäßigen Zahlung beizutragen. Die sogenannte Dawes-Anleihe betrug knapp vier Milliarden Reichsmark (800 Millionen Goldmark) zu einem Zinssatz von sieben Prozent, die Young-Anleihe umfasste etwas weniger als 1,5 Milliarden Reichsmark (300 Millionen Goldmark) zu günstigeren 5,5 Prozent. Vor allem institutionelle Investoren, aber auch Privatanleger sicherten sich diese Wertpapiere. (<a href="http://www.welt.de/wirtschaft/article9923669/Deutschlands-Reparationszahlungen-laufen-aus.html" target="_blank">Artikel in der Welt</a>)</p></blockquote>
<p>Beim Londoner Schuldenabkommen 1953 wurden die Auslandsschulden größtenteils erlassen, aber Zinsforderungen wurden aus den Verhandlungen ausgelassen und bis nach der Wiedervereinigung vertagt. Und daran dachte irgendwie zu dem Zeitpunkt niemand. Selbst in den 80ern, als alle übrigen Schulden bezahlt waren, waren die Schuldscheine eher historisches Sammelmaterial als eine gute Geldanlage.</p>
<p>Wie wir nun wissen, kam dann die Wiedervereinigung dann doch überraschend und damit wurden die Zinsen fällig. Und da im Abkommen eine 20-jährige Tilgung vereinbart wurde, werden am Samstag eben die letzten Schulden aus dem Ersten Weltkrieg, den 20er Jahren und der Nachkriegszeit bezahlt.</p>
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		<title>Geschichte der Atomtests</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Jul 2010 08:24:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PatJe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Atomtest]]></category>
		<category><![CDATA[Atomwaffen]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[Bisher sind zum Glück nur zwei Atombomben im Rahmen von Kriegen genutzt worden. Explodiert sind aber viel mehr im Rahmen von Atomtests. In einem Video hatte der japanische Künstler Isao Hashimoto mal eine &#8220;Draufsicht&#8221; auf diese Explosionen erschaffen. Ein gruseliges Lichterspiel: (gefunden bei evangelisch.de)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bisher sind zum Glück nur zwei Atombomben im Rahmen von Kriegen genutzt worden. Explodiert sind aber viel mehr im Rahmen von Atomtests. In einem Video hatte der japanische Künstler Isao Hashimoto mal eine &#8220;Draufsicht&#8221; auf diese Explosionen erschaffen. Ein gruseliges Lichterspiel:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://blip.tv/play/AeaDFAI" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="350" src="http://blip.tv/play/AeaDFAI" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: right;">(<a href="http://www.evangelisch.de/themen/wissen/verstrahlte-welt-die-geschichte-der-atomtests-im-video20327" target="_blank">gefunden bei evangelisch.de</a>)</p>
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		<title>Living Games Festival 2010</title>
		<link>http://www.patje.de/2010/06/14/living-games-festival-2010/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 11:22:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PatJe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Computerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Flowers]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[GooseGogs]]></category>
		<category><![CDATA[Heavy Rain]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Living Games Festival]]></category>
		<category><![CDATA[Mass Effect 2]]></category>
		<category><![CDATA[Night of Joeanne]]></category>

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		<description><![CDATA[[flickr]photo:4699513380[/flickr] Am Samstag war ich mit Kevin und Mena beim Living Games Festival in Bochum. Anders als beispielsweise die Gamescom geht es bei dieser Veranstaltung eher um die Kultur von Computerspielen und die Förderung von Eigenentwicklungen &#8211; Sie ist auch deutlich überschaubarer Kaum angekommen hatten wir zunächst die Präsentationen von Newcomern für den entsprechenden Wettbewerb [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">[flickr]photo:4699513380[/flickr]</p>
<p style="text-align: left;">Am Samstag war ich mit Kevin und Mena beim Living Games Festival in Bochum. Anders als beispielsweise die Gamescom geht es bei dieser Veranstaltung eher um die Kultur von Computerspielen und die Förderung von Eigenentwicklungen &#8211; Sie ist auch deutlich überschaubarer <img src='http://www.patje.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> <span id="more-2362"></span></p>
<p style="text-align: left;">Kaum angekommen hatten wir zunächst die Präsentationen von Newcomern für den entsprechenden Wettbewerb angeguckt. Und mit &#8220;Night of Joeanne&#8221; war das erste Spiel auch mein Favorit. Anders als die übrigen Spiele, die in erster Linie &#8211; wenn auch nicht uninteressante &#8211; Jump&#8217;n Runs waren, bietet &#8220;Night of Joeanne&#8221; ein 3D-Horror Spiel, bei dem man ein kleines Mädchen mit Stofftier spielt, welches aus unbekanntem Grund in einem Haus aufwacht und herausfinden muss, worum es geht und wie man aus dem Haus wieder rauskommt. Netter Spielaspekt ist dabei die &#8220;Furcht&#8221; des Kindes, die ein zentrales Spielelement darstellt. Durch Ereignisse im Spiel oder Begegnung mit Monstern steigt die Furcht. Und nur mit dem Stoffaffen in der Hand baut sich diese langsam wieder ab. Und vor Monstern versteckt man sich am Besten im Schrank. Mehr zum Spiel bei <a href="http://www.sluggerfly.com/" target="_blank">Sluggerfly</a> und <a href="http://www.facebook.com/pages/Sluggerfly/244668839759" target="_blank">deren Facebook Seite</a> &#8211; dort hab ich auch erfahren, dass sie den Wettbewerb gewonnen hatten.</p>
<p style="text-align: center;">[flickr]photo:4699519678[/flickr]</p>
<p style="text-align: left;">Ein weiteres nettes Spiel war GooseGogs. Mehr dazu auf der <a href="http://goosegogs.over-blog.de/article-goosegogs-das-spiel-48760823.html" target="_blank">Seite des Entwicklers</a> oder kurz in diesem Video:</p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/8tEf1_EKR8c&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/8tEf1_EKR8c&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x006699&amp;color2=0x54abd6" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: left;">Aber ein wichtiger Aspekt war eben auch die Kultur von Computerspielen. Prämiert wurden darum die drei kulturell wertvollsten Spiele. Zur Vorbereitung gab es öffentliche Diskussionen der Jury über mehrere Stunden, bei denen über jedes der 12 nominierten Spiele gesprochen wurde. Interessant ist dabei schon die Frage, was der spezielle Kulturbegriff von Computerspielen ist. Alan Wake zum Beispiel soll ein ziemlich guter &#8220;interaktiver Film&#8221; sein, aber eben doch etwas geradlinig und in den Zwischenphasen teilweise auch langatmig. Getestet habe ich es nicht, aber das hatte ich schon mehrmals gelesen. Der Gewinner des ersten Platzes Heavy Rain macht hier wohl alles anders, indem es Konsequenzen deutlich macht und dies sogar soweit, dass die Spielfiguren (man spielt in dem Adventure vier) auch sterben können. Leider gibt es das nur für die PS3, aber es ist schon überlegt worden, sich eine solche mal für ein Wochenende samt Spiel auszuleihen, um dieses Spiel dann auch gemeinsam zu meistern &#8211; in einer der zahllosen Möglichkeiten versteht sich <img src='http://www.patje.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: center;">[flickr]photo:4698851289[/flickr]</p>
<p style="text-align: left;">Den zweiten Platz belegt Mass Effect 2 wegen der ausgearbeiteten Spielwelt und auch dem Zwang sich &#8211; trotz Science Fiction Szenario &#8211; mit aktuellen Problemen zu beschäftigen:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">Die Jury erläuterte, dass „Mass Effect 2“ den Spieler auffordert sich  mit Problemen auseinander zu setzen, vor denen er lieber die Augen  verschließen würde. Auch wenn dies die Angelegenheiten fremder Arten in  vielen Lichtjahren Entfernung von der Erde sind, weisen sie eine  bedrückende Analogie zu den realen Problemen unserer Gesellschaft auf.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">so die <a href="http://www.krawall.de/web/Living_Games_Festival/news/id,54568/" target="_blank">Berichterstattung zu der Preisvergabe</a>.</p>
<p style="text-align: left;">Den dritten Platz belegt mit Flowers ein Spiel, welches ich nicht kannte. Das ist auch nicht so verwunderlich, denn in dem Spiel spielt man entweder den Wind oder einfach einen &#8220;Schwarm&#8221; Blüten, die über ein Blumenfeld fliegen, andere Blüten einsammeln und soetwas. Dabei wurde auf Spielmechanismen wie Punkte, Zeit oder ähnliches verzichtet, so dass es wohl wirklich nur zur Entspannung dient und einen meditativen Touch hat. Mena hatte es dort mal testgespielt und fand das Spiel auch sehr gut. Und was ich gesehen habe ist es sicherlich als künstlerisch einzuordnen. Sieht jedenfalls wirklich gut aus.</p>
<p style="text-align: center;">[flickr]photo:4699449130[/flickr]</p>
<p style="text-align: left;">Ansonsten gab es am Ende noch einen Vortag über die Geschichte des Videospiels, angefangen vom <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/OXO_%28Spiel%29" target="_blank">ersten Computerspiel OXO</a> aus dem Jahr 1952 bis zu einigen inzwischen schon klassischen Spielen, wie Maniac Mansion, Sim City und Co. Und es war auch schon interessant mal in der Retro Ecke einige klassische Dinge anzugucken. Zum Beispiel erinnerte ich mich daran, dass es in meinen ersten Computerjahren noch Zeitungen mit Disketten voller Spiele gab. Lang, lang ist es her <img src='http://www.patje.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: center;">[flickr]photo:4698824935[/flickr]</p>
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		<title>Zeitungszeugen</title>
		<link>http://www.patje.de/2009/02/05/zeitungszeugen/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Feb 2009 23:59:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PatJe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Hitler]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalsozialismus]]></category>
		<category><![CDATA[Propaganda]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungszeugen]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute habe ich im Copy-Shop meiner Universität doch noch Ausgaben von Zeitungszeugen gefunden. Wie schon berichtet ist dies eine Wochenzeitung, die Zeitungen aus der Zeit des Nationalsozialismus nachdruckt und in einen Zusammenhang stellt. Die Bayerische Landesregierung hatte die Zeitung eingezogen, weil sie die Urheberrechte an Nazi-Propaganda besitzt. Und wie schon im letzten Artikel bleibe ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="border-right: 0px; border-top: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px" src="http://www.patje.de/wp-content/uploads/windowslivewriterzeitungszeugen-de6image-3.png" border="0" alt="image" width="220" height="182" align="right" /> Heute habe ich im Copy-Shop meiner Universität doch noch Ausgaben von Zeitungszeugen gefunden. <a href="http://www.patje.de/2009/01/26/holocaustleugnung-und-geschichtsrevisionismus/" target="_blank">Wie schon berichtet</a> ist dies eine Wochenzeitung, die Zeitungen aus der Zeit des Nationalsozialismus nachdruckt und in einen Zusammenhang stellt. Die Bayerische Landesregierung hatte die Zeitung eingezogen, weil sie die Urheberrechte an Nazi-Propaganda besitzt. Und wie schon im letzten Artikel bleibe ich auch bei näherer Betrachter dabei: Diese Aktion ist sinnlos. Die Publikation ist sehr gut und überzeugt mich durchaus. Und es ist doch durchaus besser, man bringt diese Propagandaschriften jetzt kommentiert heraus, als bis 2015 zu warten, bis dies jeder kann.</p>
<p>Aber anders als beim letzten Mal habe ich nun das Schriftstück direkt betrachten können &#8211; zumindest <a href="http://www.zeitungszeugen.de/ausgaben/ausgabeninformation/ausgaben/nummer-2/" target="_blank">Ausgabe 2</a> zum Brand des Reichtags, der als Quellen die Vorwärts, den Völkischen Beobachter und die Vossische Zeitung beiliegt, zudem ein Wahlplakat der NSDAP. Letztes fand ich zunächst dann doch etwas verstörend, aber ich habe gesehen, dass in Ausgabe 3 eines der KDP beiliegt. Diese habe ich auch gekauft, aber es ist eine zensierte Sonderausgabe, so zumindest der Titel, denn anstatt dem Angriff und der Frankfurter Zeitung findet man nur eine Erklärung über den Sachverhalt und einen Coupon für die komplette Ausgabe im inneren des Mantels.</p>
<p>Und dieser Mantel rundet das Angebot auch gut ab. Zunächst wird ausführlich auf den Hintergrund und die Ereignisse der Ausgabe eingegangen, also beispielsweise Ermächtigungsgesetz, Reichtagsbrand oder &#8211; ab heute &#8211; der Boykott jüdischer Geschäfte. Auf der Rückseite wird unter &#8220;Geschichte erleben&#8221; dann schließlich noch auf die Zeitungen eingegangen, also deren Geschichte und eine geschichtliche Einordnung und Einschätzung, aber auch beispielsweise Besonderheiten, wie besondere Anzeigen und ähnliches. Die Zeitungen selber sind eben so wie Zeitungen aus den dreißiger Jahren. In <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fraktur_(Schrift)" target="_blank">Frakturschrift</a> geschrieben, mit dem ein oder anderen Bild und auch Anzeigen für Lebensmittel oder den Gewinnspielzahlen der letzten Tage &#8211; eben eine Originalausgabe vom jeweiligen Tag. Gelesen habe ich diese wiederum natürlich noch nicht, das dauert grade bei der Schrift dann doch etwas, aber ich freue mich schon darauf, einen eingehenderen Blick in die verschiedenen Darstellungen zu werfen, wohlwissend, dass es sich &#8211; je nach Medium &#8211; um reine Propaganda handelt.</p>
<p>Aber ich finde man kann nicht viel besser aus der Geschichte und dem Leben in der Zeit des Nationalsozialismus lernen, als durch die Zeitungen, die ja nicht nur die wesentlichen Weltereignisse darstellen, sondern eben auch andere Ereignisse des Tages &#8211; verbotene Demos, verschärfte Gesetze, etc. Morgen kommt bekanntlich die Ausgabe zur Boykottierung von jüdischen Geschäften und in einer Woche dann diejenige zum Austritt aus dem Völkerbund.</p>
<p>Das Vorgehen der bayrischen Landesregierung scheint da noch unverständlicher und ganz ehrlich: Ich glaube noch immer nicht daran, dass nun plötzlich die Neonazis Deutschlands in die Läden stürmen, um sich diese Zeitung kaufen oder dass sich jemand einfach so eine rechte Zeitung liest und dann plötzlich der Ansicht ist, dass unter Hitler doch alles besser wäre und die Demokratie ein großer Müll ist.</p>
<p>Im Gegenteil bietet diese Reihe Geschichtsinteressierten eben einen faszinierenden Blick zurück (oder einem befreundeten Rollenspieler neues Quellenmaterial <img src='http://www.patje.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ) und das sage ich auch als jemand, der die kompletten Protokolle der Nürnberger Prozesse in einem Schuber auf dem Regal verstauben lässt <img src='http://www.patje.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Holocaustleugnung und Geschichtsrevisionismus</title>
		<link>http://www.patje.de/2009/01/26/holocaustleugnung-und-geschichtsrevisionismus/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Jan 2009 12:27:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>PatJe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Holocaust]]></category>
		<category><![CDATA[Horst Mahler]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalsozialismus]]></category>
		<category><![CDATA[NPD]]></category>
		<category><![CDATA[Papst]]></category>
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		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Gleich zweimal lief mir heute das Thema der Verleugnung des Holocaust über den Weg und anstatt zwei Artikel aus diesen Verweisen zu machen, packe ich sie in einen, ohne damit eine Verbindung herzustellen: Denn die Katholische Kirche hat nun wirklich nichts mit der NPD gemein. Dennoch hatte sich Papst Benedikt XVI. am Wochenende dazu entschlossen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gleich zweimal lief mir heute das Thema der Verleugnung des Holocaust über den Weg und anstatt zwei Artikel aus diesen Verweisen zu machen, packe ich sie in einen, ohne damit eine Verbindung herzustellen: Denn die Katholische Kirche hat nun wirklich nichts mit der NPD gemein.</p>
<p>Dennoch hatte sich Papst Benedikt XVI. am Wochenende dazu entschlossen mit der Rücknahme der Exkommunikation von vier fundamentalistischen Bischöfen zumindest den Anschein zu Erwecken, ihm sei diese Leugnung und das christlich-jüdische Verhältnis egal. Dabei geht es weniger um die Exkommunikation als solches, denn ob die katholische Kirche wirklich wieder den Strom integrieren will, der dem interreligiösen Dialog ablehnend gegenübersteht und den Gottesdienst in Latein abhalten will, ist in erster Linie eine interne Angelegenheit. Allerdings hatte einer der 1988 von dem abtrünnigen Bischofs Marcel Lefevbre ohne Zustimmung des Papstes ernannten Bischöfe Richard Williamson noch vor einigen Tagen den Holocaust verleugnet, als er sowohl Gaskammern, wie auch den millionenfachen Mord abstritt. (<a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29602/1.html" target="_blank">Mehr zum Hintergrund der Exkommunikation und natürlich auch des aktuellen Streits bei Telepolis</a>) Für alle Vertreter der Kirche, so auch dem <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/678234?inPopup=true" target="_blank">Vertreter der Bischofskonferenz </a>heute morgen im <a href="http://morgenmagazin.zdf.de/ZDFheute/inhalt/3/0,3672,7508835,00.html" target="_blank">Morgenmagazin</a>, scheint dies sauber zu trennen zu sein: Die Kirche habe sich mehrmals zum Dialog und gegen die Leugnung des Holocaust ausgesprochen, dem habe sich Williamson nun zu fügen und außerdem ging es ja nur darum, diese Kirchenspaltung aufzuheben. Demnach soll sich Williamson nun eben erneut erklären und werde genau beobachtet. Klingt erstmal eben nach Vergebung und Rückkehr in die christliche Familie, aber das Problem ist, dass es sich doch nicht um ein Schäfchen handelt, welches vom Weg abgekommen ist und nun wieder auf den Weg Gottes geführt werden soll. Nein, dieses &#8220;Schäfchen&#8221; ist ein Hirte und bevor man diesem nun offiziell den Segen der Amtskirche übergibt, sollte man doch <strong>vorher </strong>klären, ob er den Weg auch kennt und vertritt, oder? Im Prinzip kann es mir als Protestant völlig egal sein, aber irgendwie musste das raus <img src='http://www.patje.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Als zweiter Teil zum Thema Holocaustleugnung kommt nun ein Link zum NPD-Info Blog. Dort findet sich ein <a href="http://npd-blog.info/?p=2709" target="_blank">interessanter Artikel dazu, wie die NPD sich offiziell zwar von Holocaust-Leugnern distanziert, aber zwischen den Zeilen die Geschicht verharmlost</a>. Beispiele aus dem Artikel:</p>
<ul>
<li>Der Aufruf von Horst Mahler, dass sich alle Holocaust Leugner doch selbstanzeigen mögen, um so das Gerichtssystem zu überlasten, wird von der NPD als &#8220;Verheizaktion&#8221; kritisiert, weil die Anzeigenden eben bestraft würden, gleichzeitig wird aber gesagt, &#8220;in Deutschland [gäbe] es keine objektive Geschichtsforschung&#8221;.</li>
<li>Holocaust wird für andere geschichtliche Ereignisse genutzt, um dieses singuläre Ereignis zu relativieren: &#8220;Bomben-Holocaust über Dresden&#8221; oder Demoaufrufe &#8220;Stoppt den Holocaust in Gaza&#8221;</li>
<li>In einer Broschüre für Wahlkämpfer wird empfohlen das Thema zu umschiffen. Auch soll die Verschärfung des Paragraphen zur Volksverhetzung, nach der es &#8220;schon&#8221; strafbar sei, wenn man die &#8220;nationalsozialistische Gewalt- und Willkürherrschaft billigt, verherrlicht oder rechtfertigt&#8221; als Maulkorb Paragraph angeprangert werden.</li>
</ul>
<p>Alles schon ziemlicher Blödsinn. Spätestens, wenn man versucht in der Betrafung der Verherrlichung einer Schreckensherrschaft einen Maulkorb zu sehen, dürfte jedem Klar sein, mit welchem Gedankens Kind man es hier zu tun hat.</p>
<p>Anders im übrigen &#8211; und da zeigt sich abermals, was einem beim Bloggen so alles einfallen kann &#8211; bei den Herausgebern der Zeitung &#8220;<a href="http://www.zeitungszeugen.de" target="_blank">Zeitungszeugen</a>&#8220;. Einmal pro Woche werden hierbei Zeitungen aus der Zeit des Nationalsozialismus nachgedruckt und mit Kommentaren versehen verkauft. Der bayrischen Landesregierung, die die Urheberrechte für Schriften der Nationalsozialisten hat, gefällt das nicht und hat die Veröffentlichung unterbunden &#8211; unter Verweis auf das Urheberrecht. Im Kern geht es aber um etwas anderes: Die Frage, wieviel nationalsozialistische Propaganda man den Menschen zugängig machen darf. &#8220;Mein Kampf&#8221; ist ja beispielsweise nicht verboten, es darf nur nicht neu gedruckt werden, dabei &#8211; soviel zur Rücksichtnahme auf die Opfer &#8211; kann man dieses Schundwerk Hitlers bereits in Israel auf Hebräisch kaufen. Klar: Keins dieser Schriftwerke sollte unkommentiert herauskommen, um eine historische Einordnung und Richtigstellung der Texte zu ermöglichen. Andererseits sind es eben auch Quellen aus einer Zeit deutscher Geschichte, die nun &#8211; <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/324/455995/text/" target="_blank">wie Marc Felix Serrao für die Süddeutsche gut darstellt</a> &#8211; mystifiziert werden und dadurch noch interessanter und für Nazis eben eher eine Trophäe sind. Jedenfalls behaupte ich, dass die Leute vor denen man Angst haben müsste, dass sie wirklich auf diese Propaganda hereinfallen würden, wahrscheinlich nichtmal dazu greifen würden, wenn es frei verfügbar ist oder alternativ bereits jetzt schon &#8220;Mein Kampf&#8221; und andere Nazi-&#8221;Literatur&#8221; aus dem Netz gezogen haben &#8211; ist ja nicht so, dass ich als Hitler-Fan Probleme haben müsste, mir entsprechende Texte zu organisieren. Nur so bekommt man sie garantiert ohne irgendeine Anmerkung. Und im übrigen, liebe Bayrische Landesregierung: 2015 läuft das Urheberrecht eh auf, da wäre es m.E. sinnvoller gewesen diesem Projekt, an dem u.A. auch renomierte Wissenschaftler wie Prof. Dr. Wolfgang Benz oder Prof. Dr. Hans Mommsen teilnehmen, seine Unterstützung zu geben und damit die Veröffentlichungen zu dieser Thematik geregelt und fachlich kommentiert einzuleiten und hiermit zu verhindern, dass 2015 plötzlich jeder den Blödsinn von Einst einfach so abdrucken kann, ohne dass es früher bereits qualitativ hochwertige Veröffentlichungen für interessierte gegeben hat. Und im übrigen: Den Zeitungszeugen liegt keineswegs nur Nazipropaganda bei, sondern auch Nachdrucke von Vorwärts oder anderen Zeitungen.</p>
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