Archiv5. November 2008

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Obama siegt bei Präsidentschaftswahlen!

Obama siegt bei Präsidentschaftswahlen!

Um 3:26 stand das Ergebnis der Wahlen faktisch fest. Der wichtige “swing state” Ohio ging an den demokratischen Kandidaten Barack Obama. Nicht nur wegen der “Regel”, dass noch nie ein Republikaner ins Weiße Haus einziehen durfte, der nicht diesen Bundesstaat gewonnen hatte, denn diese könnte sich ändern. Nein, die Zahlen waren zu erdrückend. Bereits im Vorfeld waren die Prognosen erdrückend für die Republikaner:

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Bereits in den Umfragen lag Obama damit über den geforderten 270 Stimmen. Selbst bei pessimistischeren Rechnungen lag er bei 276 Stimmen knapp drüber. Und die ersten Wahlergebnisse zeigten keine großen Abweichungen von diesem Ergebnis: Rote Staaten gingen an McCain, Blaue an Obama und die gelben waren eben kritisch. Dann ging Georgia an McCain und dies war dann die erste “Überrachung” des Abends. Als dann um 3:26 die Nachrichten durchsickerten, dass verschiedene Sender den Sieg in Ohio an Barack Obama gaben. CNN zog wenige Minuten nach und es stand zu dem Zeitpunkt damit 194 zu 69 Wahlmänner.

Wer da noch zweifelte, für den machte John King von CNN das beliebte Spielchen auf der Karte und vergab alle Staaten an John McCain, bei denen dies wahrscheinlich war und sogar die, bei denen er zwar nicht damit rechnete, aber auch nicht völlig unmöglich ist, dass McCain dort gewinnen sollte. Die Aussage “I can’t see that he will get it… ok, give it to him” ((Ich kann nicht sehen, dass er dieses bekommen wird … okay, geben wir ihm es”)) macht deutlich, dass er wirklich alles realistische versucht hatte, um McCain zu geben, was möglich ist. Trotzdem kam er nur auf 266 Stimmen – um 3:42 war dann entgültig klar, dass McCain diese Wahl verloren hatte. Die Frage ist nur, wie lange würden die Swing States im Westen (Indiana, Virginia, North Carolina und Florida) brauchen, um zu einem Ergebnis zu kommen.

Um kurz vor 5 kam dann das Ergebnis aus Virginia: 13 Stimmen für Obama. Und als dann kurz danach die Wahlen in Kalifornien zuende gingen, wurden erst keine Projections für gewonnene Staaten ((Washington und Karlifornien)) mehr gegeben, sondern sofort das Ergebnis. Barack Obama wurde um 5:01 zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt.

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Hier kann man die Verteilung zu dem Zeitpunkt sehen. Wie stark der Sieg wird, muss sich erst noch ein wenig zeigen. Florida wird inzwischen leicht blau gezeichnet, Oregon, Nevada und Colorado ebenso. Aber diese Karte werde ich mit einer genaueren Betrachtung sicher noch nachreichen.

In diesem Moment (5:25) redet John McCain und gesteht in einer guten patriotische Rede die Niederlage ein und Obama – bei einigen Buh-Rufen – zu seiner Siege gratulierte und ihm Respekt zollte.

[Eigentlich sollte hier ein Abschnitt zu Obamas Rede rein, aber das packe ich nach 20 Minuten Warten doch in einen eigenen Beitrag. ;)]

Zum Abschluss noch vielen Dank an die Mitdiskutanten beim Liveblog. Bei Pillenknick findet man das Liveblog von dogma_p eine gute Zusammenfassung der Ergebnisse, vor allem auch zur Senatswahl, die ebenfalls stattfand.

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