Ausziehen für die Sicherheit

Um der allgegenwärtigen Bedrohung durch den Terrorismus entgegen zu treten, hat sich die EU-Kommission etwas ganz neues einfallen lassen: Um zu verhindern, dass jemand Keramikmesser an Bord eines Flugzeuges schmuggeln kann, um dieses in die eigene Gewalt zu bringen, soll einfach jeder Mensch frei jeder störender Textilien untersucht werden. Also immerhin muss man sich dafür jetzt nicht ausziehen, denn mit „Nacktscannern“ geht dies auch ganz elektronisch und damit kann man neben den Keramikmessern auch Brustamputationen, die Länge des männlichen Genitals oder wie Heribert Prantl es in einem Kommentar anmerkte „ob die linke Brust größer ist als die rechte“ nicht weiter vertuschen. Endlich Klarheit für ein Quentchen mehr Sicherheit. Aber mal im Ernst: Es gibt niemals eine absolute Sicherheit und es gibt Grenzen, bei denen Aufwand und Verlust an Freiheit in keinem Verhältnis zu dem Zugewinn an Sicherheit stehen. Also kann man nur hoffen, dass der Widerstand, der sich langsam aufbaut auch hält und diese Regelungen wieder schnell in die nächste Schublade oder besser Schredder führt.

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