The International

image Nachdem Clieve Owen sich mit dem offensichtlich überzeichneten Action Film „Shoot em up“ sich in unser Herz geschossen hatte, ging es gestern dann auch mal in „The International„. Der Startfilm bei der Berlinale wurde dabei insbesondere wegen seines Bezugs zur Finanzkrise gelobt, wobei ich finde, dass dies etwas übertrieben ist. Die einzige Verbindung ist dabei eine fiese Bank. Diese finanziert das illegale Verbrechen und fördert insbesondere den Waffenhandel, was das Interesse von Interpol-Agent Louis Salinger (CLIVE OWEN) und der New Yorker Staatsanwältin Eleanor Whitman (NAOMI WATTS) weckt. In einem Wirrwar vor gekauften Polizisten, getöteten Kronzeugen arbeiten sich beide immer weiter an die Geschäftsetage der Bank heran.

Der Film war soweit okay, aber meines Erachtens nicht den Hype wert, der um ihn gemacht wurde. Die Geschichte ist meines Erachtens etwas zu gradlinig und im Prinzip nach dem gleichen Muster aufgebaut: Man findet einen neuen „Zeugen“, der wird erschossen und dennoch kommt man irgendwie weiter. Die einzige Szene, die mir wirklich gefallen hatte, war die Schießerei im Guggenberg Museum in New York. Nicht unbedingt weil ich finde, dass zu einem guten Film auch eine gute Schießerei gehört, aber diese Szene stach als einziges aus dem Film wirklich heraus.

Was mich ebenfalls etwas gestört hatte, war der leicht philosophische Anspruch dieses Film oder man sollte eher sagen die oft entsprechend angehauchten und abgedroschenen Sprüche der Akteure. Der einzige was hängen blieb, war eine Aussage nach dem Sinn „Wer die Schulden kontrolliert, hat die Macht“ (wie gesagt sinngemäß, ganz so platt war die Aussage dann doch nicht :D).

Ich weiss nicht, ob meine Müdigkeit gestern verhindert hat, die Brillianz des Films zu erkennen, aber mehr als netter Thriller kann ich leider nicht sagen. Die Bösartigkeit der Bank ist nicht soo überraschend und politische Kritik des Kapitalismus wird nur in einem Gespräch ein wenig offensichtlich. Auch wenn ich grade sagte, dass der Film etwas gradlinig und vorhersehbar war, war der Film nicht langweilig und durchaus eine gute Unterhaltung. Aber mehr leider eben auch nicht…

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