Tempus – Gesellschaftsspiel

image Beim gestrigen Spieleabend wurde ein Spiel ausprobiert, welches ungespielt seit der Spielemesse im Regal gelegen hatte: Tempus. Das Spielprinzip erinnerte mich doch ziemlich an das gute alte Civilization, denn es geht auch in dem Spiel darum, sein Volk durch verschiedene Epochen hindurch zu führen und voran zu bringen. Glück spielt nur begrenzt bei der Auswahl der Startposition (also der Reihenfolge) oder den Fortschrittskarten eine Rolle, aber im Kern handelt es sich um ein strategisches Spiel mit entsprechenden Optionen. Pro Runde kann man so auswählen, ob man Einheiten (Bevölkerung) bewegt, Städte baut, Fortschrittskarten zieht oder für ein Bevölkerungswachstum sorgt. Die Anzahl von Neugeborenen, der Bewegungsreichweite oder des des Fortschritts beispielsweise hängt dabei natürlich von der jeweiligen Epoche ab. Also kann man sich im Zeitalter der Eisenbahn schon riesige Stücke bewegen oder erhält durch die Landwirtschaft einen Bevölkerungsstein mehr pro entsprechender Aktion.

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Kampf ist im Spiel auch vorgesehen, aber wie wir gestern gesehen haben nicht wirklich notwendig. Also Gerrit (schwarz) stand ein wenig unter Druck von Kevin und mir, aber sonst gab es keine wesentlichen Übergriffe auf die Einheiten von anderen. Jede Runde versucht man dabei den richtigen Mittelweg zwischen der Sicherung von wichtigen Rohstofffeldern, die für die nächste Entwicklungsstufe nötig sind und anderen Aktionen wie Fortschrittskarten oder eben dem Bevölkerungswachstum.

Alles in allem ein durchaus ganz gutes Spiel, dessen Möglichkeiten (insbesondere was den Seeverkehr angeht) wir sicher nicht komplett erfasst und ausgespielt haben. Auch fehlt manchmal doch die Abwechslung bei den Aktionen und es kann demnach etwas langatmig werden, insbesondere wenn man wie wir mit fünf Spielern spielt. Das Spielmaterial sieht ganz schick aus, habt aber einige Nachteile: Zum einen ist der Unterschied zwischen Dunkelblau und Schwarz nicht immer gut zu erkennen, da wäre eine andere Farbe wie Grün vielleicht sinniger gewesen. Die Spielanleitung ist manchmal etwas zu knapp, denn über den Status einer Stadt sind wir uns noch immer nicht eindeutig geworden1. Aber nichts desto trotz ein guter und amüsanter Spieleabend mit Tempus. Und im übrigen: Dass mir die Spielsteine umgefallen sind, ist bei dem Spiel auch nicht so ungewöhnlich, wird doch bei der Pöppelkiste auch das Design der Steine beklagt. Von dort habe ich auch den Hinweis auf eine andere Spielhilfe, die etwas besser ist als die beigelegte. Bei Reich der Spiele und dem Spieleteufel gibts noch zwei weitere Spielbesprechnungen zu dem Spiel.

  1. also: Wenn ich eine Stadt auf einem Grasland baue, kann ich dann – Bevölkerungsstein vorausgesetzt – dort auch neue Bürger bekommen bzw. zählen Bevölkerungssteine auf Städten bei Endabrechnung zusätzlich als besetzes Gebiet oder ist dies durch den Städtewert gegeben, zählen Bevölkerungen in den Städten noch für die Rohstoffe bei Fortschrittsberechnungen? []
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