Archiv5. Juli 2008

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Die Waffen-Entscheidung in den USA
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Kader Loth bei Kalkofe
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Google kann mehr als suchen

Die Waffen-Entscheidung in den USA

Vor etwas über eine Woche hatte der Supreme Court eine Entscheidung zum Waffenbesitz in den USA gefällt, der hierzulande entweder mit Unverständnis aufgenommen wurde oder einfach falsch dargestellt wurde, wie beispielsweise bei Spiegel Online:

Zum ersten Mal in der US-Geschichte hat der Oberste Gerichtshof den Bürgern ein Grundrecht auf den Besitz von Handfeuerwaffen bescheinigt.

So kann man das nicht sagen, erst recht nicht so, wie es dort die Überschrift bescheinigt: “Oberes Gericht spricht US-Bürgern Recht auf Waffen zu”. Fakt ist: Das Gericht hat ein Recht bestätigt – kein neues geschaffen. Einen interessanten Bericht dazu mit den entsprechendem Hintergrund der amerikanischen Kultur findet man bei USA erklärt.

In jedem Fall finde ich die Diskussion und manchmal die Häme hier in Deutschland interessant – insbesondere wenn sie von denjenigen kommen, die sonst meinen, man könne anderen Gesellschaften doch keine Kultur aufdrücken.

Die USA haben im Bezug auf das Verhältnis von Staat und Bürger eine andere Einstellung als “wir” in Deutschland oder Europa. Während hier eher der sorgene Staat gewünscht wird, ist der Staat in den USA eben noch eher im Hintergrund und Grundrechte müssen auch gegen den Staat geschützt werden. Also die Aussage “Was ist wenn der König von England kommt” aus Bowling for Columbine (oder so ähnlich) für den Waffenbesitz bezieht sich nicht nur auf eine Bedrohung von außerhalb, sondern eben auch den besten Schutz gegen einen totalitären Staat. Der Staat soll dort nicht vor seltsamen Sekten schützen, denn dies ist Religionsfreiheit – sagen selbst Eltern von Kindern, die durch solche umgekommen sind. Auch in der Sozialpolitik ist der Staat ja bewusst eher schwach aufgestellt.

Man mag vieles hier anders sehen oder von mir aus auch belächeln, wie man auch skurrile Dinge aus anderen Ländern, aber man sollte die andere politische Kultur eben auch respektieren, vor allem wenn diese – anders als in die vielen anderen Staaten, denen angeblich “westliche Werte aufgezwungen” werden – diese demokratisch anpassen könnten.

Kader Loth bei Kalkofe

Kalkofes Mattscheibe ist einfach genial und man kann ewig damit zubringen, sich die Folgen bei YouTube anzugucken. Hier aber nun ein Special zu Kader Loth, weil wir gestern Abend wieder die Ausschnitte mit ihr gesehen hatten.

Hier zur Einführung einfach mal eine RTL-Reportage (bei Kalkofe natürlich) zu dieser Frau:

 

Und als Informationen dazwischen eine kurze Zusammenfassung über das Leben und “Werk” von Kader Loth aus der FAZ vor einiger Zeit:

Kader Loth gibt 1975 als ihr Geburtsjahr an; was sie in den zehn Jahren vorher gemacht hat, ist unbekannt. Nach eigenem Bekunden entwickelte Frau Loth früh “Interesse an den Brettern, die die Welt bedeuten”, und legte sich recht bald auch darauf. Die Zeitschrift “Penthouse” veröffentlichte Fotos von ihr und verlieh ihr den Titel “Pet of the year 1998/1999”. Seitdem nimmt sie Gesangsunterricht und “prüft diverse Rollenangebote”. Ihre Bestimmung fand sie als exaltiert näselnde Dauer-Bewohnerin wechselnder Fernsehcontainer, wo sie ironischerweise jedesmal mit einer solchen Contenooonce auftritt, als habe sie als Diva in dieser gewöhnlichen Umgebung nichts zu suchen. Nach ihrem Rauswurf bei “Big Brother 5” nahm sie an einem “Promi-Spezial” für die RTL-2-Reihe “Frauentausch” teil, wo sie Kühe melken und den Stall ausmisten mußte, was ihr so wenig gefiel, daß sie das gleiche direkt darauf noch einmal auf der “Alm” tat.

Wie man grade gesehen hat, ist Kader Loth ja sehr belesen und daher hatte sie auch bald das Vergnügen ihre eigene Literatursendung bei tier.tv zu moderieren – Lotheratur eben:

 

In diesem Zusammenhang kam die Frage auf, ob ein eventueller Migrationshintergrund vielleicht auch für die auffällige Unkenntnis der deutschen Grammatik verantwortlich sein könnte. Wikipedia offenbart jedoch, dass Kader Loth zwar als Kind türkischer Eltern geboren wurde, aber 1975 in Berlin geboren wurde und man demnach schon erwarten dürfte, dass die deutsche Sprache weitaus besser beherrscht wird. Ob man auch wissen muss, dass SPD für Sozialdemokratische Partei Deutschland steht, will ich mal offen lassen. Aber “Sozial politische Union” kann es wohl sicher nicht sein:

Also manchmal fragt man sich dann doch, wer alles seine Plattform im Fernsehen bekommt 😀

Google kann mehr als suchen

Jeder kennt es: Wenn man etwas wissen will, “googelt” man es, man gibt einige Suchbegriffe bei Google ein und hofft die Lösung zu finden. Aber es gibt viel, viel mehr, was man mit Google tun kann:

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