PS3 mit Millardenverlusten

Nach einer vom Handelsblatt aufgegriffenen Meldung des Medienkonzerns Sony wurde nun bekannt, dass die Playstation 3 momentan 3,3 Milliarden Verluste eingebracht hatte und sich damit schädlich auf den kompletten Konzern auswirken könnte, immerhin hatte dieser 60 Prozent seines Gewinnes durch den Konsolenmarkt erreichen können. Ein Grund hierfür – so der Bericht – könnte sein, dass man den Einstiegspreis von 600 Dollar Ende 2006 einfach zu hoch angesetzt hatte. Die X-Box des Konkurrenten Microsoft hingegen gab es für gut die Hälfte.

Viel besser geht es der entsprechenden Abteilung des Unternehmens aus Redmond auch nicht, hatte dieser zwischen 2002 und 2007 rund 7 Milliarden für die XBox in den Sand gesetzt. Allerdings kommen die Gewinne für Microsoft eben aus dem Softwaregeschäft und die „Spieleabteilung“ ist eben nur nettes Beiwerk ;)

Aber auch die Probleme von Microsoft sind hausgemacht: Die plötzliche Einstellung der Xbox 2006 und Qualitätsprobleme haben – neben den wahrscheinlich grundsätzlichen Imageproblemen – Kunden verprellt. Auch wenn hier die Verkaufszahlen nach den Erwartungen zurück blieben, liegt die Xbox 360 mit 19,5 Millionen Exemplaren noch weit vor der Playstation 3, die bisher 13,9 Millionen mal verkauft wurde.

Auch GTA 4 oder Metal Gear Solid 4 hätten den Verkauf entscheidend wenden können, so der Bericht der Welt. Aber vielleicht erklärt sich so, wieso in den USA – nach Games-und-so Podcast – in einem Sony Superstore Metal Gear Solid 4 nur zusammen mit einer PS3 verkauft wurde und der Kunde sogar zu einer zweiten überredet werden sollte. Zum Weihnachtsgeschäft rechnen Experten mit einer erneuten Preissenkung, auch wenn deren Erfolg eher begrenzt ausfallen dürfte. Im übrigen: Bereits jetzt zahlen die Hersteller drauf. Eine PS3 soll in der Produktion 840 Dollar – wird aber für 400 verkauft. Diese Subventionierung soll sich dann in den meisten Fällen durch die Lizenzvergabe für Spiele rechnen.

Während diese beiden sich in einem Sektor des Konsolenmarktes streiten, freut sich der dritte: Nintendo. Mit 28,5 Millionen verkauften Wiis1 führt der Herrsteller aus Japan den Konsolenmarkt an und das auch noch profitabel, denn mit jedem verkauften Gerät verdient Nintendo noch fleissig Geld. Hintergrund bildet eine durchaus einfacherer Ausstattung (beispielsweise keine Möglichkeit DVD oder gar Blue-Ray abzuspielen oder eben reduzierte Grafik), aber dafür eine innovativere lebendigere Steuerung. Mit dieser ist es Nintendo gelungen Menschen für Konsolen zu interessieren, die sonst dem Markt eher ferngeblieben wären. Gleiches gilt in gewisser Weise auch für den Nintendo DS, der – anders als die Playstation Portable – zwar keine Videos abspielen kann, aber eben neben normalen Spielen mehr und mehr Spiele oder vielleicht eher Programme mit Mehrwert bringt, also angefangen bei Gehirnjogging über Englishtrainer bis zu Kochbüchern oder Fitnesstrainern. Mit diesen Neuerungen gelingt es Nintendo nicht nur „Core Gamer“2 für sich zu gewinnen, sondern auch „Casual Gamer“, die nur ab und an mal ein Spielchen wagen wollen. Und auch dies macht sich in Zahlen bemerkbar: Mit 81,2 Milliarden ist Nintendo doppelt so hoch an der Börse dotiert, wie Sony.

  1. Handelsblatt spricht von 24,5 Millionen, Zahlen jedoch allgemein von Welt übernommen []
  2. Stark Computerspielende :D []
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