Archiv6. Juli 2008

1
Socialcamp – Das Video
2
Paul Potts
3
Terrorismus
4
Beweis für Wahlfälschung in Simbabwe
5
Dörte

Paul Potts

Man stelle sich einfach mal folgende Situation vor: Eine Castingshow am Samstag Abend, nächster Kandidat ist ein etwas unsicherer Telefonverkäufer, dicke Wangen, schiefe Zähne und ein verkrampftes Lächeln und dann auch noch Opern singen. Klingt ein wenig nach den typischen Casting-Show Lachnummern, oder? Seht selbst:

 

WOW, ich war baff, als ich das zum ersten mal gesehen habe und bin es noch immer. Um die Geschichte weiter zu erzählen, hat Paul Potts am Ende den Casting Wettbewerb gewonnen und mit One Chance bereits sein erstes Album aufgenommen.

Darüber gestoßen bin ich nur, weil die Telekom in einem neuen Werbespot dieses Lied dafür benutzt, den neuen Slogan “Erleben was verbindet einzufügen. Wer den Spot noch nicht gesehen hat, kann dies jetzt hier tun oder direkt bei der Telekom.

Link: sevenload.com

Ein wirklich genialer Spot, der die Stimmung bei diesem Auftritt sehr gut für dieses neue Firmenimage benutzt.

Ich habe mir nur die Frage gestellt, ob ein solches Talent bei uns eine Chance hätte. Wenn es bei DSDS überhaupt bis zur Jury kommen würde (Altergrenze!), würde es dann wahrscheinlich nicht ins Sendekonzept passen. Und selbst wenn ein deutscher Paul Potts dann doch die Bühne betreten würde, würde er dann den Geschmack der Betrachter einer solchen Sendung treffen? Ich befürchte nicht, aber vielleicht habe ich ein zu schlechtes Bild von unseren Castingshows? Bisher haben die m.E. jedoch nur Leute hervorgebracht, die durch nichts aus der großen Masse der Musiker herausstechen.

(Quellen: Robert Basic | Eliwagar | und nochmal Robert Basic zum ersten Auftritt)

Beweis für Wahlfälschung in Simbabwe

Das die Wahlen in Simbabwe keineswegs fair und demokratisch waren, ist ja von allen entsprechenden Organisationen und Wahlbeobachtern ja auch so angesehen worden. Nun gibt es aber einen klaren Videobeweis, der auch zeigt, wie dafür gesorgt wurde, dass Robert Mugabe auch auf seine Stimmen kommt. Der ehemalige Gefängniswärter Shepherd Yuda hatte die rund 10 Minuten mit versteckter Kamera aufgenommen und hatte sie dem Guardian zur Verfügung gestellt:

 

Das Original beim Guardian kann man sich hier ansehen. In dem Video kann man – kurz zusammengefasst – eindeutig sehen, wie die Menschen offen abstimmen müssen und Wahlzettel anhand einer Nummer mit der Person in Verbindung zu bringen sind. In einer verpflichtenden Veranstaltung im Gefängnis wird dann Werbung für Mugabes Zanu-PF gemacht: “Selbst wenn Tsvangirai gewinnt, wird er niemals dieses Land regieren.”

Ob das Video größere Bedeutung erlangen wird, muss man abwarten. Ich bin da eher skeptisch, Mugabe war bei dem Afrikagipfel ja bereits geschont wieder rausgekommen und im UN-Sicherheitsrat halten neben Südafrika auch China und Russland die Hände schützend über das Regime in Harare.