Archiv20. Oktober 2008

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Der nächste US-Präsident heißt Barack Obama
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Baader Meinhoff Komplex

Der nächste US-Präsident heißt Barack Obama

Zugegeben, ich bin etwas früh dran mit diesem Titel, aber nachdem ich das Thema in den letzten Wochen etwas hab schleifen lassen, braucht man eine reißerische Überschrift. Obwohl: So reißerisch ist sie nicht, denn in Irland hat beispielsweise ein Wettbüro die Sache schon als entschieden angesehen und den Wettern ihren Gewinn bereits ausgezahlt.

Basieren tut dies wohl offensichtlich auf den Umfragen, die ganz eindeutig in eine Richtung gehen. Und damit ist weniger die landesweite Stimmung in den USA gemeint, bei der Obama mit 8 Prozent führt, sondern entscheidender ist die Stimmung in den einzelnen Staaten. Es zählt – nur zur Erinnerung – nämlich das Ergebnis der einzelnen Staaten: Wer dort die Mehrheit gewinnt, bekommt – in den meisten Fällen – alle Wahlmänner aus diesem Staat. Und am ende muss man so auf 270 Wahlmänner kommen.

Nach den kumulierten Ergebnissen von Pollster hat Obama dieses Ergebnis weit überschritten und liegt auch in den meisten der unsicheren (gelben) Staaten vorne:

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In dieses Ergebnis noch nicht eingeflossen ist die neuste Wahlempfehlung, die Barack Obama verbuchen kann: Der ehemalige Außenminister unter George W. Bush Colin Powell hat gesagt, er werde – als Republikaner – für Obama stimmen. McCain sei ihm zu weit nach rechts gerutscht. Vor allem für gemäßigte Unentschlossene der Mitte ein guter Grund nochmal über die Wahl nachzudenken.

Insgesamt weiß man nicht, womit McCain Obama noch einholen will. Bereits in den letzten Wochen hatte man einen harten Kurs gefahren und versucht dessen Kontakte in den 70er Jahren mit einem Bombenleger gegen ihn zu verwenden, was aber nicht zündete. Im Gegenteil: Die Vize-Präsidentschaftskandidatin muss sich gegen eigene Vorwürfe wehren und gilt als unfähig für ein solch hohes Amt.

In diesem Sinne scheint das Ergebnis vom 4. November zwar bereits festzustehen, aber dennoch werde ich das natürlich live beobachten und hier mitbloggen 😉

Baader Meinhoff Komplex

Am Freitag ging es mit der Grünen Jugend ins Kino: Der Baader Meinhoff Komplex wurde eben zu einem Betriebsausflug genutzt. Uns so saß man dann mit Popcorn, Schokoeis oder Nachos bewaffnet vor der großen Leinwand und bekam passendes geboten: Popcorn-Kino. Natürlich erfährt man ein wenig mehr über die Geschichte der (ersten) RAF Generation, aber wirklich tiefgehend ist das jetzt auch nicht. Mag sein, dass ich von 2,5 Stunden zuviel erwarte, aber für Charakterdarstellungen der Attentäter wurde m.E. nur begrenzt auf diese eingegangen und für eine Geschichtsdarstellung ist es wiederum zu einseitig und lässt zuviele Fragen offen. Somit bleibt nur Unterhaltungskino und das ist der Film durchaus. Es ist ein Film für jedermann, wobei politisch mehr interessiertes Publikum sich (daneben) vielleicht doch nochmal den Zweiteiler Todesspiel ansehen sollte oder andere Filme über diese Zeit. Der Baader Meinhoff Komplex hat mich jetzt nicht wirklich enttäuscht, aber er war doch schwächer, als ich gehofft hatte und dabei bin ich an dieser Zeit durchaus interessiert.

Zum Abschluss noch der Trailer: