Sie gibt nicht auf

Auch wenn Hillary Clinton die Wahlen in Puerto Rico abermals eindeutig gewonnen hat, kann sie das Rad einfach nicht mehr umdrehen. 68 zu 32 Prozent erhielt die Senatorin auf der assoziierten Insel, die im November allerdings nicht den Präsidenten mitbestimmen darf.

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Nicht ganz nach Wunsch verlief allerdings die Entscheidung der Demokratischen Partei im Bezug auf Florida und Michigan. Die Delegierten dürften zwar alle teilnehmen, aber haben nur eine halbe Stimme. So bekam Clinton zwar mit 174 Delegierte fast fünfzig mehr als Obama (126), aber kann sich nur über einen Stimmenzugewinn von 24 freuen.

 

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Und damit hat sich kaum etwas verändert: Im Gegenteil sinken nun ihre Chancen mehr und mehr. Ihr einziger Versuch: Der Hinweis, dass mehr Menschen sie gewählt hätten – was aber auch nur gilt, wenn man in Michigan Obama komplett ignoriert – er stand dort (ich vermute mal aufgrund der Sanktionen) nicht auf dem Wahlzettel.

Im aktuellen Delegiertenstand hatte dies Obama zunächst zurückgeworfen, aber dies hat sich jetzt schon erholt. Hierzu einfach mal eine wieder die Grafik von mir mit der veränderten Delegiertenzahl:

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Laut CNN hat Obama aktuell 2.072, Hillary Clinton 1.916 Delegiertenstimmen von den 2.118 benötigten. Obama fehlen demnach nur noch 46 Delegierte für die absolute Mehrheit. Morgen werden bei den letzten offiziellen Vorwahlen nochmal 47 verteilt, aber da dies bei den Demokraten ja nach dem Verhältniswahlrecht geschieht, dürften diese Wahlen in South Dakota und Montana kaum ausreichen für Barack Obama.

In Montana führt Obama mit 48 zu 44 Prozent, in South Dakota kann sich Hillary Clinton nach der letzten Umfrage über 60 Prozent Zustimmung freuen. Selbst wenn man in Montana von 50:50 ausgeht und in South Dakota diese 60 Prozent anrechnet, gehen 26 Delegierte an Clinton, 21 an Obama. Diesem fehlen demnach noch ca. 25, wobei sich die nächsten 17 Superdelegates bereits für den Lauf der Woche angekündigt haben – und mit den Senatoren nicht grade die unwichtigsten.

Demnach sind die Chancen von Hillary Clinton nicht nur mathematisch gering, sondern auch in der Realität gleich null. Wieso steigt sie nun nicht aus, sondern überlegt sogar noch die Entscheidung des Regelausschusses noch vor Gericht zu zerren?  Ich glaube inzwischen wird es schwer das noch zu erklären oder zu verstehen. Die Superdelegates haben sich offensichtlich nicht von ihrer Argumentation überzeugen lassen, Michigan und Florida wurden zwar bestraft, aber stärker zugelassen, als zuerst angenommen und auch mit der Vize-Präsidentschaft dürfte das nicht wirklich etwas werden. Vielleicht ist die gute Dame einfach zu stolz, um einfach zu sagen: „Es war ein spannender Kampf, ein knappes Ergebnis und wir haben viel erreicht, aber jetzt ist es Zeit zur Seite zu treten und Platz zu machen für den kommenden Präsidenten der Vereinigten Staaten“ – naja, oder so ähnlich. Vielleicht sind dies aber auch Dinge, die in ihrer Kindheit liegen? :D

 

Naja, es bleibt Spekulation. Ich wage die These, dass Ende der Woche der Kandidat steht, weil der Druck auf Hillary Clinton deutlich zunehmen wird. Alles andere wäre nun auch ein wirklich parteischädigendes Spielchen.

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