So, das Ende ist in Sicht. Nächste Woche muss die Diplomarbeit abgegeben werden. Heute abend werden noch die letzten Seiten mit Schlussfolgerungen formuliert und morgen geht es dann in die erste Schlussredaktion mit meinem Kommillitonen um die getrennt geschriebenen Teile in Form zu bringen und noch mehr als natürlich schon im Vorfeld aufeinander abzustimmen. Einige Arbeit ist es noch, aber ich bin jetzt echt froh, wenn das vorbei ist und dabei auch zuversichtlich, dass was gutes rausgekommen ist. [Mehrlesen →]
Durchgemachte Nächte und viele Zahlen
17. Oktober 2011 · 1 Kommentar
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Katz & Maus
16. Oktober 2011 · 1 Kommentar
Vor dem Schlafengehen (für mich) noch kurz etwas “neues” von Simon’s Katze
Gute Nacht
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Einige Worte zu #occupyberlin und Twitter
16. Oktober 2011 · 2 Kommentare
Ich war heute abend dabei für meine Diplomarbeit einige Twitter-Accounts für unseren Abschnitt zu “echo chambers” zu prüfen, als bei einem Account Meldungen über die Räumung in Berlin auftauchten. Kurze Zusammenfassung: Ca. 200 Leute hatten die Wiese vor der Bundestag besetzt, Zelte aufgebaut und es sich gemütlich gemacht und um Mitternacht sollte der Platz geräumt werden.
Ich ärgere mich schon ein wenig, dass ich die Proteste nicht miterleben konnte und unterstütze diese inhaltlich. Ich teile auch die Bedenken einer Räumung und kann den Sinn dahinter auch nicht wirklich verstehen. Ich meine, ist es wirklich entscheidend, ob die Leute heute nacht da rumsitzen und frieren oder nicht? Ka4015 hat dies in einem Artikel ebenfalls kritisiert und die Frage nach den Erfahrungen mit Castor-Transporten und Stuttgart 21 aufgeworfen, ob eine Demokratie das nicht erdulden sollte:
Ein demokratischer Staat sollte meines Erachtens nicht Demonstranten wegtragen, wegspritzen und wegknüppeln, die, egal wie gut sie Ihren Protest organisieren, nichts an dem Protestgegenstand ausrichten werden. Ein Staat hat mehrere Tage oder Wochen Zeit, ein Staat hat Beamte und kann diese im Schichtdienst austauschen. Ein Demonstrant hat diese Zeit nicht. Ein Demonstrant bekommt aber durch die Anwendung von (Staats-)Gewalt sehr schnell das Potenzial, noch mehr für seine Demo zu mobilisieren.
Letzteres wird sich morgen wohl bewahrheiten. Ich will jetzt auch nicht die Diskussion breittreten, dass Polizisten natürlich auch im Schichtdienst nicht dauerhaft mit Demos gebunden sein können – dafür ist die Personaldeke wohl etwas eng. Aber sei es drum. Ich deine schon, dass eine Demokratie eine Nutzung des öffentlichen Raums durch Demonstranten auch erdulden muss. Und das gilt auch für die Wiese vor dem Bundestag. Eine Bannmeile um den Bundestag gibt es nicht mehr und zumindest bis Montag dürfte man dort ja auch nicht in der politischen Arbeit stören, wenn da 200 Leute campen. Genau das ist ja auch Hintergrund der Aktion und in anderen Städten ist bis zum 19. Oktober in der Regel diese Aktionsform geduldet.
Von der Räumung selber war nichts in den allgemeinen Medien zu sehen, ein Livestream funktionierte nicht und so war Twitter ein Hauptmedium. Und dann ging es ganz schnell mit Fehlinformationen: Das Netz sei von der Polizei ausgeschaltet, der Kameramann des Livestreams verhaftet und sogar 5 Tote wurden ernsthaft behauptet. Wer weiß, was sonst noch alles da lief. Das einzige was man bei Twitter gefunden hat sind Verschwörungstheorien. Ne halbe Stunde später war alles vorbei. Ohne Tote, Netz gab es auch die ganze Zeit und der Livestream klappte auch wieder. Selbst der Einsatz war offensichtlich nicht so brutal wie dargestellt.
Klar, man kann immer über Verhältnismäßigkeiten streiten und bestimmt gab es Leute, die sich beim wegtragen lassen weh getan haben – aber so ist das eben, wenn man sich wegtragen lässt. Ich kann wie gesagt sogar die Wut darüber verstehen, wenn man nicht versteht, wieso diese Polizeiaktion stattfindet. Das ist mehr als berechtigt und ich finde auch gut, dass man sich davon nicht ins Bockshorn jagen lässt und morgen um 15 Uhr wieder demonstrieren will vor dem Reichtstag. Ob das klappt ist eine andere Frage, aber das muss die Demokratie aushalten.
Was gar nicht ging, war es diese deswegen für tot zu erklären oder gar die Bundesregierung mit der früheren ägyptischen Diktatur gleichzusetzen. Hier wurde ein Platz geräumt, wie es momentan aussieht auch ohne schwere Verletzungen und brutalem Polizeieinsatz, und das kommt in keinster Weise an das Risiko und das Vorgehen in Ägypten ran. Dort sind 365 Menschen dafür gestorben Demokratie zu erleben, tausende wurden verletzt. In diesem Land waren heute 40.000 Menschen auf der Straße und viele werden in den nächsten Tagen auf öffentlichen Plätzen schlafen. Das hätte man in Berlin auch machen können und die Berliner Polizei ist durchaus berüchtigt, aber es bringt dem Protest auch nichts ihn zu skandalisieren und ihn mit dem Freiheitskampf in der arabischen Welt oder der Wende 1989 gleich zu setzen. Davon ist das meilenweit entfernt.
Mit dieser angeblichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit die dort stattgefunden haben sollen, hat Twitter sich leider selber etwas diskreditiert in dem Fall und zeigt, dass man in solchen Fällen erstmal ruhig bleiben sollte. Es gibt momentan – unr irgendwo schon länger – das Gefühl verfolgt zu werden und so entstehen dann Verschwörungstheorien. Also locker bleiben und nicht gleich von den gleichgeschalteten Medien reden und davon reden, dass die Demokratie damit beendet ist, dass eine Wiese mitten zwischen zwei politischen Hotspots Deutschlands geräumt wird, während ansonsten in diesem Lande problemlose Camps stattfinden. Skandalisierung bringt nur etwas, wenn es einen Skandal gibt.
Und kurz zu den Medien: Ich habe meine Kritik zur mangelnden Berichterstattung bei der Revolution in Ägypten geäußert, aber man sollte eben auch hier aufpassen, dass in Berlin nicht zu hoch zu hängen. Es war eine Aktion von einer halben Stunde, eben ohne größere Probleme bei einer Menge von 200 Menschen. Sollen ARD, ZDF und Co überall in Deutschland 24 Stunden auch solche Camps begleiten, weil vielleicht irgendwas passiert? Offenbar war Reuters vor Ort und in der Welt findet man auch Fotos, also waren auch “Qualitätsmedien” vor Ort und wäre mehr gewesen, als eine Verlagerung von Menschen, würde wohl sicherlich mehr berichtet werden, als beispielsweise dieser überschaubare Artikel in der TAZ.
Also: Weiter demonstrieren, die Inhalte skandaliseren, aber nicht immer mit der Opfermentalität durchs Leben gehen und mit ruhigen Kopf an solche Dinge angehen. Und Bürgerjournalismus kann auch nur dann funktionieren, wenn er den Bereich des Journalismus berücksichtigt. Fehlinformationen über Stunden hinweg, ungeprüfte Gerüchte und Skandalisierung wo keine ist, schädigen am Ende nur die wahren Informationen und damit die berechtigten Interessen der Demonstranten.
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Dragon Age Miniserie
12. Oktober 2011 · Keine Kommentare
Ich hatte vor einiger Zeit ja schon auf die neue Dragon Age Mini-Web-Serie hingewiesen, die Felicia Day gedreht hatte und auf die ich sehr gespannt war, weil ich ihre Produktion von The Guild (auch mehrmals erwähnt) sehr gut fand. Der erste Teil ist heute erschienen und ich bin mal gespannt, wie es weiter geht. Ein richtigen “Wow”-Effekt hatte ich noch nicht, aber ich denke das ist in 9 Minuten auch kaum vorstellbar.
Dazu ist auch ein neuer Spielinhalt zum zweiten Teil erschienen, den ich zwar schon gekauft, heruntergeladen und installiert habe, wo das spielen aber mit Sicherheit noch viele Tage warten muss, bis die DIplomarbeit endlich abgegeben ist. Aber bis dahin gibts ja vielleicht bei Mena ein Review, die sich noch mehr auf das ganze gefreut hatte
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Iron Sky – Der Comic
9. Oktober 2011 · Keine Kommentare
Ich glaube ich habe noch garnicht über Iron Sky hier geschrieben – einem Independent Film, der hoffentlich im nächsten Jahr in den Kinos läuft. Ich will nicht zuviel verraten, der Trailer zeigt eigentlich schon was das spannende ist:
Also Nazis, die auf dem Mond leben und als neue Schurken versuchen wieder die Weltherrschaft an sich zu reißen. Das ganze gepaart mit einem guten Teil Steampunk-Gefühl und das kann gut werden. Finanziert wird das Projekt im übrigen zu einem guten Teil über die Community. So wird ganz klassisch dazu aufgerufen “War Bonds” zu kaufen. Aber nun bekommt man noch mehr für sein Geld. Denn nun gibt es den Iron Sky Comic. Zumindest den ersten Band – zwei weitere werdem noch folgen. Diese bieten dann die Vorgeschichte zum Film. Man kann sie sich teilweise direkt im Netz lesen und dann zahlt man, was man zahlen will um das Projekt zu unterstützen.
Den Comic habe ich heute abend auch gelesen. Hat ca. 22 Seiten (ohne Werbung, Cover und so) und liest sich auch sehr gut. Ist zwar auf englisch, aber das sollte nicht stören. Hoffe nur der Film kommt auch in die Kinos, ansonsten ist er vielleicht auch in Englisch ganz nett, wenn die dann Deutsch als Alternativsprache nutzen. Abwarten… Was haltet ihr von der Idee der Nazis auf dem Mond?
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Die Nyan Cat und wie Kinder drauf reagieren…
4. Oktober 2011 · Keine Kommentare
Sag mal kennt ihr eigentlich folgendes Video?
Und? Wie lange habt ihr ausgehalten, bis ihr euch gefragt habt, ob da noch was kommt oder euch die Ohren bluteten? Ich hoffe ihr habt es nicht bis zum Ende versucht, denn diese Fassung hier geht 10 Stunden so weiter
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Fair Game
1. Oktober 2011 · Keine Kommentare
Wieder ein Film am Abend – doch ein klein wenig eine Ausnahme. Heute war Fair Game im Blu-Ray Player. Bei dem Thriller geht es um die Palme-Affäre in den USA, bei der die Identität einer CIA Agentin vom Weißen Haus offen gelegt wurde, nachdem deren Mann Kritik an den vorgegeben Gründen zum Irakkrieg geäußert hatte. Hier der Trailer, der das vielleicht nochmal darlegt:
Der Film selber ist eine gute Mischung aus dem Privatleben und der Politik zum Irakkrieg und zeigt auch gut den Druck, der damals ausgeübt wurde, um ja zu “beweisen”, dass der Irak über Massenvernichtungswaffen verfügt. Das schafft er auch sehr gut und schildert so die Begebenheiten damals sehr gut. Natürlich ist es kein Meisterwerk der Filmgeschichte, aber ich glaube, dass ist bei nachgespielten Filmen auch nicht so eben möglich und man kann ihn sich doch sehr gut angucken. Für ein paar Euro ist er auch als DVD oder Bluray erhältlich
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Politikwechsel mit Union schwer vorstellbar – Inhalte vor Macht
1. Oktober 2011 · Keine Kommentare
Bei SPIEGEL ONLINE kann man lesen, dass die GRÜNEN wieder extrem zerstritten seien. Okay, Medien stehen zum einen auf Koalitionsspielchen und auf Streitigkeiten, aber die Frage nach Schwarz-grün geistert ja schon ewig durch die Medien. Ich bin kein Dogmatiker, von daher kann ich auch nicht pauschal sagen niemals mit der Union. Wie sollte ich das auch? Ich engagiere mich ja für bestimmte Positionen und bin ja nicht bei den GRÜNEN um gegen die CDU zu sein. Und wenn sich Inhalte irgendwann mit der Union besser umsetzen lassen, als mit der SPD, dann ist das eben so. Momentan ist das aber nicht so und dann sollte man auch das Motto “Inhalte vor Macht” ganz deutlich machen. Angesichts der Schwäche der FDP könnte man natürlich in die Lücke schließen und sich als Türöffner anbieten und so auch an die Macht kommen. Aber zu welchem Preis? Inhaltliche Beliebigkeit wäre vorprogrammiert. Von daher kann man wirklich nur sagen, mit dieser Union momentan geht es nicht. Und das hat Claudia Roth in einer Erklärung gut gemacht, so dass ich diese hier wiedergeben möchte (Hervorhebungen sind von mir):
“Wir tun gut daran, uns darauf zu konzentrieren, was von uns Grünen erwartet wird: nämlich die desaströse schwarz-gelbe Bundesregierung schnellstmöglich zu beenden, anstatt uns in virtuellen Schwarz-Grün-Fantastereien zu verlieren. Für 2013 ist der sozial-ökologische Umbau unser Ziel. Dabei geht es natürlich nicht nur um einen Regierungswechsel, sondern um einen echten grünen Politikwechsel, der mit der Union unmöglich ist.
Uns leitet das Prinzip Inhalte vor Macht. Das heißt gerade in diesen Zeiten, eine Union, die mit dazu beiträgt, Europa an die Wand zu fahren, in der Einwanderungspolitik die Schotten dicht zu machen und soziale Gerechtigkeit zu verspielen, nach der nächsten Wahl abzulösen.
Grüne Eigenständigkeit ist gerade nicht inhaltliche Beliebigkeit, gerade nicht Äquidistanz. Grüne Eigenständigkeit beschreibt nicht zuletzt ein Verhältnis zur SPD auf Augenhöhe. Und grüne Eigenständigkeit beinhaltet explizit auch, in konkreten Situationen mit einer Wahlaussage klare Präferenzen zu definieren, oder eine Koalitionsoption auszuschließen, wenn die Inhalte nicht passen.
Ich kämpfe auf Bundesebene für starke Grüne mit dem Ziel einer Mehrheit von Grün und Rot. Alles andere wäre von heute aus gesehen nicht vertretbar.“
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Kretschmann zu Stuttgart 21 und den Ereignissen am 30.09.2010
1. Oktober 2011 · Keine Kommentare
Vor einem Jahr gab es in Stuttgart die schweren Auseinandersetzungen bei Demonstrationen gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21. Ob man nun von Auseinandersetzungen sprechen kann oder das nicht doch eher einseitig sehen kann, sei mal dahin gestellt, aber die Kritik am Polizeieinsatz war damals extrem stark und Berichte wie beispielsweise hier von Monitor haben eher den Eindruck verstärkt, dass man dort mit aller (Staats-)Macht etwas gegen den Willen der Bevölkerung druchdrücken will. Meine Meinung damals kann man übrigens hier nachlesen.
Die Quittung haben die Regierenden bei der Landtagswahl im März ja erhalten, aber das “Problem” Stuttgart 21″ bleibt bestehen: GRÜNE dagegen, SPD dafür. Der Kompromis war eine Volksabstimmung, wie die ausgeht: Ungewiss.
Der neue GRÜNE Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat heute dem “Lokalsender” fluegel.tv ein Interview zu den Ereignissen vor einem Jahr gegeben, am Ende wird aber auch der Blick in die Gegenwart und Zukunft gewagt:
Ministerpräsident Kretschmann zum 30.09. from fluegel.tv on Vimeo.
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Four Lions
1. Oktober 2011 · Keine Kommentare
Heute abend habe ich Four Lions gesehen. In dieser britischen Komödie aus dem Jahr 2010 geht es um vier islamistische Terroristen in London, die eben ihren Teil zum Dschihad beitragen wollen – und eigentlich keine Ahnung haben, was sie da tun. Das Internet in die Luft zu jagen ist definitiv keine gute Idee. Den Trailer hatte ich schon vor einiger Zeit gesehen (ihr könnt das weiter unten) und muss sagen: Der Film ist okay, aber über weite Strecken gesehen nicht so spannend und die witzigen Szenen tauchen auch schon im Trailer auf. Es ist durchaus schwarzer Humor, so sterben auch Menschen und Tiere zu unpassenden Momenten, um Komik zu erzeugen. Für eine Abendunterhaltung war der Film ganz nett, im DVD Regal wird er aber eher nicht landen.