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Politisches Blog von Patrick Jedamzik

zug

Fernsehen können ist nicht naturgegeben

Guckt euch mal dieses Video an: Reichlich unspektakulär, oder? Ein Zug fährt in einen Bahnhof ein. Um diesen Film hat sich eine Urbane Legende gebildet: Bei der Erstaufführung 1896 sollen die Menschen in Panik ausgebrochen sein und dem Zug ausgewichen sein. Ob dies stimmt oder nicht, der Film hat jedenfalls einige Aufregung verursacht damals – das ist unstrittig und war auch so beabsichtigt: Der Zug fährt immerhin direkt an den Zuschauern vorbei, eine Distanz zwischen Zuschauer und Handlung war erstmals aufgehoben worden. Gut, das ist jetzt über 100 Jahre her und... Read→

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Weiße Woche bei der Mayerschen

Nur als kleiner Hinweis für Leseratten: Von heute an bis zum 7. August gibt es bei den Mayerschen Buchhandlungen wieder eine “Weiße Bücherwoche”. Dabei werden Bücher zu 50% günstiger verkauft, da es sich um Mängelexemplare oder Restauflagen handelt. Qualitativ sind die Bücher aber meist in Ordnung. Ich war gestern bereits in Essen, während dort die Wannen vorbereitet wurden und heute bei der Mayerschen hier in Gelsenkirchen und bin um drei Bücher reicher. Darunter war sogar eins, welches ich seit Jahren suchte. var flattr_wp_ver = '0.9.11'; var... Read→

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Game on – Neues Musikvideo von The Guild

Vor kurzem hatte ich auf die neue Staffel von The Guild hingewiesen. Nun gibt es ein erneutes Musikvideo der “Ritter des Guten”: Video: Season 4 – Music Video – “Game On” Wiedermal, weil vor einem Jahr schonmal ein Video gab. Hab ich glatt vergessen zu posten, also nun die volle Musikdröhnung mit “Do you wanna date my avatar”: var flattr_wp_ver = '0.9.11'; var flattr_uid = 'PatJe'; var flattr_url = 'http://www.patje.de/2010/07/30/game-on-neues-musikvideo-von-the-guild/'; var flattr_btn = 'compact'; var flattr_hide = 0; var flattr_lng = 'de_DE'; var... Read→

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Erste Eindrücke von Starcraft 2

Ich hatte den ersten Teil eigentlich nie gespielt, wenn dann eher gezwungenermaßen mal auf einer LAN Party in jungen Jahren und war – wahrscheinlich wegen mangelnder Erfahrung im Single-Player – immer kläglich gescheitert, was mich noch weniger motiviert hatte, das Spiel zu testen. Und nun ist der Nachfolger erschienen und ich habe mich entschieden dem Spiel doch eine Chance zu geben. Oder einfacher gesagt: Ich war bei Saturn und habe mich kurzerhand entschlossen heute nachmittag mal ein wenig Echtzeitstrategie zu testen. Darum nun ein kleiner Bericht der ersten Eindrücke –... Read→

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Einige Gedanken zur Loveparade-Katastrophe

Es war schon ein ziemlicher Schock, als ich gestern in den Vorbereitungen für einen Cthulhu Abend die Meldung von den zu dem Zeitpunkt 10 Toten Menschen bei der Loveparade bei Twitter gelesen habe. Inzwischen ist die Zahl auf 19 gestiegen und die Massenpanik beschäftigt ja schon die Medien, Blogs und Twitter. Ich werde jetzt nicht in die Tiefe einsteigen und alles wiederholen, aber dennoch muss ich einige Gedanken loswerden. Für eine genauere Chronik der Ereignisse und Informationen verweise ich auf Pottblog, der seit gestern alle Ereignisse und Ergebnisse in diesem Artikel darstellt.... Read→

Geheimniskrämerei des “Aufklärers” Sauerlamd

Vor einigen Wochen erschienen mehrere tausend Seiten Dokumente über den Afghanistan-Krieg. Gestern brachte das Duisburger Blog xtranews 300 Seiten Anhang zu dem guten Gutachten zur Verantwortung der Stadt bei der Loveparade Katastrophe, in dem man... Read→

Fernsehen können ist nicht naturgegeben

Guckt euch mal dieses Video an: Reichlich unspektakulär, oder? Ein Zug fährt in einen Bahnhof ein. Um diesen Film hat sich eine Urbane Legende gebildet: Bei der Erstaufführung 1896 sollen die Menschen in Panik ausgebrochen sein und dem... Read→

Rücktrittsforderungen gegen Sauerland

Die Forderungen nach dem Rücktritt des duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland nehmen zu. Auch aus der Union kommen deutliche Worte. Der CSU Innenexperte Hans-Peter Uhl wird zitiert mit den Worten: Der Fall liege “jetzt glasklar vor”.... Read→

obama_barack.jpgSeit wenigen Wochen geistert der “schwarze Kennedy” durch die amerikanische Medien. Dem 46-jährigen Barack Obama wird zugetraut sich bei den Vorwahlen von Januar bis Juni im nächsten Jahr gegen die ärgste parteiinterne Gegnerin Hillary Clinton durchzusetzen und womöglich gar Präsident zu werden – was dann interessant werden könnte, denn in jedem Fall gäbe es eine Neuerung: Eine Frau oder ein Schwarzer als Präsident(in). Aber wer ist dieser Shooting Star der Demokraten eigentlich? Hier ein kurzes Portrait.

Leben
Barack Obama ist am 4. August 1961 in Honolulu auf Hawaii geboren worden. Sein Vater war damals Kenianer, die Ehe zerbrach allerdings 1963 und seine Mutter heiratete daraufhin einen Indonesier, so dass Obama die kommenden Jahre seiner Jugend dort verbrachte. Gerüchte, dass er dort eine radikalislamische Schule besucht habe, erwiesen sich allerdings als fehlerhaft – und deuten auf die ersten Schwierigkeiten hin, die Obama, der mit zweitnamen im übrigen Hussein heißt (dazu aber später mehr), in den kommenden Monaten noch ereilen dürfen. 1971 kehrte Obama nach Hawaii zurück, wo er bei seiner Großmutter aufwuchs und 1979 seinen Hochschulabschluss mit Auszeichnung erhielt. Nach einem Zwischenstopp an einer örtlichen Uni führte ihn sein Weg nach New York an die Columbia University, wo er Politikwissenschaften mit dem Schwerpunkt Internationale Beziehungen studierte. Nach seinem Abschluss 1983 arbeitete er zunächst für ein Wirtschaftsunternehmen, anschließend bei einer gemeinnützigen Organisation in Chicago, die sich in armen Stadtvierteln engagierte. Anschließend nahm er wieder ein Studium an der Havard Law School auf und promovierte hier 1991 mit der Auszeichnung “magna cum laude”. Nach seiner Rückkehr nach Chicago arbeitete er ab 1993 in einer Anwaltskanzlei, die sich auf Bürgerrechte spezialisiert hatte.

Seine politische Karriere begann 1996, als er in den Senat des Staates Illinois gewählt wurde. In seiner Amtszeit galt er als überzeugter Linksliberaler und Sozialpolitiker. Im Jahr 2000 versuchte er seinen demokratischen Mitbewerber Bobby Rush bei den Wahlen zum US-Repräsentantenhaus auszustechen, unterlag aber in der Vorwahl. 2002 wurde er ohne Gegenkandidaten ins Repräsentantenhaus gewählt.

Seinen Aufstieg auf Bundesebene begann 2004, als er für den Senat kandidierte und bei den Vorwahlen eindeutig gewann. Auch bei den Wahlen selber erreichte er solch eindeutige Umfragenwerte, dass er sogar anderen Kandidaten in anderen Staaten Wahlhilfe leisten konnte. Auch der Versuch seines konservativen Gegners dies mit Aussagen, wie die Wahl Obamas wäre gleichzusetzen mit der Wahl der NSDAP im Jahr 1933. Seinen nationalen Durchbruch hatte er jedoch bei der

Rede beim demokratischen Nationalkongress 2004
obama_barack_convention04.jpg Beim Nationalkongress der Demokraten im Jahr 2004, bei der John F. Kerry zum Präsidentschaftskandidaten gekürt wurde, hielt er eine Rede, die große Aufmerksamkeit erzeugte, auch wenn die großen Fernsehsender den Kongress nicht übertrugen.
Die Rede die er hielt war keine parteipolitische, sondern eine patriotische. Zwar kritisierte er auch den “dummen Krieg” im Irak, aber er schaffte es die Brücken in der Gesellschaft zu überbrücken.

“Heute Nacht sind wir zusammengekommen, um die Größe unserer Nation zu bezeugen. Nicht wegen der Höhe unserer Wolkenkratzer, nicht wegen der Macht unseres Militärs, nicht wegen der Größe unserer Wirtschaft. Unser Stolz gründet sich auf ein einfaches Versprechen, das in einer Erklärung vor zweihundert Jahren gegeben wurde: ‘Wir halten diese Wahrheiten für unverbrüchlich: dass alle Menschen gleich geschaffen sind.’”

Damit erntete er entsprechenden Applaus und steht für viele Amerikaner damit für eine neue Generation von Politikern in den USA.

“Schmutziger und gemeiner Berich wie die Politik”
In einem Artikel der aktuellen Cicero beschreibt er, dass er oft gefragt worden sei, wieso er sich in einem solchen “schmutzigen und gemeinen Bereich wie der Politik” engagieren wurde. Er beschreibt, dass er dieses Gefühl verstehen kann und beschreibt damit auch das, was ich als Grundlage seiner Politik verstehe:

“Ich bin zornig über eine Politik, die die Reichen und Mächtigen ständig den Durchschnittsamerikanern vorzieh, und ich bestehe darauf, dass es eine wichtige Aufgabe des Staates ist, für allgemeine Chancengleichheit zu sorgen. Ich glaube an die Existenz der Evolution, an den Nutzen wissenschaftlicher Forschung und an die Existenz der Klimaerwärmung; ich glaube an die freie Rede, sei sie politisch korrekt oder inkorrekt, und ich werde misstrauisch, wenn der Staat irgendwelche religiösen Überzeugungen (auch meine eigenen) Nichtgläubigen aufzwingen will. (…) Ich glaube an freie Marktwirtschaft, Wettbewerb und Unternehmertum (…) Ich glaube, dass Amerika der Welt häufiger Gutes als Schlechtes gebracht hat.”

(Cicero Februar 2007, S. 29. Der komplette Text ist auch in Obamas Buch “The Audacity of Hope” zu finden, welches als “Mut zur Hoffnung” im September auch in Deutsch erscheinen wird)

Zusammenfassend hat die Welt vor kurzem festgehalten, dass ihn das Ideal der Freiheit begeistere, ihn aber auch ie wachsende Ungleichheit belastet und er in Armut und Sozialverfall die größte Gefahr für Amerika sieht.
Sicherlich wäre das ein oder andere genauer zu diskutieren, aber bezüglich der Außenpolitik kann man festhalten, dass er – anders als Hillary Clinton und gegen die Meinung der Bevölkerungsmehrheit, von Beginn an gegen den Irakkrieg eingestellt war, aber er erkennt militärische Interventionen als manchmal leider unausweichliches Mittel der Politik an:

“Ich bin nicht einfach gegen den Krieg. Ich bin gegen unsinnige Kriege.”

sagte er 2002, als er den Button “War is not an option” bei einer Veranstaltung sieht.

Ich muss sagen, dass er von dem was ich bisher gehört habe, sehr nahe an meine Vorstellungen von Politik herankommt, mal sehen, wie es sich weiter entwickelt ;)

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Chancen
Über die Chancen wird viel gestritten. Seine Hauptgegnerin bei den Demokraten Hillary Clinton hat zwar den Vorteil, dass sie sowohl über eine gut geölte Wahlkampfmaschine, wie auch entsprechend sprudelnde Finanzquellen verfügt. Ihre große Bekanntheit könnte für sie aber zum Hindernis werden, da sie den Ruf hat machtbesessen zu sein und auch für eine alte Generation von Politikern steht. Die ZEIT drückte es angesichts des organisatorischen Vorteils von Clinton aus, Obama müsse “die Wette wagen, dass man auch heute noch eine Wahl in den USA vor allem durch die Zustimmung der Wähler gewinnen kann.”

Der Name
Neben der normalen Schlammschlachten ist auch die Frage im Raum, ob die Amerikaner mit einem Präsidenten leben können, der Barack Hussein Obama heißt. Kurz nach dem 11.September 2001 sagte ein Journalist zu ihm mit Blick auf die Tageszeitung mit Osama bin Laden auf der Titelseite:

“Ihnen ist bestimmt klar, dass sich die politische Dynamik verändert hat. (…) SIe können natürlich Ihren Namen nicht ändern. Die Wähler werden misstrauisch, wenn man so was tut. Wenn Sie erst am Beginn Ihrer Karriere stünden, könnten Sie vielleicht einen Spitznamen benützen oder was in der Art. Aber jetzt…”

Osama und Obama klingt nunmal sehr ähnlich, wie auch folgender CNN Bericht der letzten Tage zeigt.

[youtube lo-tI97bvNk]

Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie sich diese Wahlen in den USA entwickeln werden und natürlich gibts auch enstprechende Infos hier im Blog ;)

Patrick Jedamzik KOMMENTIERE

Die WAZ berichtete gestern abermals, dass die CDU in Gelsenkirchen sich über ihre Zustimmung in Sachen Haushalt noch unsicher sei. Grund sei die Grüne Haltung zur Erhöhung der Kindergartenbeiträgen, so dass die CDU nicht zulassen werde, dass die Grünen sich “bei aufgebrachten Eltern als die wahren Helden feiern lassen”. Interessante Argumentation, die sich da in der Zeitung offenbart. Normalerweise sind Helden doch gut, oder? Tja, vielleicht erkennt die CDU dann eben doch, dass die Erhöhung der Kindergartenbeiträge nicht so toll ist für eine Stadt wie Gelsenkirchen. Aber da wäre ja noch die Bezirksregierung, der man sich ja unterwerfen muss, oder? Aber moment…Ist es nicht die unionsgeführte Landesregierung die die Zuschüsse kürzte und dann über die ihr unterstellte Bezirksregierung Gelsenkirchen auferlegte, diese an die Bürger weiterzugeben? Tja, liebe CDU. Wie wäre es denn dann ausnahmsweise, wenn man auf die eigene Landesregierung mal Druck ausübt, anstatt sich ihr zu unterwerfen und andere dafür zu kritisieren, wenn sie nicht einfach alles schlucken, was von oben kommt. Und es täte vielleicht auch mal gut, wenn diese Landesregierung nicht nur große Sprüche in Sozialpolitik schwingen würde, sondern auch entsprechend handeln würde. Aber, nee… Sozialpolitik und soziale Verantwortung ist ja offensichtlich was für Helden und nix für die CDU…

Patrick Jedamzik 2 KOMMENTARE

derweisseplanet.jpgDie Grüne Jugend hat heute nach einem gemütlichen gemeinsamen Brunch das kommunale Kino in Gelsenkirchen Buer besucht und sich den Film “Der weiße Planet” angeguckt, der das Leben in der Arktis darstellen soll. Und es gab weit mehr zu sehen, als trostlose Eiswüsten mit ab und an mal einem Eisbären, denn die Tieraufnahmen hatten es für mein Empfinden wirklich in sich. Ein Bär in seiner Höhle wärend des Winterschlafs aber auch ein Kraken in den tiefen des Meeres an sich vorbeirauschen zu lassen hatte wirklich was für sich. Aber auch sonst fand ich den Film durchaus interessant…

Inhaltlich kann man ihn so zusammenfassen, dass er anhand wiederkehrender Elemente wie einer “Familie” Eisbären (Mutter mit zwei Jungen) oder der Wanderung gen Norden einiger Karibus, eine Chronik des typischen arkischen Jahres darstellt: Zu Beginn des Jahres halten noch viele Tiere ihren Winterschlaf und erst mit dem beginnenden Sommer kehrt schließlich auch mehr und mehr Leben in die kalten Regionen des Nordens zurück. So zum Beispiel tauchende Vögel. Fragt mich nicht nach dem Namen, aber es sah schon sehr faszinierend aus, das Flügelschlagen unter Wasser zu sehen. Von der Kraken hatte ich ja schon berichtet und irgendwie interessiert mich das Tier genauer, vielleicht widme ich ihm auch nochmal einen Artikel, um mich eingehender damit zu beschäftigen.

Und noch ein Tier hat es mir angetan: Der Wal. Ja, ganz allgemein. Und zwar wegen einer Frage: Wenn der Wal unter Wasser lebt, wieso hat die Evolution ihn dann nicht womöglich inzwischen mit Kiemen oder so ausgestattet? Inzwischen hab ich zwar raus, dass er als Säugetier irgendwann eben zurück ins Wasser ist und vielleicht ist es auch nicht möglich einem Säugetier Kiemen oder so zu verpassen, aber grade da ich mich nie damit beschäftigt habe, werde ich dies ggf. mal nachholen ;) Hintergrund der Frage bildete, wie dick das Eis wirklich ist, denn von oben habe ich einfach gedacht, dass das ja nicht so dick sein dürfte, aber die Aufnahmen von unten: Meine Güte, da bricht man nicht mal so eben durch. Auch nicht als Wal der darunter her schwimmt und auf eine freie Fläche hoffen muss. Naja, wahrscheinlich gibts genug und die können ja auch schon ziemlich lange tauchen, aber manchmal kommen solche Fragen ganz spontan eben dennoch auf ;)

Zu guter Letzt darf bei einem solchen Film natürlich auch der Hinweis auf den Klimawandel nicht fehlen: Am Ende des Films wird darauf hingewiesen, dass durch die Erderwärmung immer weniger Packeis zur Verfügung steht. Gleichzeitig sieht man einen Bären, der irgendwie versucht sich im schmelzenden Packeis wieder auf dieses zu retten, grade auch, weil sie von diesem Packeis nur auf Jagd gehen können. Von daher passt der Artikel sehr gut in die Berichte über die Gefährdung der Eisbären durch den menschlich verursachten Klimawandel.

Zu guter letzt sollen noch einige Fakten zum Film oder eher dessen Dreharbeiten genannt werden, die in einem umfassenderen Stern Artikel genannt sind: So wurden in drei Jahren Dreharbeiten bei fünf Filmteams über 1.000 Stunden Filmmaterial aufgenommen und dennoch musste für den 86 Minuten Film Material eingekauft werden. Teilweise entstanden sie (früher) dann auch nicht vor Ort, weil dies so dort nicht möglich wäre, wie beispielsweise die Geburt eines Baluga-Wals, die im Vancover Zoo gemacht wurden oder die Plankton-Aufnahmen, die in einem Bremerhavener Institut gemacht wurden. Auch die Szene mit dem spielenden Eisbären-Jungen zu Beginn des Films wurde eingekauft. Erstellt wurde sie übrigens nach jahrelangen “Experimenten” mit einer Infrarotkamera – wie genau ist aber unbekannt ;)

Stern(7,b) Fazit: Schöner Tierfilm ohne allerdings zuviel Tiefgang zu den einzelnen Tieren, aber einer der beiden Regisseure Thierry Piantania selbst sagte diesbezüglich, dass der weiße Planet keine Dokumentation werden sollte. Als emotionaler Film ist er aber durauch gut, unterhaltsam und gibt einen Einblick in das vielfältige Leben der Arktis, wobei dabei auch gerne auf Vermenschlichung oder “Thrillereffekte” zurückgegriffen wird. Klimaschutz wird hier angesprochen, aber eben auch nicht ausführlich thematisiert. Alles in allem ein guter Tierfilm (7/10)

Patrick Jedamzik KOMMENTIERE

Zur Diskussion über das Bedingungslose Grundeinkommen innerhalb der Grünen Partei (aber auch darüber hinaus) hat der Gelsenkirchener Parteifreund Robert Zion unter www.gruenes-bge.de ein Blog eingerichtet und auch schon mit ersten Artikeln gefüllt. Mitdiskutieren und Mitschreiben ist dort gern gesehen, also vielleicht mal einen Blick reinwerfen und mit an einer sozialen (grünen) Zukunft stricken. Natürlich werde ich hier aber auch auf andere interessante Artikel hinweisen.

Patrick Jedamzik 4 KOMMENTARE

EU3.jpgHeute gibts nur einen Eintrag und dieser hat auch den Namen des Grundes: Europa Universalis III ist rausgekommen und ich konnte es ausgiebig testen. Dieses giganitsche Strategiespiel ermöglicht es dem Spieler die Kontrolle über eine von 250 Nationen der Jahre 1492 bis 1789 übernehmen um um Welt- (manchmal auch nur die Regionale-)Herrschaft zu wetteifern und in der neuen Welt Fuß zu fassen. Das dies auch ohne highend Grafikanforderungen dennoch ein spannedes Unterfangen sein kann, werde ich nun an meinem Beispiel der letzten Stunden vielleicht etwas verdeutlichen können ;)

Zu Beginn des Spiels kann und sollte man sich die Einleitungen ansehen und ausprobieren, damit man von den Optionen nicht erschlagen wird. Ich glaube ich habe trotz vielem spielen noch nicht alles komplett durchblickt, also hat es viel zu bieten. Nach diesem ersten Einstieg gehts dann auch gleich los. Man kann an jedem Zeitpunkt zwischen 1492 und 1789 beginnen, aber wesentliche Ereignisse dieser Zeit sind auch schon voreingestellt wie der Dreißigjährige Krieg oder der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg und einem Vorschlag für entsprechend interessante Nationen. Aber darauf ist man nicht beschrängt: Wer anstatt Spanien lieber doch ein bayerisches Weltreich aufbauen will, wird daran nicht gehindert: So stehen bis zu 250 Nationen zur Verfügung, sofern sie zu der Zeit existierten.

Bei sovielen Nationen stehen natürlich Diplomatie und Militär hoch im Kurs: Bei der friedlichen Kommunikation stehen unzählige Methoden, wie beispielsweise auch die Staatehe oder Vasallisierung zur Verfügung um sich auf friedlichem Weg die Kontrolle über andere Staaten zu bekommen. Wenn dies nicht geht, dann muss eben das Militär ran: Laut Herstellerangaben kann man so über 100 Einheitentypen zusammenstellen und in die Schlacht führen. Große Ereignisse, wie bei Total War, darf man da nicht erwarten: Schlachten sind immer auf der Hauptkarte und eher statistisch erfasst, als durch eine Animation oder gar eine eigene Strategiekomponente.

Aber nicht nur für den nervigen Nachbarn dient das Militär: Auch wiederspenstige Einwohner der zu gründenden Kolonien kann und muss entgegengetreten werden, um die neuen Bestandstümer im Übersee zu sichern. Denn wir erinnern uns: 1492 wurde Amerika ersetzt und so gibt es zu Beginn viele graue Flächen, die in den Farben einer Nation gefärbt werden wollen…

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Auch die Religion spielt natürlich zu der Zeit eine große Rolle. Zu Beginn und auch 1510, in dem Jahr wo ich grade spiele, ist natürlich noch alles schön brav katholisch, aber wenn man kurz in den Süden expandiert, muss man schon einen Weg finden, um den Islam zu missionieren – was diesen nicht sonderlich gefallen muss. Bin mal gespannt, was erst kommt, wenn die Reformation richtig loslegt.

Alles in allem bietet Europa Universalis soviele Optionen und Möglichkeiten, so dass ich wahrscheinlich nicht annähernd die unzähligen Optionen beschreiben kann, aber ich muss sagen, das Spiel hat mich sehr schnell in seinen Bann gezogen wegen der großen Freiheiten. Natürlich läufts irgendwie (zumindest nach meinem Eindruck) doch irgendwann aufs militärische hinaus, aber vielleicht gehts auch als Handelsmacht? Einen Versuch ist es jedenfalls wert. Ein vergleichbares Spiel ist Heart of Iron (I und II), welches ähnliches im zweiten Weltkrieg vornimmt, auch dort ist jedes Land spielbar, aber das erschlagen mich die Optionen einfach zu sehr: Wie gut, dass es im Mittelalter keine Luftwaffe gibt und die Forschung auch sehr übersichtlich ist ;)

Das Spiel macht jedenfalls viel Spaß und habe in anderen Foren auch schon einige Hinweise gelesen, so dass ich vielleicht nochmal neu anfange ;)

Zum Anschluss, bevor ich die letzte französische Siedlung suche oder diese um eine Kapitulation bitte, noch schnell ein Link zu einem ausführlicheren Test und ein Demovideo zum Spiel:

[youtube WwuFw2nf5tw]

Patrick Jedamzik KOMMENTIERE

Heute brachte meine Mutter eine dieser “Sendung mit der Maus” Nachmachungen mit, bei der es diesesmal um Herrn Müller (von der Müllermilch) ging. Neben einem Bericht über den Aufbau einer Fabrik in Sachsen mit EU Fördermitteln für die eine in Niedersachsen weichen musste und einem Hinweis auf eine ähnliche Verpackungsänderung wie bei den Pringels, war aber für mich ein Satz am Ende entscheident: “…der gute Herr Müller unterstützt seit Jahren die NPD durch Parteispenden…”.

Ist das so? Unterstützt man indirekt mit dem Kauf der Müllermilch oder des Milchreises (den ich eher kaufe) wirklich die NPD? Klar Müller hat viel Dreck am Stecken, sei es nun eben diese Steuergeschichte oder genmanilulierte Tiernahrung, weshalb Greenpeace Müllermilch auch “Gen-Milch” nennen dar – aber Unterstützung der NPD?

Ich bin inzwischen zu der Überzeugung gekommen, dass es sich um eine ziemlich böse Ente handelt, die eingefügt wurde, um aus Theo Müller das Monster in Person zu machen. Denn trotz googeln und Wikipedia finden sich hierauf keine Hinweise, sondern nur eine Pressemitteilung von Müller, die dieser Darstellung widerspricht. Gut, das alleine dürfte wohl kaum für einen Freispruch reichen, aber ohne andere Quellen? Im Gegenteil beschreibt ein Handbuch (PDF) des apabiz e.V. (antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum aus Berlin) die Finanzlage der NPD wie folgt:

Wie jede andere Partei muss die NPD einmal im Jahr einen Finanzbericht beim Bundestag einreichen, deshalb sind – mit zeitlicher Verzögerung – ziemlich gute Einblicke in die Parteikassen möglich: Im Jahr 2002 erhielt die NPD demnach 428.188 Euro an
Mitgliedsbeiträgen und 652.853 Euro an Spenden (28 bzw. 43 Prozent der Gesamteinnahmen).10 Auffallend ist, dass fast alle Spenden von Privatpersonen stammten; Großspenden aus der Wirtschaft, über die gern spekuliert wird, bekam und bekommt die NPD nicht. Zwar stimmt es, dass in der NPD etliche Unternehmer vertreten sind. Doch wirklich reich ist niemand von ihnen, ihre Unternehmen sind klein, meist reichen die Gewinne nur für den eigenen Lebensunterhalt. (…) Die meisten Spenden an die NPD sind deshalb kleine Summen, nur wenige Personen zahlten mehr als 10.000 Euro (ab dieser Grenze müssen die Namen in den Finanzberichten genannt werden).

Da der Bericht auch in die Vergangenheit blickt und Theo Müller hier nicht auftaucht, würde ich damit entgültig dieses Gerücht als Falschmeldung darstellen. Theo Müller ist sicherlich nicht als Engel zu bezeichnen, da er sehr auf den Eigennutzen guckt, aber ihn als NPD Unterstützer darzustellen ist doch ewas zuviel…

[ "Sendung mit der Maus" Text zu Theo Müller als PDF ]

Nachtrag: Da der Beitrag noch immer viel besucht wird, möchte ich kurz auf einen Bericht zur Finanzierung der NPD hinweisen, der sich grade mit finanzstarken Unterstützern beschäftigt. Auch hier kein Theo Müller…

Patrick Jedamzik 10 KOMMENTARE

killerspiele.jpgHeute stand der Bayerische Antrag für ein Verbot von Killerspielen auf der Tagesordnung des Bundesrates. Über meine Meinung dazu hatte ich ja schon berichtet, und es freut mich, dass es auch im Bundesrat noch Politiker gibt, die erkennen, was Populismus ist. So stellt SPD Chef Kurt Beck eindeutig fest, dass “diese populistischen schnellen Vorstöße (…) wirklich nicht geeignet [sind]“. Und auch der nordrhein-westfälische Familienminister Armin Laschet (CDU) erkannte richtig, dass wissenschaftlich keine Verbindungen zwischen den Amokläufen und Computerspielen zu ziehen sei. Parlamentarisch wurde der Antrag nochmal in die Ausschüsse verwiesen.

Ich habe zu meinem Beitrag von vor einem Monat nur noch eins hinzuzufügen: Prüft richtig! Also Jugendschutz zu kontrollieren und sicherzustellen, dass junge Menschen nicht an gewaltdarstellende Spiele herankommen finde ich ja richtig, aber nicht nur beim Verkauf Regeln aufstellen, sondern auch beispielsweise Internetcafes in die Pflicht nehmen. Letztens musste ich von einem eine kurze Email verschicken und dort saßen viele Jugendliche, die sicher noch nicht alt genug waren um sich auch nur virtuell die Köpfe wegzuschießen. Da ab und an mal eine Jugendschutzkontrolle bringt mehr als Erwachsenen ihre Unterhaltung wegzunehmen.

Patrick Jedamzik KOMMENTIERE

Ich wurde gebeten auch hier euf einen Vorfall in der Kommunalpolitik hinzuweisen, den Dennis in seinem Blog thematisiert: Politischen Kindesmissbrauch. Zum einen meint er damit, dass “steinzeitkommunistische Gruppen ihre Krabbelgruppen gerne zum Spenden oder Unterschriftensammeln vorschicken” oder “Bürgerinitiativen liebend gern ihre Kinder mit selbstgemalten Plakaten in die Pressefotos schieben”. Noch schlimmer erschien ihm aber, dass vor kurzem ein Leserbrief in der WAZ auftauchte, unter dem Namen eines Mädchens, welches sich – laut seinen Angaben – “hauptsächlich für Punkrock oder Knuddels interessiert [ - und ] auf gar keinen Fall für angesprochenes politsiches Thema.” Ob es stimmt kann ich nicht mit bestimmtheit sagen, aber zuzutrauen wäre es bestimmten linken Gruppen in Gelsenkirchen durchaus, grade wegen der von ihm ja auch geschilderten und mir durchausbekannten “Kinderparteisoldaten für den echten Sozialismus”. Außerdem sollte ich nur drauf hinweisen… ;)

Patrick Jedamzik KOMMENTIERE

Jeden Abend läuft es über unsere Bildschirme: Tolle Berater, die einem für nur 0,50 Euro pro Anruf aus dem deutschen Festnetz erklären, wie das Leben aussieht und weitergeht. Und dabei geht es nicht nur um Tarrotkarten, nein auch den Blick in ein Wasserglas kann einem die Zukunft voraussagen. Wers nicht glaubt, kann gerne abends mal durchzappen, ich glaube tv.nrw zeigt Astro TV ab Null Uhr. Aber wie ich heute erfuhr, gibt es doch noch seltsameres…

Dennis berichtete in seinem Blog nämlich von der skurillsten Art der Horoskope: Genitalkorroskope. Ja, richtig gelesen! Martha Olschewski, gebürtige Georgianerin lernte in ihrer Heimat das Genitallesen und bietet auf ihrer Internetseite für nur 40 Euro (bei Internetberatung per Fotos) oder 70 Euro “detailierte Aussagen” über die Zukunft an.

Naja, nach der Skurillität und dem Schock dieser Seite doch noch etwas zu schmunzeln, denn auch Harald Schmidt hat im Programm der ARD eine Beratung angeboten ;)

[youtube 72KIOOQcZEo]

Zum Abschluss noch Kalkofes Mattscheibe mit einigen Wahrheiten am Ende:

[youtube kw0PmPHwFew]

Patrick Jedamzik 2 KOMMENTARE

Im übrigen ist der erste Trailer zum Drei Fragezeichen Film erschienen, den ich euch natürlich nicht vorenthalten will:

[youtube T8OoDALL1kM]

Bleibt nur zu hoffen, dass dieser Film nicht wie die meisten solcher Verfilmungen schlecht ist und die Phantasie zerstört ;) Gefilmt wird in Südafrika dabei der 18.Teil der Serie (zumindest in der Hörspielvertonung :) ) bei dem es um eine mysteriöse “Geisterinsel” geht: Diebstähle und Sabotageakte stören die Arbeit einer Filmgesellschaft und die Einheimischen sind von alten Geistergeschichten beunruhigt… Naja, bleibt abzuwarten, wie diese Geschichte sich umsetzen lässt. Ich werde bei meinem Um- und Aufräumprogramm der nächsten Tage die Folge nochmal hören und Bericht erstatten ;)

Update: Inzwischen mal neues vom Film mit einem neuen Trailer – und einer negativen Vorahnung :(

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