Liveberichte und Reportagen aus Westeros

Westeros ist eine ziemliche Krisenregion:

Vermittlungsversuche sind wiederholt gescheitert, Waffenruhen wurden gebrochen, auf allen Seiten Grenzen überschritten. Aus einem überschaubaren Konflikt wurde ein Vielfrontenkrieg, aus einem Staatenbund erneut ein Flickenteppich wechselnder Allianzen.

Und für alle, die es nicht kennen, es ist fiktonal. Nichtsdestotrotz berichtet die Deutsche Welle anlässlich des 20. Geburtstags deren Onlinegang ganz neutral und sachlich aus der Welt von „Game of Thrones“. So erfährt man beispielsweise, dass den Sieben Königreichen wegen der Verschwendung eine Herabstufung der Kreditwüdigkeit auf den Finanzmärkten ins Haus steht, ein Portait von Daenerys Targaryen oder erfährt „5 Dinge, die man über die Nachtwache wissen muss„.

Und auch auf Twitter laufen aktuelle Meldungen. Zum Beispiel das Wetter:

https://twitter.com/DW_GoT_de/status/511481025026076672

Alles in allem eine lustige und ironische Aktion des Deutschlandfunks, der damit auch seine Sachlichkeit bei fiktionalen Hintergründen beweisen kann. Hier geht es zur Sonderseite „Live aus Westeros

George R.R. Martin arbeitet mit DOS

In einem interessanten Interview erklärte George R.R. Martin, dass er seine Bücher auf einem seperaten Rechner ohne Internetzugang schreibt. Das ist soweit ja vielleicht noch verständlich, wenn man sich Viren oder bei ihm wohl auch Hacker vom Leib halten wollte. Für alle, die George R.R. Martin nicht kennen: Er ist Autor unter anderem von „The Song of Ice and Fire“ (dt. „Das Lied von Eis und Feuer“) die Vorlage für die Fernsehreihe „Game of Thrones“.1 Seine Bücher brauchen gerne etwas Zeit, bis sie erscheinen und dies ärgert bei einer spannenden zusammenhängenden Geschichte natürlich.

Aber ich schweife ab. Das besondere an diesem nicht mit dem Internet verbundenen Rechner ist wohl auch, dass dieser Rechner noch aus einer Zeit stammt, als das Internet nicht in jedem Haushalt vorhanden war. Auf dem Rechner läuft ein DOS System und geschrieben werden die Romane mit WordStar 4.0 aus dem Jahr 1987. DOS – für alle, die das nicht kennen – ist dieses klassische System mit blinkendem Cursor, was man manchmal im Fernsehen noch sieht. Ohne Maussteuerung bewegte man sich mit Befehlen über die Festplatte und führte dann die Programme aus – wenn man den Speicher richtig konfiguriert hatte, etc…. Ich schweife wieder ab :D2

WordStar 4.0 sieht in etwa so aus:

Wordstar_Screenshot

 

Genauer vielleicht hier. Viel Textformulierung ist bei Song of Ice and Fire sicherlich nicht notwendig und von daher dürfte das natürlich auch gehen und vielleicht ein netter Retro-Stil sein. Ihn nerven aber auch Dinge wie die Autokorrektur. Wenn ich etwas groß Schreiben will, drücke ich schon die „Shift“-Taste, sagte er sinngemäß. Der Unterschied dürfte im übrigen marginal sein. Auch wenn ein solcher Rechner natürlich mit der Geschwindigkeit eines aktuellen Computers nicht vergleichbar ist, ist das bei Textverarbeitung relativ egal. Auch moderne Worddokumente erreichen ohne eingefügte Bilddokumente oder ähnliches ja auch keine gewaltigen Größen.

Die Frage ist nur, ob ein solch altes Schätzchen nicht irgendwann den Geist aufgibt und das womöglich ein größeres Risiko darstellt, als Viren oder Hacker. Aber zum einen geht es George R.R. Martin ja wohl nicht darum und zum anderen gibt es sicherlich gute Sicherheitskopien :)

Hier noch das Video aus dem Interview:

  1. Ja, korrekt gesagt ist Game of Thrones der Name des ersten Bandes, aber sei es drum. []
  2. Für alle, die das mal ausprobieren wollen: Unter Windows mit WIN+R (oder im Startmenü) mal „cmd“ ausführen. So sieht dann DOS aus. „exit“ beendet das hier []

Game of Thrones knackt wieder illegalen Downloadrekord

Die neue Staffel von Game of Thrones bricht wieder alle Rekorde. Vor wenigen Tagen lief die vierte Staffel der Fantasy Reihe um die Bücher von George R. R. Martin an und brachte direkt den Server des Pay-TV Senders HBO zum Absturz. Über 6 Millionen Menschen schalteten auch bei der zweiten Folge wieder ein – ein Zuwachs von 48 Prozent. Hinzu kamen aber 1,5 Millionen illegale Downloads in den ersten 24 Stunden. Damit bricht diese Folge den Rekord der letzten Folge der dritten Staffel.

Einer der Gründe ist wahrscheinlich, dass es keine Möglichkeit abseits eines HBO- (oder in Deutschland Sky-) Abonnements gibt, die Serie zeitnah zu gucken. Rechtfertigung? Sicherlich nur begrenzt, aber es erklärt, dass diese Serie stärker als andere illegal geguckt wird.  Für HBO scheint sich das Geschäftsmodell dennoch zu lohnen. Das Problem gibt es immerhin schon seit einigen Jahren und war in einem Comic verarbeitet worden. Außerdem wurden die Staffeln 5 und 6 schon bestellt.

Telltale Games bringt Game of Thrones

Heute hat Telltale Games bekannt gegeben, dass die Spieleschmiede aus Kalifornien den Fantasy Epos „Game of Thrones“ als Computerspiel umsetzen will. Es ist das dritte Spiel dazu, zumindest wenn man den Start der genialen HBO Serie als Startpunkt der momentanen Game of Thrones Euphorie ansetzt.

Mit „Game of Thrones: Genesis“ wurde ein eher schlechtes Strategiespiel geliefert, das Rollenspiel „Game of Thrones“ schien eine nette Story zu haben, aber umständlich zu steuern sein. Erstes habe ich angespielt, zweites liegt ungespielt in meiner Steam Bibliothek. Sei es drum, denn Talltale hatte bisher wirklich gute Arbeit mit ihren Adventures geleistet. „The Walking Dead“ geht als Umsetzung des Comics in diesen Tagen in die „2. Staffel“ – was soviel bedeutet, wie den zweiten Teil. Das Adventure mit Entscheidungen und Konsequenzen im Spiel hatte dem Adventure-Genre wieder etwas mehr Leben eingehaucht. „The Wolf among us“ ist die Umsetzung der Comic-Reihe „Fable“, soll dabei auch durchaus an die Qualitäten von „The walking dead“ anknüpfen können. Kommt 2014 damit eine wirklich gute Game of Thrones Interpretation als Computerspiel? Zumindest hat diese Ankündigung bei mir Hoffnung darauf geweckt :)

„A Character I Used to Know“

Wer die Serie „Game of Thrones“ kennt oder die Ursprungsromane dazu kennt, weiß, dass George R.R. Martin kein Problem hat, Hauptcharaktere ganz einfach sterben zu lassen, um wieder alles ein wenig durcheinander zu bringen. Es gibt den Spruch, dass er nicht auf Twitter wäre, weil er alle „140 characters“ getötet hätte. [[1. Characters ist auch ein englisches Wort für Buchstaben, bei Twitter werden Beiträge mit maximal 140 Buchstaben geschrieben]]

Auch in Liedern wird dieses Vorgehen aufgegriffen. Bühne frei für „“A Character I Used to Know“: