ArchivOktober 2013

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Spielemesse 2013
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Schaden im GTA 5 Trailer: 9,5 Millionen Euro [Update: Versicherung im Spiel]
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Ein klein wenig Chaos im Blog
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Die Zukunft des Fernsehens (oder wie man mit Spoilern einen Text verbockt)
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Platz 6 auf der GRÜNEN Ratsliste
6
Wahlanalyse zur Bundestagswahl
7
Gefängnis des Glaubens – Scientology

Spielemesse 2013

Am Wochenende war wieder die Spielemesse in Essen. An 2 Tagen war auch ich auch vor Ort. Bei den Einkäufen von mir zeigt sich vor allem ein Übergewicht im Bereich der Rollenspiele:

Spielemesse 2013 EinkäufeAber natürlich habe ich nicht nur eingekauft, sondern auch das ein oder andere Brettspiel getestet. Zum Thema Rollenspiel kommen mit Sicherheit die ein oder andere Rezension im System Matters Rollenspielpodcast oder ich verweise auf unsere neuen Gespräche bei der Spielemesse zu Iron Kingdoms, Shadowrun und einem neuen Rollenspiel vom 13 Mann Verlag.  Weiterlesen

Schaden im GTA 5 Trailer: 9,5 Millionen Euro [Update: Versicherung im Spiel]

Ich werde die Tage sicher noch über GTA 5 bloggen. Wem das nichts sagt: Es ist ein Computerspiel, bei dem man – sehr zusammengefasst – einen Verbrecher spielt (im 5. Teil sogar drei) und sein Geld mit illegalen Aktivitäten verdient. Der Name “Grand Theft Auto” geht auf das Prinzip zurück, dass Autos gestohlen werden. Inzwischen geht es aber weit darüber hinaus. Hier mal ein Trailer:

Nicht auf diesem Trailer, aber auf einem anderen hat die Allianz mal berechnet, dass in 1,5 Minuten Schäden von ca. 9,5 Millionen Euro entstanden. Beispiel gefällig?

Haus per Molotowcocktail in Brand gesetzt. Leichte Explosion, Ranch-Haupthaus, Holzbauweise, erbaut 1884, zwei Stockwerke, ca. 150 Quadratmeter Wohnfläche, inklusive Mobiliar, komplett ausgebrannt und zerstört.
Schaden: 320.000 Euro

Umliegende Wiese auf 100 Quadratmeter verbrannt.
Schaden: Keiner. Der Rasen wächst kommendes Jahr wieder nach

Die komplette Schadensakte findet ihr hier. Interessant ist auch, dass es im Spiel eine Börse gibt und an dieser eine Versicherung aktiv ist. Diese soll gerüchteweise auch auf den Spieler und dessen Verwüstungen reagieren. Genauer getestet habe ich es nicht, aber als ich von diesem Tipp gehört hatte und investieren wollte, war der Kurs deutlich angestiegen in den letzten (Spiel-)Tagen. Zufall oder der Hinweis auf meinen etwas rabiaten Fahrstil? 🙂 ((Dieser Absatz [ab “Interessant ist auch”] wurde später eingefügt.))

Im übrigen: Dies ist nicht der höchste Schadensfall: Beim Hobbit wurde eine Schadenssumme von 326.188.250 Euro festgestellt. Nur die drei versteinerten Trolle werden wohl nichts davon bekommen:

Drei Fantasygestalten (Trolls, 3 m groß) werden von Zauberhand in Steinfiguren verwandelt
• Von Angehörigen ist nichts bekannt, die Ansprüche stellen könnten. Das Erbe (der Trollschatz in der Höhle) wurde auch nicht angetreten
• Beerdigungskosten entfallen, da die Trolle nun ihre eigenen Grabsteine sind.
• Also: hier kein Schaden

Diesen Bericht findet ihr direkt darunter. Daneben auch einen für Max & Moritz (1645,60 Euro), Michael Vaillant (773.500 Euro) oder James Bond (4.702.150 Euro).

Ein klein wenig Chaos im Blog

Da wollte ich letztens doch einen alten Artikel vom alten Blog übernehmen und plötzlich ist das Blog voll und viele alte Beiträge tauchen hier wieder auf – inklusive seltsamer Kategorien. Ich hatte mir vor einiger Zeit vorgenommen, doch ältere Artikel zu übernehmen, aber geordnet, um Kategorien anzupassen, langweiliges zu löschen und Bilder zu prüfen. Tja, und dann wurde beim Export vergessen der Endmonat auszuwählen. So waren dann plötzlich alle Beiträge seit Oktober 2007 im Blog und viel, viel mehr aufzuräumen. Naja, muss dann eben unstrukturierter und langatmiger gehen.

Die Zukunft des Fernsehens (oder wie man mit Spoilern einen Text verbockt)

Vorhin war ich auf einen interessanten Artikel aufmerksam geworden, den der Journalist Richard Gutjahr unter dem Titel “Breaking the utterly bad: Die bevorstehende TV-Revolution” veröffentlicht hat. In diesem geht es um die Zukunft des Fernsehens und es beginnt mit der These:

Fernsehen erlebt aktuell eine Renaissance, wie man das vor Jahren kaum für möglich gehalten hätte. Ausgelöst wurde dieser Imagewandel nicht etwa durch neue Technologien, sondern durch die Inhalte. TV-Serien, monumental wie Wagner-Opern (Game of Thrones), episch wie Shakespeare (Breaking Bad), packend wie Hitchcock (Homeland) und journalistischer als CNN (The Daily Show with Jon Stewart).

Eben darüber, dass man sich Serien eher aufspart und dann am Stück guckt und den Umgang in sozialen Medien damit. Vor allem später geht es dann aber um Alternativen zum klassischen Fernseher durch Anbieter wie Netflix, Google, Amazon, etc.

Ich muss zugeben, dass ich den zweiten Teil aber eher nur überflogen habe, denn der Artikel bringt im Absatz über soziale Medien ((“Beginnt mit Lebhafte Diskussionen bei Facebook oder Twitter…” direkt unter dem Bild aus Breaking Bad)) einen Spoiler zu Breaking Bad – ohne Warnung im Nebensatz. Es ist auch nicht so, dass man damit etwas zeigen würde. Jeder kennt doch einen Spoiler und vielleicht auch das Gefühl, wenn einem dieser untergeschoben wird.

Zu einem Kommentar diesbezüglich ((“Gehts noch? Spoilert das Ende von Breaking Bad ohne Warnung. Unfassbar, wie dreist kann man sein? Gleich aus dem RSS geschmissen.”, Quelle)) schreibt Gutjahr nur “Q.E.D.”. Um es mal etwas böse auszudrücken. Der Journalist behauptet es gibt ein Problem mit plötzlich aufkommenden Spoilern, bringt dann auch gleich einen und wenn sich dann jemand darüber aufregt, sieht er dies als Bestätigung seiner These an. Ich weiß ja nicht. Im Gegenteil erlebe ich bei Artikeln eher, dass deutlich zu Beginn darauf hingewiesen wird, dass der Artikel Spoiler zu XYZ enthält. So kann man das selber entscheiden. Und natürlich muss man etwas aufpassen, wenn man nicht überrascht werden will: Einem entsprechendem Twitterhashtag zu folgen, während die Sendung läuft wäre beispielsweise selten dämlich. 

Für mich war der Artikel dann gegessen. Die Stelle kann nicht anders als – wie im Kommentar auch so bezeichnet – als dreist gesehen werden. Gutjahr wollte an der Stelle nichts darstellen, sondern provozieren und Leser verärgern. Das ist im gelungen – leider.

Da viele der Thesen dennoch nicht uninteressant sind gibt es nun auch den Link zu dem Artikel. Ob nun Leseempfehlung oder nicht, überlasse ich euch 🙂 Ich nehme die Info einfach mal so mit und freue mich trotzdem auf die letzten Folgen Breaking Bad.

P.S. Im übrigen: Das Spoilerproblem in dieser Form ist mir vorher erst einmal passiert: Analog, in der TAZ. Diese hatte am Tag der letzten Folge von 24 nämlich auch einen solchen Spoiler in einen Zeitungsartikel eingepflegt. Soviel zum gefährlichen Netz. 

Gefängnis des Glaubens – Scientology

Im-Gefaengnis-des-GlaubensVor einigen Tagen hatte ich im Fernsehen zufällig vom neuen Buch des Autors Lawrence Wright gehört. Der Autor von der exzellenten Darstellung der Ereignisse rund um den 11. September (“Der Tod wird euch finden”) hat sich nun mit der Religion Scientology beschäftigt. Das Buch “Im Gefängnis des Glaubens” (hier bei Amazon zu bestellen) stellt dabei auf rund 530 Seiten die Geschichte und das Wirken dieser Organisation dar – beginnend mit der Lebensgeschichte des Gründers L. Ron Hubbard bis zur aktuellen Zeit, wo der insbesondere auch der Rolle und Bedeutung von berühmten Mitgliedern der Kirche wie John Travolta und natürlich Tom Cruise nachgeht. Immer wieder tauchen im Buch zwar in Fußnoten sinngemäß die Formulierungen “Scientology bestreitet…”, Person “erinnert sich nicht daran, dass…” oder “Der Anwalt vom Tom Cruise bestreitet…” auf, dennoch spreche ich dem Buch – auch aufgrund der vielen anderen Berichte und Darstellungen rund um Scientology und der Tatsache, dass diese Kritik transparent gemacht wird – eine gewisse Glaubwürdigkeit zu. Am Anfang des Buches findet sich – zumindest in der deutschen Auflage  – sogar der Hinweis, dass sich dies nur auf die amerikanische Organisation beziehen und im Internet auch eine Darstellung der Sichtweise von Scientology vorliegt. Transparenter kann man Kritik an dem Buch kaum machen.  Weiterlesen