Hillary Clinton gewinnt in Pennsylvania

Eigentlich stand es nach den Umfragen schon vorher fest und um kurz nach drei Uhr heute nacht wurde es amtlich: Hillary Clinton gewinnt die Vorwahlen in Pennsylvania. Sie konnte sich dabei abermals auf die weiße Arbeiterschaft verlassen, während Obama’s 90% Führung bei den Afroamerikanern in dem Bundesstaat einfach nicht ausreichte, um ihr den Sieg zu nehmen oder zumindest diesen abzumildern.

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Am Ende lag der Vorsprung bei 10% und damit über der von einigen Medien hervorgebrachten Grenze, die den Druck für ein Ausscheiden aus der Kandidatur erhöht hätte. Demnach geht der Präsidentschaftskrimi der Demokraten weiter, auch wenn keiner der beiden Kandidaten noch eine rechnerische Chance hat, die Stimmmehrheit durch die Umfragen zu gewinnen und demnach alles auf die Superdelegates ankommt. (Siehe dazu auch diesen SZ Artikel)

Und für diese wird eifrig geworben: Obama sei nicht stark genug, um McCain am Ende zu schlagen, so der momentane Vorwurf aus dem Clinton Lager. Stattdessen geht Sie von einer Trendwende nach dieser Wahl aus und ihre Berater verweisen darauf, dass Obama viel mehr Geld in den Wahlkampf gesteckt habe, als Hillary Clinton. Dieser hingegen richten den Blick nach Vorne und meint nur, dass man den Vorsprung verringern konnte. Als nächstes stehen am 6. Mai North Carolina und Indiana auf der Tagesordnung. Und während bei Zweitem das Ergebnis noch völlig offen ist, scheint es in North Carolina eindeutig für Obama auszugehen – wenn sich die Umfragen nicht plötzlich drastisch drehen:

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Faktisch hat der Sieg von Clinton heute nacht also keine praktischen Auswirkungen. Sechs verlorene Delegierte tun bei über 100 nicht wirklich weh und auch in der Abstimmung in der Bevölkerung (der popular vote) tut der Verlust von rund 200.000 Stimmen sicher weh, aber noch immer kann Obama auch die Mehrheit der Wähler hinter sich behaupten und hat so alle Argumente für die Superdelegates auf seiner Seite. Wir werden aber dennoch noch einige Vorwahlen erleben, bis die Entscheidung fällt – womöglich sogar erst beim Nominierungsparteitag.

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