Campact! Aktion für ein anderes Konjunkturprogramm

Geschrieben von Patrick Jedamzik am 07. Januar 2009

image Campact! hat wieder eine neue Kampagne gestartet, dieses mal zum geplanten Konjunkturprogramm. Aber bevor ich mich zu später Stunde noch um Kopf und Kragen rede kopiere ich einfach mal aus der Email ;)

Jahrelang war angeblich kein Geld für dringende öffentliche Investitionen da – etwa für Kindergärten, kleinere Schulklassen, die Nutzung von Abwärme oder den Ausbau der Schienenwege. Mit der Finanzkrise werden jetzt unzählige Milliarden in die Hand genommen.

Mit 50 Milliarden Euro soll die vom Absturz bedrohte Konjunktur gestützt werden – so hat es vorgestern der Koalitionsausschuss von CDU/CSU und SPD beschlossen. Noch steht nicht fest, wofür das Geld ausgegeben wird. Doch neue Straßen, Subventionen für spritfressende Autos und Steuersenkungen, die kaum die Konjunktur ankurbeln, stehen ganz oben auf der Wunschliste. Das müssen wir verhindern! Die enormen Finanzmittel müssen in Klimaschutz und bessere Bildungschancen investiert werden. Das schafft zukunftsfähige Arbeitsplätze und kurbelt die Konjunktur an.

Skandalös ist die diskutierte Abwrackprämie für Altautos. Für jedes neu angeschaffte Auto soll es Geld vom Staat geben – egal wieviel es verbraucht. Eine Senkung der Einkommenssteuer auf Pump wäre ebenfalls kontraproduktiv. Menschen mit kleineren Einkommen, die mehr Geld wirklich ausgeben, würden davon nicht profitieren, da sie keine Einkommenssteuer zahlen. Steuersenkungen mindern nur den Spielraum im Bundeshaushalt, mit Zukunftsinvestitionen ein Abgleiten in die Rezession zu verhindern.

Weltweit kursieren Vorschläge für ein zukunftsträchtiges Investitionsprogramm, etwa von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, dem ehemaligen Umweltminister Klaus Töpfer oder dem früheren US Vize-Präsident Al Gore. Mit Investitionen in Wärmedämmung, Erneuerbare Energien, Schienenwege und den öffentlichen Nahverkehr könnten wir endlich Fortschritte beim Klimaschutz erzielen. Investitionen in Infrastruktur und Personal für Kindergärten, Ganztagsschulen und Universitäten würden Kindern und Jugendlichen gleiche Bildungschancen eröffnen – sodass ihre Zukunft nicht durch ihre soziale Herkunft vorprogrammiert ist.

In diesem Sinne schaut doch mal bei Campact vorbei und unterzeichnet den Aufruf! ;)

Umweltschonend Autofahren

Geschrieben von Patrick Jedamzik am 31. Juli 2008

Wer sich überlegt ein neues Auto zuzulegen und dabei nach der Formel der Bundesregierung für die CO² Belastung von Autos achtet, sollte hier zugreifen:

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Mit diesem 70-Tonner fährt nach der deutschen Energieformel am umweltschonensten. Wie man das bei 90 Litern pro 100 km hinbekommt? Kein Problem, wenn man das Gewicht in die Formel für die Energieeffizienz einbezieht. Anders als in Frankreich, wo der absolute Wert der CO² Emissionen entscheidend für die Einstufung ist, wird hier wiedermal krampfhaft versucht die deutschen Großwagen besser darzustellen, als sie sind. Soviel also zum Klimavorreiter Deutschland.

Mehr dazu im entsprechenden Bericht von Frontal 21hier als Video

Neue Campact Kampagne: Atomkraft jetzt abschalten!

Geschrieben von Patrick Jedamzik am 22. Juli 2008

Bereits seit einigen Wochen schwirrt ja wieder das Gespenst der Atomenergie durch die Medien. Unter dem Deckmantel der hohen Energiepreise und des Klimawandels versucht die Atomindustrie den Menschen zu erklären, dass es ohne Atomstrom nicht geht, um so weiterhin gutes Geld zu verdienen. Warum diese ganzen Argumente ziemlicher humbug sind, kann man bei mir, den Grünen oder eben auch bei Campact nachlesen. Und dort kann man auch mit wenigen Mausklicks seine Abneigung gegen diese Energieform und den Ausstieg vom Ausstieg deutlich machen. Also schnell hier unterzeichnen… ;)

Umfrage zum Bürgerticket

Geschrieben von Patrick Jedamzik am 22. Juli 2008

Die Studenten der Universität Duisburg-Essen hatten vor wenigen Wochen beschlossen, auch an unserer Uni das NRW Ticket einzuführen. Ab Oktober werde ich demnach mit meinem Semesterticket in ganz NRW den ÖPNV nutzen zu können. Köln, Münster, Bielefeld oder auch Aachen wären damit kostenlos zu erreichen. Okay, ganz kostenlos nicht, denn pro Semester sind schon Semesterbeiträge zu zahlen, aber das ist weit weniger als ein normales VRR-Ticket kostet.

Die Grünen planen nun die Einführung eines solchen Tickets für alle Bürger in NRW, welches über eine monatliche Umlage von 10-15 Euro finanziert werden würde. Um die öffentliche Meinung festzustellen, haben die Grünen in Gelsenkirchen eine kleine Umfrage gestartet:

Abstimmen kann man unter www.gruene-ge.de und zu Gewinnen gibt es auch etwas: Ein SchönerTagTicket, mit dem bis zu fünf Personen an einem Tag den ÖPNV in NRW nutzen können.

Rückkehr der Atomenergie?

Geschrieben von Patrick Jedamzik am 07. Juli 2008

Das es in der SPD schon länger Stimmen gibt, man solle über den Atomkonsens nachdenken und die Laufzeit der Atomkraftwerke nochmal diskutieren, ist nicht wirklich neu. Wolfgang Clement, seines Zeichens Aufsichtsratsmitglied bei RWE, hatte dies vor der Wahl in Hessen bereits zum Ausdruck gebracht und damit ein Parteiausschlussverfahren angestoßen. Auch Erhard Eppler hat nun einen entsprechenden Vorstoß angebracht, wobei es ihm jedoch darum ging, eine Verlängerung der Laufzeit an eine entsprechende Erklärung im Grundgesetz zu koppeln, die den Atomausstieg festigt. Und auch wenn SPD – Minister Gabriel die Diskussion zurück weisst und feststellt, dass es keine neuen Argumente für Atomenergie gebe, ist die Diskussion um diese Technologie nun neu entbrandt. Auch wenn damit nun alte Argumente ständig neu aufgetischt werden, will ich dieses mal auch einige Anmerkungen dazu loswerden.

1. Atomstrom ist nicht klimaneutral

Atomstrom wird ja gerne als Antwort auf die Klimaproblematik genannt. Die Kraftwerke würden kein CO² in die Atmospähre jagen und damit das Klima schützen. Das Problem: Bei der Anreicherung und dem Abbau von Uran, welches als Rohstoff für diese Energieform notwendig ist, wird soviel CO² frei, dass man es mit einem auf Erdgas basierenden Blockheizkraftwerk vergleichen kann, was aber zusätzlich eben noch Wärme produziert.


Aus einer Anzeige der Atomindustrie:
Ungeliebte Klimaschützer? Wohl kaum

2. Uran ist auch ein Rohstoff

Steigene Rohstoffpreise sind dann das nächste Argument. Als wenn man für Atomkraftwerke keine Rohstoffe bräuchte. Die Uranvorräte reichen je nach Schätzungen 20 bis 65 Jahre. Wenn der Bedarf noch steigt ist allerspätestens 2050 damit Schluss und die Preise würden entsprechend auch steigen. Also wieso nicht verstärkt auf wirklich nachhaltige Energien setzen?

3. Müllproblem

Noch immer gibt es kein Endlager für den radioaktiven Müll, der in den Kraftwerken entsteht. Seit Jahren wird fleißig Abfall produziert, von dem man nicht weiss, wohin damit. Ein “Weiter so” würde einfach noch mehr Müll erzeugen.

4. International keine Lösung

Auch international ist – auch wenn dort teilweise angeführt – die Atomenergie keine Option, wie dieser Artikel sehr gut zeigt. Nur 15-16% der Energie stammt aus Kernkraftwerken. Man kann sich ja gerne mal vorstellen, was für ein Neubauprogramm das wäre, wenn man Klimaschutz durch Kraftwerke erreichen wollte – mal ganz abgesehen davon, dass dies die Rohstoffknappheit noch verstärkt.

5. Sicherheit

Klar, das Risiko eines Störfalls gibt es immer – ob nun technisch oder menschliches Versagen. Man muss dabei nicht mal nur nach Tschernobyl gucken, im technologischen Westen gibt es auch genug Negativbeispiele, auch in Deutschland. Aber unabhängig davon gibt es eben auch die Gefährdung durch Terroristen, die diese Anlagen einfach missbrauchen könnten.

6. Schäden

Zugegeben, man mag an den Risiken zweifeln, aber wenn man sich überlegt, dass ein GAU im AKW Biblis 2200 bis 2400 Milliarden Euro an Schäden nach sich ziehen würde, ist auch ein kleines Risiko schon unvertretbar. (Quelle) Dies ist wohl auch ganz offensichtlich der Grund dafür, wieso Betreiber von Atomkraftwerken nur bis zu 2,5 Milliarden Haften müssen. Alles was darüber hinaus geht, zahlt der Staat. Eine solche Haftpflichtversicherung hätten wir alle wohl gerne, aber auch diese Regelung zeigt doch, dass man sich keineswegs so sicher ist, wie immer angedeutet. Ansonsten könnte die Sperre ja weg und es würden sich sicher auch Versicherungen finden, die bei dem Maß an Sicherheit, welches uns versprochen wird, dann auch die Versicherung übernehmen würden. Aber ganz so sicher ist es eben nicht…

Wahrscheinlich könnte man noch viele, viele weitere Gründe aufzählen. Und klar, man sollte das vielleicht auch ausführlicher tun, aber für den Überblick dürfte es reichen und für mehr kann man beispielsweise diesen Artikel zur Klimafrage von Atomkraftwerken oder die Seiten von Greenpeace, wo es sogar 365 Gründe für den Atomausstieg gibt. Und aktiv werden kann jeder von zuhause, indem man den Atomausstieg selber macht.

Klimawandel im Zeitraffer

Geschrieben von Patrick Jedamzik am 01. Juli 2008

Über bertdesign bin ich auf folgendes Video des Klimawandel von 1884 bis heute gestoßen.

Wichtig zu wissen ist dabei, dass es sich um Wetteranomalien handelt, also um Veränderungen zum Durchschnittswetter nach Erhebungen der Jahre 1951 – 1980 und nicht um absolute Temperaturen. Also die Arktis war nicht heißer als Afrika, aber die Temperatur war hier eben höher als sie durchschnittlich sein sollte. Man erkennt durchaus, dass es irgendwo auf der Welt immer auch mal wärmer als durchschnittlich war, aber das ist bei einem Durchschnitt ja eben auch normal. Nur die Entwicklung der letzten Jahre ist dort doch sehr interessant, steigt das Thermometer doch sehr auffällig überall über den Durchschnitt.

Erhoben wurden diese Daten im übrigen von der NASA und dem GISS. Ein weiteres Video mit anderen Daten kann man sich hier angucken und auch dabei gilt: Es wird immer gelber (heißer) auf der Welt…

Klimaschutz ist Artenschutz

Geschrieben von Patrick Jedamzik am 31. Mai 2008

Hintergrund bei Grünes Gelsenkirchen

Sende einen Wal nach Japan

Geschrieben von Patrick Jedamzik am 30. Mai 2008

Greenpeace ruft zu einem kreativen Protest gegen den japanischen Walfang auf. Mit einem schnellen Mausklick und einer kleinen kreativen Einlage ist der Protest auf dem Weg nach Japan:

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Umweltschutz in der Werbung

Geschrieben von Patrick Jedamzik am 19. Mai 2008

Über Blogsprache bin ich auf einen netten Spot für den Smart gestoßen…

Naja, so richtig nett ist dieser ja nicht zur Umweltbewegung. Nett wurde das ganze bei der Reaktion von VW auf diese Werbung:

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In dem Zusammenhang noch der Hinweis auf ein Projekt darüber, wie linke Symbole heute für die Werbung genutzt werden ;)

Klimaschwindelschwindel

Geschrieben von Patrick Jedamzik am 07. Mai 2008

Ich habe Klimaskeptiker ja wirklich nicht verstanden, denn die Frage wieso tausende Menschen auf der Welt sich so etwas ausdenken sollten hat mir niemand beantworten können. Und jetzt hat Till auf noch etwas hingewiesen: In einem amerikanischen Blog hat man mal überprüft, was die 500 Wissenschaftler, die vom amerikanischen Heartland Institute als Klimaskeptiker geführt werden, davon halten. Die Antworten sind eindeutig:

I have NO doubts ..the recent changes in global climate ARE man-induced. I insist that you immediately remove my name from this list since I did not give you permission to put it there.”

“I am horrified to find my name on such a list. I have spent the last 20 years arguing the opposite.”

Weitere Zitate kann man dort lesen: Knapp 50 Wissenschafter haben sich offen dagegen ausgesprochen auf dieser Liste zu stehen. Wenn also die Argumente gegen einen menschengemachten Klimawandel so offensichtlich sind, wieso muss man dann Wissenschaftler falsch darstellen? Ich finde solche Aktionen sind der beste Beweis dafür, dass doch etwas dran sein muss.


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