Gratis Comic Tag 2015

Gestern war wieder Gratis Comic Tag. Einmal im Jahr gibt es in Comic Läden kostenlos Leseproben oder gar komplette Bände von Comics, um für diese zu werben. Vor dem Tag der Städtebauförderung (Bericht in Kürze im politischen Blog) ging es darum noch schnell ein paar Comics abstauben :) Ehrlich gesagt erfolgte die Auswahl spontan, ohne große Vorbereitung und nur aufgrund von Cover und Titel. Aber ich glaube die Wahl war schon ganz gut… Weiter lesen „Gratis Comic Tag 2015“

Der Ozean am Ende der Straße

Wiedermal ein Buch geschafft – mein Urlaubsbuch sozusagen: „Der Ozean am Ende der Straße“ musste erkundet werden. Viele Freunde im Bekanntenkreis hatten davon geschwärmt, also hatte ich mir zum Geburtstag die digitale Fassung gekauft und dann eine Woche später auch „real“ geschenkt bekommen. Dank Rückgaberecht der digitalen Fassung kein Problem und so habe ich an drei Tagen dieses Buch von Neil Gaiman gelesen und bin ebenso angetan. Weiter lesen „Der Ozean am Ende der Straße“

„Kindeswohl“ von Ian McEwan

Am Sonntag habe ich mir als Hörbuch das neue Buch von Ian McEwan gekauft. Ich möchte „Saturday“ und „Abbitte“ von ihm schon sehr und das Kernthema das neuen Buches war auch interessant: Wie damit umgehen, wenn ein Jugendlicher und seine Eltern eine lebensnotwendige Bluttransfusion aus religiösen Gründen ablehnen? Eine Richterin steht vor genau dem Problem. Dazu kommt dann noch ein Ehemann, der sie betrügt bzw. verlässt und weitere moralische Fragen zu siamesischen Zwillingen oder wir orthodox eine Bildung sein darf.

Das Buch machte soweit Spaß und war spannend, regte zum Nachdenken an, bis genau diese Fragen geklärt waren und im Prinzip nur noch das zwischenmenschliche im Raum stand. In den anderen Büchern nett, fand ich es jetzt nicht wirklich spannend, überraschend und nach den moralischen Fragestellungen, die zum nachdenken und mitentscheiden einluden doch auch etwas fade.

Auch im Rückschau der Zeit findet sich eine ähnliche Kritik:

Dieser Ehekonflikt allerdings bleibt vollkommen blass und unausgeführt; beinahe hat man den Eindruck, als hätte McEwan, wie in Fernsehserien üblich, geradezu pflichtschuldig auch noch einen Liebeskonflikt als Kontrapunkt zu dem philosophischen Diskurs an sein Buch herangestrickt.

Insgesamt bleibt das Buch aber für den ersten Teil eine gute Unterhaltung und macht Spaß zu … naja bei mir hören. Das lag sicher auch an der Sprecherin Eva Mattes, die Stimmung und Personen gut rüber gebracht hat.

Entweder als Buch oder Hörbuch kaufen.

George R.R. Martin arbeitet mit DOS

In einem interessanten Interview erklärte George R.R. Martin, dass er seine Bücher auf einem seperaten Rechner ohne Internetzugang schreibt. Das ist soweit ja vielleicht noch verständlich, wenn man sich Viren oder bei ihm wohl auch Hacker vom Leib halten wollte. Für alle, die George R.R. Martin nicht kennen: Er ist Autor unter anderem von „The Song of Ice and Fire“ (dt. „Das Lied von Eis und Feuer“) die Vorlage für die Fernsehreihe „Game of Thrones“.1 Seine Bücher brauchen gerne etwas Zeit, bis sie erscheinen und dies ärgert bei einer spannenden zusammenhängenden Geschichte natürlich.

Aber ich schweife ab. Das besondere an diesem nicht mit dem Internet verbundenen Rechner ist wohl auch, dass dieser Rechner noch aus einer Zeit stammt, als das Internet nicht in jedem Haushalt vorhanden war. Auf dem Rechner läuft ein DOS System und geschrieben werden die Romane mit WordStar 4.0 aus dem Jahr 1987. DOS – für alle, die das nicht kennen – ist dieses klassische System mit blinkendem Cursor, was man manchmal im Fernsehen noch sieht. Ohne Maussteuerung bewegte man sich mit Befehlen über die Festplatte und führte dann die Programme aus – wenn man den Speicher richtig konfiguriert hatte, etc…. Ich schweife wieder ab :D2

WordStar 4.0 sieht in etwa so aus:

Wordstar_Screenshot

 

Genauer vielleicht hier. Viel Textformulierung ist bei Song of Ice and Fire sicherlich nicht notwendig und von daher dürfte das natürlich auch gehen und vielleicht ein netter Retro-Stil sein. Ihn nerven aber auch Dinge wie die Autokorrektur. Wenn ich etwas groß Schreiben will, drücke ich schon die „Shift“-Taste, sagte er sinngemäß. Der Unterschied dürfte im übrigen marginal sein. Auch wenn ein solcher Rechner natürlich mit der Geschwindigkeit eines aktuellen Computers nicht vergleichbar ist, ist das bei Textverarbeitung relativ egal. Auch moderne Worddokumente erreichen ohne eingefügte Bilddokumente oder ähnliches ja auch keine gewaltigen Größen.

Die Frage ist nur, ob ein solch altes Schätzchen nicht irgendwann den Geist aufgibt und das womöglich ein größeres Risiko darstellt, als Viren oder Hacker. Aber zum einen geht es George R.R. Martin ja wohl nicht darum und zum anderen gibt es sicherlich gute Sicherheitskopien :)

Hier noch das Video aus dem Interview:

  1. Ja, korrekt gesagt ist Game of Thrones der Name des ersten Bandes, aber sei es drum. []
  2. Für alle, die das mal ausprobieren wollen: Unter Windows mit WIN+R (oder im Startmenü) mal „cmd“ ausführen. So sieht dann DOS aus. „exit“ beendet das hier []

Gefängnis des Glaubens – Scientology

Im-Gefaengnis-des-GlaubensVor einigen Tagen hatte ich im Fernsehen zufällig vom neuen Buch des Autors Lawrence Wright gehört. Der Autor von der exzellenten Darstellung der Ereignisse rund um den 11. September („Der Tod wird euch finden“) hat sich nun mit der Religion Scientology beschäftigt. Das Buch „Im Gefängnis des Glaubens“ (hier bei Amazon zu bestellen) stellt dabei auf rund 530 Seiten die Geschichte und das Wirken dieser Organisation dar – beginnend mit der Lebensgeschichte des Gründers L. Ron Hubbard bis zur aktuellen Zeit, wo der insbesondere auch der Rolle und Bedeutung von berühmten Mitgliedern der Kirche wie John Travolta und natürlich Tom Cruise nachgeht. Immer wieder tauchen im Buch zwar in Fußnoten sinngemäß die Formulierungen „Scientology bestreitet…“, Person „erinnert sich nicht daran, dass…“ oder „Der Anwalt vom Tom Cruise bestreitet…“ auf, dennoch spreche ich dem Buch – auch aufgrund der vielen anderen Berichte und Darstellungen rund um Scientology und der Tatsache, dass diese Kritik transparent gemacht wird – eine gewisse Glaubwürdigkeit zu. Am Anfang des Buches findet sich – zumindest in der deutschen Auflage  – sogar der Hinweis, dass sich dies nur auf die amerikanische Organisation beziehen und im Internet auch eine Darstellung der Sichtweise von Scientology vorliegt. Transparenter kann man Kritik an dem Buch kaum machen.  Weiter lesen „Gefängnis des Glaubens – Scientology“

„A Character I Used to Know“

Wer die Serie „Game of Thrones“ kennt oder die Ursprungsromane dazu kennt, weiß, dass George R.R. Martin kein Problem hat, Hauptcharaktere ganz einfach sterben zu lassen, um wieder alles ein wenig durcheinander zu bringen. Es gibt den Spruch, dass er nicht auf Twitter wäre, weil er alle „140 characters“ getötet hätte. [[1. Characters ist auch ein englisches Wort für Buchstaben, bei Twitter werden Beiträge mit maximal 140 Buchstaben geschrieben]]

Auch in Liedern wird dieses Vorgehen aufgegriffen. Bühne frei für „“A Character I Used to Know“:

Gratis Comic Tag 2013 – Teil 3: Roter Affe, Watchmen, Welten des Schreckens, Koma

Den heutigen Tag habe ich gemütlich mit dem Lesen der letzten 4 Comics vom Gratis Rollenspieltag 2013 begonnen. Über einige Comics hatte ich ja schon berichtet (Teil 1 und Teil 2) nun also der Rest vom Schützenfest. Mir ist nur aufgefallen, wie wenig Comics ich im letzten Jahr gelesen hatte. Vielleicht hätte ich das auch bloggen sollen, um auch da alles zu lesen. Naja, vielleicht wird es nachgeholt. Nun aber zu den neuen Comics: Weiter lesen „Gratis Comic Tag 2013 – Teil 3: Roter Affe, Watchmen, Welten des Schreckens, Koma“

Gratis Comic Tag 2013 – Teil 1: Marvel Now, Barracuda und Ferdinand

Am Samstag war Gratis Comic Tag. In vielen Comicläden bekam man dann kostenlos und unabhängig vom Einkauf (dann ggf. nur eventuell mehr) Comics in die Hand gedrückt. Man konnte aus einem ganzen Stapel wählen. Meine Ausbeute (inklusive durch Einkäufe dazu erhaltene) sieht so aus:

Ausbeute vom GratisComic Tag
Ausbeute vom GratisComic Tag

Ich werde nun nach und nach immer auf einzelne der Comics eingehen und davon berichten.  (Reihenfolge im Übrigen zufällig nach Stapellage :D) Weiter lesen „Gratis Comic Tag 2013 – Teil 1: Marvel Now, Barracuda und Ferdinand“

Die Theorie hinter der Verschwörungstheorie

Wer sich mit Verschwörungstheorien beschäftigen will, sollte erstmal die Frage stellen, wie diese funktionieren. Das Buch “Freimaurer, Illuminaten und andere Verschwörer. Wie Verschwörungstheorien funktionieren” von Thomas Grünter versucht dies zu erklären, aber auch wie man eine Verschwörungstheorie kreiert, die auch bei noch soviel unsinnigen Annahmen ihre Wirkung entfaltet. Weiter lesen „Die Theorie hinter der Verschwörungstheorie“