Klagen gegen Kinderlärm verbieten?

Thomas nennt es „die erste gute Idee der CSU seit Jahren“: Die Partei aus Bayern will dass klargestellt wird, dass „Kinderlärm (…) kein Grund für Nachbarschaftsklagen gegen Kindergärten, Spielplätze und ähnliche Einrichtungen sein [darf]“. Begrüßt wird dieses Vorhaben unter anderem vom Kinderschutzbund, der aber damit auch die Forderung verbindet, Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern. Nach der erfolgreichen Klage in Hamburg wird aber auch dort von der schwarz-grünen Regierung und in Berlin unter rot-rot über eine Lösung dieser Problematik diskutiert. Kern des Problems ist eben noch, dass Kinderlärm mit gewerblichem Lärm gleichgesetzt wird.

2 Replies to “Klagen gegen Kinderlärm verbieten?”

  1. Normalerweise kommmt aus dem politischen Bayern nichts, was man unbedingt gut heißen müsste. Die Bezeichnung als „erste gute Idee seit Jahren“ ist durchaus gerechtfertigt und unbedingt unterstützungswürdig.

    Baulärm mit Kinderlärm gleichzusetzen ist absolut schizophren. Man sollte eigentlich nicht glauben, dass einem erwachsenen, studierten und sehr gut bezahlten Hirn so ein gequirlter Blödsinn entspringen kann. Kinderlärm ist nicht nur etwas natürliches, sondern gehört einfach zum Leben mit dazu. Saßen all diejenigen, die heute gegen Kinder wettern, früher alle zuhause am Küchentisch und waren stumm?

    Verbieten wir Kinder doch gleich ganz. Eine Wohnungssuche mit 3 Kindern wird erschwert, Ballspielen hier und da verboten, Betreten des Rasens nicht gestattet und dgl. mehr. Einfach eine kranke Gesellschaft in der wir leben – und Gesetze unterstützen das auch noch.

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