Der beste Livestream zum Rücktritt von Klopp

Der beste Livestream zum Rücktritt von Klopp

Gestern hatte Jürgen Klopp angekündigt zum Ende der Saison in Dortmund aufzuhören. Für mich nicht das riesige Thema, Fußball ist nicht mein Ding. Trotzdem habe ich gestern mit großer Begeisterung einen Livestream gelesen. Das besondere findet man in diesem einen Beitrag zu Beginn der Pressekonferenz:

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Kurz für alle, die kein englisch können: Der arme Journalist sitzt in der Pressekonferenz beim BVB, in der es um den Rücktritt von Klopp geht und kann kein Wort deutsch. Und dann geht es ziemlich genial weiter und man spürt förmlich wie nutzlos er sich vorkommt über etwas live zu berichten, von dem er kein Wort versteht. Hier der komplette Livestream zum nachlesen – von unten nach oben.

Der besondere Clou: Eigentlich steht doch alles wichtige drin, was man vielleicht wissen muss: Kein anderer Club bisher da, er will aber weiter was machen und ist auch nicht müde. Muss man wirklich mehr wissen? Okay, eins dann doch: Der Pressevertreter, der ganz am Ende noch nach Eintrittskarten für seinen Sohn fragte – schon sehr skurril. Die Chefredaktion hat sich entsprechend von dem Vertreter distanziert.

Für mich dennoch interessant, welcher Wirbel um einen Fußballtrainer gemacht wurde. Aber dazu später mehr…

 

Der Ozean am Ende der Straße

Der Ozean am Ende der Straße

Wiedermal ein Buch geschafft – mein Urlaubsbuch sozusagen: “Der Ozean am Ende der Straße” musste erkundet werden. Viele Freunde im Bekanntenkreis hatten davon geschwärmt, also hatte ich mir zum Geburtstag die digitale Fassung gekauft und dann eine Woche später auch “real” geschenkt bekommen. Dank Rückgaberecht der digitalen Fassung kein Problem und so habe ich an drei Tagen dieses Buch von Neil Gaiman gelesen und bin ebenso angetan. (mehr …)

Mit Pacman durch Gelsenkirchen

Mit Pacman durch Gelsenkirchen

Bei Google Maps gibt es wieder ein kleines Spielchen. Mit einem Mausklick wird aus der Straßenkarte nämlich ein Spielbrett für die bekannte punktefressende Spielfigur – natürlich inklusive Monster. Dazu ganz einfach bei Google Maps den gewünschten Stadtausschnitt wählen und unten links auf das Icon klicken. Eine festgelegte Spielfläche in der Mitte der aktuellen Ansicht wird dann zur Spielfläche. Viel Spaß :)

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“Kindeswohl” von Ian McEwan

Am Sonntag habe ich mir als Hörbuch das neue Buch von Ian McEwan gekauft. Ich möchte “Saturday” und “Abbitte” von ihm schon sehr und das Kernthema das neuen Buches war auch interessant: Wie damit umgehen, wenn ein Jugendlicher und seine Eltern eine lebensnotwendige Bluttransfusion aus religiösen Gründen ablehnen? Eine Richterin steht vor genau dem Problem. Dazu kommt dann noch ein Ehemann, der sie betrügt bzw. verlässt und weitere moralische Fragen zu siamesischen Zwillingen oder wir orthodox eine Bildung sein darf.

Das Buch machte soweit Spaß und war spannend, regte zum Nachdenken an, bis genau diese Fragen geklärt waren und im Prinzip nur noch das zwischenmenschliche im Raum stand. In den anderen Büchern nett, fand ich es jetzt nicht wirklich spannend, überraschend und nach den moralischen Fragestellungen, die zum nachdenken und mitentscheiden einluden doch auch etwas fade.

Auch im Rückschau der Zeit findet sich eine ähnliche Kritik:

Dieser Ehekonflikt allerdings bleibt vollkommen blass und unausgeführt; beinahe hat man den Eindruck, als hätte McEwan, wie in Fernsehserien üblich, geradezu pflichtschuldig auch noch einen Liebeskonflikt als Kontrapunkt zu dem philosophischen Diskurs an sein Buch herangestrickt.

Insgesamt bleibt das Buch aber für den ersten Teil eine gute Unterhaltung und macht Spaß zu … naja bei mir hören. Das lag sicher auch an der Sprecherin Eva Mattes, die Stimmung und Personen gut rüber gebracht hat.

Entweder als Buch oder Hörbuch kaufen.

8bit Philosophy erklärt den Gesellschaftsvertrag

Über Nerdcore bin ich auf folgendes Video gestoßen, welches aus einer Reihe stammt, bei der im 8-bit Spieleformat Philosophie erklärt wird. Natürlich ist mein Beispiel politischer Natur und zeigt die philosophische Antwort darauf, wieso man eine Regierung braucht:

 

Kurz gesagt: Trotz verschiedener Ansichten darüber, wie der “Naturzustand” des menschlichen Zusammenlebens aussieht. Da gibt es zum einen die “Jeder gegen Jeden” Position und diejenige, dass der Mensch nicht prinzipiell negativ dem anderen gegenüber gestellt ist und viele Probleme nur aufgrund von Ungleichheit entstanden sind. Das folgende Zitat von Rousseau beschreibt das ganz gut:

Der erste, der ein Stück Land eingezäunt hatte und es sich einfallen ließ zu sagen: dies ist mein und der Leute fand, die einfältig genug waren, ihm zu glauben, war der wahre Gründer der bürgerlichen Gesellschaft. Wie viele Verbrechen, Kriege, Morde, wie viel Not und Elend und wie viele Schrecken hätte derjenige dem Menschengeschlecht erspart, der die Pfähle herausgerissen oder den Graben zugeschüttet und seinen Mitmenschen zugerufen hätte: ‚Hütet euch, auf diesen Betrüger zu hören; ihr seid verloren, wenn ihr vergeßt, daß die Früchte allen gehören und die Erde niemandem.

Mehr will ich dazu jetzt nicht loswerden, die Zeiten der politischen Theorie liegen leider zu lange zurück und sie wurde nur selten so nett rübergebracht, wie in diesem Video. Guckt auch mal in die anderen Videos der Reihe :)

Playstation abgeschossen

Playstation abgeschossen

Wer wissen will, wie ein Krieg im Digitalen Zeitalter aussehen könnte, kann dieser Tage auf dieser Seite mal vorbei gucken. Zugegeben, ein Krieg wäre wohl was anderes, aber hier fliegen digitale Raketen über die Weltkarte, um durch ihre Menge eben Störungen in Netzwerken verursachen.

hackangriffe

Zwei Einschlagsorte tauchen immer wieder auf: Saint Louis und Seattle. Der Grund: Angriffe auf die Server von Microsoft zu Xbox Live und von Sony zum Playstation Network. Bereits vor einigen Wochen hieß es, dass die Hackergruppe “Lizard Squad” zu Weihnachten die beiden Netze lahmlegen wollte. Das Hackernetzwerk “Finest Squad” hatte daraufhin die Idenität einiger Personen offengelegt und behauptet, sie hätten den SpielerInnen damit Weihnachten gerettet.

Nun spätestens gestern konnte man sagen, dass das etwas zu früh gelobt war. Am Mittwoch konnten wohl noch Angriffe auf die Server abgewehrt werden, gestern kam dann der Absturz. Bis in die Morgenstunden gingen die Angriffe wohl, bis dann der nächste Weihnachten rettete:

Und das wohl auch nur begrenzt: Xbox Live schien im Laufe des Freitags wieder anzulaufen. Die Playstation hat ihr Netz aber noch immer nicht unter Kontrolle.

Irgendwie war mir ja vor dem Wechsel zur Playstation schon bekannt, dass die mit dem Netzwerk mal Probleme hatten, aber das hatte sich ja auch verbessert und ich bin ja eigentlich kein Spieler im Multiplayer. Und trotzdem ärgere ich mich über diesen Ausfall und über mich selbst. Der Grund ist relativ profan: Ich hatte mir exta für diese freien Tage Dragon Age Inquisition aufbewahrt. Wer es nicht kennt, dem reicht vielleicht die Zusammenfassung, dass das ein Spiel in einer Fantasywelt ist, welche sehr storygebunden ist und viele, viele Stunden geht. Von daher bieten sich so freie Tage eigentlich an. Und ich hätte es sogar spielen können, aber es gibt ein kleines Problem: Das Spiel baut – wenn man das möchte – auf den Vorgängern auf und übernimmt Entscheidungen und den Ausgang der früheren Spiele in die aktuelle Handlung. Dafür muss es aber diese Daten aus dem Internet vom Server herunterladen. Und da beginnt dann auch mein Problem: Ohne PSN keinen Zugriff auf diese Daten und kein Spiel in “meiner Welt”.

Ich könnte natürlich einfach in der generischen spielen, aber ganz ehrlich: Das Spiel spielt man nur einmal und es lebt von den Entscheidungen, da wartet man dann auf die 2-3 Minuten, die man dann online braucht. Und es ist auch nicht so, dass ich die letzten Tage dauerhaft vor der Playstation saß und versuchte mich anzumelden. Mein “Zocker-Urlaub” hatte da schon genug alternativen zu bieten wie Elite:Dangerous oder endlich Molten Core in WoW. So langsam möchte ich dann aber doch mal loslegen können und wie heißt es so schön: Morgen ist ja auch noch ein Tag. Und vielleicht hat Sony dann das Playstation Netzwerk auch wieder im Griff.

 

 

Liveberichte und Reportagen aus Westeros

Westeros ist eine ziemliche Krisenregion:

Vermittlungsversuche sind wiederholt gescheitert, Waffenruhen wurden gebrochen, auf allen Seiten Grenzen überschritten. Aus einem überschaubaren Konflikt wurde ein Vielfrontenkrieg, aus einem Staatenbund erneut ein Flickenteppich wechselnder Allianzen.

Und für alle, die es nicht kennen, es ist fiktonal. Nichtsdestotrotz berichtet die Deutsche Welle anlässlich des 20. Geburtstags deren Onlinegang ganz neutral und sachlich aus der Welt von “Game of Thrones”. So erfährt man beispielsweise, dass den Sieben Königreichen wegen der Verschwendung eine Herabstufung der Kreditwüdigkeit auf den Finanzmärkten ins Haus steht, ein Portait von Daenerys Targaryen oder erfährt “5 Dinge, die man über die Nachtwache wissen muss“.

Und auch auf Twitter laufen aktuelle Meldungen. Zum Beispiel das Wetter:

Alles in allem eine lustige und ironische Aktion des Deutschlandfunks, der damit auch seine Sachlichkeit bei fiktionalen Hintergründen beweisen kann. Hier geht es zur Sonderseite “Live aus Westeros

7:1 gegen Brasilien

Draußen ist es gerade etwas lauter. Hupkonzerte, einige Böller vermutlich und der ein oder andere Jubel ist auch hier zu hören. Und auch wenn man bei manchen Spielen über den Sinn streiten kann, ist das heute schon ein fulminanter und wichtiger Sieg gewesen. Sieben Tore gegen Brasilien sind wirklich der Hammer. Für mich – zugegeben ziemlicher Fußball-Laie – war dies vom Gefühl schon wie ein Finale, denn sowohl Argentinien, wie auch die Niederlande hatte ich schlechter eingeschätzt als die Brasilianer. Und dann das! Die Gefühlslage beschreibt dieser Tweet sehr gut:

Am Ende gibt es noch Ergänzungen, die erwarteten, dass Neuer noch aktiv wird:

Für die Brasilianer sicherlich keine leichte Stunde, ich erinnere mich auch noch daran, wie man 2006 vom Fanfest nach der Niederlage gegen Italien nach Hause ging. Aber beim Spiel um Platz 3 war man dann doch wieder da. Aber zugegeben – unsere Niederlage war auch nicht so eindeutig, wie das Spiel heute. Da ist das natürlich enttäuschend.

Für “uns” wird es am Sonntag dann nochmal ernst. Ich hoffe, dass man sich dieses klare Ergebnis nicht zu Kopf steigen lässt. Morgen Abend dann das Spiel zwischen Argentinien und den Niederlanden. Ich tippe ja – anders als der folgende Twitterer – eher auf die Niederlande, aber man wird sehen:

Etwas zwiespältig diese Meldung aus Israel:

Auf der einen Seite Freude für die Unterstützung aus Israel, aber vor allem Sorge über die Situation dort.

Pandemie in einer “Legacy” Variante

Das Brettspiel Pandemie ist eins meiner Lieblingsspiele. Man spielt hier kooperativ zusammen gegen das Brettspiel und versucht in diesem das Ausbreiten verschiedener Seuchen und damit am Ende die Ausrottung der Menschheit durch Krankheiten zu verhindern. Okay, klingt vielleicht drastischer als es ist, aber es ist wirklich ein ziemlich tolles Spiel. Hier eine Spielevorstellung, die ich mal für mein sehr kurzes Spielepodcast-Projekt mal durchgeführt hatte.

Nun wurde eine “Legacy” Version angekündigt:

Pandemic Legacy starts what will be one of the worst years in human history. Whether it is the worst year is up to the players, who must band together to save the world. Unlike Pandemic, actions taken in one game will affect all future games. Characters will change. Some may be lost. Heroes will emerge. And, of course, there are the diseases, which start under control but soon… Can you save humanity? So much more to come about Pandemic Legacy, will you be ready?

Kurz gesagt: Es wird eine Fassung geben, bei dem frühere Spiele das aktuelle Beeinflussen. Bei Risiko gibt es dies schon. Risiko Evolution habe ich noch nicht gespielt, aber hier werden Kontinente benannt, Städte gegründet und mehr, die auch in folgenden Spielen weiterhin existieren. Wie dies bei Pandemie aussehen soll, weiß ich natürlich noch nicht, klingt aber nicht uninteressant. Problem nur: Es gelingt ja kaum, die Menschheit zu schützen, was soll dann im Folgespiel kommen? Da würde sich ja eher ein Crossover zu Zombies!! anbieten :D

 

George R.R. Martin arbeitet mit DOS 1

George R.R. Martin arbeitet mit DOS

In einem interessanten Interview erklärte George R.R. Martin, dass er seine Bücher auf einem seperaten Rechner ohne Internetzugang schreibt. Das ist soweit ja vielleicht noch verständlich, wenn man sich Viren oder bei ihm wohl auch Hacker vom Leib halten wollte. Für alle, die George R.R. Martin nicht kennen: Er ist Autor unter anderem von “The Song of Ice and Fire” (dt. “Das Lied von Eis und Feuer”) die Vorlage für die Fernsehreihe “Game of Thrones”.1 Seine Bücher brauchen gerne etwas Zeit, bis sie erscheinen und dies ärgert bei einer spannenden zusammenhängenden Geschichte natürlich.

Aber ich schweife ab. Das besondere an diesem nicht mit dem Internet verbundenen Rechner ist wohl auch, dass dieser Rechner noch aus einer Zeit stammt, als das Internet nicht in jedem Haushalt vorhanden war. Auf dem Rechner läuft ein DOS System und geschrieben werden die Romane mit WordStar 4.0 aus dem Jahr 1987. DOS – für alle, die das nicht kennen – ist dieses klassische System mit blinkendem Cursor, was man manchmal im Fernsehen noch sieht. Ohne Maussteuerung bewegte man sich mit Befehlen über die Festplatte und führte dann die Programme aus – wenn man den Speicher richtig konfiguriert hatte, etc…. Ich schweife wieder ab :D2

WordStar 4.0 sieht in etwa so aus:

Wordstar_Screenshot

 

Genauer vielleicht hier. Viel Textformulierung ist bei Song of Ice and Fire sicherlich nicht notwendig und von daher dürfte das natürlich auch gehen und vielleicht ein netter Retro-Stil sein. Ihn nerven aber auch Dinge wie die Autokorrektur. Wenn ich etwas groß Schreiben will, drücke ich schon die “Shift”-Taste, sagte er sinngemäß. Der Unterschied dürfte im übrigen marginal sein. Auch wenn ein solcher Rechner natürlich mit der Geschwindigkeit eines aktuellen Computers nicht vergleichbar ist, ist das bei Textverarbeitung relativ egal. Auch moderne Worddokumente erreichen ohne eingefügte Bilddokumente oder ähnliches ja auch keine gewaltigen Größen.

Die Frage ist nur, ob ein solch altes Schätzchen nicht irgendwann den Geist aufgibt und das womöglich ein größeres Risiko darstellt, als Viren oder Hacker. Aber zum einen geht es George R.R. Martin ja wohl nicht darum und zum anderen gibt es sicherlich gute Sicherheitskopien :)

Hier noch das Video aus dem Interview:

  1. Ja, korrekt gesagt ist Game of Thrones der Name des ersten Bandes, aber sei es drum. []
  2. Für alle, die das mal ausprobieren wollen: Unter Windows mit WIN+R (oder im Startmenü) mal “cmd” ausführen. So sieht dann DOS aus. “exit” beendet das hier []