ArchivJanuar 2009

1
Projekt 52: Aufgabe 4 – Kirche
2
Konferenzen über Konferenzen
3
Zeitungen per Internet – 1981 eine Sensation
4
Bundessozialgericht hält Hatz IV Regelsätze für Kinder für verfassungswidrig
5
Bahnstreiks ab Donnerstag
6
Obamania… vielleicht etwas zuviel?
7
Holocaustleugnung und Geschichtsrevisionismus
8
Projekt 52: Augabe 3 – Leblos
9
Erfolgreich Gewohnheiten ändern
10
Projekt 52: Aufgabe 2 – Zeit

Projekt 52: Aufgabe 4 – Kirche

windowslivewriterprojekt52aufgabe1-e478image-thumb.png

Diese Woche gibt es meine Fotos zum Projekt 52 etwas früher, denn morgen ist Neujahrsempfang der Grünen und da fehlt dann logischerweise die Zeit oder nach 6 oder 7 Stunden Arbeit eben die Lust und so hab ich den Tag gestern genutzt, um mich der momentanen Wochenaufgabe zu widmen. In dieser Woche ging es um Kirchen und so habe ich einen Besuch in der Stadt unternommen, um unsere Kirchengemeinde zu fotografieren – gerne mal wieder in HDR:

image

Neben dem Turm, der das offizielle Beitragsfoto für Projekt 52 darstellt, habe ich auch eine Totale aufgenommen, aber die gefällt mir nicht ganz so gut, wie der Turm 🙂

image

Wer sich für die Geschichte dieser Kirche interessiert, kann sie hier ganz einfach nachlesen:

image

Jetzt bin ich gespannt, was in der kommenden Woche auf mich zukommt. Die Aufgabe hat mir jedenfalls gefallen, denn so ging es in die Natur und die Kirche fotografieren wollte ich schon länger 😉

Konferenzen über Konferenzen

Tja, das neue Jahr ist nichtmal ein Jahr alt und schon sammeln sich die ersten Konferenzen an, die im ersten Halbjahr im Bereich Web 2.0 auf mich zukommen. Und da der ein oder andere ja vielleicht auch Interesse an dem ein oder anderen Ereignis hat, hier mal die wesentlichen Termine:

Da in diesem Jahr auch die Bundestagswahl ansteht und sich meine Diplomarbeit auch um diese Verbindung von Politik und Web drehen wird, hoffe ich den ein oder anderen Impuls aus diesen Veranstaltungen zu ziehen.

Zeitungen per Internet – 1981 eine Sensation

Es ist immer mal wieder interessant zu sehen, welche technischen Entwicklungen die IT-Branche oder eben allgemein das Internet und World Wide Web in den letzten Jahren gemacht haben. Folgendes Video zeigt beispielsweise die Sensation, dass man 1981 bereits Zeitungen per Computer aufrufen konnte. Heute Alltag, aber damals wirklich schon interessant:

Die Anmoderation mit der unglaublichen Vorstellung, doch morgens mit dem Kaffee die Zeitung auf dem Bildschirm zu lesen erinnerte mich ein wenig an Zeiten vor 10 Jahren, als es auch für mich noch wie ein Wunder erschien, dass in Amerika die Menschen einfach mal eben ins Netz gehen um morgens den Wetterbericht oder Staumeldungen abzurufen. Theoretisch war das hier sicher auch schon möglich, aber in Zeiten von Einwahl und Minutenpreisen bei maximal ISDN Geschwindigkeit für den normalen Haushalt doch fast schon Luxus … wobei unsere Internetrechnungen auch teilweise seeehr hoch waren 😉

Bundessozialgericht hält Hatz IV Regelsätze für Kinder für verfassungswidrig

Ein Schritt in die richtige Richtung: Das Bundessozialgericht hat heute den Regelsatz für Kinder von Hartz IV Empfängern mit dem Verdacht der Verfassungswidrigkeit an das Bundesverfassungsgericht weitergeleitet. Dieses muss nun entscheiden, ob der Satz von 211 Euro für ein Kind bis 14 Jahren einer genaueren Prüfung stand hält. Während bei Erwachsenen irgendwann mal errechnet wurde, wie sich die Kosten zusammensetzen -wie sinnvoll lassen wir jetzt mal außen vor – wurde bei Kindern einfach angesetzt, dass diese bis zum 14 Lebensjahr 60% und dann bis zum 18. 80% des Regelsatzes für Erwachsene erhalten – eine genauere Berechnung gab es nicht und ist damit willkürlich, wie der Anwalt der Kläger vor dem Bundessozialgericht darlegte:

“Für Essen sind 1,02 Euro am Tag vorgesehen, ein Gläschen Babynahrung kostet aber schon 1,39 Euro. Für Windeln gibt es acht Euro, das reicht eine Woche, aber nicht einen Monat. Und mit 20 Euro im Monat kann niemand ein Kind kleiden.”

Bereits Ende Oktober letzten Jahres hatten Richter am Hessischen Landesverfassungsgericht die Hartz IV Gesetzgebung unter diesem Gesichtspunkt an das Bundesverfassungsgericht weitergeleitet. Samstag gab es die schriftliche Urteilsbegründung. Dort

“beanstandeten die Darmstädter Richter, dass der besondere Bedarf von Familien mit Kindern durch die Regelleistungen nicht berücksichtigt werde. Insbesondere fehle es für die Begrenzung der Leistung für Kinder auf 60 % des Regelsatzes eines Erwachsenen an einer hinreichenden Begründung. Nicht ersichtlich sei auch, weshalb 14jährige Kinder trotz höheren Bedarfs die gleiche Regelleistung erhalten wie Neugeborene.”

Auch wenn dieses Urteil von einigen Seiten als allgemeine Prüfung der Regelsätze angesehen wurde, darf man wohl aus diesen Zeilen lesen, dass es im Kern nur um die angesetzten Beiträge für Kinder gehen dürfte. Verwunderlich ist dies nicht, war doch der Regelsatz im August letzten Jahres erst vom Bundessozialgericht für verfassungskonform erklärt worden.

Sei es drum: Verfassungskonform oder nicht, ich halte es für zu niedrig fund unterstütze demnach die Forderungen dieses anzuheben. Ein bedingungsloses Grundeinkommen, was ich für angemessener halte, wird sich zeitnah auch nicht umsetzen lassen…

Bahnstreiks ab Donnerstag

Nur eine kurze Hiobsbotschaft: Ab Donnerstag wird wiedermal bei der Bahn gestreikt. Hintergrund sind die aktuellen Tarifverhandlungen, bei denen die Bahn zwischen 2 und 3 Prozent angeboten hat, während die GDL 6,5 Prozent und Transnet und GDBA 10 Prozent fordern. Welche Regionen wann bestreikt werden, erfährt man erst am Mittwoch.

Obamania… vielleicht etwas zuviel?

Obama ist bekanntlich letzte Woche Präsident geworden und das Ereignis hat eine Menge Leute inspiriert. Bereits in den Wochen vorher lief das ja schon so und natürlich lässt man sich davon anstecken… Weiterlesen

Holocaustleugnung und Geschichtsrevisionismus

Gleich zweimal lief mir heute das Thema der Verleugnung des Holocaust über den Weg und anstatt zwei Artikel aus diesen Verweisen zu machen, packe ich sie in einen, ohne damit eine Verbindung herzustellen: Denn die Katholische Kirche hat nun wirklich nichts mit der NPD gemein.

Dennoch hatte sich Papst Benedikt XVI. am Wochenende dazu entschlossen mit der Rücknahme der Exkommunikation von vier fundamentalistischen Bischöfen zumindest den Anschein zu Erwecken, ihm sei diese Leugnung und das christlich-jüdische Verhältnis egal. Dabei geht es weniger um die Exkommunikation als solches, denn ob die katholische Kirche wirklich wieder den Strom integrieren will, der dem interreligiösen Dialog ablehnend gegenübersteht und den Gottesdienst in Latein abhalten will, ist in erster Linie eine interne Angelegenheit. Allerdings hatte einer der 1988 von dem abtrünnigen Bischofs Marcel Lefevbre ohne Zustimmung des Papstes ernannten Bischöfe Richard Williamson noch vor einigen Tagen den Holocaust verleugnet, als er sowohl Gaskammern, wie auch den millionenfachen Mord abstritt. (Mehr zum Hintergrund der Exkommunikation und natürlich auch des aktuellen Streits bei Telepolis) Für alle Vertreter der Kirche, so auch dem Vertreter der Bischofskonferenz heute morgen im Morgenmagazin, scheint dies sauber zu trennen zu sein: Die Kirche habe sich mehrmals zum Dialog und gegen die Leugnung des Holocaust ausgesprochen, dem habe sich Williamson nun zu fügen und außerdem ging es ja nur darum, diese Kirchenspaltung aufzuheben. Demnach soll sich Williamson nun eben erneut erklären und werde genau beobachtet. Klingt erstmal eben nach Vergebung und Rückkehr in die christliche Familie, aber das Problem ist, dass es sich doch nicht um ein Schäfchen handelt, welches vom Weg abgekommen ist und nun wieder auf den Weg Gottes geführt werden soll. Nein, dieses “Schäfchen” ist ein Hirte und bevor man diesem nun offiziell den Segen der Amtskirche übergibt, sollte man doch vorher klären, ob er den Weg auch kennt und vertritt, oder? Im Prinzip kann es mir als Protestant völlig egal sein, aber irgendwie musste das raus 🙂

Als zweiter Teil zum Thema Holocaustleugnung kommt nun ein Link zum NPD-Info Blog. Dort findet sich ein interessanter Artikel dazu, wie die NPD sich offiziell zwar von Holocaust-Leugnern distanziert, aber zwischen den Zeilen die Geschicht verharmlost. Beispiele aus dem Artikel:

  • Der Aufruf von Horst Mahler, dass sich alle Holocaust Leugner doch selbstanzeigen mögen, um so das Gerichtssystem zu überlasten, wird von der NPD als “Verheizaktion” kritisiert, weil die Anzeigenden eben bestraft würden, gleichzeitig wird aber gesagt, “in Deutschland [gäbe] es keine objektive Geschichtsforschung”.
  • Holocaust wird für andere geschichtliche Ereignisse genutzt, um dieses singuläre Ereignis zu relativieren: “Bomben-Holocaust über Dresden” oder Demoaufrufe “Stoppt den Holocaust in Gaza”
  • In einer Broschüre für Wahlkämpfer wird empfohlen das Thema zu umschiffen. Auch soll die Verschärfung des Paragraphen zur Volksverhetzung, nach der es “schon” strafbar sei, wenn man die “nationalsozialistische Gewalt- und Willkürherrschaft billigt, verherrlicht oder rechtfertigt” als Maulkorb Paragraph angeprangert werden.

Alles schon ziemlicher Blödsinn. Spätestens, wenn man versucht in der Betrafung der Verherrlichung einer Schreckensherrschaft einen Maulkorb zu sehen, dürfte jedem Klar sein, mit welchem Gedankens Kind man es hier zu tun hat.

Anders im übrigen – und da zeigt sich abermals, was einem beim Bloggen so alles einfallen kann – bei den Herausgebern der Zeitung “Zeitungszeugen“. Einmal pro Woche werden hierbei Zeitungen aus der Zeit des Nationalsozialismus nachgedruckt und mit Kommentaren versehen verkauft. Der bayrischen Landesregierung, die die Urheberrechte für Schriften der Nationalsozialisten hat, gefällt das nicht und hat die Veröffentlichung unterbunden – unter Verweis auf das Urheberrecht. Im Kern geht es aber um etwas anderes: Die Frage, wieviel nationalsozialistische Propaganda man den Menschen zugängig machen darf. “Mein Kampf” ist ja beispielsweise nicht verboten, es darf nur nicht neu gedruckt werden, dabei – soviel zur Rücksichtnahme auf die Opfer – kann man dieses Schundwerk Hitlers bereits in Israel auf Hebräisch kaufen. Klar: Keins dieser Schriftwerke sollte unkommentiert herauskommen, um eine historische Einordnung und Richtigstellung der Texte zu ermöglichen. Andererseits sind es eben auch Quellen aus einer Zeit deutscher Geschichte, die nun – wie Marc Felix Serrao für die Süddeutsche gut darstellt – mystifiziert werden und dadurch noch interessanter und für Nazis eben eher eine Trophäe sind. Jedenfalls behaupte ich, dass die Leute vor denen man Angst haben müsste, dass sie wirklich auf diese Propaganda hereinfallen würden, wahrscheinlich nichtmal dazu greifen würden, wenn es frei verfügbar ist oder alternativ bereits jetzt schon “Mein Kampf” und andere Nazi-“Literatur” aus dem Netz gezogen haben – ist ja nicht so, dass ich als Hitler-Fan Probleme haben müsste, mir entsprechende Texte zu organisieren. Nur so bekommt man sie garantiert ohne irgendeine Anmerkung. Und im übrigen, liebe Bayrische Landesregierung: 2015 läuft das Urheberrecht eh auf, da wäre es m.E. sinnvoller gewesen diesem Projekt, an dem u.A. auch renomierte Wissenschaftler wie Prof. Dr. Wolfgang Benz oder Prof. Dr. Hans Mommsen teilnehmen, seine Unterstützung zu geben und damit die Veröffentlichungen zu dieser Thematik geregelt und fachlich kommentiert einzuleiten und hiermit zu verhindern, dass 2015 plötzlich jeder den Blödsinn von Einst einfach so abdrucken kann, ohne dass es früher bereits qualitativ hochwertige Veröffentlichungen für interessierte gegeben hat. Und im übrigen: Den Zeitungszeugen liegt keineswegs nur Nazipropaganda bei, sondern auch Nachdrucke von Vorwärts oder anderen Zeitungen.

Projekt 52: Augabe 3 – Leblos

Das Thema “Leblos” stand für diese Woche beim Projekt 52 an, ein ziemlich umfangreicher Titel, wie ich fand 🙂 Naja, jedenfalls hatte ich zunächst an etwas gedacht, was normalerweise lebt, aber eben in dem Moment “leblos” ist. Andererseits fand ich dann doch interessanter Dinge zu fotografieren, die realistisch lebende Dinge darstellen. Meine Mutter hatte vor einiger Zeit eine Katze, die zusammengerollt da lag als wäre sie echt. Diese existiert (von “leben” wollte ich nicht sprechen 🙂 ) nicht mehr, stattdessen musste nun ein Hund herhalten, der nicht lebt, aber doch recht lebendig wirkt:

image

Erfolgreich Gewohnheiten ändern

imageIch hab regelmäßig den Wunsch irgendwas zu ändern, halte dann vielleicht auch mal einige Tage durch und dann fällt man eben in einen alten Trott und dieses Ziel verschwindet von der Bildfläche. Und irgendwie ärgere ich mich dann über mangelnde Selbstdisziplin. Heute bekam ich aber das Buch “Erfolgreiche Gewohnheiten” von Jörg Weisner, dessen Aussage ist, dass man Selbstdisziplin vergessen solle, denn diszipliniert sei jeder. Das Problem sind Gewohnheiten, die man ändern oder eben aufbauen muss. Das Konzept geht dann von 21 Tagen aus, die man – am besten am Stück – durchhalten muss und als visuelles Merkmal und vor allem Erinnerung dient ein Armband, an dem täglich ein neues Element hinzukommt, wenn man sich an sein aktuelles Ziel hält. Und sehr viel schneller kommen die alle wieder ab: Ein Fehltritt und schon kommt alles wieder runter, alles verloren. Ich denke soetwas könnte wirklich besser funktionieren, als alle bisherigen Ideen, “Verträge mit mir selbst” und so. Nur leider kostet dieses Armband knapp 100 Euro und die kann ich jetzt nicht mal eben auf den Tisch legen, also müssen zunächst andere alternativen her und die Hoffnung, zu den 50 Testern zu gehören, die dies offiziell ausprobieren dürfen 🙂

Projekt 52: Aufgabe 2 – Zeit

windowslivewriterprojekt52aufgabe1-e478image-thumb.pngEs ist wieder Foto-Samstag. Für das Projekt 52 ging es diese Woche um das Thema Zeit. Ich hatte relativ schnell überlegt, die Bahn als mein Zeit-Bild zu nutzen. Nämlich die Zeit, die man durch Verspätungen verliert. Ja, klingt irgendwie merkwürdig und nach Bahn-Bashing, aber es ist schon so, dass zusammengerechnet doch im Jahr einige Zeit dafür rausgeht, wenn man “wegen Störungen im Betriebsablauf” auf der Strecke stehen bleibt oder – schlimmer – am Bahnsteig auf die Bahn warten muss. Oft kann ich die Zeit schon kompensieren, denn man hat ja ein Buch oder den EEE PC dabei, aber manchmal geht das eben nicht. Insbesondere dann nicht, wenn die Bahn wiedermal überfüllt ist und man sich nur auf einem Stehplatz quetscht. Naja, hier also mein Motiv zum Thema “Zeit”:

image

Ein wenig simpel und nur ein Schnappschuss. Bin mal gespannt, was morgen als neues Thema kommt 😉