Twitter Bashing bei der Zeit

Der Sinn von Twitter mag vielen nicht wirklich erscheinen, auf dem ersten Blick ist die Frage „What are you doing?“ vielleicht auch wirklich etwas banal und in der Tat, vieles dort ist banal, wie man an diesem schwarzen Humor in Bezug auf China erkennen konnte:

China has blocked Twitter. Now 1.3 billion people will have no idea what I’m having for lunch.

Allerdings ist es absolut vereinfacht, wie es sich nun Jens Uehlecke macht, wenn er Twitter gar als virtuelle Klowand bezeichnet und weiter sogar aussagt: Und so hat das Unterschichten-Fernsehen endlich seine Entsprechung im Netz“ oder „Jeder darf sich äußern, wann und so oft er will. Selbst jene, die nicht einmal mehr von all den Bärbels und Britts in Trash-Talkshows eingeladen würden.“

Ob nun bewusst oder aus Unwissenheit verkennt der Autor damit aber, dass man nur das betrachten muss, was man will. Wie beim Unterschichten-Fernsehen kann man einfach uninteressante Twitterer ausblenden oder muss nicht an Twitter teilnehmen. Aber mit noch einem hat er unrecht: Wahrscheinlich bestand seine „Recherche“ eben im stichprobenartigen Betrachten von Twitterbeiträgen und der Selektion.

Klar, auch ich überfliege Twitter immer wieder, weil einiges dabei ist, was mich nicht interessiert oder wirklich belanglos ist. Aber als Linkschleuder ist das Gremium eben sehr gut und man kommt schnell auf interessante Seiten. Da bietet Twitter zumindest mir immer einen guten Mehrwert und dies mit einer Klowand zu vergleichen zeigt eben von mangelnder Kenntnis. Mal ganz abgesehen davon, dass Twitter – anders als im Artikel angegeben – nicht nerven kann: Wer es nicht will, wird damit nicht belästigt.

Ein weiterer Artikel dazu findet sich auch bei Lars Wichert.

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