Urlaub 2008

So, frisch wieder da. Fast eine Woche Urlaub im Zelt auf dem Campingplatz verbracht – ohne große Kommunikation. Also die einzige Technik in dieser Woche war ab und an mein Nintendo DS und die Digitalkamera. Hier ein kurzer Urlaubsbericht:

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Am letzten Sonntag ging es mit dem Zug und nach dreimaligem Umsteigen1 nach Heidmühle, wo unsere Großeltern Kevin und mich am Bahnhof abholten. Mit dem Fahrrad wurde dann das Zelt, Schlafsäcke, etc. zum Camping Platz transportiert – insgesamt hatten wir jeder einen Rucksack, eine Reisetasche und eben Zelt bzw. IKEA Tasche mit Isomatten und Schlafsäcken. Naja, jedenfalls ging es so jedenfalls sehr viel leichter zum gut 1,5 km entfernten Campingplatz.

Hier gleich eine Google Map zu unserem Urlaub:


Größere Kartenansicht

Nun, dort bauten wir das Zelt auf, richteten uns ein und erlebten gleich den ersten Schock: Unseren Nachbarn. Zusammen mit seinem Sohn war er wohl etwas gelangweilt auf dem Campingplatz und sah in uns potentielle Gesellschaft. Schon bei der Ankunft wollte er uns direkt neben seinem Zelt platzieren und später lud er uns ein in unserem größeren 4-Mann-Zelt mit ihm „Independence Day“ zu gucken oder gemeinsam nen Rum zu trinken – na bravo. Erst ging es zu unseren Großeltern zum Abendessen und später konnten wir ihn einfach ignorieren. Das Aufatmen kam aber erst mit seiner Abfahrt am nächsten morgen. Ein völlig ruhiger und fauler Urlaub konnte beginnen.

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Ich werde deshalb auch nicht täglich berichten, denn mit Ausnahme von Mittwoch war das immer recht ähnlich: Aufstehen, Duschen, Frühstück, rumliegen und lesen, kurz ins Dorf, rumliegen und lesen, essen, rumliegen und lesen, schlafen.

Heidmühle / Schortens

Der Campingplatz liegt nahe des Ortskerns von Schortens – Heidmühle. Zu Fuß brauchte man – siehe Karte oben – zwar noch immer 10-15 Minuten, aber das war soweit machbar. Ich will bezüglich dieses knapp 9.000 Einwohner Städtchens2 nicht zuviel sagen, denn es war eben in erster Linie dies: Ein Städtchen, also mit den normalen Geschäften und einmal stündlichen Zügen nach Stade oder Wilhelmshaven. Wirklich erwähnenswert ist aber zum einen der Flohmarkt-Laden FINDUS, der sich in der Bahnhofstraße befindet und allen möglichen Ramsch führt, den man eben auch auf Flohmärkten findet. Ich hatte mir dort ne DVD, nen Xbox Spiel und vor allem eine neue Uhr gekauft – letzte für drei Euro. Einfach eben ein Laden zum Rumstöbern.

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Und noch empfehlenswert für Besucher der Stadt ist ein Restaurant an der Ecke Jeversche Straße / Am Freibad. Dort gibt es alles: Italienisch, Griechisch, Indisch, Deutsch3 oder wohl auch einen Döner, es schmeckt gut und täglich gibt es noch angebote. Wir waren dreimal da und immer hoch zufrieden.

Ans Meer

Am Mittwoch wollten wir dann doch etwas raus, haben uns Fahrräder geliehen und waren von unseren Großeltern mit einer Fahrradkarte ausgerüstet worden, um zur Nordsee nach Hooksiel zu fahren.  Die genaue Route könnt ihr oben ablesen.

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Das Wetter hatte uns auch zunächst Grund zu Optimismus gegeben und es war wirklich schön, etwas mehr als eine Stunde (rund 25 km) zu radeln. Zwischendurch zwar etwas windig, aber solange es trocken bleibt, alles kein Problem.

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Aber kaum erreichten wir das Meer und Kevin wollte grade anfangen, Muscheln zu sammeln, da fing es an zu Regnen und Hageln, dass man den asphaltierten Weg am Strand nicht mehr sehen konnte. Aber da mussten wir erstmal wieder hin, lag er doch rund 100 Meter von der Stelle entfernt, wo wir unsere Fahrräder abgelegt hatten. Von einem Unterstand war jedoch nichts zu sehen. Rund 1-2 km weiter unten am Stand bei den Strandkörben gab es jedoch Häuschen und wir hofften auf ein Cafe, wo man sich reinsetzen, aufwärmen und die nassen Klamotten trocknen könnte, bis der Regen aufhört, aber zum reinsitzen gab es nicht und auch sonst war das von den übrigen Badegästen schon sehr überfüllt. Mit Glück konnten wir uns doch noch in eine Niesche quetschen, auch wenn wir da schon nass bis auf die Knochen waren. (Auf dem folgenden Bild ist dieses Ereignis auch schon fast 2 Stunden her, aber vielleicht kann man etwas erahnen :D)

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Naja, irgendwann lies der Regen etwas nach und wir sind zurück. 4 km alleine den Strand wieder runter, gegen den Wind und natürlich noch bei Regen von oben. In Hooksiel haben wir ein Cafe gefunden, wo wir uns mit einem Baguette stärkten, aber – durchnässt wir wir waren – das Risiko nicht eingehen wollten, auf der Rückfahrt nochmal von Regen überrascht zu werden. Außerdem wurde es langsam wirklich übel kalt in den Klamotten, deshalb wurde auf einen Bus nach Jever zurückgegriffen und von dort dann die 6 km wieder geradelt werden. Gesagt – getan. Dazu sei noch angemerkt, dass sowohl während der Stärkung in Hooksiel, als auch während der Busfahrt die Sonne schien – kaum hatten wir uns allerdings auf den Rädern in Bewegung gesetzt, ging es wieder los. Die Räder wurden schnell abgegeben, etwas eingekauft und dann schnell nach wärmender Dusche und Kleiderwechsel das Zelt aufgesucht. Bleibende gesundheitliche Schäden waren demnach nicht zu beklagen und auch die Technik, die wir schon deshalb mitführten, um sie nicht unbeaufsichtigt im Zelt zu lassen, funktionierte tadellos. Nur Papier ist nicht so flexibel und so sah der Fahrschein für die Rückfahrt stark lädiert aus4, als auch mitgeführte Bücher. Hier mein aufgequollenes Exemplar von „Der Terrorist“ von John Updike – mehr zu den 3,5 gelesenen Büchern im Urlaub aber in einzelnen Beiträgen.

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Zum Urlaub selber ist soviel dann auch nicht mehr zu sagen: Der Camping Platz war echt gut, im Zelt konnte ich gut übernachten und auch die Rückfahrt war unproblematisch: Unsere Großeltern hatten uns gestern bereits mit Fahrrädern am Campingplatz abgeholt und so hatte ich die letzte Nacht schon das Vergnügen einer richtigen Matratze im Rücken.

Fotografie

Im Urlaub wollte ich ein wenig mehr fotografieren – und damit meine ich jetzt nicht Bilder von Kevin und mir. Auch wenn am Ende die normalen Urlaubsfotos die Mehrheit ausmachen, habe ich doch das ein oder andere Naturfoto geschossen. Hier eine kleine Auswahl:

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So, damit soll es das auch erstmal gewesen sein. Ich werde jetzt – zurück in der Welt der Technik – zunächst in virtuelle Welten entschwinden ;)

  1. Münster, Osnabrück, Sande []
  2. Schortens hat insgesamt rund 22.000 []
  3. Schnitzel eben []
  4. zum Glück brauchten wir ihn nicht []
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