ArchivApril 2008

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Horst Mahler zu 10 Monaten Haft verurteilt
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Die Welt ist eine Google
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Grüne Jugend gegen Atomenergie
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Schwarz-grün in Hamburg: Kurzresümee
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Zwei Wochen mit dem iPhone
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Hillary Clinton gewinnt in Pennsylvania
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Live Blog Pennsylvania
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Live-Blog: Vorwahlen in Pennsylvania
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Die drei ??? und der Geisterzug – Folge 122
10
Tempus – Gesellschaftsspiel

Horst Mahler zu 10 Monaten Haft verurteilt

Gut ein halbes Jahr nach dem Interview zwischen Horst Mahler und Michael Friedmann in der Vanity Fair, bei der sowohl die Leugnung des Holocaust, wie auch der Gruß “Heil Hitler, Herr Friedmann” volksverhetzend bzw. die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen waren, folgte nun das Urteil: 10 Monate Haft ohne Bewährung.

Im Gerichtssaal verteidigte sich der Anwalt selber, musste dann aber des Prozesses verwiesen werden, als seine Verteidigungsstategie auf weiterer Volksverhetzung bassierte. Weiteres zum Prozess und Horst Mahler bei NPD-Blog.info.

Die Welt ist eine Google

Vor einiger Zeit lief bei 3sat neues ein Special zur “Datenkrake” Google, die ich nur empfehlen kann. In der 30 Minütigen Dokmentation “Die Welt ist eine Google” wird die Geschichte und Entwicklung des Unternehemens dargestellt, wie auch die ungeheuren Daten, die es tagtäglich über uns sammelt. Was besonders hängen geblieben ist: “Das Wachstum von Google ist in erster Linie durch deren Strombedarf für die Server begrenzt”. Wohl auch ein Grund, wieso Google sich sehr stark im Bereich erneuerbarer Energien engagiert. Meine Suche nach dem Speicherbedarf für die ganzen Google Services ist dagegen nur begrenzt erfolgreich: Aus dem Jahr 2006 habe ich jedenfalls im Google WatchBlog Zahlen für die Suche (850 TB ((1 Terabyte = 1.000 GB)) ), Analytics (220 TB), Earth (70,5 TB) einige Zahlen gefunden, aber da fehlen Google Video und auch GMail, wo man ja als Nutzer schon ein Postfach von 6 GB ((soviel sind es zumindest grade bei mir)) bekommt.

So, jetzt natürlich noch das Video und – wie sollte es anders sein – natürlich gelagert bei Google Video 😀

Hier gibts das ganze noch in der ZDF Mediathek und am Rande: Kann es sein, dass Google das einzige Wort ist, welches beim googlen nicht auf der ersten Seite auch den entsprechenden Wikipedia-Artikel anbietet? 😉

Grüne Jugend gegen Atomenergie

image Eigentlich wollte ich mit diesem Artikel nur kurz auf die erfolgreiche kleine Aktion der Grünen Jugend Gelsenkirchen vom letzten Samstag hinweisen, bei der wir mit vier Leuten in Maleranzügen und selbst gebauten “Geigerzählern” durch die Innenstadt gelaufen sind um Flyer anlässlich der Katastrophe von Tschernobyl und Hinweise zur Stromwechselparty morgen zu verteilen. Tja und dann brauche ich doch mal Ratschläge von den WordPress-Experten, die hier ab und an ja mal vorbei gucken 🙂 Und zwar funktionieren bei dem Artikel im Blog der Grünen Jugend die Absätze nicht. P-tags werden aus dem Quelltext einfach herausgenommen. Weiß jetzt nicht, ob da irgendeine blöde veraltete CSS Sache dran hängt oder das Template zu alt ist oder so. Hat jemand einen Ratschlag dazu? Ansonsten noch der Hinweis auf die Flickr Bilder und den Bericht bei Grünes Gelsenkirchen.

Schwarz-grün in Hamburg: Kurzresümee

Gestern ist bekanntlich schwarz-grün in Hamburg durch die GAL bestätigt worden und damit wird das erste Experiment einer Koalition zwischen CDU und Grünen gestartet. Ich hatte mich woanders schon als pragmatisch zu solchen Konstellationen bekannt, muss aber sagen, dass ich mir bezüglich des Ergebnisses mehr als unsicher bin. Dafür taucht im Papier bei Kernforderungen zu oft der Hinweis auf eine “Prüfung” auf, insbesondere auch beim Kohlekraftwerk Moorbusch. Es mag ja sogar sein, dass dies rechtlich nicht mehr anders möglich sei, aber ich kann nur hoffen, dass man zumindest intern davon ausgeht, das Kraftwerk so noch stoppen zu können und dies eben aus rechtlichen Gründen nicht offensiv kommuniziert. Ansonsten wäre es desaströs, wenn diese CO² Schleuder unter einer grünen Umweltsenatorin gebaut werden würde und gleichzeitig eine Elbvertiefung vorgenommen wird.

Die Grüne Linke hatte vor einiger Zeit bereits eine eigene Analyse zu dem Vertragswerk veröffentlicht, die eher ernüchternt ist, aber in vielen Fällen mit meinen Ansichten übereinstimmt. Auf die 11 Seiten konkreter einzugehen kann ich zeitlich nicht, aber ich denke es wäre auch übertrieben, alle Argumente einfach nochmal wieder zu geben, denn bei Interesse ist das Dokument schnell gelesen und erfasst. Es kommt jedenfalls zu dem Fazit,

“dass die GAL eine Fülle „weicher“ Themen setzen konnte (wenn auch zumeist nur als Prüfaufträge), sich in den für Grüne wirklich harten und im Wahlkampf bestimmenden Politikfeldern (Kohlekraftwerk, Elbvertiefung, Schule, Studiengebühren) aber am Ende kaum oder gar nicht durchsetzen konnte.”

Auch wenn ich die damit verbundene Kritik an der Verhandlungsführung nicht teile, weil es nunmal förderlich ist, wenn man zunächst leichte Dinge klärtund damit die Stimmung verbessert, teile ich die Ansicht, dass die Ergebnisse voller Prüfaufträge – zumindest zum jetzigen Zeitpunkt – ziemlich schwach sind. Einen großen grünen Erfolg kann ich so noch nicht erkennen. Dies mag sich im Laufe der Zeit ändern oder es mag den Kollegen der GAL gelingen wirklich mehr daraus zu machen, aber nach dem Resultat sind die Vorschusslorbeeren spärlich.

Die Titanic – darum wollte ich den Artikel eigentlich schreiben – hat jedenfalls die Kompromisse nochmal dargestellt. Zumindest die fünf wichtigsten. Am besten (im Sinne von lustig) fand ich:

Studiengebühren: Studenten zahlen künftig keine Uni-Gebühren mehr, aber nur, wenn die Studentinnen zuhause bleiben und auf die Kinder aufpassen

Weiteres hier. Und wer einen anderen – CDU-zentrierten – Blick auf die Ereignisse haben will, kann Roberts heutigen Kommentar in der Zeit lesen

Zwei Wochen mit dem iPhone

image Kaum überlegt, schon gekauft… So sah meine Strategie zum iPhone dann doch aus, als die Telekom ihre Kurse angepasst hatte. Kaum gab es die neuen Tarife, war meine Bestellung unterwegs und drei Tage später kam der nette Mensch von der DHL mit dem Paket. Zwei Unterschriften, einen Anruf bei der Telekom wegen der noch nicht aktivierten SMS Karte und nochmal zwei Stunden später konnte ich dann zum ersten Mal mit dem Gerät herumspielen.

Die ersten Tage saß ich ja prüfungsbedingt vor allem zuhause und prüfte so nur ständig meine Emails, aber inzwischen werden über das iPhone regelmäßig von überall Fotos zu Flickr hochgeladen, Twitter-updates gepostet oder … naja, eben Emails prüfen. Ohne geht es nicht mehr und ich bin doch ziemlich begeistert. Aber alles weitere als Antwort auf die Fragen der Blog-Parade zum iPhone von Martin Felder.

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Hillary Clinton gewinnt in Pennsylvania

Eigentlich stand es nach den Umfragen schon vorher fest und um kurz nach drei Uhr heute nacht wurde es amtlich: Hillary Clinton gewinnt die Vorwahlen in Pennsylvania. Sie konnte sich dabei abermals auf die weiße Arbeiterschaft verlassen, während Obama’s 90% Führung bei den Afroamerikanern in dem Bundesstaat einfach nicht ausreichte, um ihr den Sieg zu nehmen oder zumindest diesen abzumildern.

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Am Ende lag der Vorsprung bei 10% und damit über der von einigen Medien hervorgebrachten Grenze, die den Druck für ein Ausscheiden aus der Kandidatur erhöht hätte. Demnach geht der Präsidentschaftskrimi der Demokraten weiter, auch wenn keiner der beiden Kandidaten noch eine rechnerische Chance hat, die Stimmmehrheit durch die Umfragen zu gewinnen und demnach alles auf die Superdelegates ankommt. (Siehe dazu auch diesen SZ Artikel)

Und für diese wird eifrig geworben: Obama sei nicht stark genug, um McCain am Ende zu schlagen, so der momentane Vorwurf aus dem Clinton Lager. Stattdessen geht Sie von einer Trendwende nach dieser Wahl aus und ihre Berater verweisen darauf, dass Obama viel mehr Geld in den Wahlkampf gesteckt habe, als Hillary Clinton. Dieser hingegen richten den Blick nach Vorne und meint nur, dass man den Vorsprung verringern konnte. Als nächstes stehen am 6. Mai North Carolina und Indiana auf der Tagesordnung. Und während bei Zweitem das Ergebnis noch völlig offen ist, scheint es in North Carolina eindeutig für Obama auszugehen – wenn sich die Umfragen nicht plötzlich drastisch drehen:

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Faktisch hat der Sieg von Clinton heute nacht also keine praktischen Auswirkungen. Sechs verlorene Delegierte tun bei über 100 nicht wirklich weh und auch in der Abstimmung in der Bevölkerung (der popular vote) tut der Verlust von rund 200.000 Stimmen sicher weh, aber noch immer kann Obama auch die Mehrheit der Wähler hinter sich behaupten und hat so alle Argumente für die Superdelegates auf seiner Seite. Wir werden aber dennoch noch einige Vorwahlen erleben, bis die Entscheidung fällt – womöglich sogar erst beim Nominierungsparteitag.

Live-Blog: Vorwahlen in Pennsylvania

Es ist nach wochenlangem Warten wieder so weit: In Pennsylvania wird der Kampf zwischen Brack Obama und Hillary Clinton um die Präsidentschaftskandidatur nun wieder auf dem Stimmzettel ausgetragen. In den Umfragen ist Hillary Clinton im Schnitt sieben Prozentpunkte vor Obama, der amerikaweit das Rennen noch mit rund 150 Delegierten anführt. Allerdings – so ein Bericht von CNN – seien noch 10 Prozent der Wähler unentschlossen und sollte Hillary Clinton nur knapp gewinnen oder gar verlieren würde der Druck auf sie, aus dem Rennen auszusteigen, immens steigern. Ob man davon auszugehen hat? Ich denke ehrlichgesagt eher nicht, aber nichts desto trotz gibt es hier ab ca. 0 Uhr wieder die Möglichkeit die Berichte von CNN live mitzuerleben und auch mit zu diskutieren.

Zur Einstimmung noch die letzten Umfrageergebnisse:

Ich hoffe heute abend noch ein wenig allgemeines zu den letzten Ereignissen in den USA zu schreiben, wo der Tonfall sich doch wieder etwas zugespitzt hat. Aber ein Uniseminar bis 20 Uhr könnte das Ganze etwas knapp machen. Aber wer weiss, wann die ersten Zahlen eintrudeln 😉

Die drei ??? und der Geisterzug – Folge 122

image Am Wochenende habe ich neben der Folge 121 auch die wirklich neueste Folge 122 der drei ??? gehört. In dieser fahren die drei Detektive mit einer Museumseisenbahn zu einem solchen und finden sich früher als erwartet in der Dunkelheit eines Eisenbahntunnels wieder. Grade in dieser Phase ist die Serie auch schön unheimlich und spannend und kann ein wenig an ältere Folgen heranreichen. Auch die bekannten Charaktere des mutigen Justus, der einfach ermittelt, selbst wenn seine Freunde dies nicht wirklich mehr wollen oder des etwas ängstlichen Peters werden hier wieder offensichtlich. Alles in allem wieder eine gute Folge der drei Jungs aus Rocky Beach und etwas besser als die Spur ins Nichts (4/5). (Amazon Partnerlink)

Tempus – Gesellschaftsspiel

image Beim gestrigen Spieleabend wurde ein Spiel ausprobiert, welches ungespielt seit der Spielemesse im Regal gelegen hatte: Tempus. Das Spielprinzip erinnerte mich doch ziemlich an das gute alte Civilization, denn es geht auch in dem Spiel darum, sein Volk durch verschiedene Epochen hindurch zu führen und voran zu bringen. Glück spielt nur begrenzt bei der Auswahl der Startposition (also der Reihenfolge) oder den Fortschrittskarten eine Rolle, aber im Kern handelt es sich um ein strategisches Spiel mit entsprechenden Optionen. Pro Runde kann man so auswählen, ob man Einheiten (Bevölkerung) bewegt, Städte baut, Fortschrittskarten zieht oder für ein Bevölkerungswachstum sorgt. Die Anzahl von Neugeborenen, der Bewegungsreichweite oder des des Fortschritts beispielsweise hängt dabei natürlich von der jeweiligen Epoche ab. Also kann man sich im Zeitalter der Eisenbahn schon riesige Stücke bewegen oder erhält durch die Landwirtschaft einen Bevölkerungsstein mehr pro entsprechender Aktion.

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