ArchivApril 2015

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Nachtrag zu Medien beim Flugzeugabsturz
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Der beste Livestream zum Rücktritt von Klopp
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Yom Ha’Shoa – Holocaust-Gedenktag
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Der Ozean am Ende der Straße

Nachtrag zu Medien beim Flugzeugabsturz

Ich hatte vor einiger Zeit etwas über den Umgang der Medien mit dem Absturz der Germanwings Maschine geschrieben. Jetzt nur als kurzer Nachtrag ein Artikel im Bildblog, wo deutlich wird, wie die BILD mit den Opfern der Tragödie umging: Fotos werden veröffentlicht ohne nachzufragen. Diese können sich ja beschwerden und man würde das dann online entfernen  – wie man das aus den Druckerzeugnissen entfernt, ist aber offen. Und verstößt auch gegen den Pressekodex, aber hey, es ist die BILD.

Der beste Livestream zum Rücktritt von Klopp

Gestern hatte Jürgen Klopp angekündigt zum Ende der Saison in Dortmund aufzuhören. Für mich nicht das riesige Thema, Fußball ist nicht mein Ding. Trotzdem habe ich gestern mit großer Begeisterung einen Livestream gelesen. Das besondere findet man in diesem einen Beitrag zu Beginn der Pressekonferenz:

klopppkgerman

Kurz für alle, die kein englisch können: Der arme Journalist sitzt in der Pressekonferenz beim BVB, in der es um den Rücktritt von Klopp geht und kann kein Wort deutsch. Und dann geht es ziemlich genial weiter und man spürt förmlich wie nutzlos er sich vorkommt über etwas live zu berichten, von dem er kein Wort versteht. Hier der komplette Livestream zum nachlesen – von unten nach oben.

Der besondere Clou: Eigentlich steht doch alles wichtige drin, was man vielleicht wissen muss: Kein anderer Club bisher da, er will aber weiter was machen und ist auch nicht müde. Muss man wirklich mehr wissen? Okay, eins dann doch: Der Pressevertreter, der ganz am Ende noch nach Eintrittskarten für seinen Sohn fragte – schon sehr skurril. Die Chefredaktion hat sich entsprechend von dem Vertreter distanziert.

Für mich dennoch interessant, welcher Wirbel um einen Fußballtrainer gemacht wurde. Aber dazu später mehr…

 

Yom Ha’Shoa – Holocaust-Gedenktag

Heute war / ist Holocaust Gedenktag in Israel. Darüber gestolpert bin ich über folgendes Video bei facebook:

Ich hatte es glaube ich schon mal gesehen, aber gerade kam der Gedanke auf, wie tief dieses Ereignis sich in die israelische Kultur eingedrungen ist, wenn der Verkehr und das städtische Leben so zum Stillstand kommt. Immerhin sind wir in diesem Jahr 70 Jahre nach dem Erlebnis – ganze 2-3 Generationen.

In Deutschland wird viel zu oft geplaudert, ob man die Geschichte nicht hinter sich lassen könne – es sei doch alles so lange her und man habe nichts mehr damit zu tun. Ob man hier nun Sirenen heulen lassen muss, sei mal dahin gestellt, aber der Gedenktag am 27. Januar geht in Deutschland doch etwas unter, oder?

Dabei geht es nicht um Schuld – die haben die meisten nicht mehr – aber um Verantwortung und die einfache Erinnerung, zu was Rassismus und Hass führen kann. Ein wie auch immer gearteter Gedenktag könnte nie die Verbundenheit haben, wie bei einem Volk, dass 6 Millionen Menschen verloren hatte  und vielleicht ist die Zeit dafür abgelaufen. In Israel ist dieser Gedenktag mit Startschwierigkeiten seit 1961 etabliert und gesetzlich verankert. Der deutsche Gedenktag existiert gesetzlich erst seit 1996.

Foto: Valley2city (CC BY-SA 3.0)

 

Der Ozean am Ende der Straße

Wiedermal ein Buch geschafft – mein Urlaubsbuch sozusagen: “Der Ozean am Ende der Straße” musste erkundet werden. Viele Freunde im Bekanntenkreis hatten davon geschwärmt, also hatte ich mir zum Geburtstag die digitale Fassung gekauft und dann eine Woche später auch “real” geschenkt bekommen. Dank Rückgaberecht der digitalen Fassung kein Problem und so habe ich an drei Tagen dieses Buch von Neil Gaiman gelesen und bin ebenso angetan. Weiterlesen