Säulen der Erde

Säulen der ErdeKen Follets „Säulen der Erde“ gilt ja durchaus als Beststeller. Dennoch hatte ich lange Zeit kein gesteigertes Interesse an einem Buch, bei dem es um den Bau einer Kathedrale gehen sollte. Es lockte mich einfach nicht. Vor kurzem landete es im Rahmen einer Rabattaktion dann doch in meinem Einkaufskorb und ich muss sagen, dass ich es nicht bereue – im Gegenteil.

Das Buch ist schon ein Machtwerk von 1.150 Seiten und die Tatsache, dass ich es doch in weniger als 14 Tagen durch hatte spricht – bei meinem sonstigen Leseverhalten – durchaus für sich. Es kommt selten vor, dass ich einen Roman abgesehen von der Fahrt mit der Bahn oder zum Tagesabschluss im Bett nochmal zu Hand nehme, aber bei „Säulen der Erde“ war es so. Ob nun morgens noch einige Seiten oder am Tag einfach mal so. Das Buch bietet sich dafür aufgrund von kleineren Unterkapiteln oder Abschnitten auch sehr gut an, einfach mal 2-3 Seiten weiterzulesen – oder dann einfach nicht mehr aufzuhören.

Aber vielleicht eher etwas zum Inhalt. Es geht in der Tat in erster Linie um den Prior Phillip in Kingsbridge im England des 10. Jahrhunderts. Anhand der Geschichte verschiedener Einzelpersonen, wie dem Baumeister Tom Builder und später seinen Kindern, dem Prior oder dem Grafen der Region wird eine Geschichte gesponnen, bei der der Neubau einer Kathedrale zum Zentrum von Intrigen, Machtspielen und blutigen Kämpfen wird. Gekrönt wird dies mit einer glaubhaften Darstellung einer mittelalterlichen Welt, in der der Glaube an Gott und Wunder einen wesentlichen Aspekt darstellt.

Auch wenn die Charaktere sich in weiten Teilen durchaus einfach in „gut“ und „böse“ einteilen lassen, bleibt die Geschichte immer spannend und interessant. Das Schema ist oft, dass eben die „Bösen“ sich etwas neues ausdenken, um dem „guten“ Prior Steine beim Bau seiner Kathedrale in den Weg zu legen und dieser sich etwas dagegen einfällen lässt. Die Einfachheit dieser Geschichte macht sie dabei aber nicht schlechter, da die Handlungen sich trotz des Umfanges kaum wiederholen oder es aufgrund des Verhaltens der „bösen“ immer wieder zur neuer Entrüstung und der Frage führt, wie die Gegenseite dem Standhalten will.

Wie man lesen kann, hat mir das Buch sehr gut gefallen. Ich habe sogar einige Anregungen und Ideen fürs Rollenspiel herausziehen können, wo ich bei DSA ja durchaus eine Spielwelt habe, die stark gläubig und feudalistisch aufgebaut ist.

Auch sonst gilt aber: Ein absolut spannendes und faszinierendes Buch, welches sich zu kaufen und lesen lohnt. Hier gibts das Werk auch bei Amazon als Taschenbuch, als gebundene Ausgabe oder für die Ohren als Hörbuch.

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