Wie das Hans-Sachs Haus zu seinem Namen kam..

…hat das Institut für Stadtgeschichte in einem alten Dokument gefunden:

8bit Philosophy erklärt den Gesellschaftsvertrag

Über Nerdcore bin ich auf folgendes Video gestoßen, welches aus einer Reihe stammt, bei der im 8-bit Spieleformat Philosophie erklärt wird. Natürlich ist mein Beispiel politischer Natur und zeigt die philosophische Antwort darauf, wieso man eine Regierung braucht:

 

Kurz gesagt: Trotz verschiedener Ansichten darüber, wie der “Naturzustand” des menschlichen Zusammenlebens aussieht. Da gibt es zum einen die “Jeder gegen Jeden” Position und diejenige, dass der Mensch nicht prinzipiell negativ dem anderen gegenüber gestellt ist und viele Probleme nur aufgrund von Ungleichheit entstanden sind. Das folgende Zitat von Rousseau beschreibt das ganz gut:

Der erste, der ein Stück Land eingezäunt hatte und es sich einfallen ließ zu sagen: dies ist mein und der Leute fand, die einfältig genug waren, ihm zu glauben, war der wahre Gründer der bürgerlichen Gesellschaft. Wie viele Verbrechen, Kriege, Morde, wie viel Not und Elend und wie viele Schrecken hätte derjenige dem Menschengeschlecht erspart, der die Pfähle herausgerissen oder den Graben zugeschüttet und seinen Mitmenschen zugerufen hätte: ‚Hütet euch, auf diesen Betrüger zu hören; ihr seid verloren, wenn ihr vergeßt, daß die Früchte allen gehören und die Erde niemandem.

Mehr will ich dazu jetzt nicht loswerden, die Zeiten der politischen Theorie liegen leider zu lange zurück und sie wurde nur selten so nett rübergebracht, wie in diesem Video. Guckt auch mal in die anderen Videos der Reihe :)

Playstation abgeschossen

Playstation abgeschossen

Wer wissen will, wie ein Krieg im Digitalen Zeitalter aussehen könnte, kann dieser Tage auf dieser Seite mal vorbei gucken. Zugegeben, ein Krieg wäre wohl was anderes, aber hier fliegen digitale Raketen über die Weltkarte, um durch ihre Menge eben Störungen in Netzwerken verursachen.

hackangriffe

Zwei Einschlagsorte tauchen immer wieder auf: Saint Louis und Seattle. Der Grund: Angriffe auf die Server von Microsoft zu Xbox Live und von Sony zum Playstation Network. Bereits vor einigen Wochen hieß es, dass die Hackergruppe “Lizard Squad” zu Weihnachten die beiden Netze lahmlegen wollte. Das Hackernetzwerk “Finest Squad” hatte daraufhin die Idenität einiger Personen offengelegt und behauptet, sie hätten den SpielerInnen damit Weihnachten gerettet.

Nun spätestens gestern konnte man sagen, dass das etwas zu früh gelobt war. Am Mittwoch konnten wohl noch Angriffe auf die Server abgewehrt werden, gestern kam dann der Absturz. Bis in die Morgenstunden gingen die Angriffe wohl, bis dann der nächste Weihnachten rettete:

Und das wohl auch nur begrenzt: Xbox Live schien im Laufe des Freitags wieder anzulaufen. Die Playstation hat ihr Netz aber noch immer nicht unter Kontrolle.

Irgendwie war mir ja vor dem Wechsel zur Playstation schon bekannt, dass die mit dem Netzwerk mal Probleme hatten, aber das hatte sich ja auch verbessert und ich bin ja eigentlich kein Spieler im Multiplayer. Und trotzdem ärgere ich mich über diesen Ausfall und über mich selbst. Der Grund ist relativ profan: Ich hatte mir exta für diese freien Tage Dragon Age Inquisition aufbewahrt. Wer es nicht kennt, dem reicht vielleicht die Zusammenfassung, dass das ein Spiel in einer Fantasywelt ist, welche sehr storygebunden ist und viele, viele Stunden geht. Von daher bieten sich so freie Tage eigentlich an. Und ich hätte es sogar spielen können, aber es gibt ein kleines Problem: Das Spiel baut – wenn man das möchte – auf den Vorgängern auf und übernimmt Entscheidungen und den Ausgang der früheren Spiele in die aktuelle Handlung. Dafür muss es aber diese Daten aus dem Internet vom Server herunterladen. Und da beginnt dann auch mein Problem: Ohne PSN keinen Zugriff auf diese Daten und kein Spiel in “meiner Welt”.

Ich könnte natürlich einfach in der generischen spielen, aber ganz ehrlich: Das Spiel spielt man nur einmal und es lebt von den Entscheidungen, da wartet man dann auf die 2-3 Minuten, die man dann online braucht. Und es ist auch nicht so, dass ich die letzten Tage dauerhaft vor der Playstation saß und versuchte mich anzumelden. Mein “Zocker-Urlaub” hatte da schon genug alternativen zu bieten wie Elite:Dangerous oder endlich Molten Core in WoW. So langsam möchte ich dann aber doch mal loslegen können und wie heißt es so schön: Morgen ist ja auch noch ein Tag. Und vielleicht hat Sony dann das Playstation Netzwerk auch wieder im Griff.

 

 

Pegida Teilnehmer nicht aus der Verantwortung entlassen

Seit einigen Tagen bestimmen die Pegida Demonstrationen und deren Ableger ja die Medien. Gestern gab es dazu einen passenden Kommentar in der SZ unter dem Titel: “Eine Absolution des Mitläufertums ist unangebracht“. Kern waren Aussagen, man müsse ja die TeilnehmerInnen der Demo von den Organisatoren unterscheiden und die Sorgen der TeilnehmerInnen ernst nehmen. Eine der Kernaussagen des Artikels ist folgende:

Denn es [das Differenzieren der TeilnehmerInnen] enthebt die Sympathisanten ohne Grund ihrer Verantwortung für die Mittel und Wege, mit denen sie ihre wie auch immer gearteten Besorgnisse öffentlich verbreiten.

In dem Artikel geht es noch um die Freiheiten in einer Demokratie, die angeblich nicht existieren würden. Zentral ist für mich aber, dass insbesondere die CSU gerne so tut, als sei es normal, dass tausende Menschen gegen eine Islamisierung auf die Straße gehen und damit Öl ins Feuer gießt. Was man jetzt braucht, sind Demokraten, die mal deutlich sagen, dass das was da passiert nicht akzeptabel ist.

Die Angst ist ganz einfach unbegründet – besonders in Sachsen. Man kann nicht etwas relativieren oder akzeptieren, was nicht wirklich existiert:

Und da kann man auch niemanden aus der Verantwortung entlassen. Wer sich an Rechtsextreme hängt und mit diesen demonstriert ist nicht ein armer Bürger, der sich verlaufen hat. Ich gehe davon aus, dass jemand, der an Demonstrationen teilnimmt soweit denken kann, dass man weiß, in welches Fahrwasser man sich begibt.

Leider verfällt die CSU in Deutschland zunehmend dem Drang lieber gegen die Menschen zu schießen, die sich nicht wehren können, anstatt sich vor diese zu stellen und für ein Miteinander zu arbeiten. Es gibt in Deutschland nur eine “Leitkultur” und das ist unser Grundgesetz. Alles andere ist in Bewegung, ob nun durch Kommerz, Digitalisierung oder Säkularisierung. Die Welt dreht sich eben weiter.

Weihnachts- und Wintermärkte 1

Vorhin bin ich über diesen Artikel über das “BamS”-Märchen vom Weihnachtsmarktverbot gestolpert. In dem wird mit dem Mythos aufgeräumt, dass irgendwelche Politiker in Berlin verboten hätten, dass ein Weihnachtsmarkt Weihnachtsmarkt heißt und stattdessen Wintermarkt heißt. Es handelt sich um eine freie Entscheidung der Marktbetreiber, die diese auf ihrer Homepage auch deutlich erklären.

In dem Zusammenhang ist mir eins aufgefallen: In Gelsenkirchen haben wir seit Jahren schon ein “Lichterfest” in der Innenstadt. Okay, zugegeben handelt es sich nur um eine Beleuchtung, aber ganz ehrlich: In meiner Erinnerung hing dieser Stern – der verdächtig nach einem Stern über Bethlehem aussieht – früher nur während des Weihnachtsmarktes.

Aber auch dieser hat doch mit dem angeblichen christlichem Abendland nicht mehr viel zu tun. Immerhin wird er hier auch vor dem Totensonntag bereits gestartet. Wie das den Kirchen gefällt ist bekannt.

Aber machen wir uns nichts vor: Den meisten dieser Menschen, die das Abendland “verteidigen”, geht es nicht um Weihnachten, das Christentum oder was auch immer “das Abendland” sein mag. Es geht gegen Ausländer. Da nimmt man dann gerne jeden Vorwand. Dass Umbenennungen einfach mit neuen Kunden, einem Protest gegen “Weihnachtsrummel” oder eben zur Förderung von Kommerz genutzt wird, passt da nicht so ins Konzept. Da sind die Ausländer, die uns die Kultur rauben viel einfacher.

Ginge es um christliche Werte, wären so Werte von Nächstenliebe bekannt und wie Maria und Josef sich in einem Land der “Patrioten” fühlen würden, kann man sich ja auch vorstellen: Die kamen doch auch nur nach Bethlehem um dort als Sozialschmarozer ein besseres Leben zu finden, oder?

Kommentare und Meinungsfreiheit 1

Kommentare und Meinungsfreiheit

Nun als auch die Tagesschau: Nach der Süddeutschen wird auch dort überlegt, wie man mit Kommentaren und Trollen umgeht. Und es werden ziemlich abartige Beispiele für Kommentare gebracht:

Ihr dreckigen Minusmenschen! – Die ihr (…) BEWEISKRÄFTIGE Kommentare, die eure Lügen-Propaganda-Maschinerie ENTLARVEN, blockiert. Ihr gehört an euren Innereien an der Reichstagskuppel aufgehängt!

Und natürlich – wie immer wenn Beiträge gelöscht werden – wird gleich der Begriff Zensur genutzt und natürlich die Meinungsfreiheit, die eingeschränkt wird. Und bei öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern gleich noch mehr.

Dabei muss man eins nochmal deutlich betonen: Die Meinungsfreiheit wird nicht dadurch eingeschränkt, wenn irgendjemand einen nicht zuhören will. Niemand wird daran gehindert – wie ich hier – seine Meinung so ausführlich und groß breitzutragen, wie man es möchte.

Man kann sich das generell wie im normalen Leben vorstellen: Jeder kann seine Meinung haben, man könnte sie sogar auf der Straße frei äußern – beispielsweise in Demonstrationen. Dennoch muss ich niemanden zu mir nach Hause reinlassen, um mir einen Vortrag zu dieser Meinung anzuhören. Und selbst bei öffentlichen Veranstaltungen kann das Hausrecht auch dazu dienen, Störer zu entfernen, die eine normale Diskussion behindern.

Vor einiger Zeit gab es dazu einen Artikel bei scienceblogsund eine passende Grafik dazu:

Bild: xkcd, Text: Anatol Stefanowitsch, CC-BY-NC 2.5

Das Versagen der Nachkriegsjustiz

Gestern Abend lief in der ARD zu später Stunde noch eine Dokumentation zum Umgang der Nachkriegsjustiz mit den Verbrechern des Nationalsozialismus. Das Ergebnis ist mehr als ernüchternd: Bewusst und gezielt wurden Täter geschützt und diesen ermöglicht in der Bundesrepublik Karriere zu machen. Hier könnt ihr euch diesen Bericht noch in der Mediathek angucken – Dauer rund 45 Minuten.

Liveberichte und Reportagen aus Westeros

Westeros ist eine ziemliche Krisenregion:

Vermittlungsversuche sind wiederholt gescheitert, Waffenruhen wurden gebrochen, auf allen Seiten Grenzen überschritten. Aus einem überschaubaren Konflikt wurde ein Vielfrontenkrieg, aus einem Staatenbund erneut ein Flickenteppich wechselnder Allianzen.

Und für alle, die es nicht kennen, es ist fiktonal. Nichtsdestotrotz berichtet die Deutsche Welle anlässlich des 20. Geburtstags deren Onlinegang ganz neutral und sachlich aus der Welt von “Game of Thrones”. So erfährt man beispielsweise, dass den Sieben Königreichen wegen der Verschwendung eine Herabstufung der Kreditwüdigkeit auf den Finanzmärkten ins Haus steht, ein Portait von Daenerys Targaryen oder erfährt “5 Dinge, die man über die Nachtwache wissen muss“.

Und auch auf Twitter laufen aktuelle Meldungen. Zum Beispiel das Wetter:

Alles in allem eine lustige und ironische Aktion des Deutschlandfunks, der damit auch seine Sachlichkeit bei fiktionalen Hintergründen beweisen kann. Hier geht es zur Sonderseite “Live aus Westeros

Samsung innovativer als Apple?

Ich bin sicher kein Apple-Fanboy, aber ich mag mein iPhone. Ich habe seit vielen Jahren die verschiedenen Versionen mitgemacht. Nicht in dem Sinne, dass ich jedes neue Handy brauchte, sondern insofern, dass bei einer Vertragsverlängerung ein neues iPhone geholt wurde. Und schon beim letzten Update vom 4S auf 5 war ich nicht mitgegangen – hier nachzulesen. Es fehlte die Innovation. Und irgendwie ist bereits jetzt abzusehenen, dass der große Sprung auch am Dienstag mit dem neuen iPhone nicht kommt. Alle Gerüchte, die es gab deuten auf: Schneller, größer (in zwei Varianten) und vielleicht etwas hübscher hin. Innovation? Schon lange nicht mehr :(

Vielleicht ist es unfair immer eine Revolution zu erwarten, wie es mit dem ersten iPhone der Fall war. Von daher kann ich mir gut vorstellen, jetzt auch wieder aufzurüsten. Denn bisher war die Konkurrenz vielleicht technisch etwas besser, aber mich umgewöhnen? Wieder Software neu kaufen? Auf die Synchronisation mit dem iPad verzichten? Bisher nicht vorgesehen.

Dann kam gestern Samsung mit dem Galaxy Note Edge und ich habe eine Spielerei gesehen, die ich durchaus als Neuerung anerkenne – nur wird es wahrscheinlich nichts bringen, denn das Handy soll laut Chip nur in Südostasien erscheinen. Der Clou: Es gibt eine abgerundete Ecke mit eigenem Bildschirm, der zur Steuerung, aber auch für Tickermeldungen und ähnliches genutzt werden kann. Hier mal ein Video dazu:

In dem Video ist aufgekommen, warum meine Begeisterung etwas gesunken ist: Die Größe. Ich will kein Phablet oder wie man die Dinger nennen will. Ich will nen Handy oder nen Tablet – wozu noch was dazwischen und das Handy mit zwei Händen bedienen?

Von daher bleibt es wahrscheinlich beim Apfel auf der Handyrückseite wenn jetzt eine Vertragsverlängerung ansteht. Und dann mal sehen, wie es in 2 Jahren aussieht – vielleicht ist der zweite Bildschirm bis dahin auch auf normalen Handys und vernünftig nutzbar? :)

Keine Wildtiere im Zirkus 1

Gestern bin ich auf das unten stehende Video von Peta gestoßen, bei dem es um eine Kampagne gegen die Haltung von Wildtieren in Zirkussen geht. Noch bis morgen kann man dort eine Petition dazu unterscheiden. Vielleicht zunächst mal das Video und der Link zur Petition:

Ich bin nicht zwingend und in jeder Frage Unterstützer von Peta, aber hier haben sie nochmal einen Punkt getroffen. Es mag zwar durchaus Zirkusse geben, die sich möglichst gut um Tiere kümmern, aber wenn wir uns mal angucken, wie artgerechte Haltung in Zoos inzwischen aussieht, kann dies kein Zirkus für diese Tiere leisten.

“Unser” Weihnachtszirkus wirbt wieder mit weißen Löwen.  Wenn man sich dagegen mal anguckt, wie Löwen momentan in der Zoom Erlebeniswelt gehalten werden und wieviel Platz die dort haben, wird deutlich, dass dies für einen Zirkus einfach unmöglich ist. Wahrscheinlich wird sich dies eher am Maßstab des alten Ruhr-Zoos orientieren.

“Leute wollen die Tiere sehen”, sagt der Zirkusbetreiber in dem Artikel. Und ich sage: Wir haben den Tierschutz in das Grundgesetz geschrieben. Das muss auch seinen Einfluss in die Politik finden und darum habe ich die Petition unterschrieben. Ja, ich habe als Kind auch gerne Tiere im Zirkus gesehen – lieber als Artisten. Aber ich kann nicht für mein Vergnügen und meine Unterhaltung andere Wesen leiden lassen. Und bringt es Kindern nicht viel mehr, Tiere natürlich zu erleben, anstatt mit irgendwelchen erzwungenen Tricks?

Und ja: Ich mache auch Abstriche. Ich bin kein Vegetarier, aber versuche möglichst oft auf Bio-Produkte zu setzen und setze mich politisch dafür ein, dass wir eine Landwirtschaft bekommen, die gute Nahrung, artgerechte Haltung und eben auch Fleischkonsum vereinbart. Ich unterstütze Zoos, die sich um Artenvielfalt kümmern und Tiere vernünftig halten. Darum halte ich unsere Zoom Erlebniswelt auch für einen doppelten Gewinn für die Stadt. Und ich finde es gut, dass der Zoo keine Elefanten mehr hält, weil eine artgerechte Haltung unmöglich ist.

Unsere Gesellschaft muss weg davon, dass andere für uns leiden müssen. Das betrifft für mich Arbeitsbedingungen hier oder auch in Entwicklungsländern und eben auch den Umgang mit Tieren. Das ist nicht immer ganz einfach, aber ich bezweifle, dass Löwen, afrikanische Rinder, Kamele und weitere Exoten das Leben in der Arena als traumhaft empfinden und viel Spaß bei der Show haben. Und auch, dass man “die Vielfalt der exotischen Tierwelt” (so auf der Homepage vom Circus Probst) hier erleben kann, wage ich einfach zu bezweifeln. Dafür bieten sich Zoos wohl eher an.

Von daher – wenn auch sehr kurzfristig – der Aufruf diese Aktion von Peta zu unterstützen.