Seit wenigen Wochen geistert der “schwarze Kennedy” durch die amerikanische Medien. Dem 46-jährigen Barack Obama wird zugetraut sich bei den Vorwahlen von Januar bis Juni im nächsten Jahr gegen die ärgste parteiinterne Gegnerin Hillary Clinton durchzusetzen und womöglich gar Präsident zu werden – was dann interessant werden könnte, denn in jedem Fall gäbe es eine Neuerung: Eine Frau oder ein Schwarzer als Präsident(in). Aber wer ist dieser Shooting Star der Demokraten eigentlich? Hier ein kurzes Portrait.
Leben
Barack Obama ist am 4. August 1961 in Honolulu auf Hawaii geboren worden. Sein Vater war damals Kenianer, die Ehe zerbrach allerdings 1963 und seine Mutter heiratete daraufhin einen Indonesier, so dass Obama die kommenden Jahre seiner Jugend dort verbrachte. Gerüchte, dass er dort eine radikalislamische Schule besucht habe, erwiesen sich allerdings als fehlerhaft – und deuten auf die ersten Schwierigkeiten hin, die Obama, der mit zweitnamen im übrigen Hussein heißt (dazu aber später mehr), in den kommenden Monaten noch ereilen dürfen. 1971 kehrte Obama nach Hawaii zurück, wo er bei seiner Großmutter aufwuchs und 1979 seinen Hochschulabschluss mit Auszeichnung erhielt. Nach einem Zwischenstopp an einer örtlichen Uni führte ihn sein Weg nach New York an die Columbia University, wo er Politikwissenschaften mit dem Schwerpunkt Internationale Beziehungen studierte. Nach seinem Abschluss 1983 arbeitete er zunächst für ein Wirtschaftsunternehmen, anschließend bei einer gemeinnützigen Organisation in Chicago, die sich in armen Stadtvierteln engagierte. Anschließend nahm er wieder ein Studium an der Havard Law School auf und promovierte hier 1991 mit der Auszeichnung “magna cum laude”. Nach seiner Rückkehr nach Chicago arbeitete er ab 1993 in einer Anwaltskanzlei, die sich auf Bürgerrechte spezialisiert hatte.
Seine politische Karriere begann 1996, als er in den Senat des Staates Illinois gewählt wurde. In seiner Amtszeit galt er als überzeugter Linksliberaler und Sozialpolitiker. Im Jahr 2000 versuchte er seinen demokratischen Mitbewerber Bobby Rush bei den Wahlen zum US-Repräsentantenhaus auszustechen, unterlag aber in der Vorwahl. 2002 wurde er ohne Gegenkandidaten ins Repräsentantenhaus gewählt.
Seinen Aufstieg auf Bundesebene begann 2004, als er für den Senat kandidierte und bei den Vorwahlen eindeutig gewann. Auch bei den Wahlen selber erreichte er solch eindeutige Umfragenwerte, dass er sogar anderen Kandidaten in anderen Staaten Wahlhilfe leisten konnte. Auch der Versuch seines konservativen Gegners dies mit Aussagen, wie die Wahl Obamas wäre gleichzusetzen mit der Wahl der NSDAP im Jahr 1933. Seinen nationalen Durchbruch hatte er jedoch bei der
Rede beim demokratischen Nationalkongress 2004
Beim Nationalkongress der Demokraten im Jahr 2004, bei der John F. Kerry zum Präsidentschaftskandidaten gekürt wurde, hielt er eine Rede, die große Aufmerksamkeit erzeugte, auch wenn die großen Fernsehsender den Kongress nicht übertrugen.
Die Rede die er hielt war keine parteipolitische, sondern eine patriotische. Zwar kritisierte er auch den “dummen Krieg” im Irak, aber er schaffte es die Brücken in der Gesellschaft zu überbrücken.
“Heute Nacht sind wir zusammengekommen, um die Größe unserer Nation zu bezeugen. Nicht wegen der Höhe unserer Wolkenkratzer, nicht wegen der Macht unseres Militärs, nicht wegen der Größe unserer Wirtschaft. Unser Stolz gründet sich auf ein einfaches Versprechen, das in einer Erklärung vor zweihundert Jahren gegeben wurde: ‘Wir halten diese Wahrheiten für unverbrüchlich: dass alle Menschen gleich geschaffen sind.’”
Damit erntete er entsprechenden Applaus und steht für viele Amerikaner damit für eine neue Generation von Politikern in den USA.
“Schmutziger und gemeiner Berich wie die Politik”
In einem Artikel der aktuellen Cicero beschreibt er, dass er oft gefragt worden sei, wieso er sich in einem solchen “schmutzigen und gemeinen Bereich wie der Politik” engagieren wurde. Er beschreibt, dass er dieses Gefühl verstehen kann und beschreibt damit auch das, was ich als Grundlage seiner Politik verstehe:
“Ich bin zornig über eine Politik, die die Reichen und Mächtigen ständig den Durchschnittsamerikanern vorzieh, und ich bestehe darauf, dass es eine wichtige Aufgabe des Staates ist, für allgemeine Chancengleichheit zu sorgen. Ich glaube an die Existenz der Evolution, an den Nutzen wissenschaftlicher Forschung und an die Existenz der Klimaerwärmung; ich glaube an die freie Rede, sei sie politisch korrekt oder inkorrekt, und ich werde misstrauisch, wenn der Staat irgendwelche religiösen Überzeugungen (auch meine eigenen) Nichtgläubigen aufzwingen will. (…) Ich glaube an freie Marktwirtschaft, Wettbewerb und Unternehmertum (…) Ich glaube, dass Amerika der Welt häufiger Gutes als Schlechtes gebracht hat.”
(Cicero Februar 2007, S. 29. Der komplette Text ist auch in Obamas Buch “The Audacity of Hope” zu finden, welches als “Mut zur Hoffnung” im September auch in Deutsch erscheinen wird)
Zusammenfassend hat die Welt vor kurzem festgehalten, dass ihn das Ideal der Freiheit begeistere, ihn aber auch ie wachsende Ungleichheit belastet und er in Armut und Sozialverfall die größte Gefahr für Amerika sieht.
Sicherlich wäre das ein oder andere genauer zu diskutieren, aber bezüglich der Außenpolitik kann man festhalten, dass er – anders als Hillary Clinton und gegen die Meinung der Bevölkerungsmehrheit, von Beginn an gegen den Irakkrieg eingestellt war, aber er erkennt militärische Interventionen als manchmal leider unausweichliches Mittel der Politik an:
“Ich bin nicht einfach gegen den Krieg. Ich bin gegen unsinnige Kriege.”
sagte er 2002, als er den Button “War is not an option” bei einer Veranstaltung sieht.
Ich muss sagen, dass er von dem was ich bisher gehört habe, sehr nahe an meine Vorstellungen von Politik herankommt, mal sehen, wie es sich weiter entwickelt

Chancen
Über die Chancen wird viel gestritten. Seine Hauptgegnerin bei den Demokraten Hillary Clinton hat zwar den Vorteil, dass sie sowohl über eine gut geölte Wahlkampfmaschine, wie auch entsprechend sprudelnde Finanzquellen verfügt. Ihre große Bekanntheit könnte für sie aber zum Hindernis werden, da sie den Ruf hat machtbesessen zu sein und auch für eine alte Generation von Politikern steht. Die ZEIT drückte es angesichts des organisatorischen Vorteils von Clinton aus, Obama müsse “die Wette wagen, dass man auch heute noch eine Wahl in den USA vor allem durch die Zustimmung der Wähler gewinnen kann.”
Der Name
Neben der normalen Schlammschlachten ist auch die Frage im Raum, ob die Amerikaner mit einem Präsidenten leben können, der Barack Hussein Obama heißt. Kurz nach dem 11.September 2001 sagte ein Journalist zu ihm mit Blick auf die Tageszeitung mit Osama bin Laden auf der Titelseite:
“Ihnen ist bestimmt klar, dass sich die politische Dynamik verändert hat. (…) SIe können natürlich Ihren Namen nicht ändern. Die Wähler werden misstrauisch, wenn man so was tut. Wenn Sie erst am Beginn Ihrer Karriere stünden, könnten Sie vielleicht einen Spitznamen benützen oder was in der Art. Aber jetzt…”
Osama und Obama klingt nunmal sehr ähnlich, wie auch folgender CNN Bericht der letzten Tage zeigt.
[youtube lo-tI97bvNk]
Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie sich diese Wahlen in den USA entwickeln werden und natürlich gibts auch enstprechende Infos hier im Blog


Die Grüne Jugend hat heute nach einem gemütlichen gemeinsamen Brunch das kommunale Kino in Gelsenkirchen Buer besucht und sich den Film “Der weiße Planet” angeguckt, der das Leben in der Arktis darstellen soll. Und es gab weit mehr zu sehen, als trostlose Eiswüsten mit ab und an mal einem Eisbären, denn die Tieraufnahmen hatten es für mein Empfinden wirklich in sich. Ein Bär in seiner Höhle wärend des Winterschlafs aber auch ein Kraken in den tiefen des Meeres an sich vorbeirauschen zu lassen hatte wirklich was für sich. Aber auch sonst fand ich den Film durchaus interessant…
Heute gibts nur einen Eintrag und dieser hat auch den Namen des Grundes: Europa Universalis III ist rausgekommen und ich konnte es ausgiebig testen. Dieses giganitsche Strategiespiel ermöglicht es dem Spieler die Kontrolle über eine von 250 Nationen der Jahre 1492 bis 1789 übernehmen um um Welt- (manchmal auch nur die Regionale-)Herrschaft zu wetteifern und in der neuen Welt Fuß zu fassen. Das dies auch ohne highend Grafikanforderungen dennoch ein spannedes Unterfangen sein kann, werde ich nun an meinem Beispiel der letzten Stunden vielleicht etwas verdeutlichen können 
Heute stand der Bayerische Antrag für ein Verbot von Killerspielen auf der Tagesordnung des Bundesrates. 







