Petition für Netzneutralität

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Auf den Seiten des Bundestages gibt es aktuell eine Petition zur Netzneutralität. Sie ist kurz und knackig formuliert:

Der Deutsche Bundestag möge ein Gesetz beschließen, das Internetanbieter („Provider“) verpflichtet, alle Datenpakete von Nutzern unabhängig von Ihrem Inhalt und Ihrer Herkunft gleich zu behandeln. Insbesondere sollen keine Inhalte, Dienste oder Dienstanbieter durch diese Provider benachteiligt, künstlich verlangsamt oder gar blockiert werden dürfen.

Hintergrund dafür ist das Vorgehen der Telekom, die Nutzung des Internets zu regulieren, wenn man mehr als einen bestimmten Verbrauch im Monat übersteigt. Mal abgesehen davon, dass dies ein Schritt zurück ist, ist das Problem, dass eigene Dienste wie Entertain ausgenommen wird. Das ist natürlich ein Wettbewerbsvorteil, denn mit Entertain kann man auch nach Überschreiten des Limits genießen, aber YouTube, WatchEver oder ähnliches fällt unter den Tisch.

Und vor allem muss so auch überprüft werden, was überhaupt durch die Leitung zu einem nach Hause kommt, denn wenn es von einem Premiumpartner kommt, muss es ja anders behandelt werden.

Dabei können aber laut Telekom auch andere Premiumpartner werden. Und ab dann wird es noch problematischer: Einige Unternehmen können sich von der Trafficberechnung freikaufen. Oder vielleicht kommen ja besondere Angebote für die Kunden. Für 5 Euro mehr die Flatrate auch bei facebook, Twitter und Co. surfen? Oder nen 10er für unbegrenzten YouTube ausgeben? Wenn Daten nicht gleich – neutral – behandelt werden, kommt es schnell zu Ungleichheit. Und auch die Wahlfreiheit, was man sich im Internet angucken kann, geht dann schnell verloren. Wenn Nachrichtenseite oder Videoseite XY nicht berechnet wird, Angebot ABC aber schon, dann neigt man vielleicht eher zu XY.

Von daher der Aufruf: Unterzeichnet die Petition. Wenn 50.000 Unterschriften erreicht werden, muss der Bundestag sich damit beschäftigen.

plakat_03Quelle des Bildes: Echtes Netz | Digitale Gesellschaft e.V.

 

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