Google Wave kein Ersatz fürs Wiki

Geschrieben von Patrick Jedamzik am 05. Januar 2010

Seit neustem habe ich mit meiner DSA Runde die Sieben Gezeichneten Kampagne begonnen. Da es bei dem Artikel weniger um die Kampagne als um die Kommunikationstools geht, nur kurz der Hinweis, dass es sich um eine ziemlich epische Kampagne für das Fantasy-Rollenspiel “Das schwarze Auge” handelt, die sich nach Schätzungen in diversen Foren über mindestens 400-500 Spielstunden hinziehen wird. Wenn man bedenkt, dass ich schon sehr zufrieden wäre, wenn wir pro Monat 10-20 schaffen wird der Umfang der Kampagne deutlicher.

Da es sich eben um ein episches Projekt handelt, bei denen bestimmte Personen, Orte, Gegenstände oder was auch immer häufiger auftauchen können, ist es wichtig ein gutes Archiv haben, auf das die Spieler und auch der Spielleiter zurückgreifen will. Der Weg für mich dabei ist – neben eigenen Notizen – das Führen von Tagebüchern der Spielercharaktere wobei bei jedem Spieleabend mindestens ein Spieler dies für seinen Charakter führt. Dies wird dann den anderen Charakteren zur Verfügung gestellt.

Soweit so gut. Das ginge auch per Email und einem DOC Dokument. Aber wenn man Verknüpfungen herstellen will, um auch später noch sehen zu können, wer dieser “Amando Laconda da Vanya” noch gleich ist, wird das nur schwer ausreichen. Möglichkeit hierfür klassischer Art wäre ein Worddokument eben mit allen Charakteren, denen die Spieler begegnet sind.

Naja, lange rede kurzer Sinn: Ich wollte was digitales, an dem alle mitarbeiten können, denn nur so können verschiedene Informationsfragmente und Dinge an die sich ein einzelner nicht mehr so gut erinnert zusammengetragen werden.

Meine erste Idee dabei war es auf das neue, hippe und moderne Google Wave zu setzen. Zwei meiner Mitspieler haben zwar noch keine Einladung, aber das würde schon werden. In den letzten Tagen sind mir aber Zweifel an diesem Vorgehen gekommen, denn Google Wave ist hierfür doch noch zu umständlich. Klar das Formatieren von Text ist dort schöner und einfacher, weil es an die bekannten Symbole aus Word erinnert und einen sehr guten WYSIWYG Editor inklusive Drag & Drop hat, aber für ein größeres Projekt ist das Anlegen von neuen Waves und die Verlinkung doch noch etwas umständlicher – weshalb ich wohl ein Wiki nutzen werde.

Wenn man überlegt, dass die Spieler sowieso ihren Bericht verfassen, geht es darum, wie sie daraus Querverbindungen herstellen können und Namen und Orte zu Seiten über diese verlinken können. Bei Google Wave muss dafür eine neue Wave angelegen werden, die zunächst auch allen Mitspielern zugänglich gemacht werden muss. Und diese neue Wave muss man dann per Drag’n Drop an die entsprechende Stelle des Tagebuches als Wave ziehen, um ein Link hinzubekommen – oder kompliziert einen Wave Code heraussuchen

Ein Wiki hingegen bedeutet, dass sie an den entsprechenden Stellen einfach vorher ein “[[“ und hinterher ein “]]” setzen und der Link existiert – und man sieht auch gleich, wo vielleicht noch Infos eingearbeitet werden müssen und welche Artikel fehlen. Die Erweiterbarkeit ist schneller und einfacher festgestellt. Und Formatierungssymbole sind auch nicht soo schwer herzuleiten. Nur mit Bildern sollen wir vielleicht etwas weniger arbeiten, aber ich denke dass wäre sowieso nicht Herzpunkt des Projekts.

Für größere und beliebig erweiterbare Projekte lohnt sich Wave damit m.E. nur sehr begrenzt bis garnicht. Ich muss zugeben, auch noch nicht in alle Tiefen von Wave eingedrungen sein, also wenn jemand noch gute Ratschläge hat, dann her damit, sonst werd ich mich daran machen, ein entsprechendes Wiki einzurichten.

Google Wave scheint damit noch kein Wiki-Ersatz und noch weniger das generelle Web-Werkzeug zu sein, wie von Google angekündigt, sondern erscheint mir momentan eben noch immer eher wie eine Mischung aus Chat und Forum und maximal für kollaboratives Arbeiten an einem Dokument – ein Grund, wieso ich schon länger nicht mehr wirklich auf der Welle geschwommen bin. Aber ich bin gespannt, wie es wird, wenn sie vielleicht richtig Fahrt aufnimmt :)

Comic erklärt, warum man Twitter mag

Geschrieben von Patrick Jedamzik am 04. Januar 2010

Twitter zu beschreiben ist immer etwas schwierig oder eher die Faszination die von diesem Internetdienst ausgehen kann. Einen etwas anderen versuch gibt’s bei UARRR.org, wo mit Comic versucht wird dazustellen, wieso man Twitter mag.

Google Wave

Geschrieben von Patrick Jedamzik am 06. November 2009

Letztes Wochenende hatte ich eine überraschende Email in meinem Postfach: Die Einladung zum Preview von Google Wave. Vor einigen Wochen hatte ich mich dort beworben, aber als die erste Aussendung kam noch nichts erhalten und jetzt gehöre ich auch zum Kreis der Tester dieser neuen Kommunikationsplattform, die etwas von Chat, Email, Wiki und Diskussionsforum hat. Was das System kann, erklärt dieses kurze Video vielleicht ganz gut:

 

Momentan probiere ich auch aus, wie sich Rollenspiel über Wave hinbekommen lässt mit einer Runde Primetime Adventures. Was ich bisher festgestellt habe:

  1. Richtig Sinn macht Google Wave natürlich nur mit entsprechenden Kontakten. Aber das ist ja immer bei sozialen Netzwerken und Kommunikationstechniken so.
  2. Es ist nicht ganz ohne, was die Systemanforderungen angeht. Mein Rechner im Büro ist etwas langsamer und dann dauert alleine das Tippen schon sehr lang, so dass man erstmal blind tippt und sekunden später erst der Text auftaucht. Dafür dann aber auch direkt bei Kommunikationspartnern.

Eine Handvoll Einladungen habe ich noch, aber die gehen vorrangig an bereits bekannte Personen. Auch sonst kann man sich gerne melden, aber es gilt nicht “wer zuerst kommt, mahlt zuerst” :)

Youtube-Viral befeuert Plattenverkäufe einer Indie-Band

Geschrieben von Patrick Jedamzik am 28. Juli 2009

Die Musikindustrie kämpft engagiert gegen Musikvideos bei YouTube, dabei gibt es doch Gegenbeispiele, wie solche Videos den Verkauf von Musik noch verstärkt:

So, instead of demanding that YouTube pull the video, the band posted a response to the ‘Kuroshio Sea’ video on the site, thanking their new found fans and the uploader who posted the original video.

“We’re so flattered to learn that it features one of our songs called Please Don’t Go,” Barcelona’s lead singer Brian Fennell says in the video response.

“We want to let you know that it’s been affirming in the last week to watch in the iTunes store a correlation with the sales of our record ‘Absolutes’, growing in the rock charts as a result of having the song placed in the video,” drummer Rhett Stonelake added.

mehr bei nerdcore.de

studiVZ und Twitter

Geschrieben von Patrick Jedamzik am 28. Juli 2009

image Einige Freunde bei studiVZ werden mich wohl in nächster Zeit zur Nervensäge erklären. Zumindest beim “Buschfunk”, dem Tool bei dem Netzwerk, wo man auf die Frage Antwortet, was mach grade so tut. Da ich das sowieso schon immer bei Twitter tue, hatte ich keinen Sinn darin gesehen, das nochmal beim studiVZ zu tun. Facebook importiert die Daten ja schon länger und – was weiterhin noch ein Vorsprung ist – bietet auch eine direkte Diskussion zu dem jeweiligen Thema. Ich hatte davon ja hier schon berichtet. Aber immerhin gibt es bei studiVZ nun auch meine Meldungen zum nachlesen. Zur Diskussion müssten dann die Pinnwände herhalten. Ansonsten sei gesagt, dass man neben belanglosen Informationen in meinem Twitter-Stream sicher auch mal den ein oder anderen interessanten Link finden dürfte – ist dies doch das interessanteste für mich bei Twitter. Man stößt eben darüber auf manchen guten Artikel :) Also vielleicht verhindert es ja eben das, dass ich als Nervensäge abgestempelt werde – und wenn doch ist es eben so ;)

Vodafone und eine Hetzjagd

Geschrieben von Patrick Jedamzik am 21. Juli 2009

Ich hatte es bei Twitter vor einiger Zeit schon gelesen: Sascha Lobo solle sich von Vodafone distanzieren. Warum? Nun er macht Werbung für Vodafone, wie auch andere bekanntere “Persönlichkeiten” der Web-Szene. Ich dachte mir damals schon: “So what!” Freut mich für die Leute, bekommen ja bestimmt ein paar Euro dafür. Und dass Vodafone nun versucht eine “Generation Upload” für sich zu begeistern und es eben als “unsere Zeit” abtut ist auch ganz nett. Ob Vodafone dafür der richtige Anbieter ist, bleibt dann jedem selbst überlassen zu bewerten – oder den Leuten von basicthinking :) Die Geschichte ging entsprechend mehrmals durch das Web und nun hat es offensichtlich so starke Beleidigungen gegeben, dass “Frau Schnutinger” nun ihren Rückzug aus dem Web 2.0 bekanntgab:

Das alles ist schon extrem krude! Die Werbung ist das eine, aber wenn mir persönlich nicht mehr geglaubt wird, dann geht nichts mehr, dann bleibt nur eins: Der Rückzug. Ich werde vielleicht irgendwann an einer ganz anderen Stelle, ganz anders weitermachen, gewiss werde ich nicht mehr Web 2.0 machen.

Irgendwann muss man sich doch fragen, ob man nicht etwas zu weit geht. Hierzu ist dem Kommentar von basicthinking nicht viel hinzuzufügen:

Vielleicht ist es eines von den vielen deutschen Phänomenen, die tatsächlich nur hierzulande auffällig häufig hervortreten: Das Gemeckere, das Konservative, das Rechthaberische, die Furcht vor dem Neuen und der Neid, der Neid, der Neid. Anders sind derart persönliche Angriffe nicht zu erklären.

Jeff Goldblum bestätigt seinen Tod

Geschrieben von Patrick Jedamzik am 02. Juli 2009

Im Umfeld des Todes von Michael Jackson tauchten per Twitter wohl auch Gerüchte auf, der Schauspieler Jeff Goldblum sei in Neuseeland ebenfalls tödlich verunglückt. Und irgendwann sieht Jeff Goldblum dies auch ein und hält seine eigene Nachrede:

The Colbert Report Mon – Thurs 11:30pm / 10:30c
Jeff Goldblum Will Be Missed
www.colbertnation.com
Colbert Report Full Episodes Political Humor Jeff Goldblum

Witzig. Mehr auch bei Cinematical (alles englisch).

Facebook Benutzername

Geschrieben von Patrick Jedamzik am 16. Juni 2009

Bei Facebook kann man seit dem Wochenende einen vernünftigen Benutzernamen erhalten. Ich hatte Glück und obwohl ich das erst gestern getan habe, doch noch www.facebook.com/jedamzik erhalten. Wieder etwas, wo Jedamzik mit mir in Verbindung gebracht wird :D Um selber einen Usernamen zu bekommen, ruft einfach www.facebook.com/username auf, das geht dann in wenigen Sekunden. Und wer will, kann mich natürlich gerne als Freund anschreiben ;)

Twitter als Medium der iranischen Opposition

Geschrieben von Patrick Jedamzik am 16. Juni 2009

Die Wahlen im Iran haben einige Unzufriedenheit hervorgerufen. Ob es Hossein Mussawi der Herausforderer des amtierenden Präsidenten Mahmud Ahmadineschad – - nun am Ende geschafft habe sei mal dahin gestellt, aber eins ist eindeutig: Ein solcher Erdrutschsieg riecht eben nach Wahlfälschung. Nun kommt es tagtäglich zu Massenprotesten im Land – oft gegen die Verbote des Innenministeriums und den Widerstand von Polizei und Milizen.

Seit gestern kann man feststellen, dass #IranElection immer wieder bei Twitter auftaucht. Direkte Berichte werden über diesen Dienst verbreitet und so erfährt man nicht nur von den Nachrichtenagenturen, was in Teheran vor sich geht. Wie wichtig dieser Dienst inzwischen ist, zeigt sich an einer bemerkenswerten Aktion: Eigentlich sollte Twitter heute nacht zu Wartungszwecken für 1,5 Stunden ausgeschaltet werden, wogegen sich eben per Twitter einiger Widerstand meldete – mit Erfolg. So kann man auf Twitter.com nun nachlesen, dass der Wartungstermin verschoben wurde:

In coordination with Twitter, our network host had planned this upgrade for tonight. However, our network partners at NTT America recognize the role Twitter is currently playing as an important communication tool in Iran. Tonight’s planned maintenance has been rescheduled to tomorrow between 2-3p PST (1:30a in Iran).

Natürlich versuchen staatliche Stellen den Zugriff auf diesen Dienst wie weitere zu unterbinden, aber die Opposition umgeht diese eben mit verschiedenen Proxyservern – im übrigen nur am Rande: So wie man die Netzsperren in Deutschland auch umgeht. Man sieht also, dass eine Internetsperre in der globalisierten Welt nicht wirklich haltbar ist – zumindest nicht für die informierten Bürger. Twitter ist eben mehr als eine “virtuelle Klowand”.

Mehr zu dem Nutzen von sozialen Netzwerken im Iran gibt es auch bei Spiegel online oder Carta.

Mit Facebook lässt es sich besser kommunizieren als im studiVZ

Geschrieben von Patrick Jedamzik am 16. Juni 2009

Ich habe mir den Artikel “Facebook ist besser als studiVZ” nochmal angeguckt, den ich vor etwa einem Jahr geschrieben habe und festgestellt, dass irgendwie die Gründe nicht mehr wirklich übereinstimmen oder untergehen in dem Artikel voller Spielereien. Inzwischen ist facebook weniger Spielerei und viel mehr Kommunikation. Und warum ich lieber darüber, als über StudiVZ kommuniziere, versuche ich nun nochmal zu erklären.

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