Durchgemachte Nächte und viele Zahlen

So, das Ende ist in Sicht. Nächste Woche muss die Diplomarbeit abgegeben werden. Heute abend werden noch die letzten Seiten mit Schlussfolgerungen formuliert und morgen geht es dann in die erste Schlussredaktion mit meinem Kommillitonen um die getrennt geschriebenen Teile in Form zu bringen und noch mehr als natürlich schon im Vorfeld aufeinander abzustimmen. Einige Arbeit ist es noch, aber ich bin jetzt echt froh, wenn das vorbei ist und dabei auch zuversichtlich, dass was gutes rausgekommen ist.

Für alle, die nicht wissen, worüber ich geschrieben habe (und eigentlich noch schreibe): Wir haben bei der Landtagswahl in NRW im letzten Jahr fast 7.000 Tweets erfasst von 81 Accounts von Kandidaten, Parteien und Bundestagsabgeordneten. Diese haben wir dann mit einer Inhaltsanalyse untersucht und so Typen der Twitternutzung gebildet wie den „Berichtenden Twitterer“, „Inhaltlichen Twitterer“ und mehr. Anhand der Häufigkeiten können wir dann feststellen, wie häufig was getwittert wurde und ob sich dies zwischen Parteien und dem verschiedenen Hintergrund unterscheiden. Bei mehr Ruhe werde ich die Ergebnisse auch hier oder unter Politikgezwitscher.de ausführlicher darstellen, aber darum ging es jedenfalls :)

Jedenfalls muss ich echt sagen, dass ich nicht damit gerechnet habe, dass das so stressig wird am Ende. Pia Feyth hat im Kölner Stadt-Anzeiger mal einen schönen Artikel zu Abschlussarbeiten geschrieben, bei dem ich mich in der Schlussphase auch wiederfinde:

Ich zähle die Seiten, die ich schon habe und die mir noch fehlen. Jeden Tag. Ich fange an Sicherheitskopien abzuspeichern. Viele, sehr viele, die sich mit den unterschiedlichsten Titeln auf meiner Festplatte tummeln.Die Nächte werden kürzer, der wird Zeitdruck größer. Ich trinke eines Tages Red Bull zum Frühstück. Ich sehe fertig aus.

Zwei durchgemachte Nächte habe ich hinter mir (nicht direkt hintereinander!) und generell fällt es schwer überhaupt an etwas anderes zu denken. Aber ichfand es auch irgendwie angenehm nachts zu arbeiten, die Abwechslung ist durchaus geringer und ich komme konzentrierter voran. Aber vielleicht bin ich vom inneren Zeitgefühl eher eine Eule, als eine Lerche.

Ansonsten habe ich noch etwas aus der Zeit mitgenommen: Red Bull funktioniert bei mir ganz gut. Solche Phasen sind für einen Nicht-Kaffeetrinker nämlich vielleicht noch etwas schwerer als üblich. Anstrengend ist es dennoch und ich freue mich auf die kleine Zwischenpause während der Spielemesse, wenn die Arbeit beim Korrekturlesen ist. Dann noch einmal Gas geben und nächste Woche ist das dann auch vorbei.

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