ArchivAugust 2008

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Medizin mit 3,5
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Gewählt – aber im Amt bleibt ein anderer
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Urlaub 2008
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Urlaub
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Kurze Anmerkungen zum Krieg in Georgien
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Interview zum Bürgerticket
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Zuwachs im Hause Jedamzik: Eine Messor barbarus Kolonie
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Eine Baustelle abgehakt – die nächste in Sicht
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Drakensang
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Zum Bürgerticket

Medizin mit 3,5

Wer sich heute an einer Uni einschreiben will, wird immer häufiger mit dem Numerus Clausus ausgesiebt. Wenn nicht genug Plätze vorhanden sind die einzige Möglichkeit. Dennoch muss man sich mit einer Abinote von 3,5 doch nicht von einem Studienplatz in Medizin verabschieden – für das entsprechende Kleingeld klagt man sich einfach ein und wird zum “Gerichtsmediziner”, wie die Frankfurter Rundschau heute berichtet. Leisten können sich das freilich nur wenige:

Ein paar tausend Euro müssen Studenten nach Angaben von Anwälten hinblättern, um den gewünschten Studienplatz doch noch zu ergattern. Aber eine Erfolgs-Garantie gibt es nicht, und wer verliert, der riskiert, auch noch die Anwaltskosten der Gegenseite zu übernehmen.

Rechtsgrundlage ist das Grundrecht auf Bildung, welches eben nur durch die Zahl der Plätze beschränkt wird. Frage der Klage ist deshalb: Sind wirklich alle Plätze weg?

Problem ist und bleibt, dass wiedermal Geld über die Bildung entscheidet. Studien haben ja schon für die Schule entsprechendes Ungleichgewicht gezeigt, die Studiengebühren tragen sicher nicht dazu bei, dass nun auch ärmere Schichten an die Unis streben, und nun wird deutlich, dass auch der Klageweg von betuchteren Studenten eher benutzt wird. In diesem Fall wird man wohl kaum etwas tun können, um diese Ungleichheit aufzulösen, aber es sollte doch zum Nachdenken anregen…

Gewählt – aber im Amt bleibt ein anderer

Wer aus den Wahlen als Sieger hervorgeht, bestimmt wo es lang geht. So einfach kann man Demokratie im Kern beschreiben. Wo das nicht so ist, kann man am demokratischen Prinzip durchaus zweifeln. In NRW wird es nächstes Jahr so sein. Zwar „nur” vier Monate, aber immerhin. Die Landesregierung hat nämlich wahr gemacht mit der Zusammenlegung von Europawahl und Kommunalwahl und demnach die Entscheidung um vier Monate vorgezogen. Der alte Oberbürgermeister darf sich demnach gegebenenfalls noch auf seinen Auszug vorbereiten und weiter Politik machen, obwohl längst ein anderer gewählt wurde. Für den Rat gilt dies natürlich auch. Im besten Fall hat man vier Monate stillstand, weil die Abgewählten im Prinzip die Legitimation verloren haben – in Amerika nennt man dies eine „lahme Ente” („lame duck”). Im schlimmeren Fall könnte ein solcher oder eine entsprechende Ratsmehrheit noch auf die Idee kommen, die Zeit doch noch dafür zu nutzen, schnell einige Dinge durchzudrücken, die unter den anderen Konstellationen nicht mehr möglich wären. Ausgeschlossen, weil man soetwas in einer Demokratie doch nicht macht? Nach den letzten undemokratischen Änderungen des Wahlrechts durch die Landesregierung bin ich mir da nicht so sicher.

Die aktuelle Verlegung wird damit begründet, dass man Kosten sparen würde. Das ist ziemlicher Blödsinn, da im September ja auch die Bundestagswahlen stattfinden werden und man dies gut zusammenlegen könnte, was keine zusätzliche Kosten verursacht. Und eine Lösung für in fünf Jahren hätte man dann auch gefunden: Denn das Gesetz hätte ja erst für die dann folgende Wahl, also mit der kommenden Legislaturperiode gelten können. Ich denke dann hätte man auch entsprechende Übergangsvorschriften eingeführt, die es ermöglichen 2014 auch schon im Frühsommer zu wählen. Ein neu gewählter Bürgermeister und der neue Rat hätte dann sofort die Arbeit aufnehmen können, Kosten wären gesparrt worden und es wäre demokratisch völlig problemlos. Jetzt ist es aber ein einfaches Wahlgeschenk der CDU an die FDP: Da bei der Europawahlen beide Parteien schlechter mobilisieren als bei einer Bundestagswahl profitiert der kleine Partner von dieser Entscheidung. Dafür gab er im Gegenzug grünes Licht zur nächsten parteitaktischen Änderung des Wahlsystems: Die Abschaffung der Stichwahl zum Oberbürgermeister.

Bisher musste dieser eine absolute Mehrheit besitzen, so dass nach dem ersten Wahlgang teilweise noch eine Stichwahl zwischen den beiden bestplazierten Kandidaten stattfand – in den meisten Fällen eben CDU und SPD. Da die CDU dies aber irgendwie blöd fand dadurch Ämter zu verlieren, da in knap 40 Fällen die SPD (oder andere) im Stichrennen den Sieg davon trugen, wurde die Stichwahl eben abgeschafft. Von nun an gilt also derjenige als gewählt, der die relative Mehrheit auf sich vereinen kann, egal was die anderen womöglich 60% der Bevölkerung denkt.

Was hier für ein mieses parteipolitisches Spiel mit dem Wahlrecht gemacht wird, geht echt auf keine Kuhhaut und da kann man selbst als jemand, der sonst nicht viel von Sprüchen hält, dass „die da oben eh machen was sie wollen”, nichts wirklich anderes mehr sagen. CDU und FDP haben mit diesen „Reformen” gezeigt, dass für sie alles angepasst werden kann, wenn es der eigenen Partei nützt. Sagt sich jetzt vielleicht leichter als Oppositionspolitiker, aber die Tatsache, dass wir Grüne wahrscheinlich auch von der Zusammenlegung profitieren können, da unsere Wähler auch zur Europawahl gehen, hält mich ja auch nicht davon ab, genau diese Zusammenlegung für das kommende Jahr zu kritisieren. Nicht nur wegen der vier Monate Brücke, sondern eben wegen diesem taktischen Spiel, aufgrund dem beispielsweise viele Jugendliche, die eben zwischen Juni und September noch 16 geworden wären, nicht mehr wählen dürfen. Grüne und SPD haben im übrigen bereits eine Verfassungsklage diesbezüglich eingericht.

Und noch eins muss ich abschließend loswerden: Das Kostenargument ist das blödeste, was ich bei einer Demokratie je gehört habe. Klar, Demokratie ist teuer und kompliziert und auch teilweise ineffizient, aber das gehört eben dazu. Eine schöne Diktatur (nicht mal mit gewalttätiger Unterdrückung) ist sicherlich sehr viel günstiger im Unterhalt. Liebe CDU und liebe Wirtschaftsfreunde von der FDP: Der Staat lässt sich eben nicht nach reinen Buchhalterischen Methoden steuern, da gehört mehr dazu. Aber mit dem Kostenargument hattet ihr ja schon das Widerspruchsverfahren abgeschafft.

In diesem Sinne bitte nicht wundern, wenn man im nächsten Jahr brav seine Kreuze bei der Kommunalwahl gemacht hat, aber noch immer der alte – abgewählte – Oberbürgermeister sich im Rathaus bequem macht, das ist eben die neue Logik der Landesregierung NRW.

Urlaub 2008

So, frisch wieder da. Fast eine Woche Urlaub im Zelt auf dem Campingplatz verbracht – ohne große Kommunikation. Also die einzige Technik in dieser Woche war ab und an mein Nintendo DS und die Digitalkamera. Hier ein kurzer Urlaubsbericht:

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Urlaub

Die letzten Tage war es hier schon sehr ruhig und dies wird in den kommenden Tagen auch so bleiben, denn ich habe Urlaub 😉 Dienten die letzten Tage dazu – mehr oder weniger – einfach in den Tag zu leben und viel zu viel Unterhaltungsmedien am PC zu erleben – bzw. wieder bei WoW einzusteigen – bestehen die nächsten aus einem Urlaub in Norddeutschland. In knapp einer Stunde mache ich mich mit meinem Bruder auf, um in Schortens bei Jever auf dem Campingplatz eine Woche ohne Technik zu erleben. Okay, ganz richtig ist das nicht, denn ich habe noch meinen Fotoapparat und meinen Nintendo DS dabei, aber alle Kommunikationsmedien sind für diese Woche zuhause. Also kein Internet, kein iPhone, kein Laptop. Bin mal gespannt, wie ich mich nach einigen Tagen Kommunikationsabstinenz fühle. Jedenfalls habe ich massig Bücher dabei und hoffe zumindest den größten Teil davon lesen zu können. In diesem Sinne bis zum nächsten Wochenende 😉

Kurze Anmerkungen zum Krieg in Georgien

Dennis hat einen Artikel zum Krieg in Georgien geschrieben, zu dem ich – grundsätzlich zustimmend – einen Kommentar schreiben wollte. Naja, der wurde länger, und jetzt mache ich einen eigenen raus.

Zunächst mal meine Sicht der Lage: Georgien hat den Krieg begonnen, um eine vermeintlich innere Angelegenheit in der abtrünnigen Provinz Südossetien zu “klären” ((hier im übrigen der Hinweis an Dennis, dass es kein Angriff auf Russland war)), also Klartext: Die Unabhängigkeitsbewegung so zu schwächen, dass sie aufgibt. Tja, Russland hält sich für eine Schutzmacht der Provinz, dessen Gouverneur und der größte Teil der Bevölkerung auch russische Staatsbürger sind – Russland hatte diese mit dem Ziel der Angliederung sehr großzügig verteilt. Nachdem Russland sich inzwischen eingeschaltet hat, rudert Georgien zurück und fordert den Waffenstillstand. Und klar: Für Russland ist dies ein gefundenes Fressen um die beiden Provinzen (neben Südossetien auch Abchasien) in die Freiheit oder eher den Schoss der russischen Freunde zu überführen. Beide Regionen hatten in Abstimmungen schon öfter die Unabhängigkeit verlangt.

Und das war der erste Punkt, wo ich Dennis ein wenig widersprechen oder eher ergänzen musste. Denn klar: Beim Kosovo wurde die Unabhängigkeit stark berücksichtigt und wahrscheinlich sollte bei den beiden Provinzen auch das Selbstbestimmungsrecht stärker beachtet werden. Aber hier nur auf die “internationale Staatengemeinschaft” – gemeint ist wohl “der Westen” – zu blicken geht m.E. zu kurz: Russland hat ja ebenso eine entsprechende Ansicht dazu, denn hier in Südossetien gilt es, aber eben beim Kosovo und Tscheschenien war es nicht so angesagt. In dem Sinne also kein Widerspruch, aber eben eine Ergänzung, dass eben alle Seiten auf ihren Vorteil gucken.

Ich will jetzt nicht pauschal für eine Unabhängigkeit reden, etc. dafür müsste ich mich noch mehr einlesen, vor allem hilft es jetzt nicht. Wir brauchen jetzt erstmal einen Waffenstillstand und Verhandlungen. Der Vorschlag einer OSZE Mission scheint da erforderlich.

So, und weil es bei Dennis noch auftauchte der Hinweis zu Olympia: Ich finde schade, dass das IOC scheinbar immer mehr zu einer reinen Kommerzgeschichte wird. Das hat man bei China ja schon gesehen, aber auch kein Wort zum Krieg und dem eigentlichen Ziel eines olympischen Waffenstillstands. 1994 hatte Juan Antonio Sameranch in Lillehammer anlässlich des Bürgerkriegs in Jugoslawien zu einem Niederlegen der Waffen aufgerufen, jetzt nix dazu. Und diesbezüglich noch zwei Anmerkungen: Zum einen ist um 22 Uhr nix los in Sachen Olympia 😀 Da müsste der gute Herr schon die Glasnudeln zum Frühstück essen 😉 Zweitens hat mit Kevins WOW Einstieg auch wieder zum Nachdenken angeregt und vielleicht sieht man sich dann doch mal wieder online 🙂

Interview zum Bürgerticket

Gestern nach einem Infostand hatte ich Irene Mihalic, Sprecherin der Grünen in Gelsenkirchen, einmal zum Bürgerticket interviewed, hier das Ergebnis:

Zu dem im Interview genannten Statement von Wolfgang Heinberg zum Bürgerticket hatte ich auf Grünes Gelsenkirchen bereits meinen Senf abgelassen…

Zuwachs im Hause Jedamzik: Eine Messor barbarus Kolonie

Als Ersatz für die Lasius flavus Kolonie, die sich leider nicht so entwickelte wie erhofft und mit dem Verfangen der Königin im Honig endete, habe ich neben der Myrmica rubra Kolonie eine Neue angeschafft: Gestern kam die Lieferung mit 20-25 Messor barbarus Ameisen an.

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Der erste Eindruck: Eine riesige Königin (geschätzt bestimmt 1 bis 1,5 cm) und der Kopf ist auch etwas kantiger, aber das ist auch kein Wunder: Diese südeuropäische Ameise gehört nämlich zu sogenannten Ernteameisen und hat die Ernährung dadurch modifiziert, dass sie Körner sammelt und diese in ihrem Nest zu einer Art “Ameisenbrot” verarbeitet, der als Nahrung insbesondere für die Wintermonate dient. Um dies zu ermöglichen, habe ich neben der normalen Farm auch einen Ytong-Block in der Arena, der trocken gehalten wird, während dem Nest entsprechende Feuchte zugute kommt, damit die Ameisen dort die Eier und Larven pflegen können.

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Dieser Block ist komplett in die Arena der Ameisen integriert, welche ich vor Einzug natürlich noch liebevoll dekoriert habe 😉

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Links erkennt man Wasserspender und eine Plattform mit der üblichen Honiglösung, die ich dennoch anbiete. Dazu kommen dann auch Insekten, die auch die Messor barbarus braucht, da tierisches Eiweiß für die Aufzucht des Nachwuchs notwendig ist. Im Vordergrund findet man dann eben ein Schälchen mit diversen Samen und rechts den Aufgang zum Ytong-Block und den Übergang zur normalen Farm. Im Hintergrund ist ein Thermo-Hygrometer aufgehangen, mit dem ich die Temperatur für die Arena kontrollieren kann, denn als Südländer benötigen die Kleinen natürlich eine angenehme Temperatur von am besten 23 bis 28 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von 50-75 Prozent (Quelle). Momentan steuere ich dies nur über eine normale Lampe und die Belüftung durch Deckelöffnung, aber insbesondere, wenn es kälter wird und mein Zimmer nicht sowieso schon entsprechende Temperaturen vorweist, muss ich mir wohl etwas anderes einfallen lassen.

Naja, jedenfalls zogen die Ameisen heute nacht in ihr neues Zuhause. Und kaum war der Stopfen vom Reagenzglas entfernt, da begann schon das vorsichtige Erkunden der Umgebung:

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Nach einiger Zeit hatte dann eine Ameise auch auch den Weg zu den Samen gefunden und gleich zugeschlagen:

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Wie lange sie damit verbracht hatte, oder ob der Samen schließlich seinen Weg zurück ins Nest fand, kann ich nicht sagen, aber sie hatte sich schon ziemlich mit diesem beschäftigt. Ziemlich beschäftigt waren auch andere am Nest. Ich dachte erst, die würden das Nest abdichten, aber heute morgen war der Zugang noch immer weit offen und dieses “Zeug” lag einfach nur vor der Haustür. Naja, die wissen schon was sie tun und ich werde weiter beobachten 😉

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Momentan ist es ruhig auf dem anderen Schreibtisch. Aber das ist auch nicht wirklich verwunderlich, sind Messor barbarus doch eher nachtaktiv. Außerdem dürften die ersten Ausflüge den Appetit der kleinen Kolonie auch schnell gesättigt haben – der angebotene Mehlwurm wurde jedenfalls durchaus angenommen.

Und wo ich schon bei Ameisen bin: Auf dem Weg zur Grünen Jugend am letzten Freitag habe ich an der Ringstraße Ecke Wildenbruchstraße am Fußgängerübergang folgendes Bild geschossen:

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Was das wohl für ein Chip war? Jedenfalls hat er wohl geschmeckt und das an einer der Hauptverkehrsstraßen in Gelsenkirchen. Der Lärm und die Erschütterungen waren vollkommen egal, wenn es eine Köstlichkeit für die Kolonie gibt. Naja, man merkt, es sind eben doch zwei verschiedene Welten 😀

Eine Baustelle abgehakt – die nächste in Sicht

Die SPD bietet in den letzten Wochen eine Performance, die einer Seifenoper alle Ehre machen würde. Der jüngste Fall war nun die auffällige Diskussion über den Rauswurf oder nicht Rauswurf von Wolfgang Clement. Dieses Kapitel könnte sich nach der heutigen Stellungnahme des Deliquenten erledigt haben. Clement entschuldigt sich und meint er habe das ja nicht so gemeint. Also die Aussage “Deshalb wäge und wähle genau, wer Verantwortung für das Land zu vergeben hat, wem er sie anvertrauen kann – und wem nicht.” ist in dem Zusammenhang doch schon eine eindeutige Aussage dafür die SPD nicht zu wählen. Von daher war die Show in den letzten Tagen umso unverständlicher, denn es ging nicht um die hochgehaltene Meinungsfreiheit, es ging auch nicht um die Agenda 2010 und Hartz IV, sondern um einen ehemaligen Minister, der unverhohlen dazu aufruft sich doch gut zu überlegen SPD zu wählen. Das Schiedsgerichtsurteil verurteilte Clement demnach wegen verstoß gegen die “innerparteiliche Solidarität”, was man darunter versteht und wieso das für Parteien durchaus wichtig ist, beschreibt Patrick Bahners in der FAZ:

Die Solidarität ist aber nur der sozialdemokratische Name für eine Tugend, die die Mitglieder jeder Partei voneinander erwarten. Dass auf offene Sabotage verzichtet wird, ist der Minimalumfang dieser Erwartung. Wegen der besonderen Form des Zusammenschlusses der politischen Partei ist die Verlässlichkeit hier noch elementarer als in anderen Organisationen. Denn wozu schließen sich die Mitglieder einer Partei zusammen? Zum gemeinsamen Erwerb von Macht, also zu einem höchst unsicheren Unternehmen. Diese Macht wird in der Demokratie in Wahlen vergeben. Besonders ins Gewicht fällt, dass Landtagswahlen wie in Hessen nur alle fünf Jahre stattfinden. Alle Gestaltungsmöglichkeiten der Landespartei, alle Einflusschancen ihrer Führung hängen allein vom Stimmenanteil an einem Tag ab.

Und von daher ist eine solche Meinungsäußerung druchaus parteischädigend. Aber diese Diskussion wird nun erstmal abgeschlossen, denn bis das Bundesschiedsgericht sich entscheidet ist nun vielleicht Ruhe und man streitet sich nicht öffentlich um eine Sache und interpretiert an ihr rum.

Aber die nächste Baustelle kommt bestimmt in der SPD – und wieder eine alte, denn Ypsilanti spricht wieder mit den Linken. Auch wenn ich allgemein der Ansicht bin, dass es nicht viel Sinn macht, die LINKE zu verdammen, weil sie diese nur stärkt, ist dies doch das Dauerthema der SPD und sie fällt alle paar Wochen wieder in die gleichen inneren Streitigkeiten diesbezüglich. Die Ergebnisse dieses Dauerstreits in der Partei zeigen sich in den Umfragen: Es geht mehr und mehr auf die 20 Prozent zu.

Drakensang

image Am Wochenende war nicht viel Zeit hier im Blog zu schreiben. Das hat zwei einfache Gründe: Vor allem die bevorstehende Klausur in VWL, die einen großen Lernaufwand erfordert, zum anderen Drakensang, das neue PC Rollenspiel in der Welt des Schwarzen Auges. Viel Zeit hierfür blieb nicht, aber doch genug für einen ersten Blick.

Also zunächst mal das Äußere: Die Grafik dieses Spiels kann sich sehen lassen und läuft zumindest bei mir auch bei größerer Auflösung schön flüssig. Spontan zur Musik kann ich nichts sagen, sie passt einfach zum Spiel, so dass sie mir nicht negativ auffiel. Einziges Manko: Kaum Sprachausgabe: Nur der erste Satz von NPC wird auch akustisch wiedergegeben.

Die Stimmung hingegen ist wie bei jedem anderen Rollenspiel auch. Zunächst kleinere Aufträge in einem verschlafenen Vorort, dann gleich eine Mordserie in Ferdok und es kommt sicher noch mehr. Das ganze in einer schönen Umgebung, die man ein wenig aus den guten Pen and Paper Rollenspielzeiten noch kennt.

Aber auch die neuen Regeln der vierten DSA Edition lernt man so besser kennen. Zum Beispiel der Charakteranstieg. Die gewonnen Erfahrungspunkte werden in Steigungspunkte umgewandelt, die man wiederum zur Verbesserung von Talenten, Eigenschaften oder ganz profan der Lebensenergie beispielsweise nutzen kann. Also allein dabei schon ein ziemlich taktisches vorgehen. Mit Spezialfertigkeiten wie Wuchtschlag oder Befreiungsschlag kommt ein wenig Taktik auch in die Echtzeitkämpfe, die aber immer pausiert werden können. Hinzu kommt eine schöne Reihe von Zaubersprüchen, also wird schon einiges geboten.

Für alle, die in diesem Sommer ab und an nochmal in andere Welten abzutauchen, ist Drakensang sicherlich eine gute Idee und deshalb von mir eine klare Kaufempfehlung.

Zum Bürgerticket

Die WAZ hatte gestern einen schönen Artikel zum Bürgerticket bzw. der Grünen Umfrage hierzu. Dabei kam auch der vermeindliche Gegensatz zwischen Bürger- und Sozialticket in den Kommentaren zur Geltung: Dabei gibt es den Gegensatz nicht. Bürgerticket und Sozialticket sind für mich eher zwei Stufen. Mehr hier in einem kurzen Artikel bei Gruenes-Gelsenkirchen.de.