studiVZ und Twitter

Geschrieben von Patrick Jedamzik am 28. Juli 2009

image Einige Freunde bei studiVZ werden mich wohl in nächster Zeit zur Nervensäge erklären. Zumindest beim “Buschfunk”, dem Tool bei dem Netzwerk, wo man auf die Frage Antwortet, was mach grade so tut. Da ich das sowieso schon immer bei Twitter tue, hatte ich keinen Sinn darin gesehen, das nochmal beim studiVZ zu tun. Facebook importiert die Daten ja schon länger und – was weiterhin noch ein Vorsprung ist – bietet auch eine direkte Diskussion zu dem jeweiligen Thema. Ich hatte davon ja hier schon berichtet. Aber immerhin gibt es bei studiVZ nun auch meine Meldungen zum nachlesen. Zur Diskussion müssten dann die Pinnwände herhalten. Ansonsten sei gesagt, dass man neben belanglosen Informationen in meinem Twitter-Stream sicher auch mal den ein oder anderen interessanten Link finden dürfte – ist dies doch das interessanteste für mich bei Twitter. Man stößt eben darüber auf manchen guten Artikel :) Also vielleicht verhindert es ja eben das, dass ich als Nervensäge abgestempelt werde – und wenn doch ist es eben so ;)

Die Dienstreisen-Affäre(n)

Geschrieben von Patrick Jedamzik am 28. Juli 2009

Regelmäßig, gerne im Sommerloch oder eben der Urlaubszeit, werden Privatfahrten mit Dienstwagen oder andere Dinge herausgekramt, bei dem sich der Politiker angeblich auf Staatskosten bereichern. Zugegeben, das neuste Vorgehen von Ulla Schmidt, die den Wagen im Urlaub in Spanien nutzte und sich dort stehlen lies, ist wahrscheinlich die weitmöglichste Ausnutzung der Richtlinien für Dienstwagen. Dennoch: Juristisch ist das korrekt. Ob es schlau war, eine ganz andere Sache, denn dieses Vorgehen schürrt eben die Verdrossenheit über Politiker. Heribert Prantl hat hierzu einen guten Kommentar in der Süddeutschen Zeitung geschrieben, bei der er grade diese moralische Schuld betont. Aber mehr als das:

Es gibt eine merkwürdige Schizophrenie des demokratischen Souveräns in Deutschland: Er erwartet von der Politik alles – und er misstraut ihrem Personal zutiefst. Die deutsche Grundverachtung gegen Politiker ist auch deswegen gefährlich, weil sie immer wieder billige Argumente dafür findet, genau diese Verachtung zu begründen.

Die öffentliche Erregung über vergleichsweise lächerliche Vortrags- und Buchhonorare, über angeblich private Dienstwagen-Fahrten und über die private Nutzung von Flug-Freimeilen ist hierzulande so groß, wie sie wirklichen Skandalen angemessen wäre – und wie man sie über den Fall Berlusconi in Italien wünschen würde. Die Italiener haben eine frivol-abgeklärte Art, mit der sexuellen Äffäritis ihres Regierungschefs umzugehen; in Deutschland dagegen gibt es eine frivol-scheinheilige Erwartungshaltung an die Politiker, so integer zu sein wie Mutter Teresa. Demokratieschädlich ist beides.

Die Ministerin Ulla Schmidt mag sich auf den Satz berufen, dass ein Minister, dass eine Ministerin immer im Dienst ist. Damit hat sie sogar recht. Ein Minister ist immer im Dienst: Das gehört ja auch zur Erwartungshaltung der Öffentlichkeit; andererseits gehört aber das Wissen um die Hyper-Sensibilitäten dieser Öffentlichkeit zum kleinen Einmaleins der Politik. Es sind viel mehr Politiker über kleine und kleinste Affären gestolpert als über große Skandale.

Wenn man sich überlegt, wie Roland Koch trotz Spendenskandal sich irgendwie durchwuseln konnte, ist schon interessant. Dagegen ist ein Dienstwagen wirklich harmlos. Aber ich persönlich halte manche Aufregung wirklich etwas übertrieben. In den USA wird der Flug des Präsidenten ins Wochenende mit dem Helikopter fast zelebriert und hier ist alles dergleichen gleich eine Staatsaffäre.

50hz hatte grade einen Artikel geschrieben, der das aussagt, was ich jetzt schreiben wollte:

Hätte Ulla Schmidt einen entsprechenden Job in der freien Wirtschaft, würde sie nicht nur besser bezahlt, es wäre zudem eine pure Selbstverständlichkeit, ihr den ihrer Arbeitsweise am besten entsprechenden dienstlichen Komfort auch im Urlaub zu gewähren. Wenn das nichts weiter als ihr Dienstwagen mit Fahrer ist. Bitteschön. Das steht ihr zu. Dafür zahle ich gerne Steuern.

Sehe ich ähnlich. Auch wenn den populistischem Zeitgeist entgegensteht.

Horst Schlämmer als Bundeskanzler

Geschrieben von Patrick Jedamzik am 24. Juli 2009

Als kleine Meldung nach wieder viel zu viel Arbeit am Abend noch der Trailer zu der Kandidatur von Horst Schlämmer als Bundeskanzler… oder dem Film dazu. Wie auch immer, viel Spaß ;)

Statistiken die niemand braucht

Geschrieben von Patrick Jedamzik am 23. Juli 2009

Manchmal werden Daten gesammelt oder erhoben, die man wirklich nicht braucht. Heute in der Süddeutschen bin ich jedenfalls über eine Umfrage über das Sexualverhalten in Beziehung zu den Parteien gestoßen. Das Sozialforschungsinstitut Gewis befragte dabei im Auftrag der Zeitung “Cicero” 1254 Männer und Frauen zwischen 16 und 60 Jahren. Die Ergebnisse in Kurzform:

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Säulen der Erde

Geschrieben von Patrick Jedamzik am 23. Juli 2009

Säulen der ErdeKen Follets “Säulen der Erde” gilt ja durchaus als Beststeller. Dennoch hatte ich lange Zeit kein gesteigertes Interesse an einem Buch, bei dem es um den Bau einer Kathedrale gehen sollte. Es lockte mich einfach nicht. Vor kurzem landete es im Rahmen einer Rabattaktion dann doch in meinem Einkaufskorb und ich muss sagen, dass ich es nicht bereue – im Gegenteil.

Das Buch ist schon ein Machtwerk von 1.150 Seiten und die Tatsache, dass ich es doch in weniger als 14 Tagen durch hatte spricht – bei meinem sonstigen Leseverhalten – durchaus für sich. Es kommt selten vor, dass ich einen Roman abgesehen von der Fahrt mit der Bahn oder zum Tagesabschluss im Bett nochmal zu Hand nehme, aber bei “Säulen der Erde” war es so. Ob nun morgens noch einige Seiten oder am Tag einfach mal so. Das Buch bietet sich dafür aufgrund von kleineren Unterkapiteln oder Abschnitten auch sehr gut an, einfach mal 2-3 Seiten weiterzulesen – oder dann einfach nicht mehr aufzuhören. Weiterlesen »

The Guild Session 2 auf YouTube

Geschrieben von Patrick Jedamzik am 22. Juli 2009

Ich hatte vor einiger Zeit bereits die Serie “The Guild” über eine Gruppe onlinerollenspielender Menschen empfohlen und auf die erste Staffel bei YouTube hingewiesen. Nun wird wohl auch die zweite dort nach und nach online gestellt. Hier deren erste Folge:

Ich warte inzwischen auf die dritte, denn auf der Xbox gab es Staffel 2 schon komplett zu sehen.

Vodafone und eine Hetzjagd

Geschrieben von Patrick Jedamzik am 21. Juli 2009

Ich hatte es bei Twitter vor einiger Zeit schon gelesen: Sascha Lobo solle sich von Vodafone distanzieren. Warum? Nun er macht Werbung für Vodafone, wie auch andere bekanntere “Persönlichkeiten” der Web-Szene. Ich dachte mir damals schon: “So what!” Freut mich für die Leute, bekommen ja bestimmt ein paar Euro dafür. Und dass Vodafone nun versucht eine “Generation Upload” für sich zu begeistern und es eben als “unsere Zeit” abtut ist auch ganz nett. Ob Vodafone dafür der richtige Anbieter ist, bleibt dann jedem selbst überlassen zu bewerten – oder den Leuten von basicthinking :) Die Geschichte ging entsprechend mehrmals durch das Web und nun hat es offensichtlich so starke Beleidigungen gegeben, dass “Frau Schnutinger” nun ihren Rückzug aus dem Web 2.0 bekanntgab:

Das alles ist schon extrem krude! Die Werbung ist das eine, aber wenn mir persönlich nicht mehr geglaubt wird, dann geht nichts mehr, dann bleibt nur eins: Der Rückzug. Ich werde vielleicht irgendwann an einer ganz anderen Stelle, ganz anders weitermachen, gewiss werde ich nicht mehr Web 2.0 machen.

Irgendwann muss man sich doch fragen, ob man nicht etwas zu weit geht. Hierzu ist dem Kommentar von basicthinking nicht viel hinzuzufügen:

Vielleicht ist es eines von den vielen deutschen Phänomenen, die tatsächlich nur hierzulande auffällig häufig hervortreten: Das Gemeckere, das Konservative, das Rechthaberische, die Furcht vor dem Neuen und der Neid, der Neid, der Neid. Anders sind derart persönliche Angriffe nicht zu erklären.

“Ich und die anderen”

Geschrieben von Patrick Jedamzik am 10. Juli 2009

Ich und die anderenWieder ein Buch geschafft: “Ich und die Anderen” von Matt Ruff wandert damit in das Regalbrett der gelesenen Literatur :) Und es hat sich gelohnt. Ich kannte Matt Ruff bereits über “Bad Monkeys”, welches ich im letzten Sommer gelesen habe und vor kurzem lief mir eben “Ich und die anderen” über den Weg. Worum gehts?

“Ich und die anderen” erzählt die Geschichte von Andrew Gage, der unter einer multiplen Persönlichkeitsstörung leidet. Wobei: Anders als Penny, die später auftaucht, hat er die verschiedenen Persönlichkeiten in seinem Kopf gut organisiert: Er – bzw. sein “Vater” – hat dafür ein imaginäres Haus gebaut, in dem die verschiedenen Seelen leben und so ist geregelt, welche Person wann die Kontrolle über den Körper übernimmt.

Matt Ruff gelingt es in seinem Buch sehr gut zumindest einen Einblick in diese Welt zu verschaffen. Ob das Leben mit multiplen aktiven Persönlichkeiten wirklich so abspielt, kann ich natürlich nicht bewerten, aber die Thematik wird in dem Buch durchaus ernst dargestellt. Also weder Andrew noch Penny werden in irgendeiner Situation lächerlich dargestellt oder ähnliches. Die “Streitgespräche” zwischen verschiedenen Seelen oder deren Zwischenrufe im Kopf, die immer wieder in die Geschichte eingebunden werden, ebenso wie unvorhersehbare Charaktersprünge sind zwar durchaus auch mal komisch, aber andererseits wird auch an einigen Stellen die Last einer solchen Störung deutlich.

Marcel Korstian beschreibt das Buch in seiner Buchrezension bei read it wie folgt:

Matt Ruff beschreibt diese wirre Geschichte authentisch und liebevoll – da wo es sich anbringt mit einer Prise Humor. Insgesamt handelt es sich dann aber doch um einen mitreißenden, rührenden Roman um zwei Figuren, die ganz anders sind, als die üblichen Romanfiguren. Droht die Spannung des Romans gegen Mitte langsam abzuebben, dreht und wendet Ruff auf einmal die Geschichte, baut eine unglaubliche Wendung ein, und schließt den Roman glaubwürdig ab.

Dem kann ich mich eigentlich nur anschließen und damit eine klare Leseempfehlung [Hardcover] ;)

Jeff Goldblum bestätigt seinen Tod

Geschrieben von Patrick Jedamzik am 02. Juli 2009

Im Umfeld des Todes von Michael Jackson tauchten per Twitter wohl auch Gerüchte auf, der Schauspieler Jeff Goldblum sei in Neuseeland ebenfalls tödlich verunglückt. Und irgendwann sieht Jeff Goldblum dies auch ein und hält seine eigene Nachrede:

The Colbert Report Mon – Thurs 11:30pm / 10:30c
Jeff Goldblum Will Be Missed
www.colbertnation.com
Colbert Report Full Episodes Political Humor Jeff Goldblum

Witzig. Mehr auch bei Cinematical (alles englisch).

Episode 3 des System Matters Podcast

Geschrieben von Patrick Jedamzik am 29. Juni 2009

Okay, eigentlich kommt schon fast Folge 4, aber dennoch der Hinweis auf die dritte Folge des System matters Rollenspielpodcast. Diesesmal hatten wir unser Testarchiv bemüht, da die eigentliche Aufnahme auf das Fate System Bezug nahm und wir es von daher lieber erst vorstellen wollten.

Ansonsten gibt es auf der Seite noch die Neuerung der 3×3 Beiträge, bei denen Sonntags jeweils 3 Dinge zu einem Thema von Mathias, Daniel und mir gesagt werden. Beim ersten mal waren es Video-Podcasts, beim zweiten mal Rollenspielsysteme.


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