„Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern…“

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Man hat ja schon viel über das Sterben der Zeitungen geschrieben und gesprochen. Ich weiß nicht, wie alt obenstehendes Zitat ist, aber eigentlich ist heutzutage ja oft schon die Zeitung von heute veraltet, wenn man sie bekommt. Vieles hatte man im Internet oder Fernsehen schon weiter nach verfolgen können. Für einige ist Zeitungslesen dann noch ein morgendliches Ritual, andere – wie ich – schätzen gute Reportagen, Kommentare und eben, dass man außerhalb seiner Filter-Bubble noch anderes mitbekommt. Dennoch: Die Zeitung steht im Wettstreit mit anderen Medien.

Umso unverständlicher, dass die WAZ nun auf einen Teil der Leser verzichten mag:

„Bedingt durch unvermeidliche Logistikänderungen können wir Ihnen Ihre Zeitung ab dem 1. Juni 2013 leider erst am nächsten Werktag nach dem Erscheinungstag zustellen“, heißt es in einem Schreiben an die Abonnenten, das MEEDIA vorliegt.

Also man bekommt keine Nachrichten, die bis zu 24 Stunden alt sind: Nein! Die Nachrichten sind nun 24-48 Stunden alt, wenn man sie in den Händen hält. Um es mal deutlich zu machen: Manche Skandale oder Themen sind nach einem Tag schon wieder verschwunden oder sehen ganz anders aus.

Gut, diese Angelegenheit betrifft offenbar „vornehmlich“ Menschen außerhalb des WAZ Gebietes – ganz klar ist das nach Meedia Artikel wohl nicht. Aber schon ein weiterer Schritt Richtung Bedeutungslosigkeit von Papiermedien. Da hilft das ePaper Angebot auch nur begrenzt – oder streben Zeitungen nun auf digital-only Varianten zu?

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