ArchivFebruar 2014

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Prime Kunden jetzt auch Lovefilm Kunden
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Staatsschulden in der Ukraine
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Wolf of Wall Street

Prime Kunden jetzt auch Lovefilm Kunden

Kunden von Amazon Prime können sich darauf freuen, ab morgen auch den kompletten Zugriff auf das Lovefilm Archiv zu haben und damit Fernsehserien oder Filme kostenlos im Stream zu sehen. Kostenlos ist dabei relativ. Dieses Jahr ist dies in dem Jahrespreis von 29 Euro noch enthalten, aber ab 2015 soll dies dann 49 Euro kosten, also gut 20 Euro mehr. Und das Problem: Das Filmangebot ist – soweit ich es bisher sehen konnte – doch durchwachsen. Im VoD Angebot finden sich für 2013 gerade mal 17 Einträge und keine Filmblockbuster. Gut, man zahlt weniger als 2 Euro mehr pro Monat und für weniger als 5 Euro bekommt man seine Bestellungen per Paket, kann sich für den Kindle pro Monat ein Buch ausleihen und hat eben Zugriff auf diese Filmdatenbank. Ob es sich für mich lohnt, werde ich in den nächsten Tagen feststellen 🙂

Staatsschulden in der Ukraine

Es ist beeindruckend, was wir in der letzten Woche erleben konnten. Vor einer Woche sah es fast noch so aus, als ob der Protest in der Ukraine brutal gestoppt werde und unterliegt. Nun ist der Präsident abgesetzt und es geht darum, wie es weitergeht.

Im Heute Journal gab es heute einen Bericht zur Staatsverschuldung des Staates. Zum einen geht es um Misswirtschaft. Aufgemerkt habe ich aber, als darauf hingewiesen wurde, dass westliche Investoren notwendige Reformen verhindert haben. (Ab 1:17 Minute) Man kann ja sicherlich über IWF streiten und seine Vorgehen streiten, aber mir geht da eher die Frage durch den Kopf, ob da nicht einfach auf den guten Glauben investiert wurde, dass Staaten nicht pleite gehen. So kann man zu horrenden Zinsen in die Staaten investieren und am Ende springen EU und IWF (u.A.) schon ein, und übernehmen die Schulden. Private Gewinne werden zu öffentliche Schulden. (Hier im übrigen mehr zu den Spekulanten)

Dies ist einer der Gründe, warum ich finde, dass wir ein Insolvenzverfahren brauchen, damit Staatspleiten vernünftig behandelt werden können, anstatt sie durch Stützkredite in der Regel zu verlängern. Karten auf den Tisch, Forderungen besprechen und auch für private Spekulanten damit Abstriche machen. Ich bin mal gespannt, was sich nun auch finanziell in der Ukraine tut.

Wolf of Wall Street

Am Freitag Abend wollte ich eigentlich den Jahresabschluss der GRÜNEN hinter mich bringen. Stattdessen ging es sehr spontan noch ins Kino. Ganz ohne Zahlen allerdings auch nicht: Wolf of Wall Street wurde kurzfristig ausgesucht.

In diesem Film geht es um Jordan Belford, der als Broker an der Wall Street anfängt und schließlich viel Geld verdient, um dann immer mehr den Legalen Weg zu verlassen, Geld ins Ausland zu schaffen oder Aktien von Unternehmen zu halten, die man selber an die Börse brachte.

Okay, die Zusammenfassung ist sehr kurz, aber ich glaube das passt auch schon so. Wer will, kann ja bei Wikipedia mehr lesen. Ich hatte mich nicht wirklich vorbereitet auf den Film und gedacht, er wäre mehr auf die aktuelle Finanzkrise bezogen. Es werden zwar Andeutungen gemacht, z.B. als erklärt wird, dass Kunden ihren Gewinn nie auszahlen dürfen, weil er dann “real” werde und stattdessen lieber in neue Aktien investieren sollten. Eine Blase irrealen Vermögens also.

Dennoch: Der Film ist das Portrait eines Mannes, der oft dem (amerikanischen) Ideal entspricht: Wohlhabend, galant und selbstbewusst lebt Belford den amerikanischen Traum, aber er geht eben dabei über Leichen – Leute, die in völlig wertlose Aktien investieren – und bricht irgendwann das Gesetz, als Macht und Geld ihn korrumpieren. Am Ende steht der hart arbeitende und bahnfahrende Polizist besser da, als der reiche Broker.

Leonardo Di Caprio, aber auch die anderen Darsteller spielen ihre Rollen perfekt. Der Film bietet damit charakterliche Sprünge und  Sex, Drugs und Money bestimmen ihn eigentlich dauerhaft.

Ich würde ihm 4/5 Sternen geben, wie auch immer. Gute Unterhaltung, manchmal mit Längen (3 Stunden Film), manchmal überspitzt.