Raabs Gegendarstellung

Gegendarstellungen sind der Weg, mit dem man sich gegen eine fehlerhafte Berichterstattung wehren kann. Dies hat nun auch Stefan Raab getan und sich gegen einen Artikel im Focus gewehrt, in dem seiner Meinung nach 20 Fehler zu finden sind. Alle 20 Punkte kann man im Bildblog nachlesen, aber ist schon interessant, wie falsch Berichterstattung dann wohl sein kann:

6. Weiter heißt es: „Der Metzgerssohn, der heute noch das Mettbrötchen mit Zwiebeln, Gurkenscheibe dazu, ganz hinten in seiner Stammkneipe schätzt (…).“
Hierzu stelle ich fest, dass ich nie Mettbrötchen mit Gurkenscheiben dazu esse und auch keine Stammkneipe habe.

18. In der Bildunterzeile des Fotos auf S. 162, das ein Modellschiff zeigt, heißt es: „Sein Traumschiff – im Internat“.
Hierzu stelle ich fest, dass das Modellschiff nicht mein Traumschiff ist.

19. In der Bildunterzeile des Fotos auf S. 163, das ein Klassenzimmer zeigt, heißt es: „Seine Klasse – im Internat“.
Hierzu stelle ich fest, dass es sich nicht um mein Klassenzimmer handelt.

20. In der Bildunterzeile des Fotos auf S. 166, das ein Mettbrötchen zeigt, heißt es: „Sein Brötchen – in der Kölschkneipe“.
Hierzu stelle ich fest, dass es sich nicht um mein Mettbrötchen handelt.

Dem Focus gefällt diese Gegendarstellung ganz offensichtlich nicht und versucht diese Kritik an Fehldarstellungen als Kritik an Raab zu verkaufen:

Bekannt ist STEFAN RAAB, 44, als Spaßvogel und als Musikfreund, der Lena Meyer-Landrut großgemacht hat. Eine andere Seite zeigt Raab, wenn es um die eigene Person geht. Dies verrät diese Gegendarstellung, die FOCUS mit Blick auf den Informationsgehalt sehr gern druckt. Schon zu Beginn der Recherche zum Stefan-Raab-Porträt „Will der nur spielen?“ hatte der Medienunternehmer mit rechtlichen Schritten drohen lassen. FOCUS recherchierte trotzdem. Reporter gingen ins Handelsregister, sie sprachen mit Nachbarn und Weggefährten, mit Mitschülern und Jugendfreunden, mit Anwälten, einstigen Lehrern und Priestern. Einige haben schon angeboten, ihre Erinnerungen mit eidesstattlichen Versicherungen zu unterstützen. Den Wahrheitsgehalt der Gegendarstellung wollen wir nicht kommentieren. Unseren Lesern, die sich ein eigenes Bild machen möchten, empfehlen wir besonders die Punkte 6, 18 und 20.

Meine Meinung: Der Focus wollte eine Homestory von Raab machen und den Lesern vorgaukeln genaue Informationen über das Privatleben des Entertainers zu haben und hatte dies offensichtlich nicht oder sie eben bei Kleinigkeiten ausgeschmückt.

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