Sterbehilfe

Heute im Tatort ging es ziemlich emotional um das Thema Sterbehilfe. Ich will jetzt mal den Schlenker dazu zur Seite lassen, dass ich dieses Thema nun nutze, um meinen Durchhänger beim Bloggen ein wenig zu beenden, dafür ist es doch zu wichtig. Und anstatt die ethische Frage grundsätzlich anzugehen, wurde nun die Problematik von Sterbehilfe bei Kindern angesprochen. Ganz allgemein finde ich, dass es das Recht eines jeden Menschen ist, auch darüber zu entscheiden, wann das eigene Leben enden soll. Und wenn man dies im Rahmen einer Krankheit nun auf medizinische Weise tun möchte oder muss, dann sollte es auch die Möglichkeiten dazu geben.1 Entscheidend ist dabei ist aber der Wille des Sterbenden, also dieser muss den Knopf für das Gift drücken oder ähnliches – entsprechende Apparaturen gibt es ja genug. Und wenn derjenige das eben nicht kann, dann gibt es allerdings auch niemanden, der ihn töten darf. Maschinen ausschalten also die sogenannte passive Sterbehilfe ist nach Patientenverfügung oder ähnliches noch zu dulden, aber aktive Sterbehilfe geht m.E. eben nur, wenn der Sterbewillige auch aktiv eingreift.

Während das für mich recht eindeutig ist, stellt nach dem Krimi am Abend die Frage, wie man mit Kindern umgeht. Im Film sagte das 9-jährige Mädchen an einer Stelle zu der Mutter, dass sie nicht mehr könne / wolle. Und ich denke es ist auch nicht unverständlich. Wer Tag ein, Tag aus mit Erstickungsgefühlen zu leben hat und kaum etwas Essen kann, mag auch als Kind natürlich zu dem Gedanken kommen, ob sich das Leben überhaupt
noch loht. Klingt hart, ist aber leider so. Nun gut, der Film jedenfalls hat den Gedanken aufgeworfen, ob und wie Kinder eine solche Entscheidung fällen können. Pauschal hätte ich gesagt: Aktive Sterbehilfe erst ab 18, andererseits glaube ich auch, dass Kinder nach Jahren der Krankheit und des Leids vielleicht doch auch einen berechtigten Wunsch nach dem Tod entwickeln können. Eine Antwort dazu hab ich noch nicht gefunden, habt ihr eine? :)

  1. Wobei m.E. niemand gezwungen werden darf aktive Sterbehilfe zu geben, nur weil man eben Arzt ist. []
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