Clinton gewinnt in Indiana, Obama in North Carolina

Es war schon eine ziemliche Zitterpartie und am Ende waren es etwas mehr als als 20.000 Stimmen, die Hillary Clinton zum Sieg in Indiana verhalfen. Bis in die frühen Morgenstunden (MEZ) war nicht klar, ob Barack Obama den Staat trotz eigener Gratulation in Clinton einige Stunden vorher nicht doch noch gewinnen konnte. Aber inzwischen ist es amtlich:

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Eindeutiger dagegen das Bild in North Carolina, wo Barack Obama gleich mit dem Schließen der Wahllokale von CNN als Wahlsieger prognostiziert wurde. Das Ergebnis: 56 zu 42 Prozent – rund 14 Prozentpunkte und über 230.000 Wähler Vorsprung.

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Direkte Auswirkungen werden beide Ergebnisse nicht haben. Hillary Clinton hatte vorher schon verkündet weiter kämpfen zu wollen und dies in der Nacht noch verkündet, auch wenn ihre Chancen die benötigten Stimmen noch zu erhalten mathematisch gesehen kaum noch zu sehen sind.

image Bei den kommenden sechs Vorwahlen werden noch 200 Delegierte vergeben, ihr Rückstand auf Obama beträgt allerdings schon mehr als 150 Delegierte und aufgrund des Verhältniswahlrechts dürfte sich die Situation im Juni nach den Wahlen kaum verändert haben.

Die Bemühungen ihrer Seite richten sich nun an die sogenannten Superdelegates um diesen zu vermitteln, dass sie größere Chancen im Wettstreit gegen John McCain habe, aber es war nun eher Barack Obama, der nach persönlichen Angriffen im Bezug auf seinen früheren Pastor oder der anderen Position im Bezug auf eine Streichung der Benzinsteuern in den letzten Wochen etwas ins Straucheln gekommen war. Auch gewann er in Indiana alle Bezirke, die die Demokraten 2004 gewonnen hatten.

popularvote3Die Argumente von Hillary Clinton werden demnach schwächer nach diesem Ergebnis und sowohl was die Delegiertenzahlen, aber auch die „popular vote“, also ihrem Anteil an den Gesamtstimmen angeht, liegt sie weiterhin hinten. Selbst wenn man hierbei Florida berücksichtigen würde, welches bei den Delegierten aufgrund des vorgezogenen Wahltermins ausgeschlossen wurde.

Florida und Michigan allgemein könnten das Politikum der Wahlen in den kommenden Wochen werden, da Hillary Clinton hier gewonnen und damit wichtige Delegiertenstimmen aufweisen kann. Obama war aber – auch aufgrund vorheriger Absprachen – kaum aufgetreten oder in Michigan erst garnicht auf dem Wahlzettel gewesen.

Es bleibt demnach Spannend bis Ende August beim Parteitag und einer freut sich: John McCain…

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