Unterstützt Mitt Romney für die Zombie-Apocalypse

Dieser Ansicht ist zumindest der Regisseur Joss Whedon in seinem aktuellen Wahlaufruf:

Wie es ausgeht, erfahren wir in genau einer Woche, wenn das Duell Obama gegen Romney entschieden wird. Und während wir das für eine sichere Angelegenheit halten und in Deutschland mehr als 90% Obama wählen würden, ist es in den USA durchaus knapp und da ich nicht so viel Spaß an Zombies in den USA hätte (irgendwann schwappt sowas ja dann auch meistens über :D) hoffe ich, dass Obama es dann doch nochmal schafft.

Obamas Kriege

Obamas Kriege

image Heute habe ich das neuste Buch von Bob Woodward durchgelesen, in dem dieser sich mit “Obamas Kriegen” beschäftigt, womit nicht nur der “wirkliche” Kritik in Afghanistan gemeint ist, sondern auch der “Krieg” mit oder zwischen Militär und Beratern im eigenen Land. Woodward der zusammen mit Carl Bernstein den Watergate Skandal recherchierte gilt als einer der renommiertesten Journalisten der Vereinigten Staaten und dies erkennt man auch an dem Buch. An vielen Stellen bekommt man fast den Eindruck, Woodward habe bei den Besprechungen im Oval Office oder Situation Room dabei gesessen. Von daher bekommt man einen Einblick in die amerikanische Politik und diesen Konflikt zwischen Militär und politischer Führung im ersten Jahr der Präsidentschaft von Obama.

Kern war dabei die Frage nach der Strategie und die Anzahl der dafür benötigten Soldaten. Kernbegriffe dabei sind die Aufstandsbekämpfung (die eine hohe Präsenz zum Schutz der Bevölkerung benötigt) und die Terrorbekämpfung (nach der man mit Spezialkräften gezielt gegen Terrorcamps vorgeht). Auch die Frage, was ein “Sieg” oder “Erfolg” ist, spielt dabei eine Rolle.

Während die Militärs eigentlich nur eine wirkliche Option – 40.000 Soldaten auf unbestimmte Zeit – zur Aufstandsbekämpfung haben wollten, ging es Obama vor allem auch um die Frage, wie man diesen Krieg so beenden kann, dass die afghanische Seite selber für die Sicherheit sorgen kann. Dabei geht es dann nicht mehr um eine schwer vorstellbare Vernichtung der Taliban, als viel mehr eine “Eindämmung”, die eine Machtübernahme durch diese unmöglich macht. Dies führte dann über einen langen Weg, viele Diskussionen und interne Konflikte zu dem Strategiepapier von Obama, nachdem 30.000 Soldaten geschickt werden, um die Dynamik der Taliban zu stoppen.

Neben diesem internen Konflikt wird aber auch deutlich, welche Probleme die afghanische und pakistanische Regierung einer Lösung des Konfliktes dienen und wie ratlos auch die Vereinigten Staaten dort stehen.

Man bekommt beim Lesen also einen interessanten Einblick in die Politik der USA. Der Krieg spielt natürlich seine Rolle, aber man kommt nach dem Lesen einer eigenen Lösung nicht wirklich näher. Im Gegenteil: Es scheint eher so, als ob die handelnden Personen in der USA selber einem Erfolg bis zum Juli – dann soll der Rückzug eingeleitet werden – skeptisch gegenüber stehen. Aber der Fokus des Buches liegt eher darin, die Entscheidungsprozesse in den USA und Beziehungen zwischen den verschiedenen zivielen und militärischen Beratern darzustellen. Dazu ist dieses Buch wirklich interessant geschrieben und wer wissen will, wie die Amerikaner über diesen Konflikt denken und wie sie “ticken”, sollte es gelesen haben.

Hier kann man es bei Amazon kaufen und hier auch erstmal einen Blick in das Buch werfen

Obama: Krieg in Afghanistan nicht zu gewinnen

Offensichtlich kommt es zu einem Strategiewechsel in Afghanistan. Denn während oft diejenigen belächelt und kritisiert wurden, die meinten man könne doch mit gemäßigten Taliban reden, erklärt dies nun der neue US-Präsident Barack Obama. Der Krieg in Afghanistan sei nicht mehr zu gewinnen und die USA definitiv nicht auf der Siegerstraße. Stattdessen werde nun mit gemäßigten Taliban gesprochen und gleichzeitig versucht die Probleme an der afghanisch-pakistanischen Grenze zu klären. Gleichzeitig wird aber auch das Engagement in Afghanistan verstärkt.

Obamania… vielleicht etwas zuviel? 2

Obamania... vielleicht etwas zuviel?

Obama ist bekanntlich letzte Woche Präsident geworden und das Ereignis hat eine Menge Leute inspiriert. Bereits in den Wochen vorher lief das ja schon so und natürlich lässt man sich davon anstecken… (mehr …)

Bush vor Gericht?

Bush vor Gericht?

In einer Woche ist es so weit und mit viel Brumborium wird Barack Obama zum 44. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt. Die Amtszeit seines unbeliebten Vorgängers George W. Bush endet dann und damit auch seine Immunität. Es gibt bereits einige “Ideen” dafür, wie man ihn hinter Gitter bringen kann.

bushanklagebuchVor einiger Zeit hatte der ehemalige Staatsanwalt und Autor Vincent Bugliosi bereits das Buch “Anklage wegen Mordes gegen George W. Bush” veröffentlicht, in dem er – quasi als Vorarbeit für einen anderen Staatsanwalt – darlegt, wie man George W. Bush des Mordes überführen könnte. Eins vorweg: Die Zahl getöteter Iraker spielt keine Rolle. Um ihn nämlich vor einem amerikanischen Gericht zu verurteilen, zählen nur getötete Amerikaner, also Soldaten. Und diesbezüglich wird es dann – nach einer Lektüre des Buches bis zur Hälfte – meines Erachtens schwierig stichfest nachzuweisen. Da George W. Bush ja nicht selber mit der Kanone auf die Soldaten geschossen hat, wird also zunächst herangezogen, dass er sie wissentlich in den Tod geschickt habe. Und schließlich muss dann noch nachgewiesen werden, dass dies nicht in einem Akt angenommener Notwehr stattfand, sondern eben vor dem Hintergrund einer nachweislichen Lüge. Klingt im ersten Moment jetzt auch nicht so schwer, aber es gibt eben den Unterschied zwischen der Bauchmeinung und dem, was man am Ende vor Gericht wirklich  eindeutig und zweifelsfrei vorlegen kann. Und darum bezweifle ich ein wenig, dass es zu einem solchen Schritt kommt, denn das Risiko für einen Staatsanwalt am Ende zu unterliegen ist – nach meinem Laienverständnis – doch etwas zu hoch und bei der Medienöffentlichkeit ist die Karriere so schnell beendet, wie man sie begonnen hat. Im übrigen ist die Staatsanwältin, von der ich entsprechendes in dem Bericht von TTT gehört hatte, bei den Wahlen im November gescheitert. Wohl nicht wegen Bush, aber wohl, weil sie sonst nichts vorzubringen hatte als Bush. Und das alleine reicht – vielleicht zum Glück – für ein solch wichtiges Amt nicht aus.

Aber auch von anderer Seite könnte Bush Übles drohen: Obama hatte angedeutet, dass Bush sich womöglich für die Genehmigung von Folter rechtfertigen müsse. Und nicht nur das: Der Kölner Stadtanzeiger, der dies unter anderem berichtete, sieht auch einige andere Verwicklungen:

Wenn der Rausch der Obama-Amtseinführung vorüber und der Alltag wieder ins Weiße Haus eingekehrt ist, werden weitere haarsträubende Details ans Licht kommen, die unter anderem belegen, dass das Finanzgebaren der Bush-Regierung teilweise nicht viel seriöser war als das Schneeballsystem des Finanzbetrügers Bernie Madoff.

Wie es weitergeht, wird man wohl kaum sagen können. Obama wird in den ersten Tagen sicherlich mit Finanzkrise, Millardenloch im Haushalt, zwei Kriegen und anderen Problemchen dieser Welt mehr zu tun haben, als mit dem Amtsvorgänger abzurechnen. Aber egal wer diesen Schritt tut: Er wäre für das Ansehen der USA als Rechtsstaat sicherlich förderlich. Aber womöglich genauso unwahrscheinlich…

Obama siegt bei Präsidentschaftswahlen! 1

Obama siegt bei Präsidentschaftswahlen!

Um 3:26 stand das Ergebnis der Wahlen faktisch fest. Der wichtige “swing state” Ohio ging an den demokratischen Kandidaten Barack Obama. Nicht nur wegen der “Regel”, dass noch nie ein Republikaner ins Weiße Haus einziehen durfte, der nicht diesen Bundesstaat gewonnen hatte, denn diese könnte sich ändern. Nein, die Zahlen waren zu erdrückend. Bereits im Vorfeld waren die Prognosen erdrückend für die Republikaner:

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Bereits in den Umfragen lag Obama damit über den geforderten 270 Stimmen. Selbst bei pessimistischeren Rechnungen lag er bei 276 Stimmen knapp drüber. Und die ersten Wahlergebnisse zeigten keine großen Abweichungen von diesem Ergebnis: Rote Staaten gingen an McCain, Blaue an Obama und die gelben waren eben kritisch. Dann ging Georgia an McCain und dies war dann die erste “Überrachung” des Abends. Als dann um 3:26 die Nachrichten durchsickerten, dass verschiedene Sender den Sieg in Ohio an Barack Obama gaben. CNN zog wenige Minuten nach und es stand zu dem Zeitpunkt damit 194 zu 69 Wahlmänner.

Wer da noch zweifelte, für den machte John King von CNN das beliebte Spielchen auf der Karte und vergab alle Staaten an John McCain, bei denen dies wahrscheinlich war und sogar die, bei denen er zwar nicht damit rechnete, aber auch nicht völlig unmöglich ist, dass McCain dort gewinnen sollte. Die Aussage “I can’t see that he will get it… ok, give it to him”1 macht deutlich, dass er wirklich alles realistische versucht hatte, um McCain zu geben, was möglich ist. Trotzdem kam er nur auf 266 Stimmen – um 3:42 war dann entgültig klar, dass McCain diese Wahl verloren hatte. Die Frage ist nur, wie lange würden die Swing States im Westen (Indiana, Virginia, North Carolina und Florida) brauchen, um zu einem Ergebnis zu kommen.

Um kurz vor 5 kam dann das Ergebnis aus Virginia: 13 Stimmen für Obama. Und als dann kurz danach die Wahlen in Kalifornien zuende gingen, wurden erst keine Projections für gewonnene Staaten2 mehr gegeben, sondern sofort das Ergebnis. Barack Obama wurde um 5:01 zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt.

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Hier kann man die Verteilung zu dem Zeitpunkt sehen. Wie stark der Sieg wird, muss sich erst noch ein wenig zeigen. Florida wird inzwischen leicht blau gezeichnet, Oregon, Nevada und Colorado ebenso. Aber diese Karte werde ich mit einer genaueren Betrachtung sicher noch nachreichen.

In diesem Moment (5:25) redet John McCain und gesteht in einer guten patriotische Rede die Niederlage ein und Obama – bei einigen Buh-Rufen – zu seiner Siege gratulierte und ihm Respekt zollte.

[Eigentlich sollte hier ein Abschnitt zu Obamas Rede rein, aber das packe ich nach 20 Minuten Warten doch in einen eigenen Beitrag. ;)]

Zum Abschluss noch vielen Dank an die Mitdiskutanten beim Liveblog. Bei Pillenknick findet man das Liveblog von dogma_p eine gute Zusammenfassung der Ergebnisse, vor allem auch zur Senatswahl, die ebenfalls stattfand.

(mehr …)

  1. Ich kann nicht sehen, dass er dieses bekommen wird … okay, geben wir ihm es” []
  2. Washington und Karlifornien []

Nacht der Entscheidung 4

Heute Nacht fällt die Entscheidung, wer in den nächsten 4 Jahre in den USA die Zügel in der Hand hält: Barack Obama oder John McCain. Ich hatte erst überlegt noch einen Vorbericht zu posten, aber ich integriere dies in mein Live-Blog gleich. Die Beobachtung heute nacht ist – anders als früher – nicht nur ein persönlicher Spleen oder was auch immer, sondern ich muss auch am Donnerstag ein Referat halten. Also sowohl während der Wahl, aber auch später freue ich mich üer Analysen und ähnliches. So, aber genug der Vorrede und zum Live-Blog mit der Ankündigung, dass ich dabei sicher nicht ganz neutral seien kann, denn die Cola light, die mich durch die Nacht tragen wird, befindet sich in einem “HOPE – Obama 2008″ Becher :D

US-Wahl begonnen 1

Seit 10 Minuten wird in den USA der nächste US Präsident gewählt, denn seit 12 Uhr MEZ sind die Wahllokale an der Ostküste geöffnet. Den ersten Sieg hat Barack Obama aber bereits eingefahren: Bei den traditionell bereits um Mitternacht startenden Wahlen in kleineren Ortschaften in New Hampshire hatte er seinen Konkurrenten recht eindeutig hinter sich gelassen:

15 Wähler stimmten in Dixville Notch für den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama, 47. Auf seinen 72-jährigen Rivalen John McCain entfielen nur sechs Stimmen. Auch in Hart’s Location gewann Obama: 17 Wähler stimmten für ihn, zehn für McCain.

Das Besondere an diesem Wahlausgang ist weniger das diese Örtchen nun wahlentscheident wären, vielmehr handelt es sich um klassisch republikanische Ortschaften. Sollte Obama auch in anderen “roten”-Staaten eine Wende herbeiführen dürfte die Wahl nach nicht allzulange dauern. Nichts desto trotz werde ich die Nacht über die Wahl beobachten und hier auch live bloggen. Ab ca. 23:30 Uhr wird es losgehen.

Der nächste US-Präsident heißt Barack Obama

Der nächste US-Präsident heißt Barack Obama

Zugegeben, ich bin etwas früh dran mit diesem Titel, aber nachdem ich das Thema in den letzten Wochen etwas hab schleifen lassen, braucht man eine reißerische Überschrift. Obwohl: So reißerisch ist sie nicht, denn in Irland hat beispielsweise ein Wettbüro die Sache schon als entschieden angesehen und den Wettern ihren Gewinn bereits ausgezahlt.

Basieren tut dies wohl offensichtlich auf den Umfragen, die ganz eindeutig in eine Richtung gehen. Und damit ist weniger die landesweite Stimmung in den USA gemeint, bei der Obama mit 8 Prozent führt, sondern entscheidender ist die Stimmung in den einzelnen Staaten. Es zählt – nur zur Erinnerung – nämlich das Ergebnis der einzelnen Staaten: Wer dort die Mehrheit gewinnt, bekommt – in den meisten Fällen – alle Wahlmänner aus diesem Staat. Und am ende muss man so auf 270 Wahlmänner kommen.

Nach den kumulierten Ergebnissen von Pollster hat Obama dieses Ergebnis weit überschritten und liegt auch in den meisten der unsicheren (gelben) Staaten vorne:

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In dieses Ergebnis noch nicht eingeflossen ist die neuste Wahlempfehlung, die Barack Obama verbuchen kann: Der ehemalige Außenminister unter George W. Bush Colin Powell hat gesagt, er werde – als Republikaner – für Obama stimmen. McCain sei ihm zu weit nach rechts gerutscht. Vor allem für gemäßigte Unentschlossene der Mitte ein guter Grund nochmal über die Wahl nachzudenken.

Insgesamt weiß man nicht, womit McCain Obama noch einholen will. Bereits in den letzten Wochen hatte man einen harten Kurs gefahren und versucht dessen Kontakte in den 70er Jahren mit einem Bombenleger gegen ihn zu verwenden, was aber nicht zündete. Im Gegenteil: Die Vize-Präsidentschaftskandidatin muss sich gegen eigene Vorwürfe wehren und gilt als unfähig für ein solch hohes Amt.

In diesem Sinne scheint das Ergebnis vom 4. November zwar bereits festzustehen, aber dennoch werde ich das natürlich live beobachten und hier mitbloggen ;)

“Dies sind die Mauern, die wir nun einreißen müssen” 1

imageTja, das Obama heute in Berlin war, ist keine Neuigkeit und viele von euch haben wahrscheinlich die Rede im Fernsehen oder gar direkt mit den 200.000 Menschen auf dem “Obamafest”1 verfolgt. Die größte Zuhöhrerschaft hatte Obama bisher mit 60.000 Leuten in Portland im Mai. Also sein bisher größter Wahlauftritt war damit heute in Berlin, Germany. In seiner Rede ging es damit um das transatlantische Verhältnis und darum zur Lösung der Probleme doch verstärkter zusammengearbeitet werden müsste. Das ZDF2 meinte er hätte sich damit als Weltpräsident präsentiert und nicht nur als Weltbürger. Das ist ja auch kein Wunder, wenn man alle Wörter seiner Rede in einer Tag-Wolke zusammenstellt, ist Welt das häufig benutzte Wort seiner Rede:

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So, aber jetzt doch noch einige Anmerkungen zu der Rede: (Originaltext gibt es hier, Auszüge in Deutsch hier)

(mehr …)

  1. wie es teilweise genannt wurde []
  2. und mein Bruder []