ArchivJuni 2010

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Video mit dem iPhone 4
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Gerüchte über Gerüchte bei Bundespräsidentenwahl
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Nachtrag zu Thalia
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Bundespräsidentenwahl
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Multitasking ineffektiv
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Rache für Wembley und der Fernsehbeweis
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Will Thalia einen kleinen Verlag ausschalten?
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Niedliche Faultiere
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Vuvuzela Videos
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Living Games Festival 2010

Video mit dem iPhone 4

Irgendwo und Irgendwie bin ich heute auf folgendes Video gestoßen. Da es gleich ein Making Of am Ende hat, ist die Überraschung gleich vorweg genommen: Es ist komplett mit dem iPhone 4 aufgenommen und bearbeitet worden. Und da bin ich über die Videoqualität doch schon begeistert. Es war eine gute Entscheidung den Vertrag zu Verlängern und gleich das neue iPhone zu bestellen – hoffe nur es kommt dann bald 😀

“Apple of My Eye” – an iPhone 4 film – UPDATE: Behind the scenes footage included from Michael Koerbel on Vimeo.

Gerüchte über Gerüchte bei Bundespräsidentenwahl

Momentan läuft der 2. Wahlgang bei der Bundespräsidentenwahl. Nach dem ersten Wahlgang gab es in der Auszählzeit schon einige Gerüchte per Twitter. Sogar mit Zahlen wurde schon hantiert, obwohl den Wahlhelfern die Handys abgenommen wurden. “Aus gut informierten Kreisen: 529 Gauck, 595 Wulff, 118 Jochimsen, 2 Rennicke” hieß es in dieser Nachricht. Keine der Zahlen sollte sich bestätigen.

Aber – auch wenn die ARD dies auf Twitter schieben wollte – auch die klassischen Medien heizten die Gerüchteküche an. Dort wurde nämlich von Blumen berichtet, die herangetragen werden und von Fotographen, die sich sammeln. All dies seien Anzeichen für das Ergebnis und auch aus dem letzten Jahr bekannt. Später wurde dann gesagt dieses Gerücht wäre bei Twitter aufgekommen, obwohl dort diese Meldung nur von der ARD übernommen wurde.

Eins kamm man definitiv sagen, dass die Geheimhaltung dieses Jahr besser funktionierte. Die Ruhrbarone titelten darum wohl zurecht “Bundestagspräsi Lammert schlägt Twitter”. Bin mal gespannt, was in den nächsten Runde jetzt für Gerüchte aufkommen… 😉

Nachtrag zu Thalia

Im Bezug auf den Streit zwischen Thalia und Ennsthaler gibt es eine Entspannung. Helge Fahrnberger – der Autor des ursprünglichen Artikels – hatte eine Email erhalten, nach der die Geschäftsbeziehungen zwischen Thalia und Ennsthaler wieder aufgebaut wurden. Die Facebook Seite von Thalia ist allerdings verschwunden, aber nach eigenen Informationen nicht geplant.

Bundespräsidentenwahl

Nicht mal eine Stunde noch bis die Bundesversammlung zusammentritt und den nächsten – zehnten – Bundespräsidenten wählt. Die Kandidatenlage ist wieder überschaubar mit dem “Regierungskandidaten” Christian Wulff, dem “rot-grünen” Kandidaten Joachim Gauck, Luc Jochimsen von den LINKEN und Frank Rennicke von der NPD. Über die letzten beiden muss man wohl keine großen Worte verlieren, was die Chancen angeht – außer vielleicht, dass die LINKE es meines Erachtens verpasst hat hier ein deutliches Zeichen gegen die Vorwürfe mit der DDR Vergangenheit nicht richtig abgeschlossen zu haben zu setzen.

Für mich ist auch das Ergebnis keine wirkliche Unwägbarkeit: Ich gehe davon aus, dass Christian Wulff der nächste Bundespräsident werden wird – wahrscheinlich sofort im ersten Wahlgang. Alles andere wäre jedenfalls eine große Überraschung.

Nicht nur wegen meiner Parteizugehörigkeit wäre mir Gauck deutlich lieber. Wulff ist viel zu stark in das politische Leben eingebunden, als das er die Rolle eines neutralen Beobachters und Präsidenten übernehmen könnte. Vielleicht überrascht er mich, aber dass er nun plötzlich der Regierung auch mal kritisch gegenübersteht und vielleicht alternative Wege aufweist sehe ich nicht. Von daher Merkels erster kluger Schachzug. Der zweite ist, dass sie so einen möglichen Konkurrenten hochgelobt hat. Koch und Rüttgers als stärkere Landesfürsten sind zurückgetreten oder deutlich abgewählt worden und somit blieb Wulff als “Sunny-Boy” aus Niedersachsen als momentan einzige ernsthaftere und bekanntere Konkurrenz offen. Nun nicht mehr…

Die Wahlaufrufe in den letzten Tagen die Wahl freizugeben kann man dabei auf zwei Arten verstehen. Entweder wirklich aus Respekt vor dem überparteilichen Amt oder als “Ausrede” für eine Niederlage. Ich weiß nicht, ob man aus einem unwahrscheinlichen Scheitern von Wulff gleich eine Regierungskrise machen muss, denn in der Tat geht es um ein Staatsoberhaupt, nicht um einen Regierungschef. Fakt ist: Es würde dazu kommen.

Soo… ich werd mir jetzt mal was zu Essen organisieren und das Spektakel gleich im Fernsehen betrachten … 🙂

Multitasking ineffektiv

Beim Computer oder dem iPhone ist es bestimmt praktisch: Multitasking. Mehrere Fenster die gleichzeitig geöffnet haben ist schon toll. Problematischer wird es da schon in der Realität. Nebenbei einen Videopodcast gucken neben dem Artikel schreiben, geht vielleicht gerade so, aber selbst das lenkt doch etwas ab. Wie ineffektiv Multitasking doch sein kann, könnt ihr ja bei imgriff.com mal selber ausprobieren. Ich war beim Lösen der Aufgabe im “Multitasking-Modus” ganze 13 Sekunden langsamer – also brauchte für die Aufgabe 1,5 mal so lang, wie normal. (26 normal, 39 beim Multitasking). Und wenn man ehrlich ist: Zuviele Programme auf dem Rechner belasten diesen doch auch deutlich 🙂

Rache für Wembley und der Fernsehbeweis

Heute stand die Deutsche Nationalmannschaft also im Achtelfinale gegen den “Lieblingsgegner” England. Das Ergebnis ist nichts neues: 4:1 haben die deutschen Spieler gewonnen und England damit die größte Niederlage während einer WM zugefügt. Und noch eine andere Ungerechtigkeit ist mehr oder weniger gesühnt worden: 44 Jahre nach dem berühmten Wembley Tor – bei dem England ein Tor gegeben wurde, obwohl der Ball nicht hinter der Torlinie war – wurde heute ein gültiges englisches Tor nicht gewertet. Zugegeben: 1966 war es deutlich unklarer und anders als bei dem alten Tor musste man nun nicht 24 Jahre auf die Klärung die Frage warten, ob es nun ein Tor war oder nicht. Aber ich wage auch mal zu behaupten, die Auswirkungen waren geringer heute. Während damals in der Verlängerung das Endergebnis von 4:2 dadurch zustande kam, dass Deutschland die Abwehr öffnete und mehr auf Angriff spielte, hatte die englische Mannschaft doch auch nach der Entscheidung weiterhin aktiv gespielt, aber eben nicht ganze 90 Minuten lang, sondern vielleicht 30.

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Will Thalia einen kleinen Verlag ausschalten?

Vor einiger Zeit hatte ich bereits anlässlich eines Artikels in der Süddeutschen über Vorgänge beim Buchhandel Thalia berichtet. Nun taucht der Name wieder in einer zweifelhaften Angelegenheit auf: In der österreichischen Stadt Steyr soll die örtliche Filiale ein Übernahmeangebot an einen kleinen Verlag und Buchhandel Ennsthaler gerichtet haben. Als diese ablehnten sei es dann – so ein hier nachzulesender Bericht der Geschäftsführung – der Verkauf von Büchern des Verlages in Thalia Buchhandeln eingestellt worden. Zu dem Hintergrund mehr in dem verlinkten Artikel.

Thalia hat bei facebook reagiert und festgestellt:

Herr Ennsthaler hat im Mai die Lieferantenbeziehung zu Thalia abgebrochen, sucht nun mit äußerst fragwürdigen, kreditschädigenden Mitteln den Weg in die Öffentlichkeit. Wir können diesen Schritt nicht nachvollziehen und bedauern diese Entwicklung sehr. Thalia hat sich seit längerem bemüht, eine für beide Seiten positive Lösung zu finden, sowohl was die Lieferantenbeziehung, als auch, was den Standort in Steyr angeht. Im Zuge dessen wurden auch gemeinsame Überlegungen über eine Buchhandlung am Ennsthaler-Standort in Steyr angestellt, die jedoch über die Planungsphase nicht hinausgegangen sind. Es gab zu keinem Zeitpunkt ein Kaufangebot.

Welche Ansicht nun stimmt, kann man nicht genau sagen. Der Autor des Artikels Helge Fahrnberger hat bei Facebook noch einige Fragen gestellt und für einen Zeitpunkt nach dem Wochenende ist eine Antwort auf diese Frage angekündigt worden.

Mal unabhängig von der Frage, was nun dran ist an diesem nun ins Netz getragenen Konflikts zwischen die beiden Händlern – ein schlechtes Image bedeutet ja nicht zwingend, dass man wirklich immer “böse” ist – finde ich auch interessant, dass Thalia offensichtlich auch direkt den Weg ins Netz gesucht hat. Zum einen über eine dubiose – und bald zurückgezogene – Aktion von Restposten24 bei der Blogger mit rechtlichen Schritten gedroht wurde. Thalia Steyr bestreitet hier eine Initialzündung gesetzt zu haben und hat den Weg nach facebook angetreten, um sich dort der Diskussion zu stellen.

Ich werde jedenfalls weiter gucken, was sich in diesem inhaltlichen Streit ergibt – wobei endgültig wird man dies wohl nur schwer klären können, wenn Aussage gegen Aussage steht.

(Thema gefunden über PoliticYear, Foto in der Hauptansicht von Helge Fahrnberger unter CC Lizenz)

Living Games Festival 2010

[flickr]photo:4699513380[/flickr]

Am Samstag war ich mit Kevin und Mena beim Living Games Festival in Bochum. Anders als beispielsweise die Gamescom geht es bei dieser Veranstaltung eher um die Kultur von Computerspielen und die Förderung von Eigenentwicklungen – Sie ist auch deutlich überschaubarer 🙂 Weiterlesen