Kick ass

Letzten Samstag ging es nach der Demo in Ahaus noch ins Kino zum Entspannen. Kevin hatte zwar schon „Kick-ass“ vorher im Gespräch, aber man muss ja gucken, was sich spontan hinbekommen lässt. Aber er und wir hatten Glück und in den Apollo Cinemas in Gelsenkirchen konnten wir den Film dann sehen. Aber worum geht es überhaupt?

Der Schüler Dave (Aaron Johnson) ist schon etwas, was man positiv nen Nerd nennt mit ständigem Besuch im Comic Laden ( (der btw. ziemlich cool ist, weil man da auch Kaffee trinken kann)). Dabei kommt dann irgendwann die Frage auf, wieso eigentlich niemand einen Anzug überstreift und als Superheld wirklich versucht die Welt etwas besser und sicherer zu machen. Und irgendwann bestellt er sich im Internet einen Anzug, der ein wenig an Froschkönig erinnert und macht sich auf den Weg. Der erste Einsatz endet allerdings im Krankenhaus. Kurz: Er stellt sich etwas unbeholfen in seiner Rolle als „Kick-ass“ an.

Etwas anders ist da „Hit-Girl“. Das 11-jährige Mädchen (gespielt von Chloe Moretz) ist von ihrem Vater in einen schon fast psychopatischen Rachefeldzug eingesponnen, was einen sowohl schockt, aber – wenn man bereit ist den Film als Fiktion zu akzeptieren – auch einen gewissen Charme und Spaßfaktor aufbaut, wenn dieses 11-jährige Mädchen frech und skrupellos vorgeht.

Das ist auch öfter kritisiert worden an dem Film. Es wäre sicherlich interessant mehr darüber zu erfahren, wie sie bei den Dreharbeiten auf ihre Psyche geachtet wurde, aber die Interviews nach dem Film hinterlassen bei mir eher ein Eindruck eines aufgeweckten 13-jährigen Mädchen – zum Beispiel hier beim MovieNerd. Konkret rief sie in der Sun dazu auf, den Film als Film zu sehen:

„Ein kleines Mädchen kann natürlich nicht riesige, schwere Männer verprügeln und umbringen. Ich verstehe nicht, wie jemand nicht kapieren sollte, dass das nicht echt ist. Es ist eine kontroverse Rolle. Aber es war eine Rolle, die ich spielen wollte. Wenn ich auch nur einen Bruchteil der Wörter, die ich in dem Film benutze, zuhause gesagt hätte, dann hätte ich sicherlich für den Rest meines Lebens Hausarrest bekommen.“

Für mich ist Kick-ass eine gelungene Mischung aus selbstironischer Gewaltdarstellung – wie bei Shoot’em up – und Superheldenkomödien wie bei Mystery Men – natürlich mit einer etwas rabiateren Form der Darstellung. Wenn man sich daran gewöhnt hat und sich darauf einlassen kann, dann erlebt man durchaus gute Kino-Unterhaltung.

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