Zählen Florida und Michigan?

image In diesen Minuten fällt im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf der Demokraten in den USA eine wichtige Entscheidung: Zählen die Delegierten von Florida und Michigan? In beiden Bundesstaaten war bereits gewählt worden, aber aufgrund vorgezogener Wahltermine waren sie nach den Regeln der Demokratischen Partei vom Nominierungsparteitag ausgeschlossen worden. In Florida erhielt Hillary Clinton 50 Prozent der Stimmen, in Michigan gar 55, wobei Barack Obama hier nicht auf dem Wahlzettel auftauchte und 40 Prozent für unbenannte Kandidaten1 stimmten. In Florida konnte er 33 Prozent gewinnen.

image Aktuell führt Obama mit etwas über 200 Delegierten und benötigt nur noch 42 weitere um die Mehrheit für sich zu gewinnen. Sollte sich das Clinton-Lager durchsetzen und beide Staaten komplett gewertet werden wobei Obama in Michigan keine Stimmen erhält, würde sein Vorsprung auf rund 81 sinken und er würde noch 155 benötigen.

Für Obama wäre maximal eine Splittung, also die Hälfte der Delegierten tragbar, wobei die nicht zugewiesenen Wähler in Michigan für ihn gerechnet werden. Dies würde weiterhin bedeuten, dass er mit rund 167(,5) Delegierten führt und damit noch 73 Delegierte benötigt.

In dem „popular Vote“, also der Mehrheit aller Stimmen könnte Hillary Clinton auch nur nach erstem Modell gewinnen, wenn man in Michigan Obama wirklich null Stimmen anrechnen würde.

Heute Nacht wird auch gewählt und zwar in Puerto Rico. Die 63 Delegierten dieses Bundesstaates – der im übrigen bei den Wahlen im November nicht mitbestimmen darf – dürften dabei eher an Hillary Clinton gehen. Die Umfragen stehen hierbei bei ca. 50 Prozent für sie gegen 40 Prozent für Barack Obama.

Die Diskussion des Rules Committee kann man bei CNN live verfolgen. Das Resultat sicher auch später hier…

  1. „uncommittet slate“ []
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