ArchivMai 2014

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George R.R. Martin arbeitet mit DOS
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Zuspät? XBox one künftig auch für 400 Euro zu bekommen – ohne Kinect
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ver.di Beitritt

George R.R. Martin arbeitet mit DOS

In einem interessanten Interview erklärte George R.R. Martin, dass er seine Bücher auf einem seperaten Rechner ohne Internetzugang schreibt. Das ist soweit ja vielleicht noch verständlich, wenn man sich Viren oder bei ihm wohl auch Hacker vom Leib halten wollte. Für alle, die George R.R. Martin nicht kennen: Er ist Autor unter anderem von “The Song of Ice and Fire” (dt. “Das Lied von Eis und Feuer”) die Vorlage für die Fernsehreihe “Game of Thrones”. ((Ja, korrekt gesagt ist Game of Thrones der Name des ersten Bandes, aber sei es drum.)) Seine Bücher brauchen gerne etwas Zeit, bis sie erscheinen und dies ärgert bei einer spannenden zusammenhängenden Geschichte natürlich.

Aber ich schweife ab. Das besondere an diesem nicht mit dem Internet verbundenen Rechner ist wohl auch, dass dieser Rechner noch aus einer Zeit stammt, als das Internet nicht in jedem Haushalt vorhanden war. Auf dem Rechner läuft ein DOS System und geschrieben werden die Romane mit WordStar 4.0 aus dem Jahr 1987. DOS – für alle, die das nicht kennen – ist dieses klassische System mit blinkendem Cursor, was man manchmal im Fernsehen noch sieht. Ohne Maussteuerung bewegte man sich mit Befehlen über die Festplatte und führte dann die Programme aus – wenn man den Speicher richtig konfiguriert hatte, etc…. Ich schweife wieder ab 😀 ((Für alle, die das mal ausprobieren wollen: Unter Windows mit WIN+R (oder im Startmenü) mal “cmd” ausführen. So sieht dann DOS aus. “exit” beendet das hier))

WordStar 4.0 sieht in etwa so aus:

Wordstar_Screenshot

 

Genauer vielleicht hier. Viel Textformulierung ist bei Song of Ice and Fire sicherlich nicht notwendig und von daher dürfte das natürlich auch gehen und vielleicht ein netter Retro-Stil sein. Ihn nerven aber auch Dinge wie die Autokorrektur. Wenn ich etwas groß Schreiben will, drücke ich schon die “Shift”-Taste, sagte er sinngemäß. Der Unterschied dürfte im übrigen marginal sein. Auch wenn ein solcher Rechner natürlich mit der Geschwindigkeit eines aktuellen Computers nicht vergleichbar ist, ist das bei Textverarbeitung relativ egal. Auch moderne Worddokumente erreichen ohne eingefügte Bilddokumente oder ähnliches ja auch keine gewaltigen Größen.

Die Frage ist nur, ob ein solch altes Schätzchen nicht irgendwann den Geist aufgibt und das womöglich ein größeres Risiko darstellt, als Viren oder Hacker. Aber zum einen geht es George R.R. Martin ja wohl nicht darum und zum anderen gibt es sicherlich gute Sicherheitskopien 🙂

Hier noch das Video aus dem Interview:

Zuspät? XBox one künftig auch für 400 Euro zu bekommen – ohne Kinect

Vor einem Jahr angekündigt, ist der Kampf zwischen XBox One und Playstation 4 eigentlich entschieden: 9:5 für die PS4 steht es momentan in Millionen ausgelieferten Exemplaren, wobei die Frage ist, wieviele davon noch in den Läden stehen. Nun versucht Microsoft aufzuholen: Künftig ohne Kinect und Onlinedienste wohl auch ohne Gebühr, berichtet die FR heute. Die Frage ist nur: Kann sie damit wieder aufholen?

Ich für meinen Teil habe meine PS4 Vorbestellung letztes Jahr storniert, als sich interessante Titel verzögerten und es bisher nicht wirklich bereut. Momentan bin ich auch noch nicht umgestiegen, auch wenn ich es für Watchdogs überlegt hatte. Aber solange ich noch alles für den PC bekomme und dort spielen kann und nicht wirkliche Renner für die Konsolen kommen, bleibt es wohl auch beim PC und HDMI Verbindung für alles, was mit Controller von der Couch gespielt werden muss.

ver.di Beitritt

Ab heute dann auch Mitglied #verdiSeit einiger Zeit hatte ich es mir vorgenommen, aber gestern war die Gelegenheit dann günstig: Bei der Kundgebung zum Tag der Arbeit bin ich eben fix zum ver.di Stand und hab meine Beitrittserklärung ausgefüllt. Ich war schon länger geneigt, dies zu tun, aber als nun bei der letzten Tarifverhandlung ein Sockelbetrag durchgesetzt wurde, war dies der letzte Anstoß beizutreten. Zum einen wollte ich nicht immer nur die Tariferhöhungen mitnehmen, ohne mich an deren Zustandekommen irgendwie zu beteiligen. Und dann dieser soziale Sockelbetrag, um die Schere der Reichtumsverteilung in Deutschland etwas zu schließen. Ob noch andere Leistungen des verdi-Mitgliederservice genutzt werden, muss ich noch sehen.