#RPGaDay2015: Liebstes kostenloses Rollenspiel – Fate und Splittermond

Nach der größten Überraschung ergibt sich fast automatisch meine Empfehlung für ein kostenloses Rollenspiel: Fate. Sowohl in der Core- wie auch der Accelerated Fassung ist das Spiel einfach herunter zu laden. Wobei kostenlos hier nicht ganz richtig ist: Es gilt die „Pay what you like“-Regel: Man zahlt für das Regelwerk eben das, was es einem wert ist. Das kann auch kostenlos sein, aber ich finde, wenn man es dann vielleicht getestet hat und Spaß damit hat, kann man doch ein paar Euro da lassen, oder? ;)

Jedenfalls ist es eine gute Möglichkeit mal herein zu gucken. Gleiches gilt auch für Splittermond, was ich einfach mal in den Raum stellen möchte. Ich selber habe es noch nicht gelesen, aber auch hier kann man es einfach kostenlos herunterladen, ausprobieren und bei Gefallen dann stärker in Lorakis einsteigen.

Ich muss aber zugeben, dass ich gar nicht genau wusste, was es alles kostenlos gab, darum bin ich sehr gespannt, was andere heute vorschlagen ;)

#RPGaDay2015 Tag 5 – Letzter RPG Einkauf

Das war dann die DSA 5 Vorbestellung, die hoffentlich in dieser Woche hier ankommt und vergnügliches Lesevergnügen bietet.

Davor bzw. wenn Vorbestellungen nicht gelten waren es wohl die Einkäufe von der RPC: In erster Linie FATE Core und FATE Action samt Setting „The Day after Ragnarok“. Zudem auch Kram für „Der eine Ring“, ein weiteres Rollenspiel auf meiner Würde-ich-gerne-mal-länger-spielen Liste, die nicht wirklich kürzer wird. Ach…die liebe Zeit.

#RPGaDay2015 Tag 4 – Überraschendste Spiel: Fate

Schwere Frage, aber ich glaube das Rollenspiel, was mich am meisten überrascht hatte, war FATE. Beim ersten Spielen haben wir ja im PULP Setting „Spirit of the Century“ gespielt, aber das war jetzt nicht der Überraschungseffekt. Mich hatte eher die Freiheit des Spiels überrascht in Form der Fate-Punkte mit denen man Dinge erstellen konnte.

Danach hat sich einiges getan im Fate System, es gibt inzwischen Fate Core auf Deutsch mit etwas modernen und pfiffigen Regeln. Das schöne ist, dass als Spielleiter immer sofort Ideen beim Spiel auftauchen. Einmal habe ich sehr spontan am Gratisrollenspieltag das Abenteuer zu Fate2Go herausgeholt, gespielt und hatte am Ende genug Ideen, um theoretisch eine Kampagne draus zu machen.

Nach den ersten Spielrunden hatte ich einen Bericht dazu verfasst, der Fate weiter vorstellt.

#RPGaDay2015 Tag 1-3: Vorfreude, Kickstarter und Lieblings-Neuentdeckung

Am Wochenende war ich bei Twitter und beispielsweise bei Edieh auf #RPGaDay2015 gestoßen. Worum es geht? Jeden Tag im August gibt es eine kleine Frage zum faszinierenden Hobby Rollenspiel beantworten. Jetzt bin ich schon etwas spät dran, darum wird schnell aufgeholt:

1. August – Auf welches kommende RPG freust du dich am meisten?

Ehrlich gesagt DSA 5. Vielleicht auch weil es diese Woche kommt und Aventurien ist nun mal meine Liebste Spielwelt. Die Beta sah schon ganz gut aus und wenn die Kämpfe jetzt wirklich flüssiger sind: Umso besser. Leider stockt das Spielen momentan etwas, aber vielleicht bekommen wir das im August nochmal hin.

Ansonsten noch die ein oder anderen per Crowdfunding unterstützten Dinge: Numenera, Blades in the Dark oder Curse of the Yellow Sign.

2. August – Welches über Crowdfunding geförderte Spiel hast du am liebsten unterstützt?

Ich hab erstmal geguckt, was ich überhaupt unterstützt habe und festgestellt, dass ich mir das ein oder andere nochmal genauer angucken müsste. Von daher ist es noch etwas schwer zu sagen, was ich am besten fand. Ich glaube am spannendsten fände ich es wirklich „The demolished ones“ für FATE auszuprobieren. Zumindest die Charaktererstellung mitten im Spiel – man wacht nach Amnesie auf.

Orient Express war von dem Ablauf eher durchwachsen, aber auch da bin ich gespannt drauf. Auch Grim World fand ich interessant, aber auch da steht die Frage im Raum, ob meine Vorstellung einer Sandbox-Fantasy-Welt jemals zustande kommt ;)

3. August – Liebstes neue Spiel der letzten 12 Monate

Numenera. Wir haben es Anfang des Jahres in mehreren Runden getestet und mir gefallen die Spielmechanismen sehr gut. Das Ressourcenmanagement mit den eigenen Fähigkeiten finde ich interessant. Die Welt selber müsste ich noch weiter erkunden, klang sehr spannend. Mehr dazu sicherlich, wenn die schöne Box vom Crowdfunding bei mir ankommt ;)

Wer sonst noch mitmacht

Hier eine unvollständige Liste der weiteren Teilnehmer am #RPGaDay2015 in Deutschland1:

 

  1. Link zum ersten Tag []

Episode 3 des System Matters Podcast

Okay, eigentlich kommt schon fast Folge 4, aber dennoch der Hinweis auf die dritte Folge des System matters Rollenspielpodcast. Diesesmal hatten wir unser Testarchiv bemüht, da die eigentliche Aufnahme auf das Fate System Bezug nahm und wir es von daher lieber erst vorstellen wollten.

Ansonsten gibt es auf der Seite noch die Neuerung der 3×3 Beiträge, bei denen Sonntags jeweils 3 Dinge zu einem Thema von Mathias, Daniel und mir gesagt werden. Beim ersten mal waren es Video-Podcasts, beim zweiten mal Rollenspielsysteme.

FATE als universelles Rollenspielsystem – oder: System matters

Gestern haben wir zum dritten und vorerst letzten Mal FATE gespielt. So ist das eben, wenn man eine Minikampagne abgeschlossen hat und das Flugzeug in letzter Sekunde von der deutschen Ausgrabungsstätte gestartet hat, bevor der Panzer dann doch tötlich tritt. In nächster Zeit wird wohl mehr D&D in der 4ten Edition gespielt – oder FATE in den Vergessenen Reichen? Weiter lesen „FATE als universelles Rollenspielsystem – oder: System matters“

FATE Rollenspiel

spirit_of_the_century_coverMontag hatte ich die Gelegenheit zum nunmehr zweiten mal das FATE Rollenspielsystem zu spielen. Es handelt sich um ein universelles System, welches Prinzipiell für verschiedene Settings zu nutzen ist und auch kostenlos im Netz verfügbar ist. In unserer Rollenspielgruppe spielen wir es als PULP Setting in den 30er Jahren. Hintergrund bildet das Setting „Spirit of the Century“ (hier auch kostenlos), bei dem die Spieler Mitglieder des „Century Clubs“ sind, einer Geheimgesellschaft, die sich aus Menschen zusammensetzt, die am 1.1.01 geboren sind und versuchen, die Welt vom Übel zu befreien. Normalerweise spielt dies in den 20ern, aber irgendwie sind die 30er spannender zu spielen – für die 20er haben wir ja schon Cthulhu :)

Das interessante ist aber jetzt nicht in erster Linie die Spielwelt oder der Hintergrund, sondern viel mehr das System, welches sich in seiner Ausrichtung von anderen Systemen unterscheidet. Hat man in anderen Rollenspielsystemen ja meist einen Charakterbogen vor sich, bei dem penibel genau aufgeführt ist, wieviele Punkte man in „Stärke“ oder „Atletik“ hat, gibt es als einzige Zahlenwerte bei FATE einige Fähigkeiten wie „Wissenschaft“, „Schusswaffen“ und ähnliches. Die Persönlichkeit wird darüber hinaus durch sogenannte Aspekte beschrieben. Man ist also „Stark wie ein Ochse“, ein „Trinker“ oder drückt mit „BOOM!“ aus, dass man absolut auf Explosionen steht.

Wichtig bei diesen Aspekten ist es, dass sie möglichst eine positive, wie auch negative Seite besitzen. Also jemand, der „Stark wie ein Ochse“ ist, wird zwar einiges heben, verbiegen oder werfen können, aber womöglich keine Ahnung von gesellschaftlichem Umgang haben, während der „Trinker“ keine Gelegenheit auslässt, zur Flasche zu greifen, sich dafür aber auch besser mit Alkoholika auskennt.

Die Generierung und Festlegung erfolgt dabei bei einer interessanten Charaktererstellung. Anstatt einfach Werte zu verteilen oder auszuwürfeln, wird die Hintergrundgeschichte des Charakters in einer gemeinsamen Sitzung und 5 Phasen durchgesprochen. In den ersten beiden Phasen erklärt man dabei die Jugendjahre seines Charakters und dann seine Handlungen während des Großen Krieges. Dazu gehören dann jeweils zwei Aspekte. Weitere insgesamt sechs Aspekte bekommt man dann in den ersten Abenteuern mit zwei anderen Spielercharakteren, die vor dem eigentlichen Spielgeschehen starteten Diese bekommen dann einen schönen stimmigen Namen („Jonathan Baker und der schwarze Samurai“) und natürlich eine kleine Handlung zugewiesen. Somit steht man am Ende mit 10 Aspekten da, die alle etwas verschieden mit positiven und negativen Eigenschaften aufwarten können.

Was einem diese positiven Aspekte und vor allem die negativen bringen, macht das Spiel interessanter: Zu Beginn eines Spielabends verfügt man über 10 FATE Punkte, mit denen man entweder seine eigenen Aspekte nutzen kann, um bei einer dazu passenden Probe entweder +2 zu erhalten oder nochmal würfeln zu können. Teilweise interessanter ist es aber, wenn man damit Kleinigkeiten an der Spielwelt verändern kann: Also taucht plötzlich ein Club hinter der nächsten Ecke auf oder man hat den Plan des Flughafens schon in einem Buch gelesen und kann diesen aufzeichnen. Neue Punkte erhält man dazu, wenn man die negativen Seiten seiner Aspekte nutzt oder eher über sich ergehen lässt: Im brennenden Haus ist noch eine Bar? Tja, kann sich der Trinker da zurückhalten? Eine Menschenmenge vor dem Wagen kann für einen Ungeduligen zu einem Problem werden. In solchen Situationen gibt man den Aspekten entweder nach und erhält einen Punkt oder man zahlt einen, um den Aspekt ignorieren zu können.

Okay, der Rest des Systems ist dem klassischen Rollenspiel nicht unähnlich: Wie schon gesagt, gibt es bei FATE auch einige Talente und wenn man das Auto reparieren will, muss man eben einen Wurf auf Mechanik ablegen. Dazu werden 4 sechsseitige Würfel (W6) gewürfelt und geprüft, ob und wie gut die Probe bestanden wurde. Die W6 werden bei FATE aber etwas anders genutzt, so gibt es nur die drei Symbole +, 0 und -, die bei uns in der runde durch 1+2,3+4 bzw. 5+6 repräsentiert werden und das Spiel damit auch mit normalen W6 spielbar machen. Und die Logik ist auch schnell klar: Ein + bedeutet +1, ein – eben -1 und naja, die 0 eben nix :) Das Ergebnis der Probe lässt sich dann anhand des Wurfes ablesen und wird noch um den entsprechenden Eigenschaftswert erhöht, also ein Wurf von +,+,-,0 auf Wissenschaft worin man einen Wert von +4 hat, bringt +1 durch den Wurf, also insgesamt +5. Wie gut das Ergebnis genau ist, kann man anhand einer Tabelle ablesen, wobei alles über 0 bestanden ist Und notfalls setzt man eben einen passenden Aspekt ein (hier beispielsweise Bücherwurm) um nochmal 2 Punkte zu erhalten.

Dies macht auch vergleichende Proben sehr einfach und schnell, hier kommt dann auch gleich noch ein kleiner Bonus hinzu, wenn man um mehr als 3 besser ist. Im Kampf kann man dann beispielsweise noch kleinere Aktionen mit der Umwelt durchführen (Tür verkeilen o.ä.) und die nächste Aktion bekommt einen Bonus von 1 (wenn es sich um einen Verbündeten handelt) bzw. -1 (bei einem Gegner), sofern man gut erklären kann, wie die eigene Aktion den Freund unterstützt (den Feind hindert).

Das Erklären spielt bei FATE also eine größere Rolle. Sei es schon bei der Charaktererstellung, bei der man die Aspekte herleitet, wenn man später begründet, wieso dieser Aspekt nun hilfreich ist (oder man es verdient hat einen Punkt zu bekommen) oder auch bei einzelnen Talenten. Wenn man seinen Wissenschaftwurf geleistet hat, erklärt nicht der Spielleiter, was es nun damit auf sich hat, sondern der Spieler erzählt es und wenn es halbwegs plausibel klingt, stimmt es eben.

Nun, es gibt natürlich noch mehr zu erzählen, wie die STUNS Besonderheiten jedes Charakters, wie das persönliche Auto, das universelle „MyGyver“ Gadget und mehr. Für interessierte Rollenspieler, die mal was neues ausprobieren wollen, ist das System sicher einen Blick wert…